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Veröffentlicht am 06.06.2022

Tiefsinnige Vampir-Story ohne Klischees

In den Farben der Finsternis
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Milena leidet seit einem tragischen Unfall unter Angststörungen und verlässt ihre Wohnung so gut wie nie. Rico ist ein Vampir, der mit seinem Leben und der ihn erwartenden Ewigkeit unzufrieden ist. Als ...

Milena leidet seit einem tragischen Unfall unter Angststörungen und verlässt ihre Wohnung so gut wie nie. Rico ist ein Vampir, der mit seinem Leben und der ihn erwartenden Ewigkeit unzufrieden ist. Als sich beide in einem stecken gebliebenen Aufzug begegnen und Rico Milena ungewollt seine Identität als Vampir enthüllt, nimmt das Leben von beiden einen neuen Lauf.

Zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, kommen hier zusammen und arrangieren sich miteinander. Dabei entsteht ganz langsam eine besondere freundschaftliche Beziehung zwischen ihnen, die beider Leben schleichend verändert. Gerade diese besondere Zwischenmenschlichkeit macht die Geschichte schon zu etwas Besonderem, ohne dass es hier eine Lovestory gibt. Doch nicht nur Milena und Rico stehen hier im Mittelpunkt, sondern es häufen sich Probleme bei den in der Stadt lebenden Vampirgangs. Rico dient als Friedensschlichter, doch er muss bald feststellen, dass seine Fähigkeiten an ihre Grenzen gelangen. Außerdem gerät bald auch Milena ins Fadenkreuz der Zwistigkeiten.

Erzählt wird uns die Geschichte abwechselnd aus Milenas und Ricos Sicht und man taucht so umso mehr in ihre Gefühlswelt ein und erhält einen besseren Eindruck davon, wie sie auf andere Personen und aufeinander wirken. Die Sprache ist etwas derber als gewohnt, aber es passt perfekt zu den Charakteren.

Dieses Buch ist insbesondere für alle empfehlenswert, die keine klischeebehaftete Vampirstory lesen wollen und denen auch der Schwerpunkt mit der Liebe nicht wichtig ist. Steffi Frei hat hier eine faszinierende Welt der Vampire geschaffen und lässt den Leser am Ende mit einem derartig fiesen Cliffhanger zurück, dass man gar nicht anders kann, als sehnsüchtig die Fortsetzung in die Finger zu kriegen.

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Der etwas andere Vampirroman

Dead Hearts Can't Love
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Loan Ryder fristet ein Dasein als einsamer Vampir der aber auch keine Gesellschaft sucht. Daher arbeitet er in einem Bestattungsinstitut und geht nicht aus. Doch als er das erste Mal Sophia erblickt, scheint ...

Loan Ryder fristet ein Dasein als einsamer Vampir der aber auch keine Gesellschaft sucht. Daher arbeitet er in einem Bestattungsinstitut und geht nicht aus. Doch als er das erste Mal Sophia erblickt, scheint sich etwas in ihm zu verändern. Er weiß, er muss vorsichtig sein, denn sich zu Verlieben gilt für Vampire als nicht möglich.


Die Autorin liefert hier eine ganz neue Vampir-Story ab. In ihrem Werk können Vampire sich nicht verlieben und sie bedient sich bei den Charakteren nicht unbedingt an den typischen Stereotypen.

Loan ist ein völlig unscheinbarer Typ, der nicht viel auffällt und auch nicht viel Charakterstärke besitzt. Auch hat er nicht gerade einen sehr ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb. Erst Sophia ruft eine Veränderung hervor, denn plötzlich fühlt sich Loan anders und begreift nicht richtig, was plötzlich mit ihm los ist.

Loan ist wirklich ein erfrischend anderer Typ Vampir und es ist spannend mitzuverfolgen, wie sich alles für ihn entwickelt. Das Buch ist dabei auch passend aus seiner Sicht geschrieben, doch auch Sophia hat ihre eigenen Kapitel.

Sophia ist eine sympathische junge Frau, die nicht viel Glück in der Liebe hatte und nun mit Loan konfrontiert wird. Loan stellt sich dabei nicht sehr geschickt an und hier haben wir mal einen Mann, der der Frau hinterherjagt. Die Beziehung, die sich hier aufbaut, war für mich nicht immer ganz nachvollziehbar, denn Loan verhält sich teilweise schon wirklich seltsam und ich persönlich hätte ihm zwischendurch eins übergebraten.

Das einzige, was mich hier ein wenig stört, sind die für mich übertriebenen Beschreibungen, die klar machen sollen, dass es hier nicht perfekte Charaktere sind. Sophia betont oft ihre unschlanke Figur oder schnauft und schwitzt beim Treppensteigen, dass war mir persönlich einfach zu viel des Guten. Aber davon abgesehen, bekommt man hier eine tolle Geschichte geliefert, die sich von den typisch verlaufenden Lovestories abhebt. Hinzu kommt noch, dass Loan mit seiner Verliebtheit nicht gerade Sympathien bei den Obersten der Vampire weckt und er ein pikantes Geheimnis aufdeckt.

Wer einen neuartigen Vampirroman sucht, ist hier auf jeden Fall goldrichtig. Tatsächlich meint man, die Geschichte wäre nach diesem Buch zu Ende, aber es gibt auch einen zweiten Teil, auf den ich schon sehr gespannt bin.

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Jekyll, Holmes, Frankenstein - alles in einem Buch vereint

Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter
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Nach dem Tod ihrer Mutter steht Mary Jekyll fast mittellos da. Da erfährt sie, dass ihre Mutter heimlich Zahlungen für einen „Hyde“ getätigt hat. In der Hoffnung, dass es sich um den gesuchten Verbrecher ...

Nach dem Tod ihrer Mutter steht Mary Jekyll fast mittellos da. Da erfährt sie, dass ihre Mutter heimlich Zahlungen für einen „Hyde“ getätigt hat. In der Hoffnung, dass es sich um den gesuchten Verbrecher Mr. Hyde handelt, auf den eine Belohnung ausgesetzt ist, sucht sie die Hilfe von Sherlock Holmes auf und landet so nebenbei auch noch in den Ermittlungen zu den Whitechapel-Morden.

Dieses Buch vereint meisterhaft mehrere bekannte Figuren der Literatur: Wir lernen hier Mary Jekyll, Diana Hyde, Beatrice Rappaccini, Justine Frankenstein und Catherine Moreau kennen. Sie alle sind mehr oder weniger die Töchter uns bekannter literarischer Vorlagen. In den Innenseiten der Buchklappen sind diese sogar kurz erklärt. Generell treffen wir hier auf viele weitere bekannte Namen. Und sie alle stehen oft in Verbindung zu einer Gesellschaft, die hier überall die Fäden zu ziehen scheint. Mary trifft so nach und nach auf die genannten Damen und erhält dabei tatkräftige Unterstützung von Sherlock Holmes und Dr. Watson. Die Morde, die die beiden untersuchen, stehen außerdem in Verbindung mit den Ereignissen, denen Mary auf der Spur ist.

Das Buch hat einen besonderen Erzählstil, denn der Text, den wir Leser lesen, wird quasi gerade von Catherine geschrieben und manchmal unterbrochen von Passagen, in denen die anderen Frauen ihre Kommentare zum Geschriebenen abgeben. Das war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber hinterher machte es die Charaktere nur umso sympathischer. Generell schließt man die Damen schnell ins Herz und fiebert bei ihren Geschichten mit.

Die Passagen mit den Kommentaren deuten oft Geschehnisse an, die noch nicht passiert sind und sich auch nicht immer auf den vorliegenden Band beziehen, sodass man schon neugierig auf die nächsten Bände wird. Auf diese freue ich mich schon sehr, denn wohin es die Damen als nächstes führt, wird schon verraten, denn ein Brief von einem weiteren sehr bekannten Namen erreicht die Damen am Ende.

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Eine verbotene Liebe im Reich der Elfen

Rabenprinz
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Isobel ist eine leidenschaftliche Porträtmalerin und ihre Kundschaft besteht fast ausschließlich aus den Angehörigen des Elfenvolkes. Doch eines Tages hat sie Rook, den Prinzen des Herbstlandes, als Kunden ...

Isobel ist eine leidenschaftliche Porträtmalerin und ihre Kundschaft besteht fast ausschließlich aus den Angehörigen des Elfenvolkes. Doch eines Tages hat sie Rook, den Prinzen des Herbstlandes, als Kunden in ihrer Stube und malt menschlichen Schmerz in seine Augen, was für Rook an seinem Hof eine bedrohliche Katastrophe ist.

Die Elfen in diesem Buch sind Wesen, die ihr wahres Aussehen durch einen Glimmer übermenschlich schön erscheinen lassen und generell sehr eitle Geschöpfe sind. Sie leben in ihrem eigenen Reich, dass in vier Reiche entsprechend der Jahreszeiten aufgeteilt ist und vom mächtigen Erlkönig regiert wird. Außerdem lieben sie die Kunst der Menschen, sei es nun Malerei oder Kochen, denn sie selbst können nichts erschaffen ohne dabei zu Staub zu zerfallen. Auch menschliche Gefühle können sie meist nicht empfinden, diese gelten außerdem als Schwäche. Hinzu kommt noch, dass die Liebe zwischen Menschen und Elfen verboten ist.

Somit haben wir hier schon das große Problem, welches für Isobel und Rook gefährlich wird. Isobel soll Rook an seinen Hof begleiten, damit diese Rooks Ehre wiederherstellt. Doch die Reise dorthin verläuft nicht ohne Probleme, denn im Elfenreich geht etwas Bedrohliches vor sich und die beiden kommen sich näher. Dabei sieht Isobel Rook auch ohne seinen Glimmer und man wird ein wenig an „Die Schöne und das Biest“ erinnert, da Isobel Rook auch so zu mögen beginnt. Rook hingegen ist ein hoffnungsloser Fall, denn er scheint generell ein sonderbarer Elf zu sein, der schon einmal eine Menschenfrau geliebt hat. Trotzdem mochte ich ihn fast sofort, denn er hat etwas so Melancholisches an sich und unterscheidet sich stark von den anderen Elfen.

Die Geschichte bleibt durchweg unterhaltsam und wartet mit einigen Wendungen auf, mit denen ich so gar nicht gerechnet habe. Insbesondere der Elf Gadfly, zu dem ich nicht viel verraten möchte, hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Ein wunderbar undurchschaubarer Typ. Während des Lesens lernt man das Reich der Elfen sowie seine Bewohner sehr gut kennen und fragt sich die ganze Zeit, was eigentlich die Ursache dieser im Hintergrund lauernden Bedrohung ist. Das Ende habe ich dann so nicht erwartet, aber es war einfach nur perfekt und genial. Von mir daher eine ganz große Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Drachen und Piraten, muss ich noch mehr sagen?

Dragon Princess 1: Ozean aus Asche und Rubinen
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Ruby möchte in den Königspalast einbrechen und heuert dafür einen Piratenkapitän an. Das danach nicht alles wie geplant verläuft, ist natürlich klar.

Ruby war mir direkt sympathisch, ich mag aggressive ...

Ruby möchte in den Königspalast einbrechen und heuert dafür einen Piratenkapitän an. Das danach nicht alles wie geplant verläuft, ist natürlich klar.

Ruby war mir direkt sympathisch, ich mag aggressive Charaktere, die haben immer so ihren eigenen speziellen Charme. Sie ist zwar sehr kratzbürstig und etwas seltsam, aber das hat alles seine Gründe. Allem voran ist sie teilweise ein Drache und verhält sich dementsprechend auch so. Wer genau sie aber ist und wie ihre Vergangenheit aussieht, dass bekommt man über das ganze Buch über nach und nach in Häppchen serviert. Allein deshalb schon will man immer weiterlesen.

Fynn ist ein Pirat, wie man ihn überhaupt nicht erwarten würde und dies trifft auch auf seine Crew zu. Fynn ist ziemlich selbstverliebt und will Ruby in seiner Crew aufnehmen, auch wenn diese eigentlich ganz andere Pläne hat. Doch in ihm steckt ein herzensguter Mensch und seine Sprüche dienen mehr dazu, Ruby aus der Reserve zu locken. Trotz seiner großen Sprüche sollte man ihn aber nicht unterschätzen, denn das könnte einen das Leben kosten.

Fynns Crew schließt man direkt ins Herz, denn hier hat jeder seine besonderen Eigenschaften und auch Vergangenheit. Besonders Eleanore habe ich schon ganz fest in mein Herz geschlossen, die Frau hat einfach Klasse.

Zu Beginn wird man schon mitten ins Geschehen geworfen, sodass man auf die Spannung nicht lange warten muss. Erzählt wird abwechselnd aus Ruby und Fynns Perspektive, wobei der Schreibstil einen flüssig durch die Geschichte trägt. Der Humor gefällt mir hier sehr gut und ließ mich oft laut auflachen. Die Dynamik zwischen Fynn und Ruby ist einfach nur stimmig und ihre Liebesgeschichte rückt nicht allzu sehr in den Mittelpunkt, sondern entwickelt sich schön langsam und nachvollziehbar.

Am Ende erwartet einen ein wahrhaftig fieser Cliffhanger, weswegen ich mir direkt den Folgeband besorgt habe. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen, es zählt definitiv zu meinen Jahreshighlights!

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