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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2026

interessantes Buch

Das Jahr der Schmetterlinge
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Durch vorablesen wurde ich auf dieses Sachbuch aufmerksam gemacht. Als Biologe hat mich natürlich das Thema Schmetterlinge sofort angesprochen.

64 Schmetterlingsarten flattern noch in Dänemark und die ...

Durch vorablesen wurde ich auf dieses Sachbuch aufmerksam gemacht. Als Biologe hat mich natürlich das Thema Schmetterlinge sofort angesprochen.

64 Schmetterlingsarten flattern noch in Dänemark und die Autorin erzählt, wie sie sich den Tieren erst durch Recherchen genähert hatte, um sie sodann auch persönlich zu suchen und zu entdecken. Dass die Tiere nicht nur wegen ihrer Metamorphose sondern auch wegen ihrer sehr spezifieschen Lebensräume interessant sind, war mir vor her schon klar. Schön finde ich, dass die Autorin sich viel Zeit für die einzelnen Arten nimmt und auch auf andere Weisen das Leben und die Bedeutung der Schmetterlinge hinterfragt.

Alles in allem liest sich das Buch für ein Sachbuch sehr flüssig. Die persönlichen Aspekte - also wie die Autorin sich dem Thema nähert und es für sich erobert - gaben einen angenehmen Rahmen. Es gibt auch Stellen, die etwas langatmig für mich waren. Vor allem die religiösen Aspekte interessierten mich persönlich nicht besonders. Aber am Ende war es ein positives Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 31.05.2026

Luft nach oben

Strandopfer
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Ich lese alle Bücher von Frank Goldammer. Es war das erste, das nicht in der Vergangenheit spielt. Da kann man mal sehen, dass Gegenwartsliteratur im Krimisektor gar nicht so einfach ist.

Hauptpersonen ...

Ich lese alle Bücher von Frank Goldammer. Es war das erste, das nicht in der Vergangenheit spielt. Da kann man mal sehen, dass Gegenwartsliteratur im Krimisektor gar nicht so einfach ist.

Hauptpersonen sind die deutsche BKA-Komissarin Lena Schuldt und der polnischen Komissar Adam Krawczyk. Ein Mord und ein verschwundenes Mädchen führen die beiden zusammen. Beide haben dicke Vergangenheits-Päckchen zu tragen und sind erst mal eher unsympathisch.

Ansonsten passiert erst mal wenig und die fehlende Spannung ist auch mein größter Kritikpunkt. Ich überlege die ganze Zeit, warum die Histos von Goldammer mir besser gefallen haben. Wahrscheinlich, weil die Vergangenheit per se interessanter ist, da man hier neue Infos bekommt. In der Gegenwart ist einem ja das Meiste bekannt, der Crime entsteht also nur durch Recherche und Mordfall. Leider war das eher profan und unspektakulär. Da ist noch Luft nach oben bei Teil 2.

Veröffentlicht am 12.04.2026

ziemlich realistisch

The Night We Met
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Mein zweites Buch dieser Autorin und sicher nicht mein letztes. Und ja, es ist nicht ganz so gut wie das erste, dass ich von ihr gelesen habe aber es ist für mich immer noch nur ein Ranking innerhalb der ...

Mein zweites Buch dieser Autorin und sicher nicht mein letztes. Und ja, es ist nicht ganz so gut wie das erste, dass ich von ihr gelesen habe aber es ist für mich immer noch nur ein Ranking innerhalb der Autorin denn gegen andere ist sie immer noch eine sichere Bank für mich.

Ich mag ihren einfühlsamen und leicht humorvollen Erzählstil. Also nicht oberflächlich und keine schenkelklopfer-Witze. Keine Sorge. Und ich mag auch, dass ihre Geschichten immer eine schwierige Ebene haben. Also hier ist es ihr Freund, der psychische und andere Probleme hat. (Ich verrrate nicht zu viel.) Aber es gibt auch Alzheimer und andere Krankheiten, die das Leben der Figuren beeinflussen und die die Liebe nicht immer einfach machen.

Mir scheint, dass das nicht jeder in dieser Dimension mochte bei diesem Buch. Ich konnte allerdings vor allem Larissa sehr gut verstehen und nachvollziehen, dass sie eine Art Co-Abhängigkeit abschütteln musste bevor sie bereit war für etwas Neues. Und gerade das hat mir gut gefallen. Das Realistische daran.

Veröffentlicht am 12.04.2026

Erwartungen erfüllt

Ein weites Leben
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"Ein weites Leben" ist das von mir erhoffte zweite Buch der Autorin M.L. Stedman. Ich hatte vorher schon sehr hohe Erwartungen und war dementsprechend etwas angespannt, ob diese auch erfüllt würden.

Erzählt ...

"Ein weites Leben" ist das von mir erhoffte zweite Buch der Autorin M.L. Stedman. Ich hatte vorher schon sehr hohe Erwartungen und war dementsprechend etwas angespannt, ob diese auch erfüllt würden.

Erzählt wird die Geschichte von Matthew MacBridge, der aus einer Schafzüchter-Familie stammt. Zwei schwere Schicksalsschläge erschüttern diese Familie um nicht zu sagen sorgen dafür, dass sie arg dezimiert wird. Es ist kaum ertragbar, was Matthew widerfährt und umso bewundernswerter ist es, dass er nie aufgibt und sich durchkämpft. Über mehrere Generationen wird hier erzählt.

Ich finde, die Autorin hat einen wirklich herausragenden Schreibstil. Ich mag den fast nüchternen Ton, in dem sie ihre Figuren betrachtet und uns Leser mit ein paar Schritten Entfernung zuschauen lässt. Das ist nicht weniger emotional als wäre man nah dran, nur für mich klarer und meiner Meinung nach auch klüger, denn man erkennt Dinge, die man vielleicht anders gar nicht sehen oder nicht so schnell verstehen würde. Man merkt, dass M.L. Stedman ihre HeldINNen gerne mag und viel Zeit mit ihnen verbracht hat, um sie so und nicht anders aufs Papier zu bringen.

Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Unter einem wundervollen Cover steckt ein wirklich beeindruckender Roman.

Veröffentlicht am 23.02.2026

guter STart

Der letzte Sommer der Tauben
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Noah ist 14 Jahre alt, als das Kalifat in seiner Stadt und seinem Leben beginnt alles umzukrempeln. Erst ist es vor allem das Leben seines Vaters, der in seinem Bekleidungsgeschäft nicht mehr alles anbieten ...


Noah ist 14 Jahre alt, als das Kalifat in seiner Stadt und seinem Leben beginnt alles umzukrempeln. Erst ist es vor allem das Leben seines Vaters, der in seinem Bekleidungsgeschäft nicht mehr alles anbieten darf und der mit schwarzem Stift auf den Verpackungen die Frauen schwärzt und unkenntlich macht. Dann sind es die Frauen, die nicht mehr alleine auf die Straße dürfen, die nach und nach ins Haus verbannt und schwer bestraft werden für vergehen gegen die Vorgaben des Regims. Bis hin zu Steinigungen. Und dann sind es Noahs geliebte Tauben, denen man die Flügel stutzt, um sie am Wegfliegen zu hindern.

Es war mein erstes Buch von Abbas Khider einem irakstämmigen deutschen Autor. Auch wenn er weder die Stadt noch das Land benennt, weiß man, dass es Bagdad und der Irak sein könnten. Sein Schreibstil ist sehr eigen. Kurz und knapp die Kapitel, klar und direkt die Sprache. Das wirkte auf mich anfangs etwas abgehackt aber es erzeugte auch ein hohes Erzähltempo und der Autor erzählt eine wirklich eindringliche Geschichte. Am Ende bleibt eine kleine Hoffnung, die stirbt ja bekanntlich zuletzt.