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Veröffentlicht am 19.04.2018

Eine berührende Familientragödie

Was ich euch nicht erzählte
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Dieser Roman führt in eine Zeit, als Mischehen in Amerika nicht toleriert wurden und deren Kinder automatisch Aussenseiter waren.

Jedes Familienmitglied erlebt die Ausgrenzung in anderer Art und Weise ...

Dieser Roman führt in eine Zeit, als Mischehen in Amerika nicht toleriert wurden und deren Kinder automatisch Aussenseiter waren.

Jedes Familienmitglied erlebt die Ausgrenzung in anderer Art und Weise und die Hoffnungen der Eltern für ihre eigenen aufgeschobenen Wünsche und Lebensträume manifestieren sich einzig in ihrer begabten Tochter Lydia, die Hoffnungsträgerin der ganzen Familie. Siehe Zitat! Sie soll diese Träume leben, aber sie zerbricht an dieser Aufgabe.



Die Handlungsstränge wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit ab, sie beschreiben die Jugend der Eltern, ihr Kennenlernen und die aktuellen Vorkommnisse der Familie. So bekommt der Leser allmählich ein umfassendes Bild dieser zerrütteten Familie. Die Andersartigkeit des Vaters, die aufgegebene Karriere der Mutter und die Kinder, die hinter Lydia zurückstehen. Die Tragödie ist unausweichlich, aber wie ist es zu dem Tod Lydias gekommen?

Man erkennt, wie schwierig es für die Eltern ist, über ihre Probleme offen miteinander zu reden. Statt dessen flüchten sie sich in ein Leben der verdrängten Gefühle und erkennen nicht, dass auch ihre Kinder unter der Missachtung leiden. Die Familie versucht eigentlich nur, normal zu sein.

Wie Lydia unter diesen Erwartungen zerbricht ist im Buch allmählich erkennbar. Sie sollte die Träume ihrer Eltern erfüllen. Ungesagte Worte haben ihr Schicksal besiegelt.

Die Autorin hat mit solch eindringlicher Genauigkeit Gefühle und Gedanken in ihren Roman eingebaut, dass man gefesselt ist wie bei einem Krimi. Diese Familiengeschichte ist eine Tragödie, die einen nicht so schnell los lässt. Die ungesagten Worte wogen schwer und Lydia sollte die Träume ihrer Eltern erfüllen.
Ich war beim Lesen tief betroffen und sah die unausgesprochenen Hilfeschreie der Kinder, die von den Eltern nicht gehört wurden, da sie auch als Paar nicht darüber sprechen konnten. Sie aber hatten mit Selbstzweifeln zu kämpfen und konnten die Kraft für andere nicht aufbringen. Genausowenig wie sie in Lydia einen eigenständigen Menschen mit eigenen Wünschen erkannt haben. Die ungesagten Worte wogen schwer und Lydia sollte die Träume ihrer Eltern erfüllen. Das musste sie mit ihrem Tod bezahlen.
Doch am Ende steht trotz aller Trauer die Hoffnung, dass Hannah und Nath eine glücklichere Zukunft haben werden.

Eine berührende Familientragödie, die zeigt, wie unausgesprochene Worte ins Aus führen können. Meisterhaft klar erzählt und voller Lebenserfahrung! Unbedingt zu empfehlen!

Veröffentlicht am 19.04.2018

Ein schöner Roman für Liebhaber frankophiler Literatur.

Der Hut des Präsidenten
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Dieser Roman führt ins Frankreich der 80er Jahre, er ist charmant erzählt, unterhält feinsinnig und bringt eine zauberhafte, fast schon märchenhafte Handlung ins Rollen.
Mehrere Handlungsstränge zeigen ...

Dieser Roman führt ins Frankreich der 80er Jahre, er ist charmant erzählt, unterhält feinsinnig und bringt eine zauberhafte, fast schon märchenhafte Handlung ins Rollen.
Mehrere Handlungsstränge zeigen jeweils einen Protagonisten, der den Hut eine Weile besitzt und durch diesen eine wunderbare Veränderung in seinem Leben erfährt. Der Hut ist sozusagen der rote Faden des Buches.
Präsident Mitterand lässt seinen schwarzen Filzhut in einer Brasserie liegen, neue Teilzeit-Besitzer profitieren auf wunderbare Weise vom Hut.
So gewinnt Daniel, der erste Träger des Hutes, endlich Mut und Durchsetzungsvermögen, um sich für wichtige Aufgaben in seinem Betrieb zu profilieren.

Fanny Marquant unterhält ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann, bemerkt endlich, dass sie in ihm ihre wahre Liebe nicht findet und trennt sich von ihm.

Der berühmte Parfümeur Pierre Aslan überwindet seine Schaffenskrise und depressive Lebenseinstellung und ist endlich wieder in der Lage, ein einzigartiges Parfüm zu kreieren.

Dann schliesst sich der Kreis wieder. Mehr möchte ich dazu nicht verraten.
Welche Macht hat dieser Hut? Wohl keine wirklich realistische! Aber dennoch werden dank ihm Wünsche oder Träume wahr. Er bringt den Trägern ein besseres Imagegefühl, ist ein Glücksbringer oder gibt einfach nur Selbstbewusstsein, da es sich ja um einen Hut des Präsidenten handelt.
Der Hut gibt den Trägern Sicherheit und Selbstbewusstsein, das ihnen im wahren Leben abhanden gekommen ist. Dabei stecken die Fähigkeiten eigentlich in den Menschen selbst und sie müssen sie nur mutig entfalten. Die symbolische Kraft, Veränderungen zu bewirken, hängt allerdings mit dem Hut zusammen. Das Objekt wird also zum Glücksbringer, dem die Menschen Macht zuschreiben.

Der Schreibstil ist das besondere an diesem Roman. Mit feinfühliger Sprache und etwas unterschwelligem Humor zeichnet Laurain seine Geschichte, die mir schon wie ein modernes Märchen erscheint. Er gibt sich detailgenauen Beschreibungen von Schauplätzen, Musik und Zeitgeist hin, man erkennt die 80er Jahre gut wieder.

Die Charaktere sind gut und klar beschrieben, man bekommt sie deutlich vor Augen, sieht beim Parfümeur seine Lebensgeschichte, bekommt Informationen über die Kunstszene und sieht die französische Küche ausgebreitet mit wunderbaren Meeresfrüchten und gekühlten Weißweinen vor sich.

"Der Hut des Präsidenten“ hat mich feinsinnig mit typisch französischer Atmosphäre gut unterhalten, die Geschichte schliesst sich am Ende zu einem Kreis und die Charaktere haben mir gefallen. Ein schöner Roman für Liebhaber frankophiler Literatur.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Fesselnd bis zum Schluß

Blutige Stille
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Auch in ihrem zweiten Teil der Thrillerreihe um Kate Burkholder, gelingt es Linda Castillo, den Leser mit brutalen Taten zu erschrecken und mit der polizeilichen Ermittlung zu fesseln.

Die Hauptprotagonisten ...

Auch in ihrem zweiten Teil der Thrillerreihe um Kate Burkholder, gelingt es Linda Castillo, den Leser mit brutalen Taten zu erschrecken und mit der polizeilichen Ermittlung zu fesseln.

Die Hauptprotagonisten Kate und Tomasetti haben immer noch an traumatischen Erlebnissen aus ihrer jeweiligen Vergangenheit zu leiden. Beide kämpfen gegen ihre Albträume an und das verbindet sie. Diese Gemeinsamkeit macht ihr gegenseitiges Verständnis und ihre Gefühle füreinander noch tiefer. Jedoch artet dieses Verhältnis nicht in eine romatische Gefühlsduselei aus, sondern hält sich dezent im Hintergrund.

Wie in Castillos Büchern üblich, beschäftigt sich auch dieser Thriller mit dem Leben von Amischen in Painters Mill. Man erfährt wie diese Menschen in Gottesfurcht, schlichter Bescheidenheit und ohne die Verlockungen der Zivilisation leben und fest zu ihren Glaubenssätzen stehen. Für Außenstehende ist das eine außergewöhnliche Gemeinschaft, der man sich im Buch gut annähern kann. So sind auch dieses Mal die Amischen Opfer eines brutaler Gemetzels, eine siebenköpfige Familie wird regelrecht abgeschlachtet. Wer hatte etwas gegen diese friedfertigen Menschen?

Die Handlung dieses Thrillers erstreckt sich hauptsächlich auf das Leben der 15jährigen Plank-Tochter Mary, die sich von der amischen Gemeinschaft abwenden wollte. Da Kate diese Situation am eigenen Leibe erfahren hat, geht ihr der Fall besonders nahe.

Es werden einige Verdächtige aufgespürt, bei denen der Täter nicht zu erkennen ist.

Auch in diesem Kate Burkholder-Thriller gibt es wieder eine sehr blutige Darstellung der Verbrechen. Dabei sind die Ermittlungen eher ruhig und beschaulich gehalten. Wie in Thrillern häufig der Fall, begibt sich Kate am Ende in Gefahr und stellt dem Täter eine Falle.

Dieses Buch hat mich inhaltlich gepackt, die Brutalität erschüttert, aber in der Gesamtheit wirkt es einfach routiniert runtergeschrieben. Deswegen wird mir dieser Thriller sicher nicht lange nachhaltig in Erinnerung bleiben. Besonders hat mich in diesem Buch das Alkoholproblem von Kate und Tomasetti gestört. Wollen wir hoffen, dass sie das in den Griff bekommen.


Die Castillo Reihe um Kate Burkholder ist für mich immer wieder ein fesselndes Leseerlebnis, das besonders durch das Setting mit den Amischen interessante Einblicke ermöglicht.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Gelungenes Krimidebüt aus der Welt der Reichen und Schönen, mit vielen Verdächtigen und Wortwitz!

Der Pfauenfedernmord
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Ulrike Buschs Schreibstil liest sich angenehm flott, glaubhaft und lebensnah erfrischend. Mit einer tollen Story, geschickten Irrungen und unerwarteten Wendungen gelingt es ihr, den Leser an ihr Werk zu ...

Ulrike Buschs Schreibstil liest sich angenehm flott, glaubhaft und lebensnah erfrischend. Mit einer tollen Story, geschickten Irrungen und unerwarteten Wendungen gelingt es ihr, den Leser an ihr Werk zu fesseln. Besonders gelungen sind jedoch ihre Protagonisten, die mit Ecken und Kanten und allerlei Klischees aufwarten und dabei sehr lebendig wirken und auch gut unterhalten.

Fangen wir mal beim Opfer an! Der Figur der Valerie Wunderlich-Wiederkehr weint man als Leser keine Träne hinterher, denn sie ist durch und durch unsympathisch, behandelt ihre Mitmenschen mit Missachtung und hält sich selbst für den Mittelpunkt der Welt, die Welt der Schönen und Reichen. Denn dazu gehört sie zweifelslos, zeitlos runderneuert dank Liftings, Botox und einigen gezielten Silikoneinlagen aus der Hand ihres Mannes, des erfolgreichen Schönheitschirurgen. Aber sie hat auch Biss und ihre Machtgier bringt ihre Kunstgalerie voran. Auf jeden Fall trägt ihre Art und ihr Lebensstil dazu bei, dass auch ihre vermeintlichen Freunde nicht gut auf sie zu sprechen sind. Somit mehrt sich die Anzahl der Personen mit Mordmotiv im Krimi mehr und mehr. Die Mitglieder der Clique haben alle so ihre privaten Probleme und Neid, Hass, Eifersucht und Geltungsdrang könnten ihre Motive für den Mord sein. Ulrike Busch beschreibt in der Handlung die Feindseligkeiten und Wünsche der Figuren der Clique eindringlich genau. Alle wollen im erlauchten Kreis dazugehören, um jeden Preis. So entsteht aus anfänglicher Freundschaft schnell Feindseligkeit und Ablehnung.

Das Ermittlungsduo um Kuno Knudsen und Assistent Arne Zander befragt eifrig, untersucht fleissig und kommt irgendwie nicht von der Stelle. Es gibt einfach zu viele Personen mit denkbaren Mordmotiven, was für den Leser ein tolles Mitraten ermöglicht. Die Kripo Wattenmeer ist eigentlich ein nicht ganz eingespieltes Team, ständig behaken sie sich gegenseitig, den Leser freut das sehr.


Nun komme ich zu meinem einzigen Kritikpunkt. Die Befragungen in Dialogform erscheinen mir insgesamt zu umfassend und sie gehen zu sehr auf Kleinigkeiten ein. Das breite Auswalzen erzeugt leider einen leichten Spannungsabfall.

Was ich als besonders erheiternd empfunden habe, sind die Wortwitze, die Ulrike Busch immer mal wieder geschickt einbaut. Mir sind die Besichtigungsgebühren für ein hübsches Dekolleté in Erinnerung geblieben. Aber es gibt noch weitere humorvolle Schmankerl, die gelesen werden müssen.


Mich hat dieser Sylt-Krimi gepackt und das Potpourri an speziellen Figuren hat mir unterhaltsame Lesezeit geschenkt. Ich freue mich schon auf weitere Bücher vor der Nordseekulisse von Ulrike Busch.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Ein wundervoll erzählter, einfühlsamer Roman über die Liebe, Verlust und Träume!

Dem Himmel entgegen
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Ein einfühlsamer Roman über die Liebe, Verlust und Träume! Geschrieben
in einem wundervollen Stil, der geheimnisvoll fesselt und durch die Geschichte trägt.


Dieser Roman wird aus der Sicht der drei ...

Ein einfühlsamer Roman über die Liebe, Verlust und Träume! Geschrieben
in einem wundervollen Stil, der geheimnisvoll fesselt und durch die Geschichte trägt.


Dieser Roman wird aus der Sicht der drei Frauen der Familie Lambert geschildert. Alle drei umgibt ein dunkles Geheimnis und alle drei wünschen sich die Erfüllung ihrer Träume. Dabei wechselt man zeitlich zwischen den 1960 er Jahren und den 1930 er Jahren und taucht ein in die Lebenswege der Frauen. Die Reise beginnt in Nancy und geht über Berlin, Argentinien und Paris hin und her. Allmählich bekommt der Leser einen Eindruck dieser Frauengestalten und versteht ihre persönlichen Probleme.

Man erkennt die Schicksalsschläge, die die drei Frauen erleiden müssen und die Ereignisse der Vergangenheit und Gegenwart führen den Leser in eine Welt der Gefühle. Es gehen Liebe, Trauer, Verlust und unerfüllte Lebensträume Hand in Hand.
Der Autorin gelingt es eindrucksvoll, diese Welt vor dem Leser in bedeutsamen Worten spielen zu lassen. Man erlebt eine mondäne Modewelt, die mit eleganten Figuren glänzt, aber auch die schwierige Zeit der Anfänge des Nationalsozialismus in Berlin, die die Familie in Schwierigkeiten brachte.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Romanes ist die Fliegerei und man wird mit dieser Thematik vertraut gemacht, ohne zu sehr auf technische Einzelheiten einzugehen. Die Geschichte der Lufthansa wird gestreift und die Leidenschaft in dieser Fliegerfamilie kommt gut zum Ausdruck.


Katja Maybach hat mich mit ihrem Roman sofort gebannt, ihr eindringlicher Schreibstil zeigt mit viel Gefühl die Emotionen ihrer Protagonistinnen und malt mit bildhaftem Geschick verschiedene Schauplätze vor meinem geistigen Auge, die mich in die Geschichte hinein ziehen. Auch wenn die Schicksalsschläge und Wendungen im Leben der Frauen konstruiert sind, so erscheinen sie dennoch auf eine authentische Art und Weise. Jeder reagiert im Leben anders und setzt andere Prioritäten, das macht uns Menschen so einzigartig.

Mich hat dieser Roman mit Gefühlen bombardiert und in eine andere Zeit versetzt. Eine Lektüre, die gut unterhält und von schicksalhafter Liebe erzählt.