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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2025

Spannend

Dunkelkammer
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Der erste Krimi einer neuen Reihe...

Bronski ist Fotograf mit einer traurigen Vergangenheit. Nachdem seiner Frau das gemeinsame Baby gestohlen wurde, versuchten die Beiden in Hamburg einen Neuanfang. ...

Der erste Krimi einer neuen Reihe...

Bronski ist Fotograf mit einer traurigen Vergangenheit. Nachdem seiner Frau das gemeinsame Baby gestohlen wurde, versuchten die Beiden in Hamburg einen Neuanfang. Aber seine Frau hat die Verarbeitung der Tragödie nicht geschafft und ein paar Jahre später Selbstmord begangen.

Nun, 20 Jahre später, taucht eine Leiche auf, bei der ein Foto des Babys als Teenager gefunden wird. Was zunächst verworren und zu zufällig erscheint, wird so langsam logischer, und am Ende kommt eine richtig gute Geschichte raus, auf die ich so niemals gekommen wäre. Natürlich hat man den Täter schon zwischendurch in Verdacht, aber eben doch anders.

Der Roman hat einige überraschende Wendungen und hat mich durchweg gepackt, auch wegen der großartigen Stimmen.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Praxisbuch

Der Glukose-Trick – Das Praxisbuch
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Nachdem ich den Glukose-Trick im gleichnamigen Buch von Jessie Inchauspé ausführlich kennengelernt habe, wollte ich unbedingt auch das Praxisbuch lesen. Hier sollte es viele Rezepte geben, mit denen man ...

Nachdem ich den Glukose-Trick im gleichnamigen Buch von Jessie Inchauspé ausführlich kennengelernt habe, wollte ich unbedingt auch das Praxisbuch lesen. Hier sollte es viele Rezepte geben, mit denen man nach der Theorie die Glukosekurve flach halten kann.
Neben vielen Wiederholungen (sicher sinnvoll für Menschen, die das erste Buch nicht kennen oder die keine Lust haben, sich mit der ganzen Theorie zu beschäftigen) gibt es tatsächlich einige Rezepte, aber auch viele Seitenfüller wie z.B. Tagebuchblätter für 4 Wochen oder das Rezept für ein perfekt gekochtes Ei.
Ich muss sagen, der "4-Wochen-Masterplan" ließe sich auf einer Seite erklären und ich hätte mich echt geärgert, wenn ich dieses Buch gekauft und nicht geliehen hätte. Die Rezepte sind eigentlich fast alle sehr einfach und völlig variabel. Immer wird viel Gemüse mit Käse und Gewürzen/Kräutern vermischt und irgendwie auf den Teller gebracht. Das kriege ich so auch ganz ohne Rezepte hin.
Ich glaube, das Prinzip ist interessant und lässt sich auch nachvollziehen, aber man sollte die Thesen auch mit einer gesunden Skepsis betrachten. Beispielsweise wird hier Rapsöl als grundsätzlich ungesund dargestellt, obwohl die Zusammensetzung der Fettsäuren optimal ist.
Wenn man Jessie Inchauspé nicht als "Glukosegöttin" sieht, dann kann man aus ihren Büchern tatsächlich etwas herausziehen, aber sie stellt sich selbst und ihre Idee so übertrieben einzigartig und fehllos dar, dass es schon nervt.
Wenn, dann würde ich das erste Buch empfehlen, denn da werden ganz ausführlich die Vorgänge im Körper beschrieben. Ob das alles so stimmt, kann ich nicht sagen, aber es leuchtet ein und funktioniert (bei mir).

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Verspricht mehr

Die Glücksfrauen - Die Kraft der Bücher
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Nach dem ersten Band der Trilogie über drei Freundinnen im ersten Weltkrieg wollte ich sofort weiterlesen und erfahren, was mit Maria geschehen ist.
Sie leitet mit ihrem Mann einen jüdischen Buchladen ...

Nach dem ersten Band der Trilogie über drei Freundinnen im ersten Weltkrieg wollte ich sofort weiterlesen und erfahren, was mit Maria geschehen ist.
Sie leitet mit ihrem Mann einen jüdischen Buchladen in Berlin. Erst in letzter Minute versucht sie mit ihrer Familie aus Nazi-Deutschland zu flüchten.
Das alles erfährt ihre Enkelin Sandra, die den von Maria gegründeten Buchladen in Rio de Janeiro leitet, von June, die sie aus New York kontaktiert. June ist die Enkelin der großmütterlichen Freundin Luise, die in der Zeit der Flucht einen großen Fehler begangen hat, der Maria und die dritte Freundin Anni in große Gefahr gebracht hat. June ist auf der Suche nach den Freundinnen der Großmutter oder deren Nachfahren, denn nur dann kann sie das Erbe der Großmutter antreten.
Sandra und June begeben sich in diesem Band auf die Suche nach Hinweisen, die sie zu Anni führen. Dazu lesen sie das Tagebuch von Maria und reisen ihrer Fluchtroute hinterher. Gleichzeitig kommt Sandra einem Autor näher, der ihr hinterher reist, und verliebt sich in ihn.
Irgendwie hat mich die Geschichte nicht so gepackt wie der erste Band. Was spannend hätte sein können, wurde für meinen Geschmack etwas zu emotionslos erzählt. Die Fluchtroute bringt June und Sandra kaum weiter. Sie treffen keine Zeitzeugen und machen keine echten Entdeckungen, die sie nicht auch in Brasilien hätten machen können. Der Sinn der Reise wurde mir von Anfang an nicht klar, auch wenn es interessant zu lesen war. Über die Fluchtroute durch die Pyrenäen hatte ich schon andere Bücher gelesen, die die Gefahren auf dieser Route sehr viel deutlicher machten.
Die "Kraft der Bücher" wurde für meinen Geschmack viel zu oft erwähnt und zu hoch geschätzt. Außerdem wurde June hier seltsam dargestellt. Ich erkannte die June aus dem ersten Band kaum wieder.
Ein interessantes und spannendes Buch, aber weit entfernt vom ersten Band.
Trotzdem freue ich mich auf den dritten Band und die Auflösung.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Toller Auftakt

Die Glücksfrauen - Der Geschmack von Freiheit
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Diese Trilogie handelt von drei Freundinnen und ihren verschiedenen Wegen in der NS-Zeit.
In diesem ersten Band lernen wir Luise, Maria und Anni kennen, die alle drei auf ihre Art den ersten Weltkrieg ...

Diese Trilogie handelt von drei Freundinnen und ihren verschiedenen Wegen in der NS-Zeit.
In diesem ersten Band lernen wir Luise, Maria und Anni kennen, die alle drei auf ihre Art den ersten Weltkrieg erleben. Luise ist im Widerstand aktiv und wird entdeckt. Schnell muss sie aus Deutschland fliehen und landet mit ihrem Freund Richard in New York.
80 Jahre später erfährt ihre Enkelin June von dieser Flucht und hat nun die Aufgabe, die beiden Freundinnen der Großmutter zu finden. Sie erbt das Cafe, das Luise in New York mit dem Geld der Freundinnen eröffnet hat, nur unter der Bedingung, beiden Freundinnen bzw. deren Nachfahren ihren Anteil zu zahlen.
Anna Claire schafft es, den Leser in den Bann zu ziehen. Die beiden Handlungsstränge von Luise und June sind gleichermaßen spannend, und es tut niemals weh, wenn man mal wieder in einem Cliffhanger landet.
Die Bedingungen der Flucht und das Leben in New York waren für mich sehr spannend; ich hatte mir bisher nicht wirklich Gedanken darüber gemacht. Irgendwie war ich (zugegeben sehr blauäugig) immer davon ausgegangen, dass man die Gegner des Nationalsozialismus in anderen Ländern gerne aufnimmt und sie im Kampf gegen die Machthaber unterstützt. Wie es tatsächlich war, und dass es auch in Amerika Nazis gab, habe ich erst durch dieses Buch erfahren.
Nicht ganz glaubwürdig war für mich, dass June, die bei der Großmutter aufgewachsen ist und ein tolles Verhältnis zu ihr hatte, überhaupt nicht wusste, dass Luise aus Deutschland kam und dass ihr ein Cafe gehört. Gerade weil sie selbst in Berlin studiert, kann ich mir nicht vorstellen, dass Luise ihr nie etwas davon erzählt hat. Aber ich wollte es einfach so glauben, weil die Geschichte wirklich toll ist, und es gibt ja wirklich viele Menschen, die über das Erlebte nicht sprechen wollten (einschließlich meinem eigenen Opa, aber natürlich wussten wir alle, dass er in russischer Gefangenschaft war).

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Veröffentlicht am 25.12.2024

Eher trocken

Die Waffen des Lichts
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Dieser Band der Kingsbridge-Reihe begleitet die liebgewonnene Stadt in die Moderne.
Wie wir es von Ken Follett kennen, ist alles sehr gut recherchiert und beschrieben, allerdings fehlt mir hier die Story. ...

Dieser Band der Kingsbridge-Reihe begleitet die liebgewonnene Stadt in die Moderne.
Wie wir es von Ken Follett kennen, ist alles sehr gut recherchiert und beschrieben, allerdings fehlt mir hier die Story. Weder geht er auf die früheren Protagonisten ein (ok, an wenigen Stellen werden einige kurz erwähnt), noch gibt es eine wirklich spannende Geschichte. Irgendwie ist es eher so eine Aneinanderreihung von Geschehnissen...
Obwohl ich mich so sehr auf diese Fortsetzung gefreut habe, konnte ich das Buch nicht einmal bis zum Ende lesen, weil es mich leider überhaupt nicht gepackt hat.
Für die vielen eigentlich interessanten Fakten gibt es von mir trotzdem 3 Sterne.

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