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goodnightstorie

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Veröffentlicht am 29.07.2020

Enttäuschend...

Prince of Passion – Nicholas
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Rezension:

Wer schonmal in London war und den Buckingham Palace gesehen hat, der wird sich bei diesem Cover definitiv zurückversetzt fühlen. Die vergoldeten Blätterformen, die sich über die gesamte Vorderseite ...

Rezension:

Wer schonmal in London war und den Buckingham Palace gesehen hat, der wird sich bei diesem Cover definitiv zurückversetzt fühlen. Die vergoldeten Blätterformen, die sich über die gesamte Vorderseite ziehen, erinnern an das Tor eines prunkvollen Palastes, daher kann das Buch in Punkto 'Coverdesign' sich sehen lassen.

Dasselbe gilt für den einfach traumhaften Schreibstil der Autorin. Emma Chase kann durch und durch schreiben! Locker, leicht und flüssig führt sie den Leser durch die Geschichte von Nicholas und Olivia.

Und damit wären wir auch schon bei der Story...

Vorne weg möchte ich sagen, dass die Grundidee sehr gut ist, leider scheiterte es meiner Meinung nach an der Umsetzung. Aber fangen wir vorne an...

Das Buch beginnt mit einem Prolog aus Nicholas Sicht, der als guter Einstieg dient, denn so erfährt man schon einmal etwas über den Protagonisten. Darauf folgt "einfaches Vorgeplänkel", um alles etwas näher kennenzulernen (Welt, Verhältnisse, Vergangenheit, usw.) und die Geschichte ins Rollen zu bringen. Interessant und humorvoll wird in die Geschichte gestartet und der Leser wird neugierig auf weitere Charaktere, wie z.B. Henry, den Bruder von Nicholas, dem der 2. Band der Trilogie gewidmet ist.

Nicholas erhält von der Königin von Wesco (seiner Großmutter) den Auftrag seinen kleinen Bruder wieder nach Hause zu bringen, der sehr schlechtes Licht auf die königliche Familie wirft, durch ziemlich viele negative Schlagzeilen. Außerdem wird dem jungen Prinzen eine Frist von 5 Monaten gesetzt, in dieser Zeit soll er sich einige junge Damen ansehen, die seine Großmutter für ihn ausgesucht hat und nach Ablauf der Frist soll er dann eine heiraten.

An für sich ein top Ansatz mit viel Potenzial, leider wurde das eher mäßig ausgeschöpft, denn es wurde nur noch ein einziges Mal der Auftrag, Henry zurückzubringen, erwähnt und das viel zu kurz. Irgendwann mitten in der Story treffen sie ihn dann und innerhalb weniger Seiten kehren die Prinzen nach Hause zurück.

Ich würde gerne darüberschreiben, wie sehr sich diese oder jene Szene gezogen hat, denn das ist mir tausendmal lieber, als zu kurze und knappe Geschehnisse!

Zur Verdeutlichung ein Beispiel (Spoiler frei):

Olivia lernt jemanden sehr unfreundlichen auf einer Feier kennen, der ihr schaden möchte.

Jetzt könnte man denken die Szenen (gleich zwei ganze, die beide eine Seite, wenn überhaupt, fassen) wären super ausgeschmückt, hätten viel Drama und Streit usw. in Petto, leider wird man enttäuscht. Denn was folgt sind ein kleines Gespräch zwischen Olivia und Nicholas, wobei dieser ihr etwas erzählt, was die Ich-tauche-nie-wieder-auf-Person noch interessanter macht und Olivia nimmt das so hin, auf nimmer wiedersehen mit dieser tollen Chance ein richtiges Drama zu fabrizieren.

Das ist nur ein Beispiel, von so so vielen... Schade!!

Nichts wird richtig ausführlich beschrieben, man wird mit einer Info gefüttert und das wars, sofort geht es unverzüglich weiter mit Sex (Sie sind bei einem Konzert, das letzte was man liest ist, dass Nicholas noch nie bei einem war und das erste, was darauf folgt ist Sex. Keine Details über das Konzert, kein einziges...), der der Hauptbestandteil des Buches zu sein scheint. Nicholas Gedanken kreisen zu 99% nur darum und in jedem 2. Kapitel schlafen sie miteinander, was übrigens das Einzige ist, das ausführlich beschrieben wurde.

Dann zum Ende hin kam der Höhepunkt, Drama und Streit, wie ich es wollte, dass aber auch hierbei etwas schiefgehen kann, hätte ich nicht gedacht...Eine sehr brisante Story kommt an die Öffentlichkeit, nur leider klärt niemand den Leser auf, durch wen das ganze an die Öffentlichkeit kam. Ein Teil der Geschichte steht nun also Mutterseelen allein an der Bushaltestelle und wird nie abgeholt werden, weil die Autorin offensichtlich total vergessen hat das es ihn gibt...

Mal zu etwas Positivem: Überraschende Wendung!

Das gab es zum Schluss und hat einmal mehr unterstrichen, wie wahr die Liebe zwischen Nicholas und Olivia ist. Eine wunderbare, traumhafte und einfach magische Liebe, die jeden Berg und jedes Tal überwindet!

Die beiden Protagonisten haben mir gut gefallen, sie passten vom ersten Moment an wie die Faust aufs Auge zusammen und waren ein tolles Team. Nebencharaktere waren genauso gut ausgewählt und haben die Story für mich rund gemacht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2020

Humorvoll und stimmig

Kiss Me Once - Kiss The Bodyguard, Band 1
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Zu Beginn wollte ich das Buch nur noch beiseitelegen und mir ein anderes schnappen, der Hype war für mich nicht nachvollziehbar.

Es Begann viel zu schnell. Ivy kommt an, lernt Ryan kennen (der nebenbei ...

Zu Beginn wollte ich das Buch nur noch beiseitelegen und mir ein anderes schnappen, der Hype war für mich nicht nachvollziehbar.

Es Begann viel zu schnell. Ivy kommt an, lernt Ryan kennen (der nebenbei bemerkt mir erstmal nicht so zusagte), zack sie prallen zusammen und bähm sie sitzen knutschend auf der Couch...
Ja und wo ist bitte jetzt die super, duper, mega Story von der alle so begeistert sind?

Um ehrlich zu sein habe ich tatsächlich einige Seiten überflogen, denn der Humor den man sonst von der Autorin kennt wirkte auf den ersten 100 Seiten sehr erzwungen.
Doch auf einmal kam genau der Ryan um die Ecke den ich erwartet habe, etwas distanzierter und kühler verfolgte er ab da seinen Job und konnte mich endlich zum Lachen bringen.
Die Nebencharakter wurden liebevoll ausgearbeitet und waren einfach so zuckersüß, dass ich auch gern einen Jeff, so wie einen Alex im Freundeskreis haben möchte.

Mit Ivy bin ich nur langsam warm geworden, ich fand es klasse, dass sie ihren Weg eingeschlagen hat und das macht was sie immer machen wollte, aber dann gab es Situationen, in denen ich sie gern einmal geschüttelt hätte. Ein Beispiel: Mal findet Ivy es total furchtbar, wenn Ryan ihr den Arm um die Schultern legt, doch dann ganz plötzlich innerhalb eines kleinen Zeitraums stört es sie auf einmal nicht mehr. Leider ging mir auch ihr "Holy Moly" ab und an sehr auf die Nerven.

Die Lovestory stand dauerhaft im Vordergrund, was nichts Schlechtes ist! Für mich hätte man aber gern auch die Nebenstory mit dem Journalismus Studenten (alle die das Buch gelesen haben, wissen was ich meine) mehr hervorheben können. Das lief so nebenher und die erschreckende Wendung (Ryans Verletzung) kam daher leider sehr plötzlich, was ich schade fand und meiner Meinung nach nicht in die Story gepasst hat, weil es viel zu übertrieben war. Man hätte mit der Drogenstory weiterarbeite können die war top, doch das was unmittelbar danach passierte... da hätte man den Leser anders hinführen können.

Trotz all meinen Kritikpunkten, muss ich sagen, dass das Buch mir gut gefallen hat.
Es war spannend, aufregend und lustig zugleich, Stellas Schreibstil war wie immer top, flüssig und man ist nur so durch die Seiten geflogen.

Das Ende hat mir besonders gut gefallen, denn es wurde noch einmal richtig dramatisch und alle Charaktere sind zum Zug gekommen, auch die Nebencharaktere, die man einfach nur liebhaben kann. Nach jeder Menge lustigen Situationen, die einen wirklich zum Schmunzeln/Lachen bringen, werden alle Protagonisten nochmal richtig mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, die bei keinem wirklich toll war. Dadurch lernt man sie von einer anderen Seite kennen und beginnt zu verstehen wieso sie so geworden sind bzw. was ihre Motive für ihr Handeln sind.

Daran und an den vielen schönen Dialogen merkt man mal wieder, wie viel Herzblut die Autorin in ihr Werk gesteckt hat.

Stella Tack schreibt in ihrer Danksagung, sie könne keine Young Adult Geschichten schreiben, aber ich kann ihr da guten Gewissens widersprechen, denn liebe Stella das kannst du so was von!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2020

Endlich mal kein BadBoy

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Kurz gesagt: Warmherzige, liebvolle und originelle Lovestory, bei der man den Kauf nicht bereut.

Die Autorin konnte sich mit ihrem Schreibstil perfekt den Charakteren anpassen, somit spiegelte er die ...

Kurz gesagt: Warmherzige, liebvolle und originelle Lovestory, bei der man den Kauf nicht bereut.

Die Autorin konnte sich mit ihrem Schreibstil perfekt den Charakteren anpassen, somit spiegelte er die flippige, liebevolle Art der Protagonistin Tiffy wieder und den ruhigen, hilfsbereiten Leon. Auch wenn man sich erst an die Schreibweise von Leons Kapiteln gewöhnen muss, da er oft die Substantive weglässt, hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen und war mal etwas anderes.

Dadurch dass beide Protagonisten zwei vollkommen unterschiedliche Lebensverhältnisse haben, ist das Buch sehr interessant. Denn während Tiffy tagsüber Häkelbücher lektoriert und sich mit unfreundlichen Kollegen und einer überdrehten Chefin herumschlagen muss, schläft Leon tagsüber und arbeitet nachts, seine Stunden im Hospiz ab, bei der er Gesellschaft eines weisen älteren Herren und eines süßen kleinen Mädchens hat, die ihm sehr am Herzen liegen.

Durch die Post Its wird das erste Treffen der beiden lange hinausgezögert, diese Zeit nutzt die Autorin sehr gut in dem sie Spannung aufbaut und den Leser dazu bringt die Seiten nur so zu verschlingen.

Beide Charaktere waren mir von Beginn an sehr sympathisch. Die fröhliche, kunterbunte Tiffy hat mich vor allem durch ihre charakterliche Entwicklung begeistert. Leon ist kein typischer Bad-Boy, sondern ein absolut toller Charakter, der perfekt in diese Geschichte passt. Denn durch seine ruhige, herzliche und trotzdem anfangs unfreundlich wirkende Art, macht er die Story komplett.

Hier kann ich zurecht sagen, dass man eine wirklich gute Geschichte daran erkennt, dass man mit einem breiten Lächeln und wässrigen Augen das Buch zuklappt.

Fazit:
Für jeden der das typische Bad-Boy Klischee satt hat und eine originelle Liebesgeschichte mit besonderen Charakteren lesen möchte, ist dieses Buch definitiv ein Muss!

Eine schöne Sommergeschichte, zum Entspannen am Meer oder Pool, mit einer guten Portion Humor.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2020

Wenig Tiefgang, aber trotzdem schön!

Backstage - Anya undercover
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Inhalt:
Anya und Matt. Während Matt für seinen Zwillingsbruder Will heimlich auf Tournee mit dessen Band "Seconds for Juliet" unterwegs ist, lügt Anya einbisschen um an einen Job für ein Online-Klatsch-Magazin ...

Inhalt:
Anya und Matt. Während Matt für seinen Zwillingsbruder Will heimlich auf Tournee mit dessen Band "Seconds for Juliet" unterwegs ist, lügt Anya einbisschen um an einen Job für ein Online-Klatsch-Magazin zu kommen. Als Journalistin soll die junge Frau Will Frey auf der Tour für zwei Wochen begleiten, um sein dunkelste Geheimnis herauszufinden. Dass Matt das um jeden Preis verhindern muss ist klar, denn wenn raus kommt, dass sein Bruder Will in der Entzugsklinik steckt und nicht Tag für Tag auf der Bühne mit den Jungs singt, dann verlieren die Brüder und deren Mutter alles. Nicht nur Matt hat ein Geheimnis, das ihn alles kosten könnte. Denn wenn auffliegt, dass Anya nicht die ist, die sie vorgibt zu sein, dann verliert sie ihren Job und noch schlimmer, sie landet wieder auf der Straße. Obdachlos mit gerade mal 17 Jahren.

Rezension:
Ich habe Anya als nette junge Frau empfunden, die unglaublich hilfsbereit und dankbar ist. Sie weiß was sie will und lässt sich nicht so einfach was gefallen. Matt, der für seinen Zwillingsbruder Will eingesprungen ist und von dem niemand etwas weiß, macht seine Sache wirklich gut. Er muss höllisch aufpassen, was er sagt und tut, denn in allem muss er seinem Zwilling gleichen und dass das nicht immer so gut klappt, macht ihn sympathisch.

Da ich die vorherigen Bände nicht gelesen habe, was man auch nicht zwingend muss, hätte ich gern mehr über die anderen Bandmitglieder erfahren, über den Manager und auch über die MakeUp Artistin Natasha. Sie kamen leider alle viel zu kurz und der so grummelige BadBoy Ryder zum Beispiel wurde seinem Image nicht wirklich gerecht. Allgemein war der Umgang unter den Nebencharakteren mal freundschaftlich und dann wieder mehr förmlich, was doch sehr verwirrend war.

Durch den fehlenden Kontakt zu anderen Tour Mitgliedern, hat mir auch ein wenig das Drama gefehlt. Es gab einen roten Faden, dem die Autorin auch strikt gefolgt ist. Ich hätte mir gewünscht, dass sie noch hier und da etwas mehr Dramatik mit reingenommen und einbisschen mehr Kontakt zu den Nebencharakteren hergestellt hätte. Besonders das Ende passiert dann doch sehr schnell hintereinander weg, was mich ein bisschen enttäuscht hat. Das hätte man noch etwas mehr in die Länge ziehen können.

Vom Anfang, über den Hauptteil, bis hin zum Ende, ist es der Autorin aber gelungen die Spannung zu halten und ich denke das Ende kam nicht ganz überraschend, aber die Lösungen für einige Probleme waren dann doch unerwartet.

Was mir wiederum gut gefallen hat war der Schreibstil. Er war flüssig und sehr angenehm. Die Perspektivwechsel waren auch mal etwas anderes und ein schöner Weg dem Leser einen besseren Eindruck, auch in Matts Gedanken und Gefühle zu geben.

Leider hab ich auch hier etwas zu bemängeln, denn durch den Er/Sie Erzähler fehlte der Geschichte auch etwas an Tiefgang. Sicher lag es nicht nur daran, vielleicht war es sogar gewollt, mir hat es allerdings doch etwas gefehlt.

Fazit:
Alles in allem ist es ein schönes Jugendbuch, das sowohl in Aussehen, als auch mit der Geschichte punkten kann. Schön ist auf jeden Fall, dass die vier Bände unabhängig voneinander gelesen werden können, außerdem überzeugt auch der Schreibstil, so wie die Protagonisten.

Mir fehlten allerdings mehr Tiefgang, Dramatik und Interaktionen mit anderen Tour Mitgliedern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2020

Auf ganzer Linie überzeugend!

Lioness
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Inhalt:
Borka lebt im Wald, in einem Rudel Löwen, die ihr das Leben gerettet haben. Eines Tages werden ihre Löweneltern verschleppt, direkt ins Schloss des Königs, wo dessen Sohn, Prinz Fjodor die Löwen ...

Inhalt:
Borka lebt im Wald, in einem Rudel Löwen, die ihr das Leben gerettet haben. Eines Tages werden ihre Löweneltern verschleppt, direkt ins Schloss des Königs, wo dessen Sohn, Prinz Fjodor die Löwen töten soll, um dem Volk zu beweisen, dass er stark genug ist ein würdiger Thronfolger zu sein. Borka verhindert allerdings die Ausführung dieser Tradition, um ihre Löweneltern zu schützen. Der König handelt daraufhin einen Tausch mit ihr aus. Borka soll seinen Sohn in seiner Leibgarde begleiten, auf dem Weg ins benachbarte Königreich, wo Fjodor seine Verlobte besuchen soll, die ihm versprochen wurde. Als Tausch bekommen die Löwen ihre Freiheit zurück. Weder Borka noch der Prinz sind davon begeistert, doch letztendlich bleibt ihnen nichts anderes übrig. Auf dem Weg in das andere Königreich passiert so einiges und es stellt sich die Frage, ob ihre Welten wirklich so verschieden sind. Und gehört Borka wirklich in ein Löwenrudel oder doch in die Menschenwelt?

Rezension:
Mit seinem wirklich gelungenen Einband ist das Buch ein wahrer Hingucker. Aber nicht nur von außen, sondern auch innen sieht es toll aus. Jedes Kapitel hat eine Zeichnung eines schönen Musters am Rand, was ich total schön finde.

Begeistert hat mich auch der Schreibstil. Lebendig, locker und flüssig beschreibt ihn am besten. Gerade hatte man angefangen zu lesen und schwubs war es auch schon wieder zu ende.

Der Anfang ging mir zu schnell. Emotionen sind auf den ersten Seiten gut herübergekommen, aber als dann die Löweneltern entführt wurden, verschwand das auf einmal. Was auf den folgenden Seiten kam, war zu schnell und zu emotionslos. Ich habe mehr Gefühl erwartet, schließlich war gerade etwas schreckliches passiert und Borka hat mich ehrlichgesagt in ihrer Denkweise ein wenig erschreckt. Dieses schnelllebige ging dann leider noch ein Stück so weiter und die ersten Kampfszenen im Schloss waren mir zu einfach für die Protagonistin. sie konnte es mit jedem aufnehmen und das hat mich einfach gestört, denn ich glaube kaum, dass es sehr einfach ist sich gegen mehrere bestens ausgebildete königliche Wachen zu wehren, wenn man allein kämpft. Auch möchte ich anmerken, dass das reiten eines Pferdes, wenn man es noch nie gemacht hat, nicht mit einem Fingerschnipsen getan ist und man als Anfänger auch definitiv nicht auf dem schwierigsten Pferd reiten wird.

Glücklicherweise wurde es dann besser und es hat mir immer mehr gefallen, auch wenn ich mir erhofft habe mehr über das Setting zu erfahren, teilweise rennt Borka geradezu durch die Welt hindurch und als Leser bekommt man kaum einen Eindruck, wie es dort aussieht und zugeht. Aber das was man mitbekommen hat hat mich begeistert. Genau wie Borka selbst. Sie ist eine starke Protagonistin, die authentisch ist und viel Mut bewiesen hat. Wie sie um ihre Liebsten kämpft ist wirklich beeindruckend. aber nicht nur die Protagonistin muss gelobt werden, sondern auch alle anderen Charaktere. So wie jeder Mensch einzigartig ist, so waren es auch diese Charaktere, sie wurden schön ausgearbeitet und man hat hier auch wieder gemerkt wie viel Herzblut der Autorin hinter diesem Projekt steckt.

Einnehmend war vor allem die Spannung, die sich durch alle 395 Seiten gezogen hat. Man fiebert mit und wünscht sich sehr, dass sich alles zum Guten wendet und Borka und ihre Familie unbeschadet aus allem herauskommt. Gerade die Geheimnisse und Intrigen toppen alles noch einmal und die schöne Liebesgeschichte ist quasi die Kirsche auf der Sahne.

Fazit:
Auch wenn ich ein, zwei größere Kritikpunkte hatte, konnte Lioness - Wohin deine Herz dich führt mit viel Spannung, tollen Figuren und einem schönen Setting punkten. Mit der starken Protagonistin Borka und ihrer einzigartigen Geschichte hat die Autorin etwas wunderbares geschaffen, mit dem sich hoffentlich noch viele weitere Buchliebhaber eine tolle Zeit ermöglichen können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere