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Veröffentlicht am 10.03.2025

Lebhafte Brücke

Die Brücke von London
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London im Jahre 1749. Juliana Hamley und ihr Mann David führten ein relativ gut gehendes Tuchgeschäft mitten auf der London Bridge. Die ehemalige Kapelle hatte Juliana' s Mann angemietet. Doch jetzt steht ...

London im Jahre 1749. Juliana Hamley und ihr Mann David führten ein relativ gut gehendes Tuchgeschäft mitten auf der London Bridge. Die ehemalige Kapelle hatte Juliana' s Mann angemietet. Doch jetzt steht sie am Abgrund ihres bisherigen Lebens. Ihr Mann David ist tot und hat ihr beträchtliche Schulden bei einem Finanzhai hinterlassen. Mit einem Bein steht sie schon im gefürchteten Schuldengefängnis. Nur ein glücklicher Zufall lässt sie zur rechten Zeit an der Themse, die direkt an ihrem Keller vorbei fließt, stehen. So kann sie Alder, ein etwa 14 jährigen obdachlosen Jungen, aus dem Wasser ziehen und im so das Leben retten. Alder und noch vier weitere Kinder bestreiten ihr Leben mit Taschendiebstählen in den Straßen von London. Jedes der Kinder hat sein eigenes Elend erlebt. Juliana kann vor diesem Schicksal nicht die Augen verschließen und nimmt die Kinder bei sich auf. Doch nun beginnt der Kampf um die Schulden, das Geschäft und das nackte Überleben. Juliana erkennt, dass sie alle Skrupel fallen und selbst mit härteren Maßnahmen handeln muss.

Ein toller historischer Roman, der gute Einblicke in die damalige Zeit bietet. Man spürt das quirlige Leben auf der Brücke und die schwierigen Lebensumstände. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt und man meint sie zu kennen. Der Schreibstil ist flüssig und spannend zugleich. Auch die Einblicke 500 Jahre früher, als die Brücke gerade am Entstehen war, sind interessant zu lesen. Zu gerne hätte ich die London Bridge in der damaligen Zeit erlebt. Der Autor versteht es hervorragend, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Das Cover passt perfekt zu dem Thema. Mich hat dieser historische Roman sehr gut unterhalten und vergebe gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Große Abenteuer für kleine Freunde

Hilda Hasenherz. Das Abenteuer auf der Adlerinsel
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Hilda Hasenherz vermisst das Abenteuer und ihre kleinen Freunde, die sie schon länger nicht mehr gesehen hat. Prinz Lämpchen ist traurig, da seine Mutter Mara einfach so verschwunden ist. Keiner kann sich ...

Hilda Hasenherz vermisst das Abenteuer und ihre kleinen Freunde, die sie schon länger nicht mehr gesehen hat. Prinz Lämpchen ist traurig, da seine Mutter Mara einfach so verschwunden ist. Keiner kann sich erklären, wo sie geblieben ist. Ein Papageientaucher bringt Hilda und Prinz Lämpchen des Rätsels Lösung ein Stückchen näher, den er hat einen Brief von Mama Mara, die entführt wurde. Schnell ist klar das sie gerettet werden muss. Alle Freunde machen sich mit auf den weiten Weg. Die Reise übers Meer und ins große Abenteuer beginnt und nur zusammen sind sie stark.

Auch der 2. Band von Hilda Hasenherz und ihren Freunden ist voller aufregender Abenteuer. Sie zeigen uns, dass man Freunde braucht um auch aussichtslose Situationen zu meistern. Der Schreibstil ist einprägsam und gut zu verstehen. Die Bilder sind liebevoll und detailliert. So macht das Vorlesen richtig Spaß. Der Autor Tobias Goldfarb versteht es hervorragend Kinder in eine spannende Welt zu ziehen. Es gibt hoffentlich bald wieder ein neues Abenteuer der kleinen Häsin Hilda und ihren Freunden

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Wer trägt die Schuld

Der zweite Verdächtige
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Eigentlich wollte Strafverteidiger Rocco Eberhardt sich ein paar Tage freinehmen. Nach einem schwierigen Prozess hat er das auch bitter nötig. Deshalb erreicht in der Anruf eines Kollegen auch zur Unzeit. ...

Eigentlich wollte Strafverteidiger Rocco Eberhardt sich ein paar Tage freinehmen. Nach einem schwierigen Prozess hat er das auch bitter nötig. Deshalb erreicht in der Anruf eines Kollegen auch zur Unzeit. Er soll das Mandat eines Verdächtigen übernehmen. Alle Indizien sprechen gegen Jan Staiger. Er soll einem Bekannten Drogen verabreicht haben, was dieser nicht überlebte. Trotz einiger schwerwiegenden Beweise gelingt es Eberhardt seinen Mandanten aus der Untersuchungshaft herauszuholen. Rocco Eberhardt ist sich nach wie vor immer noch nicht ganz sicher ob sein Mandant ehrlich zu ihm ist. Nur einige Monate später geschieht wieder ein Mord, der dem ersten Fall ähnelt. Alles spricht wieder für Staiger, der aber vehement seine Unschuld beteuert. Doch so langsam kommt Licht ins Dunkle und auch die unverhältnismäßige Reaktion der Polizei, insbesondere von Kommissar Berger, macht durchaus Sinn.

Die Bücher von Michael Tsokos und Florian Schwieger sind immer ein Garant für unterhaltsame Spannung. Auch der 5. Band dieser Reihe schließt sich hier nahtlos an. Hier scheint tatsächlich nichts so zu sein wie es scheint. Man lernt zwar den Täter in seinen Gedanken kennen, da er sich unter seinem Nickname immer mal wieder zu Wort meldet, aber seine wahre Identität bleibt bis zum Schluss im Dunklen. Auch die Handlungsweise der Polizei gibt manchmal Rätsel auf. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und bildlich beschrieben. Die Spannung ist zwar manchmal etwas eingeschränkt, aber trotzdem will man immer wissen wie es denn nun weitergeht. So ist es natürlich schwer, dass Buch aus der Hand zu legen. Das Cover ist typisch für diese Reihe und passt sehr gut. Das etwas dramatische Ende am Ende des Buches lässt mich leider völlig unwissend zurück. Da hätte ich doch gerne den Stand der Dinge gewusst. Auf jeden Fall tolles Buch, dass ich gerne weiter empfehle

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Eine schrecklich nette Familie

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Eigentlich sollte es eine friedliche Zusammenkunft, anlässlich des hundertjährigem Geburtstag des mittlerweile verstorbenen Familienoberhaupt Ingolfur Hakonarson werden. Die Familie kommt in einem erst ...

Eigentlich sollte es eine friedliche Zusammenkunft, anlässlich des hundertjährigem Geburtstag des mittlerweile verstorbenen Familienoberhaupt Ingolfur Hakonarson werden. Die Familie kommt in einem erst vor kurzem eröffneten Hotel im abgelegenen Westisland zusammen. Der futuristische Stil gefällt nicht jedem, erst abends, wenn die Lichter brennen, zeigt sich das Hotel von seiner schönen Seite. Alle in der Familie schleppen irgendein Geheimnis mit sich. Auch dem Alkohol wird in großem Mengen zugesprochen. So bleibt es nicht aus, dass es auch verschiedene Meinungsverschiedenheiten gibt. Doch größere Sorgen macht sich keiner als Maja, die Freundin von Victor, in der eisigen Nacht spurlos verschwindet. Die Hotelangestellte Irma muss so manches Mal eingreifen um den Frieden wieder herzustellen. Als eine Leiche entdeckt wird scheint jeder plötzlich unter Verdacht zu stehen. Die Polizei hat es nicht ganz einfach hier einen roten Faden zu finden.



Mir hat das Buch der Autorin wieder sehr gut gefallen, auch wenn es nicht ganz an die Vorgängerbände heranreicht. Außergewöhnlich war, dass man bis ganz zum Schluss gar nicht wusste wer tatsächlich ums Leben kam. Hier wird Katz und Maus mit dem Leser gespielt. Erzählt wird in der Gegenwart und was vor einigen Tagen geschah, was natürlich noch viel mehr Spannung erzeugt. Die isländischen Namen sind eine Herausforderung, hier hilft der Familienstammbaum am Anfang des Buches sehr gut, da man sich erst ein wenig einlesen muss um die einzelnen Familien auseinander zu halten. Die raue Atmosphäre wird sehr gut beschrieben und man hat das Gefühl selbst im eiskalten Sturm zu stehen. Die Charaktere sind bildlich beschrieben und man kann sich mit ihnen mal mehr mal weniger gut identifizieren. Wer sich in den eiskalten Norden entführen lassen möchte ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Unmenschliches Schicksal

Im Namen der Barmherzigkeit
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Die Assistenzärztin Karin Winkler kann es kaum glauben, als sie im Jahr 1972 bei einer Geburt erleben musste, wie eine Mutter ihre neugeborene Tochter noch nicht einmal ansehen will. Alle Versuche ihr ...

Die Assistenzärztin Karin Winkler kann es kaum glauben, als sie im Jahr 1972 bei einer Geburt erleben musste, wie eine Mutter ihre neugeborene Tochter noch nicht einmal ansehen will. Alle Versuche ihr das Kind doch ans Herz zu legen scheiterten. Die kleine Steffi kommt erstmal in ein Kinderheim. Als sie fast drei Jahre alt ist wird sie als Pflegekind an einen abgelegenen Bauernhof vermittelt. Doch statt liebende Wärme muss sie mit anderen Pflegekindern harte Arbeit verrichten. Sogar im härtesten Winter werden ihr Schuhe verweigert, da der Pflegevater der Ansicht ist, dass diese " unwürdigen " Kinder abgehärtet werden müssen. Die eigenen Kinder der Bauernfamilie kommen aber in den Genuss aller Annehmlichkeiten und diese machen sich noch über die angenommenen Kinder lustig. Kleinste Verfehlungen werden mit aller Härte bestraft. Doch das Schicksal hat noch viele andere Grausamkeiten im Gepäck, dies muss Steffi mit neun Jahren leider am eigenen Leib erfahren. Steffi versucht trotz allem ein gutes Leben zu führen, doch das Leben hat ganz andere Pläne mit ihr.



Hera Lind ist bekannt dafür, dass sie besondere, tatsächlich passierte Schicksale in einem Buch verarbeitet. Das Schicksal der kleinen Steffi macht nahezu fassungslos. Wie ein Kind in diesem Alter trotz allem zu einem einigermaßen geregeltem Leben finden konnte verdient jeden Respekt. Leider gab und gibt es immer noch Pflegeeltern, die es mit der Fürsorge nicht so genau nehmen. Sehr einfühlsam, aber auch mit brutaler Wahrheit brachte die Autorin mit ihrem neuesten Buch Im Namen der Barmherzigkeit ein weiteres, schwer zu verdauendes Thema zu Papier. Dies beherrscht sie meisterlich. Die Charaktere beschreibt sie in ihrer sehr flüssigen Schreibweise authentisch und zum Teil auch schonungslos. Das Cover passt sehr gut zu dem Thema. Gerne empfehle ich das Buch an Leser dieses Genres.

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