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Veröffentlicht am 04.08.2019

Das Buch berührt, macht nachdenklich, gibt Anregungen und macht Mut

Stark wie ein Schmetterling
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Inhalt:
Laras Beziehung mit Max beginnt wie ein Märchen und endet wie ein Albtraum. Trotzdem liebt sie ihn noch und ist nach der Trennung ein Häufchen Elend. Zum Glück hat Lara eine sehr gute Freundin, ...

Inhalt:
Laras Beziehung mit Max beginnt wie ein Märchen und endet wie ein Albtraum. Trotzdem liebt sie ihn noch und ist nach der Trennung ein Häufchen Elend. Zum Glück hat Lara eine sehr gute Freundin, die ihr über diese schwere Zeit hilft. So stellt Lara auch fest, dass Max vermutlich an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Lara kann sich nicht erklären, wieso Max so viel Gewalt über sie hatte, wieso sie dies geschehen lassen konnte. Nach einiger Zeit stellt sie fest, dass sie alleine nicht weiterkommt und sucht sich Hilfe. So kann sie viele Fragen bis in ihre Kindheit beantworten, denn vergessen und verdrängen geht irgendwann nicht mehr und macht vor allem nicht glücklich.


Meinung:

Laras Geschichte hat mich sehr berührt. Auch ich habe schon Erfahrungen mit psychischer Gewalt gemacht und ich weiß, wie schwer es ist, aus so einer Beziehung wieder herauszukommen und sich selbst wiederzufinden. In dem Buch sieht man, dass das nicht leicht ist und schwere Arbeit bedeutet und man immer wieder Rückschläge erleidet.
Doch das Buch macht auch Mut. Man kann es schaffen und vor allem sollte man sich auch die kleineren Erfolge immer wieder vor Augen halten.
Die Geschichte ist sehr einfühlsam erzählt. Wir begleiten Lara über einen längeren Zeitraum, lernen ihre Mutter, ihren Sohn und ihre Freundinnen kennen. Auch mit der Mutter hat Lara große Probleme, ihre Kindheit war sicher nicht schön und auch das muss Lara verarbeiten. Bis jetzt hat Lara alles verdrängt, doch irgendwann kommt alles wieder an die Oberfläche und dann kann man leicht daran verzweifeln.
Aber man muss nicht alles alleine können. Es gibt Hilfe. Auch Lara wehrt sich dagegen, sie meint, dass es ihr gut gehe und sie keine Hilfe brauche. Doch dann gesteht sie sich ein, dass sie es nicht alleine schafft. Und ich finde, auch dazu braucht man Mut und Stärke.


Fazit:

Ich bin sehr froh, dieses Buch gefunden zu haben. Es hat mich sehr berührt, mich nachdenklich und mir Mut gemacht und die eine oder andere Anregung gegeben. Und es hat eine wunderschöne Symbolik.


Veröffentlicht am 03.08.2019

Solider BDSM Roman in dem Sicherheit und Einfühlungsvermögen selbstverständlich sind.

Rohrstock zur Teatime
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Inhalt:

Laura ist Kellnerin in einem Londoner Touristencafe. Ihren Vater hat sie zuletzt mit 8 Jahren gesehen und weiß von ihm nur, dass er ein mieser Zuhälter ist, der einen als Urlaubsresort getarnten ...

Inhalt:

Laura ist Kellnerin in einem Londoner Touristencafe. Ihren Vater hat sie zuletzt mit 8 Jahren gesehen und weiß von ihm nur, dass er ein mieser Zuhälter ist, der einen als Urlaubsresort getarnten Sexklub betreibt, in dem Frauen ausgebeutet werden. Selbst ihre Mutter bestätigt das. Als Lauras Vater stirbt, hinterlässt er ihr genau jenen Club mit der Klausel, dass sie ihn nur verkaufen darf, wenn sie einige Wochen dort verbracht hat.
Die junge Frau möchte das Erbe ablehnen, doch ihr Verlobter ist dagegen. Es kommt zu einem Streit und er wird handgreiflich. Daraufhin ist Laura so geschockt, dass sie nur weg will und wo könnte sie sich besser vor ihm verstecken als in dem Club.
Hier lernt sie den Geschäftsführer Leonard besser kennen und spürt plötzlich nie gekannte Bedürfnisse.

Meinung:

Die Autorin schreibt flüssig und gut verständlich, sodass das Buch relativ schnell gelesen werden kann. Laura hat als Kind eine schlimme Erfahrung gemacht, die sie jetzt einfach nicht aus dem Kopf bekommt. Deshalb hatte sie auch all die Jahre keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Sie lehnt das Erbe strikt ab - und hier hat sie meinen vollen Respekt. Keine Überredungskünste und kein Streit können sie davon überzeugen. Sie ist fest davon überzeugt, dass es sich um schmutziges Geld handelt und damit möchte sie nichts zu tun haben. So würden sicher nicht alle reagieren. Bestes Beispiel ist ihr Verlobter, der schon das Geld in seinen Augen funkeln sieht.

Aber nun zur anderen Seite dieses Buches, über die Handlung möchte ich sonst nicht viel mehr verraten. Ich finde, es ist ein solider BDSM-Roman. Die Szenen sind gut beschrieben und es wird sehr viel Wert auf Sicherheit und Einfühlungsvermögen gelegt. In diesem Buch kann man wieder ganz genau erkennen, was der Unterschied zwischen Gewalt und BDSM ist. Und was ich auch bemerkenswert finde - was ich sonst in kaum einem Buch mit Sex-Szenen finde - es wird ein Kondom benutzt! Egal wie hitzig die Szene ist, egal wie eilig es die Protagonisten haben, es wird ein Kondom benutzt! Und da sollten sich viele Autoren eine Scheibe abschneiden. In der heutigen Zeit kann man gar nicht oft genug daran erinnern, dass Sicherheit vorgeht!

Fazit:
Solider BDSM-Roman in dem Sicherheit und Einfühlungsvermögen selbstverständlich sind.

Veröffentlicht am 02.08.2019

Sehr unterhaltsames Buch mit Romantik, Liebe und Humor.

Effi liest
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Inhalt:

1894 - Elena Sophie von Burow, von ihren Freundinnen Effi genannt, findet bei einem Lehrausflug ein Buch. Der Inhalt des Buches ist aber so skandalös, sodass sie von ihrem vornehmen Pensionat ...

Inhalt:

1894 - Elena Sophie von Burow, von ihren Freundinnen Effi genannt, findet bei einem Lehrausflug ein Buch. Der Inhalt des Buches ist aber so skandalös, sodass sie von ihrem vornehmen Pensionat fliegt bevor sie auch nur eine Seite davon gelesen hat. Doch nun ist ihre Neugier erwacht und sie lässt sich mit ihrem Vater auf einen Handel ein: sie lernt richtiges damenhaftes Benehmen mit ihrer Tante, dafür darf sie Latein lernen und falls sie die Genehmigung vom Magistrat bekommt studieren. Außerdem lernt Effi den charmanten Arzt Max von Waldau kennen und auch hier kann man immer wieder gut schmunzeln.

Meinung:

Effi ist eine sehr liebenswerte, etwas rebellische Persönlichkeit. Wirklich wohl hat sie sich in dem strengen Pensionat nie gefühlt. Ich würde fast sagen, sie war froh, als sie dort hinausgeschmissen wurde. Aber die zwei Damen - die Gräfin, die das Pensionat leitet und die Lehrerin - waren auch wirklich zwei Drachen!

Am Rückweg zu ihrem Vater begegnet Effi Max. Sie unterhalten sich recht ungezwungen und es macht immer wieder Spaß, sich das verzwickte Gesicht der Lehrerin vorzustellen, die Effi auf ihrem Weg natürlich begleitet und gar nicht damit einverstanden ist, dass das junge Fräulein mit einem fremden Mann spricht.
Der Vater von Effi hat mich fast an meinen Vater erinnert. Er geht recht locker mit ihrem Rauswurf um, auch sonst merkt man, dass er sein Kind wirklich liebt.

Effi ist ihrer Zeit etwas voraus. Sie versteht nicht, wieso Frauen gewisse Dinge nicht wissen dürfen, aber Männer schon. Warum dürfen Männer studieren und so viele Bücher zu allen Themen lesen, wie sie wollen und Frauen nicht? Werden Frauen wirklich durch gewisses Wissen krank?

Am Anfang des Buches und auch zwischendurch werden wir mit Fakten bekannt gemacht, die damals so geglaubt wurden und uns in der heutigen Zeit zum Schmunzeln oder sogar zum laut Loslachen verleiten. Sie sind auch gut zum Weitererzählen und werden für ungläubige Blicke sorgen!

Fazit:
Sehr unterhaltsames Buch mit etwas Romantik, Liebe und Humor.

Veröffentlicht am 31.07.2019

Sehr sympathische Hauptprotagonistin

Das Erbe der Porzellanmalerin
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Inhalt:

Meißen 1750: Geraldine hat das Rittergut ihres Vaters geerbt. Außerdem bekommt sie die Genehmigung, auf Porzellan zu malen. Damit geht ein Traum in Erfüllung. Doch leider verläuft ihr Leben nicht ...

Inhalt:

Meißen 1750: Geraldine hat das Rittergut ihres Vaters geerbt. Außerdem bekommt sie die Genehmigung, auf Porzellan zu malen. Damit geht ein Traum in Erfüllung. Doch leider verläuft ihr Leben nicht weiterhin so glücklich. Ihr Halbbruder kann sich nicht damit abfinden, dass sie das Rittergut geerbt hat und will es ihr abspenstig machen. Es stellt sich heraus, dass es eine Klausel im Testament gibt, laut der sie innerhalb eines Jahres heiraten muss. Erstens steht ihr danach nicht der Sinn und zweitens ist das gar nicht so einfach ...

Meinung:

Ich habe erst beim Lesen festgestellt, dass dies der zweite Band einer Reihe ist. Es werden zwar immer wieder Andeutungen auf die Geschehnisse des ersten Bandes gemacht, aber man kann das Buch auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Allerdings werde ich vermutlich den ersten Teil doch noch lesen, weil ich jetzt neugierig bin, was da alles passiert ist. Außerdem hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen, das Buch war leicht, flüssig und schnell zu lesen.

Geraldine war mir von Anfang an sympathisch und ich habe mich sehr schnell in sie hineinversetzen können. Es war wirklich schön, sie zu begleiten. Sie ist ein herzensguter Mensch. Da sie auch die andere Seite des Lebens kennt, ist sie nicht so abgehoben wie andere ihres Standes. Immer wieder versucht sie ihren Mitmenschen zu helfen, ob das jetzt zb Besucher oder Untergebene sind, ist egal.

Ihr Halbbruder hingegen kommt sofort sehr unsympathisch rüber. Aber das ist sicher auch so gewollt, spielt er ja den bösen Gegenpart in der Geschichte. Auf jeden Fall versteht man Geraldine sehr gut, dass sie erstens das Rittergut für sich selbst behalten will und zweitens ihren Untertanen es nicht antun will, dass ihr Halbbruder über sie herrscht. Denn dann würden viele ihre Arbeit verlieren und die anderen geknechtet werden.

Fazit:

Ein schöner historischer Roman mit einer sehr sympathischen Hauptprotagonistin.

Veröffentlicht am 26.07.2019

Wunderschöne, aber auch traurige Geschichte

Perfectly Broken (Bedford-Reihe 1)
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Inhalt:

Brooklyn zieht von Manchester nach Bedford, um einen Neubeginn zu wagen. Ca ein Jahr zuvor starb ihre große Liebe und sie versucht so, ihren Gefühlen und ihrer Trauer davonzulaufen. Dass das nicht ...

Inhalt:

Brooklyn zieht von Manchester nach Bedford, um einen Neubeginn zu wagen. Ca ein Jahr zuvor starb ihre große Liebe und sie versucht so, ihren Gefühlen und ihrer Trauer davonzulaufen. Dass das nicht so einfach ist, muss sie aber sehr schnell feststellen.
In Bedford findet sie eine kleine hübsche Wohnung, in der sie sich eigentlich sofort wohlfühlt. Ein Manko hat die Wohnung allerdings: im Schlafzimmer befindet sich eine (verschlossene) Tür zu ihrem Nachbarn Chase. Irgendwann beginnen die beiden durch die Wand zu sprechen und Brooklyn fühlt sich dadurch getröstet und entwickelt immer mehr Gefühle, obwohl sie sich das selbst verboten hat. Sie darf nur für einen Mann Gefühle haben: für ihren verstorbenen Mann...

Meinung:

Allein das schöne Cover hat es mir angetan. Die schwarze Schrift ist erhoben, genauso wie der goldene Rahmen. Und der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, das Buch hat mich sogar positiv überrascht!

Die Autorin erzählt die Geschichte in der Ich-Perspektive abwechselnd aus der Sicht von Brooklyn und von Chase. Beide haben einen Schicksalsschlag und eine schwere Zeit hinter sich. Ganz ehrlich, ich möchte weder in der Haut von Brooklyn noch in der von Chase stecken.

Obwohl teilweise sehr viele Tränen tropfen, kommt immer wieder auch eine Prise Humor vor und bringt einen zumindest zum Schmunzeln. Die Geschichte wird sehr einfühlsam und wunderschön erzählt. Man durchlebt die verschiedensten Emotionen und kann nicht aufhören zu lesen, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Und man hofft die ganze Zeit, dass das Buch gut ausgeht, dass die zwei Protagonisten zusammenfinden.

Und Chase ... normalerweise sind die Traumtypen in Büchern meistens Bad Boys. Hier nicht. Chase ist ein Guter, er ist, glaube ich, der Traumschwiegersohn jeder Mutter lach. Geduldig, einfühlsam, hört gut zu, liest vor und ist natürlich auch umwerfend schön ... was will man mehr??

Ich könnte natürlich noch weiter von dem Buch schwärmen, aber ich denke, es wäre besser, es selbst zu lesen!

Fazit:

Wunderschön geschriebene Geschichte!