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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2018

Enttäuschend

Das Meer löscht alle Spuren
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Ein erfolgreicher iranischer Autor wird auf der Flucht von seiner Frau getrennt. Er erhofft sich Hilfe für die Suche durch die Journalistin Nora Sand. 

Von diesem Buch bin ich leider etwas enttäuscht. ...

Ein erfolgreicher iranischer Autor wird auf der Flucht von seiner Frau getrennt. Er erhofft sich Hilfe für die Suche durch die Journalistin Nora Sand. 

Von diesem Buch bin ich leider etwas enttäuscht. Im Gegensatz zu dem ersten Fall für Nora Sand schwächelt es hier gewaltig. Die Handlung benötigt einfach viel zu viel Zeit, um spannend zu werden. Bis zum letzten Drittel passiert einfach nicht wirklich etwas spannendes. Man benötigt schon sehr viel Durchhaltevermögen. Die Charaktere sind dabei gut dargestellt und auch Nora Sand hat nichts von ihrem Charisma verloren. 

Für mich ein Buch, das man lesen kann - aber nicht unbedingt lesen muß.

Veröffentlicht am 05.07.2018

Wie immer

The Wife Between Us
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Vanessa und ihr Mann haben sich getrennt. Vanessa hat nur ein Ziel: Die neue Beziehung zwischen Richard und Nellie zu zerstören. Emma erhält einen Brief, in dem sie vor ihrem zukünftigen Ehemann gewarnt ...

Vanessa und ihr Mann haben sich getrennt. Vanessa hat nur ein Ziel: Die neue Beziehung zwischen Richard und Nellie zu zerstören. Emma erhält einen Brief, in dem sie vor ihrem zukünftigen Ehemann gewarnt wird. 

Wieder mal ein Buch nach bekanntem Muster. 3 Frauen und ein Mann. Ein Charakter ist offensichtlich psychisch krank, niemand glaubt die Geschichten, Alkohol spielt auch eine Rolle und eigentlich weiß man nie, wer nun lügt und wer die Wahrheit sagt. Die Handlung zieht sich einfach nur in die Länge und ich habe mich total gelangweilt. Ich hoffe, diese Modeerscheinung bei der Buchthematik hat bald ein Ende, noch einen x-ten Aufguss dieses Themas braucht es nicht. 

Veröffentlicht am 05.07.2018

Positive Überraschung

Der englische Liebhaber
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Als Anna nicht mehr lange zu leben hat, kommt ihre Tochter Charlotte aus Berlin zu ihr. Charlotte hatte nie ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter. Nun forscht sie in alten Unterlagen und entdeckt viel über ...

Als Anna nicht mehr lange zu leben hat, kommt ihre Tochter Charlotte aus Berlin zu ihr. Charlotte hatte nie ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter. Nun forscht sie in alten Unterlagen und entdeckt viel über die Vergangenheit ihrer Mutter - und ihrer Herkunft. Denn ihr Vater ist Jeremy, ein englischer Offizier, den ihre Mutter während ihrer Arbeit als Dolmetscherin für die englischen Besetzer kennen und lieben gelernt hat. Doch diese Beziehung wurde nicht toleriert.... 

Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Es vermittelt einen sehr guten Eindruck über das zerstörte Münster und schildert deutlich, mit welchen Problemen gekämpft werden mußte. Die Charaktere sind richtig schön beschrieben und man kann sie sich sehr gut vorstellen. Ich hatte gedacht, dieses Buch wäre vielleicht ein wenig zu viel Herzschmerz - aber das ist nicht der Fall. Insgesamt empfand ich die Geschichte als rund.

Veröffentlicht am 05.07.2018

Nicht meins

Wenn wir wieder leben
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Heutige Zeit: Wanda möchte gern wissen, welche Rolle ihre Mutter während des 2. Weltkrieges gespielt hat und forscht in ihrer Vergangenheit. 

20er Jahre: Gundi spielt mit ihren Freunden Lore, Julia und ...

Heutige Zeit: Wanda möchte gern wissen, welche Rolle ihre Mutter während des 2. Weltkrieges gespielt hat und forscht in ihrer Vergangenheit. 

20er Jahre: Gundi spielt mit ihren Freunden Lore, Julia und Erik in einer Band an der polnischen Ostseeküste. Sie bekommen eine Anstellung auf der "Wilhelm Gustloff". 

Von diesem Buch hatte ich mir wesentlich mehr versprochen. Die Handlung hätte sehr interessant werden können, denn man kennt ja das Schicksal der "Wilhelm Gustloff". Das hätte Spannung bringen können. So plätschert die Geschichte vor sich hin, ich empfand den Schreibstil als äußerst zäh und die Charaktere noch dazu unnahbar. Es kam leider überhaupt kein positives Gefühl ihnen gegenüber auf. Einziger Lichtblick blieb die Beschreibung Danzigs.

Veröffentlicht am 05.07.2018

Beeindruckend

Die Charité: Hoffnung und Schicksal
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Berlin im Jahr 1831: Die junge Elisabeth tritt ihre Ausbildung zur Pflegerin in der Charite an. Als die Cholera ausbricht erlebt sie hautnah, wie machtlos die Ärzte dagegen sind. Besonders Professor Dieffenbach ...

Berlin im Jahr 1831: Die junge Elisabeth tritt ihre Ausbildung zur Pflegerin in der Charite an. Als die Cholera ausbricht erlebt sie hautnah, wie machtlos die Ärzte dagegen sind. Besonders Professor Dieffenbach und einige andere Ärzte forschen Tag und Nacht um der Epidemie Einhalt zu gebieten. Elisabeth muß miterleben, wie Tausende Menschen sterben. 

Auch die Hebamme Martha kämpft für die werdenden Mütter, die zahlreich am Kindbettfieber sterben. Dazu muß sie noch allein für ihren Sohn sorgen. Sie wünscht sich für ihn eine gute Schulbildung, damit er einmal ein besseres Leben hat. 

Gräfin Ludovica besitzt alles, was man für Geld kaufen kann. Sie ist aber in einer unglücklich Ehe gefangen. Ihr einziger Halt ist die Liebe zu Professor Dieffenbach, obwohl diese niemals mehr als nur Freundschaft sein darf. 

Alle diese drei Frauen haben eines gemeinsam: Sie interessieren sich sehr für die Medizin und könnten mit ihrem Wissen darüber den Menschen helfen. Doch weil sie Frauen sind, müssen sie mit ansehen, wie einige Ärzte hilflos im Dunkeln tappen, wenn es darum geht neue Wege in der Medizin zu gehen. Besonders Elisabeth ist hin und her gerissen zwischen ihrer Liebe zur Medizin und zu einem jungen Arzt. Sie muß jetzt eine Entscheidung treffen, die ihr ganzes Leben beeinflussen wird. 

Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Die Mühe um die medizinischen Inhalte so genau zu beschreiben, muß gewaltig gewesen sein. Und eben weil alle Operationen und Krankheiten so genau beschrieben werden, ist das Buch nichts für schwache Nerven. Es ist wirklich streckenweise sehr, sehr bildhaft geschrieben. Das tut der Qualität des Buches aber keinen Abbruch, eher das Gegenteil ist der Fall. Der Leser erfährt dadurch, wie elendig die Menschen damals gelebt haben und wie jämmerlich sie gestorben sind. Vielleicht regt das Buch einmal dazu an darüber nachzudenken, wie gut die medizinische Versorgung heute ist. Das verdanken wir zum großen Teil den damaligen Ärzten, die unermüdlich geforscht haben. 

Dieses Buch wird mir auf jeden Fall in sehr guter Erinnerung bleiben!