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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2020

Ungewöhnliche Erzählweise

Der Funke des Lebens
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Inhalt
Hugh kommt als Vermittler der Polizei zu einer Geiselnahme in einer Abtreibungsklinik. Schnell erfährt er, dass auch seine Tochter zu den Geiseln gehört und plötzlich steht noch viel mehr auf dem ...

Inhalt
Hugh kommt als Vermittler der Polizei zu einer Geiselnahme in einer Abtreibungsklinik. Schnell erfährt er, dass auch seine Tochter zu den Geiseln gehört und plötzlich steht noch viel mehr auf dem Spiel.

Sprache
Ich musste dieses Buch unbedingt lesen, denn Jodi Picoult schreibt in meinen Augen ganz besondere Bücher. Sie hat einen fesselnden Schreibstil und behandelt immer wichtige Themen, die in Büchern nicht alltäglich sind, und verpackt sie spannend und informativ zugleich.
Auch hier hat sie sich wieder an ein kontroverses Thema gewagt. Es geht um Abtreibung, um das Recht der Frau und um die Frage wann das Leben beginnt. Die Thematik wird einfühlsam und aus ganz verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es wird aber auch nichts verharmlost und beschönigt und zeigt die Verzweiflung der Frauen genauso wie die Risiken der Behandlung. Auch wenn die Geschichte meine persönliche Überzeugung nicht verändert hat, wurden doch Schicksale geteilt, die mich berührt haben.

Allerdings hatte ich einige Schwierigkeiten mit der Erzählweise. Die Geschichte startet damit was um 17 Uhr passiert und wird somit beinahe vom Ende aus erzählt. Die Geiselnahme ist in vollem Gange und man weiß nicht, was bisher schon passiert ist. Wieso die Personen so handeln und in welcher Verbindung sie zueinander stehen. Dann springt die Story eine Stunde zurück und es wird erzählt, was zu dieser Zeit passiert ist. Und so geht es weiter bis man ganz am Anfang der Geschichte lamdet. Zum Abschluss werden dann noch die Ereignisse der letzten Stunde erzählt. Es ergibt sich nach und nach natürlich schon ein einheitliches Gesamtbild, aber es hat gedauert, bis ich die Charaktere zuordnen konnte und die Ereignisse in die richtige Reihenfolge gebracht hatte. Es war ein wenig wie puzzeln. Für manche mag diese Erzählweise vielleicht ganz besondere Spannung aufbauen, für mich hat es leider nicht funktioniert. Mir haben zu Anfang zu viele Informationen gefehlt und mit der Zeit hatte ich mir dann einiges zusammengereimt und dann eigentlich nur noch auf die Auflösung gewartet.

Charaktere
Es gibt hier viele verschiedene Charaktere, die ihre Geschichte erzählen. Es kommen Frauen, die eine Abtreibung durchgeführt haben, genauso zu Wort wie der Arzt, der sie durchführt, eine Krankenschwester, Abtreibungsgegner, der Geiselnehmer, der Polizist, dessen Tochter und deren Tante. Oftmals fließt auch die Vergangenheit der Personen mit in die Erzählung ein, sodass man viele Entscheidungen besser verstehen und einordnen kann.

Fazit
Eigentlich eine großartige Story, wäre sie doch nur von vorne nach hinten erzählt worden.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2020

Einfach faszinierend

Das Gedächtnis von Babel
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Inhalt
Die Suche nach Thorn bringt Ophelia auf die Arche Babel. Dort schleicht sie sich unter falschem Namen in das Konservatorium der Guten Familie ein um mehr Informationen zu erhalten und dadurch Thorn ...

Inhalt
Die Suche nach Thorn bringt Ophelia auf die Arche Babel. Dort schleicht sie sich unter falschem Namen in das Konservatorium der Guten Familie ein um mehr Informationen zu erhalten und dadurch Thorn zu finden. Doch dort geschehen seltsame Dinge und Ophelia versucht sie zu entschlüsseln.

Sprache
Auch diesmal passiert wieder so unglaublich viel Spannendes und Überraschendes und die ganze Geschichte hat so viel Charme und Flair! Ich konnte gar nicht genug bekommen! Es ist unglaublich schwer das Hörerlebnis in Worte zu fassen. Die Geschichte fasziniert mich einfach, aber es an konkreten Punkten festzumachen fällt mir schwer. Es ist die Stimmung, das ganze Gesamtkonzept, das einen gefangen nimmt und nicht mehr los lässt.
Ich mag es sehr von einer Arche zur nächsten zu Reisen und jedesmal die Eigenarten der Arche und ihrer Bewohner neu zu entdecken. Jedesmal gibt es so viele neue Details zu entdecken, neue Verbündete und neue Feinde, Gefahren und Geheimnisse. Vor allem die Auflösung der Geheimnisse gefällt mir immer gut. Es kommt immer ein wenig mehr Licht ins Dunkel. Hier gibt es eine neue Erkenntnis und da ein Stück aus der Vergangenheit. Ich bin sehr gespannt, wie das im Finale alles zusammengebracht und aufgelöst wird.

Charaktere
Ophelia wird immer selbstbewusster, sie setzt ihre Fähigkeiten klug ein und lernt immer besser auf sich selbst aufzupassen. Trotzdem bleiben ihr ihre Eigenarten - sie ist noch immer tollpatschig und manchmal etwas vorschnell und gerade das macht sie so sympathisch.

Fazit
Seit ich das Hörbuch beendet habe, vermisse ich es richtig in die Welt der Spiegelreisenden eintauchen zu können. Zum Glück ist der 4. Band schon auf dem Weg zu mir! Aber leider ist es dann auch das Finale und ich muss endgültig Abschied nehmen von Ophelia, Thorn und den Archen. Wobei das eine Reihe ist, die ich tatsächlich auch noch einmal hören würde und dabei bestimmt noch einige Details mehr entdecken könnte!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2020

Starke Fortsetzung

Cyber Trips
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ACHTUNG! Kann SPOILER für NEON BIRDS enthalten!

Inhalt
Der Einsatz einer Bombe konnte KAMI nichts anhaben und die Protagonisten und die Regierung stehen vor der Frage wie sie mit dieser Bedrohung weiter ...

ACHTUNG! Kann SPOILER für NEON BIRDS enthalten!

Inhalt
Der Einsatz einer Bombe konnte KAMI nichts anhaben und die Protagonisten und die Regierung stehen vor der Frage wie sie mit dieser Bedrohung weiter umgehen soll. Gibt es einen anderen Weg KAMI zu vernichten oder ist die Welt dem Untergang geweiht?

Gestaltung
Das Cover schließt sich perfekt dem ersten Band an und passt so toll zum Setting der Reihe.

Sprache
Das Buch startet mit einer kurzen Zusammenfassung der Geschehnisse aus Band 1. In diesem Fall hätte ich sie nicht gebraucht, weil mir die Story noch sehr präsent war. Trotzdem finde ich das eine gute Idee, wenn mehr Zeit zwischen den Bänden liegt, um schnell wieder in die Geschichte reinzukommen.
Und dann findet man sich auch schon wieder voll im Geschehen. Marie Graßhoff weiß die Leser wirklich zu fesseln! Immer gibt es neue Ansätze, neue Ideen, neue Enthüllungen und Wendungen. In dieser Geschichte stecken so viele Gefühle: Angst, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Wut, Trauer, aber auch die positiven Gegenstücke Liebe, Zusammenhalt, Freundschaft, Mut, Kampfgeist. An manchen Stellen hat es mir beinahe das Herz zerrissen, an anderen gibt es Action - einfach abwechslungsreich und fesselnd!
Das Worldbuilding ist in diesem Band nicht so intensiv wie bei Neon Birds, es gibt aber doch noch ein paar neue Details zu entdecken. Für mich standen in diesem Teil aber eher die Gefühle im Vordergrund.

Charaktere
Ich habe mich so darauf gefreut alle Charaktere wieder zu treffen. Da gab es schon im ersten Band einfach so spannende Konstellationen.
Alle Charaktere haben ihre Geheimnisse, aber sie werden nicht ständig wieder und wieder erwähnt. Sie schweben so zwischen den Geschehnissen und man weiß da steckt noch mehr dahinter. Irgendwann bekommt man dann wieder so ein Häppchen und versteht die Figuren dadurch immer besser und besser. Das finde ich in der Reihe extrem gut gemacht

Okijen, Andra und Byth bilden ein Team im Kampf gegen KAMI. Sie suchen Möglichkeiten und Wege die Welt zu retten und ergänzen sich dabei sehr interessant. Außerdem müssen sie entscheiden wem sie vertrauen können und wem nicht.
Andra ist wie im ersten Band noch immer mein liebster Charakter! Nicht, dass die anderen nicht mega cool wären, aber Andra hat für mich so eine ganz tiefgehende Gefühlswelt, die mich total gefangen nimmt!
Das zweite Team bilden Flover und Luke, die vor KAGE flüchten und auf der Suche nach Hilfe und Schutz sind. Auf ihrer Reise erleben sie das Geschehen rund um KAMI nochmal aus einem ganz anderen Blickwinkel, was eine weitere spannende Perspektive in die Geschichte bringt.

Fazit
Absolut spannende Story, die dem ersten Band in nichts nachsteht!

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  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 18.05.2020

Einfach mal was ganz anderes

Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast
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Inhalt
Ophelia wird von Faruk zur Vize-Erzählerin erklärt. Sie hofft sich nun in einer besseren Position am Hofe und stürzt dadurch doch nur noch tiefer in die Intrigen und geheimen Machenschaften am Hofe ...

Inhalt
Ophelia wird von Faruk zur Vize-Erzählerin erklärt. Sie hofft sich nun in einer besseren Position am Hofe und stürzt dadurch doch nur noch tiefer in die Intrigen und geheimen Machenschaften am Hofe des Pols.

Story
In diesem Band erfährt man noch immer nicht viel mehr von der Welt in der sich die Archen befinden. Aber es gibt Andeutungen und kleine Details, das macht die ganze Geschichte der Vergangenheit nur noch spannender und geheimnisvoller! Und man taucht noch viel tiefer in den Mondscheinpalast ein. Es entwickelt sich diesmal ein regelrechter Krimi. Es gibt Drohungen, verschwundene Personen, es gilt zu ermitteln und Beweise zu finden - einfach spannend und fesselnd! Und es gibt wieder so viele tolle Details, überraschende Wendungen, tolle Charaktere und ein faszinierendes Setting!

Sprache
Wieder wird die Geschichte eher still und poetisch erzählt - auch wenn es diesmal sehr viel mehr Spannung und brenzlige Situationen gibt.

Sprecher
Mit Laura Maire hat man hier wirklich die perfekte Sprecherin für diese Geschichte gefunden. Sie vermittelt so großartig die Stimmung des Buches und macht die Figuren richtig lebendig.

Charaktere
Ophelia legt in diesem Band Ermittlungstalent an den Tag und entwickelt sich so großartig! Sie wird vom unscheinbaren Mauerblümchen erst zur Vize-Erzählerin des Hofes, dann zur Leserin, wird so viel selbstbewusster und beweist besonderes Talent im Umgang mit Faruk und den Adligen am Hofe.

Ganz besonders mag ich diese unschuldige und langsam entstehende Beziehung zwischen Thorn und Ophelia. Da gibt es keine übereilten Annäherungsversuche, unglaubwürdige Liebesgeständnisse oder plötzliche Zuneigung. Sondern einfach ein zartes Pflänzchen der Zuneigung, das langsam beginnt Wurzeln zu schlagen. Sie lernen sich kennen, lernen immer besser hinter die Fassade des anderen zu schauen und schenken sich immer mehr Vertrauen.

Fazit
Dieser Teil kommt mit viel mehr Spannung daher! Ich bin gespannt was Band 3 bringt und kann mich den begeisterten Stimmen für diese Reihe nur anschließen!

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Veröffentlicht am 18.05.2020

Tolles Setting, träge Story

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
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Inhalt
Im ersten Band der Reihe „Das Buch der gelöschten Wörter“ erfährt Hope, dass es Menschen gibt, die in die Bücherwelt portieren können und dort die real gewordenen Buchcharaktere besuchen können. ...

Inhalt
Im ersten Band der Reihe „Das Buch der gelöschten Wörter“ erfährt Hope, dass es Menschen gibt, die in die Bücherwelt portieren können und dort die real gewordenen Buchcharaktere besuchen können. Doch diese Welt ist in Gefahr und sie kann dabei helfen sie zu retten.

Gestaltung
Das Buch hat mich sofort angesprochen! Das Cover sieht wunderschön aus und passt perfekt zum Inhalt und der Stimmung des Buches.

Idee
Mir gefällt die Grundidee der Geschichte sehr gut - das Reisen in die Bücherwelt, die urige Buchhandlung von Mrs.Gateway, das Beobachten der Buchcharaktere und natürliche die Geheimnisse rund um die Bedrohung der Bücherwelt. Überhaupt die Bücherwelt war sehr detailreich, humorvoll und spannend erdacht.

Sprache
Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und versprüht einen besonderen Charme. Der Einstieg gefiel mir auch sehr gut, die Geschichte konnte mich fesseln und ich war gespannt, was Hope in der Bücherwelt erwartet. Mir gefiel auch die Stimmung die beispielsweise die Buchhandlung oder die Zentrale der Bücherwelt verbreitete. Doch im zweiten Drittel hatte ich das Gefühl, dass die Story nicht mehr so recht von der Stelle kam. Gewisse Handlungen wiederholten sich immer wieder - Hopes Besuche bei ihrer Mutter, ihre Zusammentreffen mit ihrem Exfreund und das Geschehen in der Buchwelt folgten immer demselben Muster. Es passierte recht wenig Überraschendes. Manchmal wurde auch ein längerer Zeitraum einfach in wenigen Sätzen zusammen gefasst ohne dass es die Story wirklich voran gebracht hätte. Vieles wurde nur angerissen oder angedeutet. Natürlich ist mir bewusst, dass es ein erster Band ist und nicht alle Fragen geklärt und alle Geheimnisse gelüftet werden können. Aber trotzdem hätte ich mir etwas mehr überraschende Handlung gewünscht. Das Ende wurde es dann nochmal richtig spannend. Die Ereignisse überschlugen sich, wobei ich auch hier nicht jede Auflösung so richtig nachvollziehen konnte. Und der Prolog macht dann doch große Lust weiterzulesen.

Charaktere
Hope Turner ist 42 Jahre alt und lebt sehr zurückgezogen. Sie arbeitet von zuhause aus bei einer Online-Partnervermittlung und kümmert sich um ihre an Demenz erkrankte Mutter. Viel mehr gibt es in ihrem Leben nicht. Ich fand es zu Anfang sehr spannend, mal eine etwas „ältere“ Protagonistin in einem Fantasyroman zu haben. Allerdings unterscheidet sich Hope für mich leider kaum von den jugendlichen Protagonisten aus anderen Romanen - sie ist unsicher, leicht zu beeinflussen und wird schnell verlegen in der Nähe eines attraktiven Mannes. Das fand ich sehr schade. Trotzdem mochte ich Hope und ließ mich von ihrer Begeisterung für die Buchwelt anstecken.

Fazit
Ein Buch mit einer tollen Idee und einem tollen Setting. Leider kam aber die Story nicht wirklich voran. Da hätte ich mir mehr Spannung, mehr überraschende Wendungen und abwechslungsreichere Handlungsverläufe gewünscht.

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