Cover-Bild Die geheime Sehnsucht der Bücher
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 02.05.2025
  • ISBN: 9783426446201
Nina George

Die geheime Sehnsucht der Bücher

Roman

Bestseller-Autorin Nina George kehrt zurück auf das Bücherschiff und erzählt eine bewegende, bezaubernde und kluge Geschichte über Freundschaft, das Lesen und alle Facetten der Liebe.

Monsieur Perdu ist mit seinem Bücherschiff Lulu wieder in Paris. In seiner »Pharmacie Littéraire«, der Literarischen Apotheke, folgt der leidenschaftliche Buchhändler seiner Berufung: Menschen und Bücher zusammenzubringen, damit jede Maladie von Herz und Seele mit der richtigen Geschichte geheilt werden kann.

Unterstützt wird Perdu bei dieser unendlichen Aufgabe von der jungen Pauline Lahbibi. Wie ihr Mentor hat Pauline ein feines Gespür für Menschen und für Bücher, für ihre Träume, ihre Ängste, ihre Sehnsüchte.
Aber hat sie dieses Gespür auch für ihr eigenes Herz?

Bis die Zwölfjährige Françoise eines Tages im Schott steht – mit Geheimnissen, die größer sind als sie selbst. Jean Perdu und die junge Buchhändlerin Pauline, mit ihrem untrüglichen Gespür für die verschwiegenen Wünsche der Lesenden, stehen ihr bei bei der größten Mission ihres jungen Lebens – und verteidigen mit ihr gemeinsam Bücher gegen Verbannung und Zensur.

Ein inspirierender Roman über die Alchemie der Bücher und die Macht der Freundschaft

»Die geheime Sehnsucht der Bücher« ist die Fortsetzung von »Das Bücherschiff des Monsieur Perdu« und »Das Lavendelzimmer«, das Leserinnen und Leser weltweit verzaubert hat. Lebensweise und berührend, humorvoll und ehrlich erzählt Nina George von den Höhen und Tiefen des Lebens und vom Trost, den uns das richtige Buch spendet. Dabei durchwebt ein feiner, poetischer Zauber ihre Romane, der sie fest in unseren Herzen verankert.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2025

Wer Bücher liebt ist hier richtig

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Wer Bücher liebt, ist bei Nina George richtig.
Fast wünscht man sich auch so ein Bücherschiff mit Monsieur Perdu in der Nähe.
Francoise ist 12 und hat schon einiges mitgemacht. Ihre Mutter ist krank und ...

Wer Bücher liebt, ist bei Nina George richtig.
Fast wünscht man sich auch so ein Bücherschiff mit Monsieur Perdu in der Nähe.
Francoise ist 12 und hat schon einiges mitgemacht. Ihre Mutter ist krank und an Francoise hängt so einiges. Ihre Tage verbringt Francoise mit dem heimlichen Lesen. Bis sie von Monsieur Perdu hört – und sich auf sein Bücherschiff traut. Dort trifft sie auf Marie, die Waise, und beide sind sich eine große Stütze. Marie liest öffentlich Kinderbücher vor – und entfacht einen wahren Wirbelsturm.
Poetisch, klug, berührend und teilweise humorvoll – so lässt sich das Buch kurz zusammenfassen. Doch „Die geheime Sehnsucht der Bücher“ ist noch so viel mehr. Es bringt zum Nachdenken, zum Mitlachen und Mitweinen. Fast könnte man meinen, es würde die Seele heilen und Monsieur Perdu hätte das Buch selbst beim Leser abgegeben.
Das Buch ist ein sehr berührender Roman, der die Bedeutung von zwischenmenschlichen Beziehung und der Unterstützung in schwierigen Zeiten hervorhebt und gleichzeitig die Liebe zu Büchern behandelt.
Fazit: Nina George gelingt es wieder einmal, eine Geschichte zu erzählen, die das Herz berührt.

Veröffentlicht am 27.04.2025

Wunderbarer Wohlfühl-Roman mit Tiefgang

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Mein Fazit in aller Kürze: Ich habe wirklich alles an diesem Buch geliebt. Wenn man sich bei und nach dem Lesen wohler, zuversichtlicher und glücklicher fühlt als vorher scheint das Buch eine ganz hervorragende ...

Mein Fazit in aller Kürze: Ich habe wirklich alles an diesem Buch geliebt. Wenn man sich bei und nach dem Lesen wohler, zuversichtlicher und glücklicher fühlt als vorher scheint das Buch eine ganz hervorragende "literaturmedizinische" Unterstützung gewesen zu sein. Und damit sind wir dann auch schon beim Thema des Buchs ;)

Das ausführlichere Fazit:
Nina George lädt in "Die geheime Sehnsucht der Bücher" die Leser:innen erneut auf das Bücherschiff von Monsieur Perdu ein. Erst beim Lesen des Buches ist mir aufgefallen, dass es ein Folge-Roman ist. Die zwei Vorgänger-Bücher habe ich nicht gelesen. Das werde ich auf jeden Fall nachholen. Gleichwohl habe ich nicht den Eindruck gehabt, dass mir Kontext fehlt.
Die Atmosphäre des Buchs ist bezaubernd, die Charaktere liebenswürdig, die Sprache feinfühlig und gewitzt. Ich habe mich wirklich rundum wohl gefühlt beim Lesen und wäre gern noch länger in dieser Welt geblieben.

Als bibliophile Person mag ich das zentrale Motiv des Romans sehr, welche Kraft die Bücher haben. So ist die "Pharmacie Littéraire" eine ganz wundervolle Metapher für die heilende Wirkung von Geschichten. Dabei bleibt es aber nicht. Denn auch erschreckend aktuelle Themen wie Zensur und Bücherverbote greift die Autorin auf, was dem Buch noch mehr Aktualität und Tiefgang verleiht.

Für mich ist der einzige kleine Wermutstropfen das Ende, welches im Vergleich zum sonst sehr fein ausbalancierten Roman etwas "klebrig-zuckergussartig" daherkommt. Dennoch bleibt der Gesamteindruck durchweg positiv!

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Neues vom Bücherschiff des Monsieur Perdu

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"Die geheime Sehnsucht der Bücher" von Nina George ist der 3. Teil der Geschichte um Jean Perdu, der mit 18 Jahren sein 'Bücherschiff' baut, damit eines Tages in den Süden fährt, wieder zurück nach Paris ...

"Die geheime Sehnsucht der Bücher" von Nina George ist der 3. Teil der Geschichte um Jean Perdu, der mit 18 Jahren sein 'Bücherschiff' baut, damit eines Tages in den Süden fährt, wieder zurück nach Paris kommt und hier vor Ort 'den Menschen nicht die Bücher verkauft, die sie wollen, sondern jene, die sie brauchen'. Schließlich handelt es sich um eine "Pharmacie Littéraire", einer Buch-Apotheke, die nun auch eine ebenso buchbegeisterteAuszubildende mit viel Feingefühl und Verve hat (Pauline Lahbibi, die hier neben Perdu eine Hauptrolle spielen soll): Sie brachte frischen Wind auf das Bücherschiff, da Monsieur Perdu nun auch online ist und Videoberatungen gegen jedwede "Infektionen des Gemüts" anbietet und einen online-shop sein eigen nennt.

(Verlegt wurde das Buch im von mir geschätzten Droemer Knaur-Verlag; München 2025, HC, 329 S.).

Wer die Vorgänger der Wortakrobatin und Sprachpoetin Nina George, die zu meinen Lieblingsautorinnen zählt, bereits kennt, wird hier einige Personen (und Katzen) wiedertreffen, die bereits bekannt sind. Ich empfehle die chronologische Reihenfolge (Das Lavendelzimmer, Das Bücherschiff des Monsieur Perdu) einzuhalten, dann hat man als LeserIn noch mehr Vergnügen an diesem neuen Roman!

Hier lernen wir Francoise Bellanger kennen, 12 Jahre alt, bücherhortend und "bücherverfressen", die jedoch auch voller Angst ist, dass man ihr und ihrer Mutter Cleo 'draufkommt', denn das würde bedeuten, dass sie in ein Heim kommt, was sie aus Büchern lernte. Die Mutter wird im Roman nach und nach sichtbarer und Perdu rettet ihr gar das Leben (und das nicht nur einmal), als sie endlich auf Wunsch von Francoise (die hofft, dass Perdu ihre Mutter 'heil machen kann') das Bücherschiff betritt. Cleo ist eine sehr interessante Figur, wenn auch der Hintergrund sehr dramatisch ist und erst nach und nach klar wird, weshalb hier die Rollen (Tochter und Mutter) vertauscht erscheinen. Francoise ist ebenso wie Marie, die sie später kennenlernt, ein wirklich mutiges und tolles Mädchen, jedoch habe ich diesmal einen 'kleinen' Kritikpunkt: Ein Mädchen von 12 Jahren stelle ich mir doch noch als Kind vor, hier scheint sie für ihr Alter, mir fast unrealistisch erscheinend, sehr erwachsen zu sein. Eine 14 oder 16Jährige käme da meine Vorstellung schon näher, die Handlungen und Sichtweisen von Francoise nachzuvollziehen.

Eine weitere Hauptrolle spielt Pauline, die Azubine mit algerischen Wurzeln: Sie liebt Emile (den Bretonen) und fühlt sich auch zu Kofi, dem Pflegesohn von Mdme. Bomme, hingezogen: Wird sie ihr Herz sprechen lassen und sich für den Richtigen entscheiden?

Berührend beschreibt George in dieser wiederum sehr warmherzigen Geschichte, wie sich Menschen helfen können - auch mittels Büchern, die Pauline auf ihrer Vespa (Aufschrift: "Eilige Arzneimittel!") z.B. Mister Kenny bringt, der kürzlich "Unsere Seelen bei Nacht" von Kent Haruf las und sich selbiges mit der netten Witwe nebenan vorstellen könnte. Wir erfahren von einem illustren Witwenclub in er Rue Montagnard, die gerne erotische Literatur bei Perdu bestellt und lernen Perdu noch besser kennen, der den Menschen tief in die Seele zu blicken vermag und Neuerscheinungen stets auf das Maß ihrer Tauglichkeit für die Maladien der Seele prüft. (Er hat über 9800 Bücher für ca. 1600 Maladien an Bord). Einige davon erscheinen hier im Roman, die wir alle gelesen haben (sollten), was mir ebenso große Freude machte.

Letztlich wird Jean Perdu zum Samweis Gambschie, der nicht will, dass Pauline dasselbe passiert wie einst ihm... Es ist ein Vergnügen, diesen Roman zu lesen, da Nina George nicht mit skurilen Wortschöpfungen, poetischen Beschreibungen, literarischen Weisheiten (man muss Bücher nach sich rufen spüren!) und Tiefgang sowie warmherzigen und liebenswerten Charakteren gespart hat.

Die Themen sind vielfältig; u.a. geht es natürlich um Liebe, um Freundschaft, um Bücher(liebe), Verzeihen, um anders sein, zueinander finden, zusammenhalten - und um Bibliotherapie.

Das wunderschöne Gedicht am Ende des Romans ("Die Wälder der Zeit") sind für mich ein Highlight, da die Autorin darin ausdrückt, was auch ich empfinde, wenn ich an Bäume denke.

Ich empfehle diesen und die beiden Vorgängerromane (siehe oben) sehr gerne weiter; besondere Freude dürften diejenigen haben, die "Bücher über Bücher" lieben!

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Die wilden Büchermädchen von Paris

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Die literarische Buchapotheke von Monsieur Perdu geht in die zweite Generation. In diesem dritten Band zieht er eher aus dem Hintergrund die Fäden und überlässt die Bühne – im Wortsinne – zwei jungen Mädchen ...

Die literarische Buchapotheke von Monsieur Perdu geht in die zweite Generation. In diesem dritten Band zieht er eher aus dem Hintergrund die Fäden und überlässt die Bühne – im Wortsinne – zwei jungen Mädchen mit einer nicht so einfachen Familiengeschichte: Marie ist bereits als Vorleserin für Kinder auf dem Bücherschiff etabliert. Sie begegnet einem anderen Mädchen, das mit ihr nicht nur die Liebe zu Büchern und zum Lesen teilt: Françoise, deren ‚Mutter‘ völlig weltfremd zurückgezogen in einem Pariser Appartement wohnt und es Françoise überlässt, sich nicht nur um ihr eigenes Leben zu kümmern. Die hat es schwer und vor allem die Sorge, dass man ihr drauf kommen könnte, dass ihre ‚Mutter‘ eigentlich nicht in der Lage ist, eine Tochter aufzuziehen. Da hört sie von Monsieur Perdu, der mit Büchern Menschen heilt.
Darüber hinaus ist es auch die zweite Buchhändler:innengeneration, die hier das Ruder – auch im Wortsinne – in die Hände nimmt: Pauline Lahbibi, die vor allem auf ihren Büchertouren mit der Vespa das Leben anderer Menschen auf die richtige Spur bringt. Sie kann allen helfen, nur nicht sich selbst. Sie, die nach einer enttäuschten Liebe und geplagt von den Gefühlen der Ausgrenzung aufgrund ihrer afrikanischen Abstammung, sich in die Welt der Bücher zurückgezogen hat, wie vor ihr einst Perdu und dann auch Marie und Françoise, kann sich nur ganz langsam ihrem Freund und Hafenpolizisten Emile öffnen. Und dann bekommt er ein famoses Jobangebot, aber nicht in Paris. Und dann ist da noch der Adoptivenkel einer ihrer Kundinnen, der ihr allein schon durch seine Herkunft verbunden zu sein scheint und auf einmal muss sie Entscheidungen treffen, obwohl sie doch nur will, dass alles so bleibt, wie sie es für sich eingerichtet hat, ohne dass es besonders weh tun könnte.
Das Buch ist eine fulminante Liebeserklärung an das Lesen und die Bücher. Doch sind es eigentlich nicht die Bücher, die heilen, sondern es sind die Menschen, die sich über die Bücher verbunden fühlen. Aber die Bücher geben den Anstoß, sich zu öffnen, sich Menschen anzuvertrauen oder sich mit Menschen anzulegen, wie die beiden wilden Büchermädchen von Paris, die den Erwachsenen zeigen, wie sehr sie ihre unschuldige Welt mit ihren Problemen und Sorgen und Nöten belasten können und wie sehr sie sie damit alleine lassen. Gut, dass es da die Bücherheldinnen und die Heldinnen in den Büchern gibt, die sich gegenseitig Mut und Unterstützung geben können.
Die Figuren sind äußerst liebenswert, alle auf ihre exzeptionelle Weise. Und das macht es auch so interessant, dieses Buch um den Bücherkosmos des Monsieur Perdu. Es strahlt sehr viel französisches Flair aus und erinnert bisweilen an „Die wunderbare Welt der Amelié“. Es ist berührend, sehr traurig und erschütternd, dann aber auch wieder voller Wärme und Lebensfreude. Es feiert das Anderssein, zeigt aber auch seine Schattenseiten. Bisweilen wird es etwas viel in all dem Gefühl und den Extremen, den Rückblicken auf Perdus eigenes Lebensschicksal, der Zerrissenheit Paulines und dem Hin und Her und Auf und Ab der Gefühlswelt seiner Figuren.
Genauso überbordend kann das Sprachspiel werden. Auf der einen Seite finden sich wunderschöne Metaphern wie die „Wälder der Zeit“ oder die Menschen als Büchern, denen allen eine Rolle in der Lebensbibliothek zugedacht ist. Auf der anderen Seite wirkt der Stil bisweilen sehr exzentrisch oder exsaltiert. Da ist manchmal doch weniger mehr.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Literarische Lösungen

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Ein Buchhändler, der auf seine Kunden eingeht und ihnen die für sie in der aktuellen Lebenslage richtigen Bücher empfiehlt ist eine traumhafte Vorstellung. Unkonventionell ist auch, dass die Buchhandlung ...

Ein Buchhändler, der auf seine Kunden eingeht und ihnen die für sie in der aktuellen Lebenslage richtigen Bücher empfiehlt ist eine traumhafte Vorstellung. Unkonventionell ist auch, dass die Buchhandlung sich auf einem fahrbaren Schiff befindet. Im Fokus stehen drei junge Mädchen, deren unterschiedliche Probleme verschiedenartige Lösungen erfordern. Ihr Treffpunkt ist die literarische Apotheke des Monsieur Perdu, der genau weiß, was hilfreich ist. Wir begleiten sie auf ihren Wegen und teilen ihre Erlebnisse.

Die Autorin erzählt in einer sehr poetischen Sprache und gibt eine Liebeserklärung an das Lesen ab. Allerdings kommt hier sehr viel zusammen, was für mich anstrengend wurde. Zudem habe ich in der Mitte des Buches ein wenig den Anschluss verloren und erst im letzten Drittel ging die Entwicklung zügiger voran und konnte mich wieder fesseln. Die unterschiedlichen Themen passen gut zusammen, aber beanspruchen volle Konzentration und Verarbeitung. Wer damit gut zurecht kommt, sollte dieses Buch lesen.

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