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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2025

Die Vergangenheit schläft nie

Crow Kingdom
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Jessica und ihre Arbeitskollegen sind überzeugt davon, dass ihr Plan gelingt. Gut vorbereitet und völlig überzeugt davon, dass sie ihrem Arbeitgeber endlich mal zeigen können, welche Macht sie haben, freuen ...

Jessica und ihre Arbeitskollegen sind überzeugt davon, dass ihr Plan gelingt. Gut vorbereitet und völlig überzeugt davon, dass sie ihrem Arbeitgeber endlich mal zeigen können, welche Macht sie haben, freuen sie sich auf den Tag X. Jedoch kommt alles anders als sie denken. Und nicht nur das. Noah, ein Jugendfreund Jessicas sowie ihre einst beste Freundin kommen in den Park zurück. Mit ihnen wird sie in die Vergangenheit katapultiert und muss sich einer schmerzlichen Wahrheit stellen.

Anfangs kam mir das Buch ein wenig zäh vor. Es dauerte eine Weile, bis es Fahrt aufnahm. Aber dann wurde es abwechslungsreich. Auch die Spannung kam nicht zu kurz. Gut gefiel mir die Beschreibung der Arbeit in einem Vergnügungspark. Wie auf die Menschen eingegangen wird und wie sie möglichst bestens unterhalten werden. Es ist der erste Roman des Autors und ich bin davon überzeugt, dass wir noch viel von ihm lesen und hören werden. Das Hörbuch, vorgetragen von Jana Kerstan gefiel mir gut, die Umsetzung hat aber noch Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Sehr spannend mit etlichen Wendungen

Aschetod
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Milan Swanz ist auf dem Heimweg. Betrunken torkelt er über die Landstraße als plötzlich ein Auto anhält. Er freut sich, dass der Fahrer ihn auffordert einzusteigen. So kommt er schneller in sein Bett, ...

Milan Swanz ist auf dem Heimweg. Betrunken torkelt er über die Landstraße als plötzlich ein Auto anhält. Er freut sich, dass der Fahrer ihn auffordert einzusteigen. So kommt er schneller in sein Bett, so denkt er. Wenige Stunden später wird er tot aufgefunden. Auf grausame Art ermordet. Wer steckt dahinter?

Die amische Gemeinde ist erschüttert. Eines ihrer Mitglieder wurde getötet. Auch wenn er vor einiger Zeit exkommuniziert wurde, so achten seine Glaubensbrüder und -schwestern doch auf sein Schicksal. Für Kate Burkholder ist es ein brisanter und persönlicher Fall. Sie gehörte selbst zur Gemeinde der Amischen. War mit deren Werten aufgewachsen und auf eigenen Wunsch verließ sie die Gemeinde.

"Aschetod" ist nicht ausschließlich ein spannender Thriller. Wer sich für die Hintergründe der verschiedenen Religionsgemeinschaften interessiert, wird hier bestens aufgeklärt. Des Weiteren wird der Leser gekonnt auf Spuren hingeführt, die ins Leere laufen. Aber gerade das macht für mich ein Buch erst spannend.

Zum Schluss gibt es noch den unverzichtbaren Höhepunkt mit atemloser Spannung. Und nein, das Ende ist keineswegs vorhersehbar. Auch wenn es mein erstes Buch der Reihe war, ich konnte ohne Einschränkung folgen. Es handelt sich um einen abgeschlossenen Band der Reihe, die ohne Vorkenntnisse klar und verständlich gelesen werden konnte. Das lag nicht ausschließlich an der Autorin. Viel mehr wurde das Buch von Tanja Geke sehr gut gelesen. Ja, ich habe ihren Vortrag genossen.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Ein gelungenes Debüt

Himmel ohne Ende
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Charlie ist eine junge Frau, die mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Ihre beste Freundin lacht neuerdings über sie. Im Klassenzimmer hat sie den Platz neben Charlie verlassen und auf dem Schulhof tut ...

Charlie ist eine junge Frau, die mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Ihre beste Freundin lacht neuerdings über sie. Im Klassenzimmer hat sie den Platz neben Charlie verlassen und auf dem Schulhof tut sie so, als würde sie sie nicht kennen. Der Vater hat seine Familie „ausgemustert“ und Charlie glaubt, dass es an ihr lag. Und dann kommt auch noch der „Italiener“ und drängt sich in ihre ruhige Zweisamkeit. Okay, klar möchte Charlie, dass ihre Mutter glücklich ist. Sie fragt sich allerdings, ob dieses Glück zwingend mit der Geburt eines Kindes gekrönt werden muss.

„Himmel ohne Ende“ ist der erste Roman von Julia Engelmann. Ihr Gefühl für Sprache ist kaum zu übertreffen. Sie zeigt deutlich, wie sehr Jugendliche zu kämpfen haben. Sei es, dass sie ausgeschlossen werden aus einer Gemeinschaft, oder die erste Liebe erleben. Bei Charlie gibt es ein weiteres Problem, das sie nur mühsam annehmen kann. Ihre Mutter hat die Trennung akzeptiert und ist mit einem anderen Mann glücklich. Auch Charlie will die Zurückweisung der ehemals besten Freundin vergessen. Wie gut, dass sie in dem neuen Mitschüler jemanden kennenlernt, der sie dabei unterstützt.

Das Debüt ist gelungen. Frau Engelmann wird mit ihrem Roman erfolgreich sein und hat auch mich von ihrem Können überzeugt. Sehr gerne bewerte ich das Buch mit vier Sternen und gebe eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Sehen so Sieger aus?

Schwestern des brennenden Himmels
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Nachdem der Krieg beendet war und Nazideutschland kapitulierte, eilten die Siegermächte nach Potsdam. Hier wollten sie über das Schicksal des Landes beraten. Während die Bevölkerung unter Hunger und Misshandlung ...

Nachdem der Krieg beendet war und Nazideutschland kapitulierte, eilten die Siegermächte nach Potsdam. Hier wollten sie über das Schicksal des Landes beraten. Während die Bevölkerung unter Hunger und Misshandlung durch die Soldaten litt, ließen es sich die Herren Churchill, Truman und Stalin gut gehen. Sie wurden bestens von den Damen des britischen ATS, der Frauenabteilung des britischen Heeres betreut. Zu ihnen gehörte Ann Miller, die sich von ihrem Aufenthalt in Potsdam viel mehr versprach, als die Erledigung ihres Jobs.

Mit dem Buch „Schwestern des brennenden Himmels“ ist der Autorin Hanna Caspian wieder etwas ganz Besonderes gelungen. Sie recherchierte genauestens über das Treffen der Sieger in Potsdam und formte daraus einen Roman, der spannend und zugleich lehrreicher als jeder Geschichtsunterricht ist. Sie beschreibt das Leben der Menschen, die in Kellern und Ruinen hausten so authentisch, dass ich mich in sie hineinversetzten konnte. Diese Angst vor Übergriffen durch Soldaten, das ging mir besonders nahe.

Neben den Fakten rund um das Potsdamer Treffen darf auch das Zwischenmenschliche nicht fehlen. Das wiederum ist so gut dosiert, dass es zu keinem Zeitpunkt den Ernst der Historie störte. Viele Fakten kannte ich noch nicht und bin immer wieder erstaunt, wie detailliert die Autorin nachforscht. Meinen Sternenregen gebe ich sehr gerne.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Das Buch hat mich sehr berührt

ë
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Gemeinsam mit ihren Eltern floh sie vor vielen Jahren nach Deutschland. Das Ankommen gestaltete sich schwierig und schon in Kindergarten begann für sie die Erfahrung des „Andersseins“. Stets war sie darauf ...

Gemeinsam mit ihren Eltern floh sie vor vielen Jahren nach Deutschland. Das Ankommen gestaltete sich schwierig und schon in Kindergarten begann für sie die Erfahrung des „Andersseins“. Stets war sie darauf bedacht, niemals aufzufallen und möglichst angepasst zu sein. Oft schweifen ihre Gedanken ab in die Vergangenheit. Denn ihre Heimat kann sie nicht vergessen.

Welch grausames Schicksal mussten die Menschen erleben, die im schrecklichen Krieg gegen Serbien angegriffen wurden. Realistisch und sehr emotional schildert die Autorin Jehona Kicaj in "ë" die Erlebnisse ihrer Verwandten, die in Albanien geblieben sind. Neben den Ereignissen der Gegenwart berichtet die Ich-Erzählerin immer wieder auch Erfahrungen aus der Vergangenheit. Während des „Kosovo-Krieges“.

Ein Buch, das mich berührte und beschämte. Zu wenig interessierte mich damals das Schicksal der Betroffenen des Krieges. Aus dem Grund bin ich der Autorin sehr dankbar, dass sie mir auf diese Weise die Augen öffnete. Ich nehme das Buch als Anlass für das Lesen weitergehender Literatur. Für dieses Werk gebe ich sehr gerne eine Sternenregen.

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