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Veröffentlicht am 29.04.2020

LJ Shen ist einfach top!

All Saints High - Die Prinzessin
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MEINUNG:

L. J. Shen gehört seit Vicious Love und ihrer Sinners of Saint Reihe zu meinen absoluten Lieblingsschriftstellerinnen im Bereich New Adult/ Erotik/ Dark Romance. Ihre Geschichten sind nichts ...

MEINUNG:

L. J. Shen gehört seit Vicious Love und ihrer Sinners of Saint Reihe zu meinen absoluten Lieblingsschriftstellerinnen im Bereich New Adult/ Erotik/ Dark Romance. Ihre Geschichten sind nichts für schwache Nerven und die Charaktere schenken sich gegenseitig nichts und sind trotzdem voll mit Emotionen. Ich finde gut, dass man sich in diesem Buch auch für eine Triggerwarnung am Anfang entschieden hat.

Daria Followhill ist die Tochter von Melody und Jamie Followhill, die wir schon aus der Kurzgeschichte Rough Love kennen sowie natürlich auch allen anderen Bänden der Reihe. Melody war die einstige Tänzerin mit vielversprechender Karriere und später die Lehrerin von Jaime. Daria ist ihre erste geborene Tochter. Daria ist wie alle Kinder der "Hot Holes" sehr privilegiert aufgewachsen und es fehlt ihr in materieller Hinsicht na nichts. Emotional sieht das schon anders aus. Die Beziehung zu Melody ist sehr schwierig. Daria ist ein schwieriger Charakter und sehr temperamentvoll. Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht jeder sie beim Lesen sehr sympathisch findet. Ich mochte sie, auch wenn ich so einige Aktionen von ihr wirklich höchst fragwürdig finde und sie sich auch selbst häufig die Probleme macht durch ihre Zerstörungswut, wenn sie durch jemanden anderen verletzt wurde. Daria ist nämlich auch eine sehr sensible und gefühlvolle, junge Frau, die sich, wie wir alle, nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung sehnt. Ihre Art hat mir auch ein bisschen schwer gemacht in die Geschichte reinzukommen. Es wirkt bei so viel Widerstand manchmal etwas sperrig.

Penn Scully ist das Ganze Gegenteil von Daria. Er ist zusammen mit seiner Schwester Silvia (Via) unter sehr schwierigen, armen Verhältnissen groß geworden und hatte außer seiner Schwester keinen wirklich Rückhalt in seiner Familie.Daria und Penn sind wie Feuer und Wasser, so scheint es zunächst, aber in Wirklichkeit kann vor allem Daria bei Penn offen und ehrlich sein und damit auch Schwäche zulassen. Penn ist wesentlich offener und ihm gelingt es durch Kommunikation an die verschlossene Daria heranzukommen. Sie beherrscht die Kunst, die Menschen, die sie liebt, immer wieder zurückzuweisen.

Die Geschichte enthält explizite Gewalt- und Sexszenen. Der Umgang miteinander ist häufig wenig herzlich und das Verhalten der Protagonisten bewegt auch häufig nicht mehr im legalen Rahmen. Darauf sollte man sich hier einstellen und nicht von dem rosa Cover täuschen lassen.

FAZIT:

Ich habe mich unheimlich gefreut, dass es wieder zurück zu den Hot Holes (und ihrem Nachwuchs) nach Todos Santos geht. Die Schreib- und Erzählstil von L. J. Shen ist wie gewohnt mitreißend und süchtig machend. Ich glaube, ich mag die Sinners of Saint Reihe etwas lieber, weil die Protagonisten hier älter sind, aber ich freue mich riesig auf die Geschichte von Knight Cole und Luna Rexroth, die im Juli 2020 erscheint wird.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2020

Bisschen schwächer als Teil 2

VANITAS - Grau wie Asche
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MEINUNG:

Ich war bereits von dem ersten Teil der Vanitas Reihe, Vanitas – Schwarz wie Erde sehr begeistert gewesen und für mich war klar, dass ich die Reihe unbedingt weiter lesen möchte. Von ihren Jugendthrillern ...

MEINUNG:

Ich war bereits von dem ersten Teil der Vanitas Reihe, Vanitas – Schwarz wie Erde sehr begeistert gewesen und für mich war klar, dass ich die Reihe unbedingt weiter lesen möchte. Von ihren Jugendthrillern habe ich fast alle gelesen und auch für Erwachsene kann sie überzeugend schreiben.

Carolin ist von ihrem letzten "Auftrag" aus München zurück in Wien. Auf dem Wiener Zentralfriedhof, wo sie im Blumengeschäft arbeitet kommt es zu ziemlich seltsamen Grabschändungen. Caro befindet sich in einer Art Zeugenschutzprogramm und es immer auf der Hut vor denen, vor denen sie sich versteckt. Ihre Sorge und Unsicherheit wächst als ständig ein junger Mann in den Laden kommt, der vorgibt Interesse an ihrer jüngeren Kollegin zu haben, aber Caro ist skeptisch und nimmt an, dass das Interesse wohl eher ihr gilt und dass ihn jemand geschickt hat.

Caro ist wirklich ständig auf der Hut und führt ein Leben in Angst. Dennoch weiß sie sich zu wehren und verfällt eher in Aktionismus und Selbstjustiz als sich geschlagen zu geben. Sie greift in diesem Teil zu einem Schritt, der wirklich fragwürdig ist und man fragt sich, ob das wirklich notwendig war. Meiner Meinung hat sie hier eine Grenze überschritten, die sie auch nicht besser darstehen lässt als vor denen, vor denen sie auf der Hut ist. Grundsätzlich finde ich sie aber nicht unsympathisch und sie ist verdammt klug und der Polizei teilweise einen Schritt voraus. Erstaunlich, wie Ursula Poznanski hier die Charakterentwicklung ausgearbeitet hat. Caros pure Angst ist fast auf jeder Seite spürbar.

Die Spannung des Thrillers hätte für meinen Geschmack ruhig noch ein bisschen rasanter sein können. Der Anfang war gut, der Mittelteil dagegen zog sich ganz schön und man kam zumindest der Lösung des Falls nicht so richtig näher. Zum Schluss wird es natürlich wieder richtig spannend und rasant. Der ganze Fall mit seinen vielen Beteiligten ist auch relativ komplex und man muss sich von Anfang gut konzentrieren, damit man am Ende auch noch alle Fäden entwirren kann im Kopf.

FAZIT:

Mit Vanitas hat Ursula Poznanski eine sehr besondere Heldin geschaffen, die in diesem Teil einen Schritt wagt, der sehr viele Grenzen überschreitet. Für mich war dieser Band ein wenig schwächer als der erste Teil, aber ich freue mich auf den nächsten Band der Reihe!

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2020

Süße Geschichte für zwischendurch

Verloren sind wir nur allein
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MEINUNG:

Mila Summers habe ich schon aus diversen Veranstaltungen kennen gelernt. Bisher habe ich aber noch nie etwas von ihr gelesen. Ich habe mich sehr gefreut dies nun mit Verloren sind nur wir allein ...

MEINUNG:

Mila Summers habe ich schon aus diversen Veranstaltungen kennen gelernt. Bisher habe ich aber noch nie etwas von ihr gelesen. Ich habe mich sehr gefreut dies nun mit Verloren sind nur wir allein endlich nachholen zu können.

Sky Hardford zieht mit ihrer Mutter von Boston nach Texas zu deren neuen Freund, Roger, nachdem ihr Vater vor einigen Jahren verstorben ist. Sky trauert immer noch sehr um ihren Vater und ist hat sich nicht freiwillig dafür entschieden nun mit nach Texas zu kommen. Dementsprechend ist auch Skys Verhalten, oft sehr ablehnend. Die Krönung dessen wird dem noch aufgesetzt als Sky erfährt, dass auch Rogers Neff Jeff mit im gemeinsam Haushalt wohnt. Die erste Begegnung zwischen den beiden läuft zunächst nicht sehr vielversprechend ab. Doch dann stellen sie fest, dass sie beide ihre Päckchen zu tragen haben und doch auf einer Wellenlänge sind.

Sky leidet sehr unter dem Verlust von ihrem Vater, auch wenn dieser bereits ein paar Jahre zurück liegt. Die neue Beziehung ihrer Mutter und den Wegzug aus Boston empfindet sie als Verrat. Sky lässt kaum jemanden an sich ran und gesteht sich auch nicht zu Glück zu empfinden. Obwohl ihre Mutter sehr einfühlsam ist, geraten die beiden immer wieder aneinander, weil Sky ihr keine Chance gibt. Eigentlich möchte Sky auch niemanden an sich heran lassen und schon gar keine Freundschaften schließen. Ich mochte allerdings, dass sie trotzdem nicht auf den Mund gefallen ist.

Jeff ist so der berühmte Sunny Boy, zumindest nach außen. Insgesamt ist er deutlich zugänglich und merkt, dass Sky immer noch trauert. Ein Gefühl, welches er sehr gut nachvollziehen kann. Jeff ist später auch derjenige, der Zugang zu Sky findet, weil er einfach zuhört und wenig bewertet. Insgesamt fand ich ihn allerdings ein wenig blass, was wohl daran liegt, dass die Ich-Erzählerperspektive zu 90% von Sky bestritten wird und man in Jeffs Innenleben und Gedanken nicht ganz so viel Einblick bekommt.

Mal wieder ist eine Romanze mit amerikanischen Setting von einer deutsche Autorin. Ich frage mich nebenbei immer wieder, warum Deutschland als Spielort so unattraktiv zu sein scheint. Häufig merkt man den Geschichten auch an, dass hier aus deutscher Sicht geschrieben wird. Das gilt für Verloren sind nur wir allein  allerdings nicht. Ich konnte keinen Unterschied zu einem Roman von einer amerikanischen Autorin/ einem amerikanischen Autor feststellen. Die eingängigen amerikanischen Gepflogenheiten und Klischees wurden hier sehr gut erfüllt.

FAZIT:

Verloren sind nur wir allein ist eine wirklich süße, zu Herzen gehende Geschichte für zwischendurch. Mir hat ein ganz bisschen das gewisse Etwas gefehlt, welche die Geschichte von anderen abhebt, aber ansonsten war die Story um Sky und Jeff sehr gelungen und lies sich wunderbar lesen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2020

Eine Neuentdeckung

Muldental
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MEINUNG:

Daniela Krien war mit von ihrem Roman Die Liebe im Ernstfall bereits ein Begriff. Allerdings habe ich das Buch nicht gelesen. Ich muss vorneweg sagen, dass weder ein großer Fan von Erzählungen ...

MEINUNG:

Daniela Krien war mit von ihrem Roman Die Liebe im Ernstfall bereits ein Begriff. Allerdings habe ich das Buch nicht gelesen. Ich muss vorneweg sagen, dass weder ein großer Fan von Erzählungen (zu kurz) und Geschichten nach der Wende bin (häufig einfach zu persönlich, weil mit der eigenen Familiengeschichte zu eng verknüpft). Trotzdem wollte ich die Autorin unbedingt entdecken.

Ich nehme an, dass der Name der Erzählungen an den Muldentalkreis im Norden von Sachsen angelehnt ist, wozu auch Leipzig gehört, wo die Autorin lebt. Sie ist selbst in den 19070er Jahren in der DDR geboren und weiß also wovon sie schreibt.

Die Wende und damit einhergehende Zusammenbruch der DDR war für viele ein sehr einschneidendes Erlebnis in der eigenen Biografie und zwar in beiderlei Hinsicht (positiv und negativ). Auch wenn einige, so wie ich auch, noch zu jung waren, um dieses Ereignis selbst mitzubekommen, spürte man aber doch die Auswirkungen in der eigenen Familie. Wie ich schon sagte, lese ich hier nur sehr wenig und ausgewählte Literatur, weil das Thema an sich schon immer sehr präsent im privaten Familienumfeld ist.

Daniela Krien hat hier zehn Erzählungen verfasst, die mich trotz ihrer Kürze mit voller Wucht mitgenommen haben. Der Erzählstil ist sehr nüchtern und unaufgeregt und dennoch gibt es eine unterschwellige Spannung. Mich erinnert der Schreib- und Erzählstil ein wenig an Ferdinand von Schirach. Viele Geschichten haben mich auch wirklich mitgenommen, weil sie keinen guten Ausgang hatten. Die Wende und die damit einhergehenden Ungewissheiten um die eigene Existenz prägen viele der Protagonisten und sie sind gezwungen andere Wege zu gehen.

FAZIT:

Muldental hat mich absolut begeistert, vor allem der Schreib- und Erzählstil der Autorin. Ich werde auf jeden Fall auch noch Die Liebe im Ernstfall lesen und freue auf weitere Bücher der Autorin!.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2020

Das ist noch Luft nach oben

Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss
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MEINUNG:
Gods of Ivy Hall: Cursed Kiss ist der Auftakt einer mehrteiligen Reihe. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Erin geschrieben. Erin ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern eine Rachegöttin, ...

MEINUNG:
Gods of Ivy Hall: Cursed Kiss ist der Auftakt einer mehrteiligen Reihe. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Erin geschrieben. Erin ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern eine Rachegöttin, die Hades dient. Sie besucht das Ivy Hall College, daher auch der Titel der Reihe. Auf dieses College scheinen auch noch andere Götter zu gehen, aber so genau wird darauf nicht eingegangen, was ein wenig schade ist. Neben Erin gibt es noch andere Rachegöttin, die alle zusammen wohnen und sich gegenseitig mit ihrer Bürde unterstützen. Erin studiert Game Design, was ich als sehr sympathisch und abwechslungsreich empfunden habe. Erin hat keine Eltern mehr, dafür aber eine ältere und eine jüngere Schwester, die ihr beide sehr wichtig sind.

Die Rachegöttin (es gibt auch Rachegötter) müssen männlichen Personen alle 7 Tage mit einem Kuss die Seele rauben und diese an Hades weitergeben. Die ist das Opfer, welches sie durch einen Pakt mit Hades erbringen müssen. Erin geht immer sehr sorgfältig mit ihrer Auswahl vor und wählt nur solche aus, die es in ihren Augen verdient haben. Wie man sich schon denken kann, wird es zum Problem, wenn man jemand wirklich aus Zuneigung küssen möchte, denn das ist nicht möglich. So geht Erin auch mit Arden, den auf einer Verbindungsparty kennen lernt. Alana Falk muss sich hier sehr tief mit der Mythologie beschäftigt haben, um das Thema entsprechend umzusetzen. So war jedenfalls mein Eindruck beim Lesen. Manches musste ich mehrmals lesen, um dem folgen zu können.

Der Fokus liegt trotz mythologischem Grundrahmen sehr auf der Lovestory, aber das Buch wird auch als Romantasy bezeichnet, daher sollte man wissen, auf was man sich einlässt. Natürlich entsteht zwischen Erin und Arden eine enorme Anziehungskraft und zwischen ihnen steht immer, dass sie ihn nicht küssen darf. Was anfänglich nett ist, wird dann irgendwann ein bisschen nervig, weil die beiden sich da ziemlich im Kreis drehen und es für mich auch nicht mehr nachvollziehbar war. Die Geschichte lässt sich schnell und flüssig lesen, aber für meinen Geschmack hätte es ruhig von Anfang noch ein wenig mehr Spannung sein können und die vielen Schleifen machen die Mittelteil auch etwas zäh. Dafür überzeugen dann die letzten 60 Seiten, in dem es ein paar spannenden Wendungen gibt.

Manche mögen das Ende als Cliffhanger betrachten, für mich ist die Geschichte aber eigentlich so gut wie auserzählt und ich frage mich, was da in Band 2 noch kommen soll, außer der Fortführung der Love Story. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diese zweiten Band nicht lesen werde.

Der zweite Band, Lost Love, wird am 1. August 2020 erscheinen.

FAZIT:
Gods of Ivy Hall: Cursed Kiss besticht mit einer wunderschönen Aufmachung, konnte mich inhaltlich aber nicht so ganz überzeugen. Mir fehlte es beim Lesen ein bisschen an Spannung und Sogwirkung. Es gibt ein bisschen zu viel hin und her. Vielleicht hätten dem Buch ein paar weniger Seiten nicht geschadet.
Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere