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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2025

Hat mir gefallen

Shadow
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Ich habe ja schon einige aus diesem Subgenre ausprobiert und die meisten haben mir nicht sonderlich gut gefallen. Auch bei „Shadow“ hatte ich so meine Zweifel, nachdem ich schon ein paar eher negative ...

Ich habe ja schon einige aus diesem Subgenre ausprobiert und die meisten haben mir nicht sonderlich gut gefallen. Auch bei „Shadow“ hatte ich so meine Zweifel, nachdem ich schon ein paar eher negative Rezensionen dazu gelesen hatte, aber ich wurde positiv überrascht.

Gut okay, ich gebe zu, den Spannungsteil sucht man hier auch vergebens. 😂👌 Aber der Rest hat überzeugt, insbesondere der schöne Schreibstil und das Setting. Ähm, hallooo?! Wir sind hier in Sizilien, und zwar so richtig. Das Feeling hat die Autorin wirklich exzellent eingefangen und rübergebracht, und das hat schon mal für einige Pluspunkte bei mir gesorgt. Auch die Liebesgeschichte hat mir gut gefallen. Die Annäherung war eher langsam, dafür umso realistischer und sowohl Sofia als auch Valentin sind spannende Charaktere.

Was so gar nicht spannend war: der Spannungsteil. 🙈 Wir haben es hier ja mit einem Stalker zu tun und Sofia denkt auch mal ab und zu an ihn. Wir spüren ihre Beklemmung, aber der Stalker war unglaublich passiv am Werk und hat eigentlich kaum eine Rolle gespielt. Due Auflösung konnte mich dann noch ein wenig überraschen und war auch echt gut gemacht, aber ja. So richtig spannend war es einfach nicht.
Wenn ihr aber nach einer schönen, sommerlichen Liebesgeschichte sucht, mit ein klein wenig Rätselraten zwischendurch, kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. 4 ⭐️

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Nicht meins

Bunny
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Wir haben hier Samantha, sie studiert an einem elitären College Literatur. Sie fühlt sich als Außenseiterin, denn außer ihr besteht das Seminar nur noch aus den „Bunnys“, einer eingeschworenen Gemeinschaft ...

Wir haben hier Samantha, sie studiert an einem elitären College Literatur. Sie fühlt sich als Außenseiterin, denn außer ihr besteht das Seminar nur noch aus den „Bunnys“, einer eingeschworenen Gemeinschaft aus ein paar Mädels - schön, reich, völlig von sich selbst überzeugt. Samantha hält nicht viel von ihnen und dasselbe könnte man andersrum meinen, bis Samantha eines Tages eine Einladung zum geheimnisvollen Schundsalon bekommt. Fasziniert und neugierig nimmt sie an und joa… dann nimmt alles seinen Lauf und alles was danach kam, war irgendwie wie ein Fiebertraum.

Zur Handlung kann ich nicht so viel sagen, aber wir bekommen hier eine Mischung aus Dark Academia Vibes, absolut schrägen und exzentrischen Persönlichkeiten und dem Widerspruch zwischen Dekadenz und süßen Außenwirkung der Bunnys und gleichzeitig der Düsternis, die von ihnen ausgeht. Ich habe halbwegs verstanden, was das Buch mir zeigen will: den Druck der elitären College-Gemeinschaft, die Risse in den Oberflächlichkeiten der ach so perfekten Bunnys und die Abgründe, die sich durch sie und mit ihnen auftun.

Den Gedanken an sich finde ich spannend, die Umsetzung war leider gar nicht meins. Vielleicht bin ich zu dumm, das Buch in seiner Gänze zu begreifen, aber mir hat’s keinen Spaß gemacht und das ist alles, was ich an dieser Stelle sagen muss. 😂 Hab echt versucht, hier meine Gedanken zu äußern, aber im Grunde habe ich nicht mal den Inhalt verstanden. Die Verwirrung war verwirrt. Ich kann nur sagen: lest selbst oder lasst es halt. Ihr verpasst meiner Meinung nach nichts. Wer aber mal Bock auf ein skurriles Experiment hat, kann es ja mal versuchen. Ich habe euch gewarnt. 2,5 ⭐️

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Mega!

Unsterblich
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Sonja lebt schon seit Jahren alleine im Wald, nur ihr Hund Hexe ist eine treue Weggefährtin. Dass die Bewohner der Stadt eher sie selbst als Hexe betiteln stört sie nicht. Sie weiß selbst, dass sie aneckt ...

Sonja lebt schon seit Jahren alleine im Wald, nur ihr Hund Hexe ist eine treue Weggefährtin. Dass die Bewohner der Stadt eher sie selbst als Hexe betiteln stört sie nicht. Sie weiß selbst, dass sie aneckt und mag ihr einsames Leben, so wie es ist. Von Beruf ist sie Tierpräparatorin, ein Beruf, der dubiose Angebote magisch anzieht. Sie ist eine Meisterin ihres Fachs und vom Ausstopfen eine kleinen Vogels bis zum Präparieren eines gruseligen Werwolfs ist alles dabei. Doch dann wird es immer abgedrehter und der Großteil des Thrillers dreht sich hauptsächlich um Sonjas zwielichtige Kunden und ihre ganz „besonderen“ Wünsche. Dass die teilweise sehr abstoßend sind, kann man sich an dieser Stelle vielleicht denken. Durch die Einblicke in Sonjas Beruf wird der Thriller zu einer Kuriosität, die ich so noch nicht gelesen habe. Sonja als Protagonistin bekommt sicherlich keinen Sympathie-Preis, aber genau ihre Art hat die Geschichte ausgemacht.

Und trotz ihres Einsiedlerdaseins lernt sie quasi durch Zufall einen verwitweten Vater kennen, der auch noch eine kleine neugierige Tochter hat, die sich in Sonjas Leben breit machen. Auch wenn der Thriller nicht unbedingt blutig oder besonders rasant ist, schafft es die Autorin einen eine düstere Atmosphäre zu kreieren, die für Gänsehautmomente sorgt. Das Ende hält noch die ein oder andere Wendung bereit, die ich so nicht erwartet habe. Hat mir sehr gut gefallen, daher gibt es eine klare Leseempfehlung. 4,5 ⭐️

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Großartiges Buch

Eine Frage der Chemie
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Das Buch wird vor allem durch unsere Protagonistin zu etwas besonderem. Elizabeth Zott ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die inspiriert und durch ihre Art, ihre Denkweise und ihr Handeln zum Nachdenken ...

Das Buch wird vor allem durch unsere Protagonistin zu etwas besonderem. Elizabeth Zott ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die inspiriert und durch ihre Art, ihre Denkweise und ihr Handeln zum Nachdenken anregt. Die Geschichte erzählt ihre Lebensgeschichte, wie sie es in den 50er Jahren als Chemikerin schafft, in einem männerdominierten Berufsumfeld (und Welt allgemein), sich nicht unterkriegen zu lassen, ihr Ding durchzuziehen und dabei andere Frauen ermuntert, doch das gleiche zu tun. Ich hatte das Gefühl, Elizabeth Zott richtig zu kennen, als wäre sie eine Person aus der realen Welt.

Auch wenn die Geschichte hauptsächlich eine Lebensgeschichte ohne große Twists oder Überraschungen ist, ist sie doch reichhaltig und voller Humor und Wissen und allen Bereichen des Lebens - Liebe, Trauer, Berufsalltag. Man leidet und lebt mit Elizabeth, ist wütend und feiert mit ihr kleine und große Erfolge. Die verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen und die damit verbundenen Entwicklungen haben mir besonders gut gefallen. Alles in allem ein Buch über eine beeindruckende Frau, die mutig ist und für sich selbst einsteht. 5 ⭐️ Highlight!

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Heftiges Buch

Die schönste Version
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Wie oft bekommt man als Frau zu hören, „Jetzt mach kein Drama draus“, „Sei nicht so hysterisch“ oder „Hast du gerade deine Tage???“.

Ungeschönt erzählt die Autorin hier die Geschichte von Jella, die ...

Wie oft bekommt man als Frau zu hören, „Jetzt mach kein Drama draus“, „Sei nicht so hysterisch“ oder „Hast du gerade deine Tage???“.

Ungeschönt erzählt die Autorin hier die Geschichte von Jella, die in Yannick ihren Traummann gefunden hat. Schnell ziehen sie zusammen und genauso schnell erkennt Jella, dass die Beziehung doch nicht so ihr Traum ist und sie sich immer mehr zum Albtraum entwickelt, ins toxische abdriftet, bis der Streit so ausartet, dass Yannick gewalttätig wird. In der ersten Szene treffen wir Jella bei der Polizei, begleiten sie bei ihrer Anzeige. Es werden die Tage danach beleuchtet, in Rückblenden Jellas Leben als Teenager und beim Erwachsenwerden. Wir erfahren, wie Jella sich selbst gesehen hat, ihre Wahrnehmung sich verändert und auch wie die gesellschaftlichen Strukturen sie in ihrer Selbstwahrnehmung beeinflusst haben.

Das Buch ist teilweise sehr vulgär und teilweise fast schon poetisch. Anfangs habe ich mich mit der Erzählart nicht so wirklich zurechtgefunden, aber mit der Zeit bin ich dann reingekommen. Das Buch ist wirklich sehr intensiv, wir bekommen alles aus Jellas Sicht präsentiert, wie sie denkt und wie sie dachte und weshalb sie deshalb wie handelte. Besonders bekommen wir hier auch Einblicke in den Kampf, den sie nach der Anzeige vor allem mit sich selbst führt. Von „War doch gar nicht so schlimm“ bis hin zu „Er hatte kein Recht dazu, egal was war“, die gesamte Palette. Das war so realistisch geschildert, dass ich jeden Atemzug von Jella nachfühlen konnte.

Die Geschichte ist nicht ohne und man muss über toxische Beziehungen und häusliche Gewalt lesen können. Es ist außerdem ein Buch, das man erst mal sacken lassen muss. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob ich diese Art von Buch als Highlight bezeichnen kann, weil es wirklich nicht toll war, es zu lesen, aber es gibt nichts zu meckern, die Autorin hat hier ein beeindruckendes Buch geschrieben. 5⭐️

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