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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2026

Super spannend!

Ein dunkles Versteck
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Für mich ist es der erste Thriller aus dieser Reihe rund um Kommissarin Evelyn Holm. Die Bücher von Saskia Calden habe ich aber alle auf meiner Wunschliste und nun werden wohl auch die anderen hier einziehen. ...

Für mich ist es der erste Thriller aus dieser Reihe rund um Kommissarin Evelyn Holm. Die Bücher von Saskia Calden habe ich aber alle auf meiner Wunschliste und nun werden wohl auch die anderen hier einziehen. "Ein dunkles Versteck" hat mich nämlich super unterhalten.

Kommissarin Evelyn Holm hat es diesmal nicht wirklich leicht. Einer ihrer aktuellen Fälle befasst sich mit einem vermutlichen Serienmörder, der Frauen entführt, einsperrt und danach bestialisch ermordet. Zusätzlich hat sie noch einen Fall eines Stalkers liegen. Man hat bereits eine der entführten Frauen tot aufgefunden, eine zweites Entführungsopfer ist noch verschwunden. Nachdem die schlimm zugerichtete Frauenleiche gefunden wurde, werden interne Informationen der Polizei an die Presse weitergeleitet. Diese fallen auf Evelyn zurück und sie bekommt Druck von ganz oben. Außerdem bekommt die Kommissarin eine neue Kollegin, die auffällig an ihrer Vergangenheit interessiert ist.
Als der Stalker sogar am Arbeitsplatz seiner "Angebeteten" auftaucht und Drohungen ausstößt, spitzt sich die Lage immer mehr zu.....

Der Thriller wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, die perfekt ineinander greifen. Man liest aus der Sicht von Evelyn, aus der von Isabell, die gestalkt wird und aus der Sicht von einer der gefangen gehaltenen Frauen. Die Einblicke in die Qualen des Entführungsopfers waren sehr berührend und teilweise wirklich schlimm zu lesen. Aber auch die Stalker-Thematik war sehr intensiv und hat mir Gänsehaut bereitet.
Der Spannungsbogen war von Beginn an hoch und steigert sich noch weiter. Die tollen Plott-Twists und überraschenden Wendungen, welche die Autorin eingebaut hat, haben mich oftmals richtig kalt erwischt.
Der Schreibstil ist fesselnd, eindringlich und gut zu lesen. Ich konnte mühelos in die Handlung eintauchen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Obwohl dies bereits der vierte Band der Reihe ist und ich die vorherigen Teile nicht gelesen habe – obwohl ich normalerweise großen Wert auf die richtige Reihenfolge lege – hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir entscheidende Zusammenhänge gefehlt hätten. Natürlich wusste ich nichts über die Vergangenheit von Evelyn, aber das werde ich nachholen. Gespoilert wurde ich Gott sei Dank nicht.
Die Figuren waren bildhaft dargestellt und wirkten für mich durchwegs authentisch. Sie sind nicht schwarz-weiß gemalt, sondern jeder hat seine Ecken und Kanten - und Geheimnisse.
Besonders überzeugt hat mich auch die gelungene Abschlusspointe.

Fazit:
Ein spannender Thriller voller Twists und einem unerwarteten Ende. Ich werde auf jeden Fall noch die Vorgänger lesen und möchte Evelyn Holm besser kennenlernen.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Geht unter die Haut und macht nachdenklich

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Nachdem mir Marc Elsbergs letzter Umweltthriller nicht wirklich zugesagt hat, ist "Eden - Wenn das Sterben beginnt" trotz seines Umfanges eine spannende Geschichte, die mich von Beginn an mitgerissen hat.
Während ...

Nachdem mir Marc Elsbergs letzter Umweltthriller nicht wirklich zugesagt hat, ist "Eden - Wenn das Sterben beginnt" trotz seines Umfanges eine spannende Geschichte, die mich von Beginn an mitgerissen hat.
Während ein KI-Programm des IT-Experten Piero Manzano verheerende Katastrophen für die Erde voraussagt, sind die ersten Folgen bereits eingetroffen. Der Kipppunkt in den Meeren ist überschritten und die Ozeane kollabieren. Innerhalb weniger Monate droht eine globale Krise von ungeahntem Ausmaß. Inzwischen werden tote Fische in Triest angeschwemmt und die Fischer verlieren ihre Existenz. Doch sie sind nicht die Einzigen, denn die Böden versteppen und der Regenwald trocknet aus. Konventionelle Massentierhaltung ist nicht mehr möglich. Dennoch verdienen auch an diesem Szenario bestimmte Konzerne, die nur an ihren eigenen Profit denken. Zu diesem machthungrigen Menschen gehört Großinvestor Viktor Brenner.
Influencer Linus Strand und Meeresbiologin Sarah Keller sind indessen in der Karibik und erleben ein Phänomen, welches es eigentlich gar nicht geben dürfte.

Im schnellen Wechsel springen wir zwischen den einzelnen Protagonisten und Schauplätzen hin und her. Die extrem kurzen Kapitel geben das Gefühl schnell voranzukommen, wirken jedoch fast wie ein Drehbuch. Der schnelle Wechsel der Perspektiven unterbricht häufig den Lesefluss und erschwert es, sich intensiv in die einzelnen Figuren hineinzuversetzen.
Die drei Hauptprotagonisten Linus, Sarah und Marco bekommen aber genug Tiefe, um sie und ihre Charaktereigenschaften zu kennen.
Linus ist ein Sunnyboy, Influencer und Lebemensch. Durch Sarah und sein Erlebnis beim Tauchen erkennt er bald, wie wichtig das Ökosystem ist. Bisher hat er sich wenig damit befasst und Sarahs wissenschaftliche Fakten erreichen auch ihn schwer. Ihm gelingt es jedoch anhand einfachen Darstellungen und lebendigen Bildern seinen Followern die drastischen Ereignisse, die in der Welt passieren, näher zu bringen.
Gemeinsam mit Sarah, der Meeresbiologin, die zuerst wenig von Linus hält, beginnen sie die Menschen zu informieren und auch Marcos Warnungen zu veröffentlichen. Ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen mächtige Gegner beginnt....

Besonders realitätsnah ist der Ökothriller, wenn Elsberg die Interessen der verschiedenen Akteure aufeinanderprallen lässt. Wirtschaftsbosse, Politiker und Umweltaktivisten sind zu oft unvereinbar in ihren Lösungsansätzen und blockieren sich gegenseitig - man braucht nur die täglichen Nachrichten zu verfolgen.
Die komplexen Zusammenhänge zwischen Politik, Wirtschaft und Umweltinteressen wurden von Marc Elsberg wieder aufwendig recherchiert und sind topaktuell bzw. lassen einen Blick in die nahe Zukunft werfen, wenn nicht bald etwas dagegen unternommen wird. Der Autor punktet dabei mit erstaunlich viel Hintergrundwissen. Noch ist der Kipppunkt nicht erreicht, aber wir sind sehr nahe daran. Das beklemmende Gefühl, den kommenden Zusammenbruch des Ökosystems ins Auge zu schauen, hat mich die ganze Zeit nicht losgelassen und auch nach Beenden des Buches noch weiter verfolgt.

Fazit:
Mit "Eden - Wenn das Sterben beginnt" hat Marc Elsberg wieder einen Umwelt-Thriller erschaffen, der unter die Haut geht und einem sehr nachdenklich zurücklässt. Wie weit sind wir noch vom Kipppunkt entfernt? Für mich zählt das neue Buch des Autors wieder zu seinen besten!

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Was ist dein Guilty Pleasure?

Guilty Pleasure
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Was war ich gespannt auf diesen Thriller von Linda Schipp! Alleine das coole Cover fällt extrem ins Auge und die tropische Location hat mich ebenfalls sofort gepackt. Außerdem liebe ich diese Art von "Locked-In" ...

Was war ich gespannt auf diesen Thriller von Linda Schipp! Alleine das coole Cover fällt extrem ins Auge und die tropische Location hat mich ebenfalls sofort gepackt. Außerdem liebe ich diese Art von "Locked-In" Situationen, wo man irgendwo festsitzt.

Was ist dein Guilty Pleasure? Ich bin überzeugt, dass deine Gedanken sich deutlich von denen der Gäste im Hotel von Linda Schipp unterscheiden. Abgelegen auf einer einsamen Insel auf den Seychellen liegt das Hotel "Guilty Pleasure", wo spezielle Wünsche erfüllt und Alpträume wahr werden. Niemand kennt den Aufenthaltsort der Gäste und was sie erwarten wird.....

Als Leser begleiten wir fünf Personen: die Maid, den Assistenten, den Rächer, die Security und eine unbekannte Person. Ein Teil davon ist bereits im Hotel anwesend oder kommt - wie Zoe - gerade an. Sie flieht vor ihrem gewalttätigen Ehemann und hat sich als Zimmermädchen beworben. Alle Gäste wissen nicht, dass sie Teil einer Reality-Show sein werden, die in die ganze Welt gesendet wird. Mit Hilfe von Minikameras, die Fliegen ähneln, werden sie überwacht....

Der Debüt-Thriller der Autorin, die sich sonst in einem anderen Genre bewegt, ist auf jeden Fall anders, als gedacht. Der Schreibstil ist modern, das Tempo rasant, die Handlung aktuell. Man spürt die beklemmende Atmosphäre während der gesamten Handlung. Zahlreiche unerwartete Wendungen erzeugen eine hohe Spannungskurve.
Linda Schipp bringt in ihrem Thriller gekonnt Kritik an unserem Konsumverhalten und am Quotenwahnsinn. Reality-Shows werde immer abartigen und brutaler. Die Autorin geht dabei der Frage nach, wohin diese Entwicklungen – im Zusammenspiel von Darknet und modernster KI – noch führen könnten, und zeichnet dabei ein eindrucksvoll zugespitztes Szenario, denn bei "Guilty Pleasure" geht es schlussendlich ums nackte Überleben.

Die kurzen Kapitel, die aus fünf verschiedenen Perspektiven erzählt werden, sind äußerst fesselnd und geben der Geschichte Dynamik. Sie enden oft mit einem Cliffhanger. Zahlreiche falsche Spuren und Spekulationen sorgten für intensives Miträtseln.
Das tropische Setting war für mich reizvoll, wurde aber nach der Ankunft im Hotel total ausgeblendet. Man bewegt sich durch einige wenige Hotelräume, während der Außenbereich ausgeblendet bleibt. Das fand ich etwas schade, denn gerade dort hätte ich mir mehr Stimmung und bildhafte Beschreibungen gewünscht.
Manche der einzelnen Handlungsstränge griffen durch die verschiedenen Sichtweisen übereinander und wurden aus anderer Sicht nochmals erzählt. Für mich wären diese Überschneidungen nicht notwendig gewesen.

Zum Ende hin wird es sehr actionreich, was mir bei Thriller nicht immer gefällt. Klingt es eher nach einem Hollywood Blockbuster, bin ich nicht mehr so richtig dabei und komme ins Augen rollen. Die Auflösung des Thrillers ist sehr komplex und wird im Epilog "Sechs Monate später" wieder aufgegriffen und teilweise verändert. Das war mir dann etwas zu kompliziert und war mir zu viel an "Nachbesprechung".

Nun sind doch einige Kritikpunkte zusammen gekommen, aber tatsächlich fand ich diese frische und intensive Art eines Thrillers wirklich gut. Linda Schipp hat damit das Thrillergenre etwas "aufgefrischt" und mir spannende Lesestunden beschert.

Fazit:
Ein rasantes und komplexes Lesevergnügen, welches man schwer aus der Hand legen kann - ein richtiger Pageturner. Mir hat "Guilty Pleaseure" gut gefallen - trotz kleiner Kritikpunkte.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Wem kannst du trauen?

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Nachdem Emily Rudolfs letzter Thriller "Das Dinner" mich nicht wirklich überzeugen konnte, habe ich der Autorin mit "Die Housesitterin" eine zweite Chance gegeben. Und die hat sie auch genutzt. Ihr neuer ...

Nachdem Emily Rudolfs letzter Thriller "Das Dinner" mich nicht wirklich überzeugen konnte, habe ich der Autorin mit "Die Housesitterin" eine zweite Chance gegeben. Und die hat sie auch genutzt. Ihr neuer Thriller hat mir wesentlich besser gefallen. Das "Locked in" Thema dürfte dabei zu ihren Lieblingen gehören, denn auch in "Die Housesitterin" sitzen wir mit den Protagonisten auf einer Insel fest.

Nach dem Tod ihrer Mutter arbeitet Cecilia, genannt Lia, als Housesitterin. Dieser Job ist für sie zur Existenzfrage geworden, denn sie hat alles verloren. Ohne Geld und ohne festen Wohnsitz hält sie sich mit Online-Nachhilfe über Wasser und lebt mietfrei in den Häusern anderer. Dabei taucht sie tief in das Leben der Bewohner ein. Ihre aktuelle Unterkunft ist eine riesige Villa der einflussreichen Familie Waldner. Um sich nicht immer alleine zu fühlen, lädt sie öfters ihre Freunde über ein Wochenende in die Häuser ein, die sie gerade bewohnt. Auch diesmal sollen Nick, seine Freundin Anastasia und Ying zu Lia dazustoßen. Überraschender Weise tauch auch Johannes Waldner, Cecilias Partner auf, der zuerst verhindert war. Als Leser bekommt man schnell das Gefühl, dass alle Besucher der Villa Geheimnisse haben und ihre wahren Absichten verbergen. Aber auch Cäcilia verfolgt ein klares Ziel, denn der Aufenthalt bei den Waldners ist kein Zufall....

Schon der Prolog verrät einen krassen Vorfall, der die Neugierde auf die kommende Geschichte steigert. Die Grundidee ist spannend und weckt Interesse. Das unterschwellige Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, ist allgegenwärtig. Das Anfangstempo kann jedoch nicht ganz gehalten werden. In der Mitte wirkt die Handlung dann etwas ruhiger und es kommt zu kleinen Längen. Im letzten Drittel geht die Spannungskurve dann schnell nach oben und die Autorin hat laufend überraschende Wendungen eingebaut. Manche hatte ich vorausgesehen, andere wiederum nicht.

Der Thriller ist in fünf Teile aufgeteilt und die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Man erlebt die Handlung aus Cecilias Sicht, aus der von ihrem Jugendfreund Nick und von Johannes Waldner, ihrem Liebhaber und Partner. Diese Wechsel bringen mehr Spannung in die Story. Dabei gibt es auch immer wieder Rückblenden, die vor jedem Kapitel angeführt sind. Ort, Zeitraum und der Name der erzählenden Person stehen an dessen Anfang.
Das Setting auf der rauen und einsamen Ostseeinsel ist atmosphärisch und trägt zur Stimmung bei.

Der Schreibstil ist einfach und wie schon im Vorgänger etwas plump und vulgär. Spicy Szenen brauche ich in einem Thriller ebenfalls nicht wirklich.
Die Figuren sind teilweise etwas eindimensional und zwei verschwinden im Laufe der Handlung komplett. Sie kamen wir vor, wie Füller oder Platzhalter, denn man erfuhr kaum etwas über sie. Andererseits sind auch die Charaktere, die aus ihrer Sicht erzählen, die drei Hauptfiguren. Diese sind hingegen facettenreich und lebendig beschrieben, auch wenn sie nicht wirklich Sympathieträger sind. Insgesamt hat mir der neue Thriller von Emily Rudolf spannende Lesestunden gebracht.

Fazit:
Im neuen Thriller von Emily Rudolf ist nichts, wie es scheint. Atmosphärisch top, sprachlich durchschnittlich und am Ende und Anfang sehr spannend. Das böse Finale überzeugt!

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Veröffentlicht am 15.04.2026

War leider nicht meins

Just Friends
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Ich lese ja zwischendurch immer wieder gerne Liebesromane, die aber oftmals sehr unterschiedlich bei mir "ankommen". Dieses Debüt der (mir unbekannten) Contant Createrin Haley Pham hat noch etwas Luft ...

Ich lese ja zwischendurch immer wieder gerne Liebesromane, die aber oftmals sehr unterschiedlich bei mir "ankommen". Dieses Debüt der (mir unbekannten) Contant Createrin Haley Pham hat noch etwas Luft nach oben.

Auf zwei Zeitebenen, wobei der Gegenwartsstrang den größeren Teil einnimmt, lernen wir Blair und Declan kennen. Die beiden sind seit ihrer Kindheit gute Freunde und kennen einander besser als irgendjemand sonst. Am Ende der Highschool wurde aus Freundschaft Liebe und die beiden ein Paar. Doch das Glück währt nur kurz, denn ein tragischer Vorfall lässt das junge Glück zerbrechen.
Vier Jahre später kommt Blair wieder zurück in ihren Heimatort. Ihre Großtante Lottie liegt im Sterben. Blair möchte ihre Mutter unterstützen und von Lottie Abschied nehmen. Um etwas Geld zu verdienen, bevor sie nach New York zieht und ihren neuen Job beginnt, sucht sie sich Arbeit. Sie bewirbt sich in einem Café in Seabrook. Umso größer ist der Schock, als sie beim Vorstellungsgespräch Declan gegenüber steht......

Der Beginn der Story und die Rückblicke in die Vergangenheit haben mir sehr gut gefallen. Man erfährt, wie Lottie wichtig für Blair und ihre Mutter wurde. In einer schwierigen Zeit, als ihr Vater die Familie verließ und ihre Mutter ohne Geld, Wohnung und Arbeit zurückblieb, war es Lottie, die sie bei sich aufnahm. Als echte Selfmade-Frau hatte sie sich nach ihrer Flucht aus Saigon mit großer Entschlossenheit ein kleines Minimarkt-Imperium aufgebaut. Von ihr und ihrer Mutter hat Blair gelernt, unabhängig zu bleiben, sich nicht auf Männer zu verlassen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Mir fehlte es trotzdem an gemeinsamen Erlebnissen und Rückblicken. Es wird immer wieder erwähnt wie groß die Trauer von Blair um Lottie ist, aber über die Beziehung zueinander erfährt man zu wenig, außer den oben genannten Fakten. Ich hoffte eine besondere und emotionale Dynamik zwischen Blair, ihrer Mutter und Lottie zu erleben und zu verstehen, warum es für diese drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen so wichtig ist, als Familie zueinanderzufinden. Leider hoffte ich vergeblich, dabei hätte die Handlung so viel mehr Potenzial gehabt. Dafür nahm die Liebesgeschichte, die ein ziemliches Hin und Her war, den gesamten Raum ein. Obwohl Declan wirklich eine sogenannte "Green Flag" war, hatte ich Probleme die Chemie zwischen ihnen zu fühlen. Das Ende war mir dann absolut zu kitschig!

Es gab zwar viele Dialoge, jedoch hätte ich am liebsten gesagt: Show! - don't tell. Das war wahrscheinlich auch der springende Punkt, warum mich die Geschichte nur teilweise berühren konnte.
Leider gab es auch einige Fehler, die das Lektorat übersehen hat. Mich stören Fehler leider immer sehr, da ich selbst oft lektoriert habe. Hier würde ich empfehlen, nochmals ein Auge darauf zu werfen!


Fazit:
Leider konnte mich diese Small Town Second Chance Geschichte nur mäßig überzeugen. Sie war mir eindeutig zu kitschig, obwohl ich die Anziehung zwischen Declan und Blair nur teilweise fühlen konnte. Auch der Schreibstil war etwas holprig, was allerdings auch an der Übersetzung liegen könnte. Für mich leider eher eine kleine Enttäuschung.

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