50 Weihnachtsgeschichten, geschrieben von Menschen aus ganz Deutschland, gesammelt von Barbara Mürmann. Ich hatte das jährlich erscheinende Buch immer wieder in der Hand, bis es jetzt bei netGalley angeboten ...
50 Weihnachtsgeschichten, geschrieben von Menschen aus ganz Deutschland, gesammelt von Barbara Mürmann. Ich hatte das jährlich erscheinende Buch immer wieder in der Hand, bis es jetzt bei netGalley angeboten wurde und ich dann zugeschlagen habe. Alleine das Cover hat mich alle Jahre wieder angesprochen.
Zu den Geschichten: Sie sind ausgedachte oder selbst erlebte Geschichten, wie sie wohl jeder von uns kennt. Manche zum Schmunzeln, bei manchen verdrückt man auch mal ein Tränchen, teils aus Betroffenheit, teils aus Rührung oder weil es eben grad so schön ist. Ich habe die Geschichten meist abends kurz vor dem Schlafen gelesen und so den Tag zufrieden beendet.
Ich kann die Reihe nur empfehlen. Zwei Ausgaben aus den Vorjahren durften schon bei mir einziehen, mal sehen, ob ich noch eines der Bücher dieses Jahr lesen kann. Ansonsten bin ich für nächstes Jahr schon gewappnet. Die Geschichten sind ja eher Zeitlos.
1919, der Krieg ist gerade vorbei und Heinrich ist verletzt wieder nach Hause gekommen. Jetzt könnte es bergauf gehen, wären da nicht die Folgen des Krieges, die Inflation und Richard Dehmels Gesundheit. ...
1919, der Krieg ist gerade vorbei und Heinrich ist verletzt wieder nach Hause gekommen. Jetzt könnte es bergauf gehen, wären da nicht die Folgen des Krieges, die Inflation und Richard Dehmels Gesundheit. Und doch müssen Ulla, Heinrich, Vera und die anderen der Familie Dehmel an ihre Zukunft denken. So wird geheiratet, Kinder kommen auf die Welt und vor allem die Frauen müssen sich wieder einmal Gedanken darum machen, wie eigene berufliche Wünsche und die Familie unter einen Hut zu bekommen sind.
Ich habe mich gefreut, die Familie Dehmel wieder ein Stück des Weges begleiten zu können. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen. Gerade die Zeit im Dehmel-Haus in Hamburg fand ich ganz toll. Irgendwie habe ich mich da na meine eigene Vergangenheit erinnert gefühlt. Im Haus meiner Urgroßmutter (heute das Ubbelohde Haus in Goßfelden bei Marburg) saßen die Erwachsenen abends im Atelier zusammen und haben diskutiert. Und ich als Kind mittendrin. Genau dieses Gefühl hatte ich auch, als die Zusammenkünfte im Dehmel-Haus geschildert wurden.
Mir hat Ullas Entwicklung gut gefallen, sie ist gereift und kann mit etwas Abstand auf die schwierige Familienkonstellation schauen. Und sie kann den Geschwistern, die mit ihrer Stiefmutter hadern, deren Perspektive klarmachen und so zum Familienfrieden beitragen. Und so sehr, wie die Dehmel Geschwister das Verhalten der Eltern nicht nachvollziehen können, verfallen sie in ähnliche Verhaltensmuster. Vera hat mit Tetjus jemanden geheiratet, der ihrem Vater charakterlich fast vollständig gleicht und auch Heinrich verhält sich plötzlich ähnlich wie sein Vater.
Ulla muss feststellen, dass Kinder doch immer die Mutter vom Arbeiten abhalten, so sehr sie auch geliebt werden. Die Männer ihrer Generation reden zwar von Gleichberechtigung , aber wenn es ans Umsetzen geht, ziehen sie mit althergebrachten Argumenten zurück.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Reihe, auch wenn wir dann in Deutschlands schwierigste Zeit kommen. Durch die jüdische Herkunft der Dehmel Kinder wird die Zeit sicher nicht einfach werden.
Ich kann Ulrike Renks Bücher nur immer wieder empfehlen. Sie erzählt Familiengeschichten, wie sie waren, ohne dramaturgische Effekte hinzuzufügen. So bekommt man einen Einblick in die Zeit und in die Familien, so wie sie eben waren, mit all ihren positiven und negativen Eigenschaften. Da merkt man immer wieder: Das Leben schreibt die besten Geschichten.
Finjas Heilpraktiker Praxis läuft nicht so gut, wie sie es möchte. So fragt sie bei ihrer ehemaligen Chefin nach, ob sie nicht wieder als Immobilienmaklerin bei ihr arbeiten kann. Die Chefin ist begeistert ...
Finjas Heilpraktiker Praxis läuft nicht so gut, wie sie es möchte. So fragt sie bei ihrer ehemaligen Chefin nach, ob sie nicht wieder als Immobilienmaklerin bei ihr arbeiten kann. Die Chefin ist begeistert und hat auch gleich einen Auftrag für sie. Sie soll an der Küste nach einem Haus mit Privatdüne suchen. Finden tut sie es dann in St. Peter-Ording. Und nicht nur das, sie findet Anschluss und hat da Gefühl endlich auch für die Leibe wieder offen zu sein.
Mir hat dieses Buch wieder sehr gut gefallen, ich habe mich wohlgefühlt in St. Peter-Ording. Zwar wird es recht bald klar, dass das Haus mit der Düne nicht für den Verkauf in Frage kommt und sich daraus noch Probleme ergeben werden, allerdings muss ich sagen, dass die Autorin es schafft, das so zu lösen, dass es nicht zu unnötigen Verwerfungen kommt.
Wer die Bücher dieser Reihe der Autorin kennt, wird auch wieder bekannte Gesichter treffen, was ich als Leser sehr gerne mag. Ich kenne ja noch nicht alle Bände der Reihe, werde aber nach und nach alle Bücher lesen. Hier gibt es einfach eine Wohfühlgarantie. Von daher eine Leseempfehlung für dieses schöne Buch, das in der Vorweihnachtszeit spielt.
Mags hat sich breitschlagen lassen und geht mit Miss Clara auf eine Busreise durch diverse britische Gärten. Unterwegs kommt es zu einigen unschönen Vorfällen, die damit gipfeln, dass ein Mitglied der ...
Mags hat sich breitschlagen lassen und geht mit Miss Clara auf eine Busreise durch diverse britische Gärten. Unterwegs kommt es zu einigen unschönen Vorfällen, die damit gipfeln, dass ein Mitglied der Reisegruppe ums Leben kommt. Als Mags ihre Zweifel an einem Selbstmord äußert, wird sie von den ermittelnden Beamten abgewiesen. Doch Mags wäre nicht Mags, wenn sie nicht mit Hilfe von Verbündeten hinter die wahren Umstände kommen würde.
Diesmal ermittelt Mags nicht in Stonehaven, sondern unterwegs, was es möglich macht auf Seiten der Polizei neue Figuren einzuführen. Allerdings muss ich sagen, dass mir der Krimi in diesem Band fast ein wenig zu kurz kam. Die Auflösung am Ende ist zwar wie gewohnt spektakulär, allerdings ist man an Mags Überlegungen als Leser kaum beteiligt. Trotzdem ist das Buch schön geschrieben, man hatte nur ein wenig den Eindruck, dass der Autorin etwas die Inspiration gefehlt hat, wie man Mags in einen weiteren Kriminalfall verwickeln kann.
Ich habe das Buch gerne gelesen und würde gerne weiter mehr über Mags und Sam lesen. Von daher bin ich gespannt, ob es weitere Bände der Reihe geben wird.
9 Autorinnen, 9 wunderschöne Geschichten mit dem Thema Weihnachten im Mittelpunkt. In den unterschiedlichen Geschichten geht es um Liebe, um Freundschaft und um die Gemeinschaft, die durch Weihnachten ...
9 Autorinnen, 9 wunderschöne Geschichten mit dem Thema Weihnachten im Mittelpunkt. In den unterschiedlichen Geschichten geht es um Liebe, um Freundschaft und um die Gemeinschaft, die durch Weihnachten noch verstärkt wird.
Ich habe diese Geschichten abends vor dem Einschlafen gelesen und habe das Buch immer mit einem Lächeln weggelegt. Die Geschichten sind alle wunderschön geschrieben und gehen ans Herz. Einige der Autorinnen kannte ich schon, andere noch nicht. Ich habe dabei einige kennengelernt, von denen ich gerne noch mehr lesen würde.
Ich kann das Buch für die Vorweihnachtszeit nur empfehlen. Durch die Kürze der Geschichten bekommt man eine am Stück meist im Alltag gut unter. Gute Laune machen die Geschichten allemal und sie sind eine gute Gelegenheit zum Innehalten im hektischen Alltag.