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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2025

Lebendige Klassenzimmer und offene Direktoren

Das krisenfeste Kind
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"Das krisenfeste Kind" von Verena Friederike Hasel hat mich in den letzten Wochen begleitet.
Das Buch nimmt einen in die farbenfrohe, traumähnliche Welt der Schule mit. So geht es mir zumindest, wenn ich ...

"Das krisenfeste Kind" von Verena Friederike Hasel hat mich in den letzten Wochen begleitet.
Das Buch nimmt einen in die farbenfrohe, traumähnliche Welt der Schule mit. So geht es mir zumindest, wenn ich ihre Schilderungen der verschiedenen Besuche an finnischen aber auch deutschen Schulen lese, sodass ich diese zwei (für die Beschreibung von Schule) eher ungewöhnlichen Adjektive hier als genau richtig empfinde. Man taucht ein in lebendige Klassenzimmer, lernt offene und freundlich zugewandte Direktoren kennen, begleitet Kinder in den Wald oder auf den Pausenhof und spürt bei all diesen Berichten die Wertschätzung all der Akteure zueinander und das gemeinsame Ziel: Wir wollen Lernen.
Ein mutmachendes Buch, dass Kinder die Kompetenzen, die sie für ihre Zukunft benötigen, durchaus erlangen können.
Ein Buch für Eltern, Lehrkräfte und alle, die mit Kindern zu tun haben, sie sehen und in ihrer Entwicklung fördern wollen, sodass sie zu krisenfesten Erwachsenen heranreifen können. Ich werde es definitiv immer wieder in die Hand nehmen, Berichte nachlesen und die dahinterliegenden Ideen verfolgen.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Das ist das Ziel beim Campen: Absichtslos rumhängen.

Mit dir ist alles schöner
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"Mit dir ist alles schöner" von Kristina Günak
Campingplatzidylle in Vogelsang-Storch an der Ostsee. Wobei es Idylle nicht so ganz trifft: Nachdem Franziskas bisheriges Leben als selbstständige Fotografin ...

"Mit dir ist alles schöner" von Kristina Günak
Campingplatzidylle in Vogelsang-Storch an der Ostsee. Wobei es Idylle nicht so ganz trifft: Nachdem Franziskas bisheriges Leben als selbstständige Fotografin auf einmal aus den Fugen geraten ist, findet sie sich auf einem nicht mehr ganz intakten Campingplatz wieder, der ihr inklusive der Dauercamper hinterlassen wurde. Ihr Plan: Den Platz zum Laufen bringen und verkaufen. Doch damit sind die Dauercamper natürlich nicht einverstanden.
Leben auf dem Campingplatz - es macht Spaß, mit hineingenommen zu werden in eine Welt, die einem zwar nah, aber eben doch anders ist.
Ein Wohlfühlbuch, von dem man lernen kann, wie wichtig die Gemeinschaft mit echten Freunden ist und wie wichtig es ist, einfach mal nichts zu tun. “Das ist das Ziel beim Campen: Einfach mal absichtslos rumzuhängen.” Und wer gerade nicht Campen ist, sollte das gelegentlich einfach mal so in seinen Alltag einbauen.

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Veröffentlicht am 03.02.2022

Zwischen Leben und Tod

Hüter des Erbes
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Nachdem der Erlass des persischen Königs Artaxerxes verkündet wurde, steht das Volk der Juden auf der Schwelle des Todes: Denn jeder Jude soll an einem einzigen Tag getötet werden, ihr Besitz wird zur ...

Nachdem der Erlass des persischen Königs Artaxerxes verkündet wurde, steht das Volk der Juden auf der Schwelle des Todes: Denn jeder Jude soll an einem einzigen Tag getötet werden, ihr Besitz wird zur Plünderung freigegeben.
Esra, ein gelehrter Mann, der seine Tage mit dem Studieren und Unterrichten der Thora verbringt, und in einer jüdischen Gemeinde im babylonischen Exil lebt, ist verzweifelt. Er versucht seiner Familie Halt zu geben, aber kämpft auch selber mit Zweifeln an seinem Gott. Die ganze Gemeinde wendet sich an Gott und als ein neuer Erlass kommt, dass die Juden sich wehren dürfen, sind sie sicher, dass Gott ihr Flehen erhört hat.
Noch ist das Volk nicht gerettet, doch es besteht Hoffnung. Weiterhin wird Esra von großen Fragen bewegt: Was ist Gottes Plan für sein Volk? Wieso müssen und wie können sie an einem Ort leben, an dem sie gehasst werden?

Die spannende Geschichte um Esra verknüpft geschickt die Geschichten mehrerer biblischer Personen. Diese kommen einem spürbar nahe. Man lacht und weint mit ihnen und versteht wieder etwas mehr, wie es gewesen sein muss, damals zum Volk der Israeliten zu gehören.
Ein spannendes Buch mit tollen Charakteren und einer mitreißenden Geschichte bis zum Schluss.

Auf jeden Fall empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 21.01.2022

Warmherziger Roman über Kriegszeiten

Das Kind von Gleis 1
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Die Juden in Prag leiden schon vor 1939 unter den Anhängern Hitlers, doch mit Beginn des Krieges wird es immer schlimmer. Sie leben in Angst und Ungewissheit, müssen jederzeit damit rechnen, an unbekannte ...

Die Juden in Prag leiden schon vor 1939 unter den Anhängern Hitlers, doch mit Beginn des Krieges wird es immer schlimmer. Sie leben in Angst und Ungewissheit, müssen jederzeit damit rechnen, an unbekannte Orte gebracht zu werden - und das alles, während die Welt zusieht und nichts unternimmt. Oder zumindest nur wenig. Ein Londoner Börsenmakler beginnt beispielsweise mit einer Rettungsaktion jüdischer Kinder aus der Tschechoslowakei nach England. Eva, Jüdin und Mutter einer kleinen Tochter, ringt mit der Entscheidung, wie sie ihr Kind in Sicherheit bringen kann. In England ist die Mutter eines älteren Sohnes derweil auf dem Weg, Kindern zu helfen und auf der Suche nach einem Weg, ihre Liebe weiterzugeben.

Der Roman hat mich begeistert, weil er so vielfältig war und mir eine neue Sicht in die Geschehnisse der Vor-/Kriegsjahre gegeben hat. Es hatte etwas leichtfüßiges an sich, ein kleines Mädchen auf ihrer Reise zu begleiten. Gleichzeitig wurde der Schrecken der Jahre nicht verborgen und ebenfalls deutlich dargestellt. Außerdem ist es inspirierend zu sehen, auf welche Weise auch gewöhnliche Menschen zu Kriegszeiten helfen und in Teilen die Würde anderer Menschen bewahren konnte, oder wie die Juden mit ihrer Situation umgegangen sind.

Der Roman hat etwas ernsthaftes und gleichzeitig sehr schönes. Viele Ideen beruhen auf wahren Gegebenheiten. So ist er ideal, um ein wenig in die Geschichte einzutauchen und gleichzeitig eine warmherzige Geschichte zu lesen.

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Veröffentlicht am 19.01.2022

Mitreißend bis zum Schluss

Die Bourne Identität
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Ohne Gedächtnis, gejagt von Unbekannten, verletzt auf der Flucht gibt es eigentlich keinen richtigen Zeitpunkt, um herauszufinden, wer man ist.
Doch genau das muss Jason Bourne. Nachdem er halbtot aus ...

Ohne Gedächtnis, gejagt von Unbekannten, verletzt auf der Flucht gibt es eigentlich keinen richtigen Zeitpunkt, um herauszufinden, wer man ist.
Doch genau das muss Jason Bourne. Nachdem er halbtot aus dem Wasser an der französischen Südküste gezogen wurde, päppelt ein Arzt ihn wieder auf. Alles kann wiederhergestellt werden - bis auf sein Gedächtnis.
Langsam macht sich Bourne auf die Suche nach seiner Identität und verfolgt Spur für Spur. Schnell merkt er, dass andere ihn verfolgen und entdeckt, dass er über beeindruckende und gleichzeitig beängstigende Fähigkeiten verfügt. Von Unbekannten, die ihn töten wollen, gejagt, kommt er über Zürich nach Paris und entdeckt mit Marie, einer Kanadierin, nach und nach, wer er ist.

Die Idee des Buches, die mir bereits aus dem Film bekannt war, gefällt mir nach wie vor gut. Es ist mal eine andere Art des Agenten-Thrillers.
Die Handlung ist nicht immer leicht, nachzuverfolgen, dennoch lohnt es sich dranzubleiben. Am Ende wird einiges erläutert und klar. Aber was wäre auch ein Buch über Geheimdienste, indem alles sofort leicht verständlich wäre?
Es macht Spaß, mit Jason unterwegs zu sein und zu erleben, wie er seine Fähigkeiten und seinen Intellekt einsetzt, um seine Pläne zu verwirklichen. Natürlich ist nicht alles nur schön. Oft hält man innerlich den Atem an und leidet teilweise sehr mit den Protagonisten mit. Das macht aber wiederum deutlich, dass man die Figuren gut kennenlernt, ihre Handlungen nachvollziehen kann und sie einem sympathisch werden.
Ich freue mich, dass es noch weitere Bücher aus der Reihe gibt und bin gespannt, was Bourne noch alles erleben wird.

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