Cover-Bild Dunkelnacht
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger GmbH
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 128
  • Ersterscheinung: 06.02.2021
  • ISBN: 9783751200530
Kirsten Boie

Dunkelnacht

Nie wieder ist jetzt

„Weil auch in diesen Zeiten irgendwer das Richtige tun muss, einfach, weil es richtig ist.“

April, 1945. Alle spüren, dass der Krieg und die fürchterliche Ideologie der Nationalsozialisten kurz vor dem Ende stehen. Doch in der Nacht vom 28. auf den 29. April 1945, zwei Tage vor Hitlers Selbstmord, ereignet sich das dunkelste Kapitel der damals noch jungen Stadt Penzberg in Bayern. Denn während der einst von den Nazis abgesetzte Bürgermeister zurück ins Rathaus zieht, erlässt die Wehrmacht den Befehl, alle Widerständler sofort hinzurichten. Und zwischen allen Fronten stehen die Jugendlichen Marie, Schorsch und Gustl.

Kirsten Boies literarisches Plädoyer für den Frieden . Ausgezeichnet mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis .

Dunkelnacht: Der preisgekrönte historische Jugendroman über die Geschehnisse im Zerfall des Nazi-Regimes

  • Vielfach ausgezeichnet: Bestsellerautorin Kirsten Boie gewann für ihr literarisches Jugendbuch mehrere Preise.
  • Historisch fundiert und fesselnd: Was deutsche Geschichte uns zeigt, wie wir uns an den Nationalsozialismus erinnern und daraus lernen.
  • Zweiter Weltkrieg für Jugendliche aufgearbeitet: Wie wichtig Empathie und Zivilcourage im Angesicht des Rechtsextremismus sind.
  • Mut, Widerstand und Moral: Wie diese Werte unsere Vergangenheit bewegt haben und was wir noch heute aus ihnen lernen.
  • Ideal als Schullektüre: Eine tiefgehende, zugängliche Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich für die Schule oder als Begleitung zum Geschichtsunterricht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2021

Wichtig

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Dunkelnacht ist ein Buch, was mich auf vielerlei Ebenen überrascht hat. Zunächst mit seiner Größe und dem Umfang, dann mit seinem Schreibstil und zuletzt mit seiner unaufdringlichen, aber wichtigen Mahnung ...

Dunkelnacht ist ein Buch, was mich auf vielerlei Ebenen überrascht hat. Zunächst mit seiner Größe und dem Umfang, dann mit seinem Schreibstil und zuletzt mit seiner unaufdringlichen, aber wichtigen Mahnung im Gedenken an vergangene Zeiten. Ich hatte im Vorfeld ein lockeres Jugendbuch erwartet, zumindest in dem Maße, wie man das Thema Nationalsozialismus halt locker verpacken kann. Zwar vergleichsweise ungeschönt, aber nicht in aller Detailtreue. Eindringlich, aber trotzdem leise.
Ungeschönt war an diesem Buch jedoch nichts und das hat mir gefallen. Man bekommt keine blutigen Taten Schritt für Schritt aufgedröselt, aber das Grauen und der Schrecken sind zu jedem Zeitpunkt greifbar.

Die Stimmung in der Erzählung hat Kirsten Boie perfekt eingefangen und wiedergegeben. Man kann die Verzweiflung und den Drang nach Hoffnung und Frieden in den Menschen spüren, ihre Unsicherheit, ob und wann es vorbei sein wird. Die Verwirrung, dieses „Wäre es jetzt tatsächlich vorbei, wäre es viel zu schön um wahr zu sein“.
Man bangt mit den Menschen, man ist misstrauisch, man duckt sich, um auch ja niemandes Aufmerksamkeit zu erregen, sonst merkt womöglich noch jemand, was sich hinter den eigenen geschlossenen Gardinen tut. Ich habe all das auf den wenigen Seiten gespürt, und das will schon was heißen, wenn ein Schreiberling es schafft, auf dem Bruchteil der Länge eines „normalen“ Buches mindestens genauso viele Emotionen zu erzeugen.

Die Erzählung findet aus der Sicht eines übergeordneten Erzählers statt, mit dem Blick auf viele verschiedene Figuren. Im Mittelpunkt stehen die drei Jugendlichen Schorsch, Marie und Gustl, doch es kommen auch Erwachsene zu Wort. Mich hat es besonders fasziniert, was für eine breite Palette an Meinungen und Einsichten bei der Erzählung geschildert werden. Wir sehen nicht nur die rebellische Perspektive der Menschen, die das erhoffte Eintreffen der Amerikaner begrüßen, sondern auch die regimetreuen Soldaten und Unterstützer des Führers. Das hat nicht nur für Abwechslung gesorgt, sondern auch ein besseres Verständnis für die damaligen Verhältnisse ermöglicht.

Mir gefiel es, dass jedes Kapitel mit den Namen der teilnehmenden Figuren eingeleitet wurde. Denn auch wenn man schon einen feinen Draht zu dem ein oder anderen hat, allein an der Erzählung hätte ich bei der knappen Kennenlernzeit wahrscheinlich nicht immer fehlerfrei zuordnen können, um wen es gerade geht.
Der Schreibstil hat es mir anfangs nicht gerade leicht gemacht. Er ist ungewöhnlich, wenngleich er authentisch scheint und einen wirksam in die damalige Zeit zurückversetzt. Nach einigen Kapiteln hatte ich mich auch an ihn gewöhnt und konnte so immer tiefer in die Ereignisse eintauchen. Ab und an werden auch kleine Ausblicke in die Zukunft nach der Mordnacht gemacht, diese haben das Geschehen zusätzlich anschaulich gestützt und die Echtheit des Ganzen demonstriert.

Das Buch hat mir ein flaues Gefühl im Magen bereitet, dass auch danach noch lange anhielt. Sicherlich gab es im ganzen Land ähnliche Vorkommnisse, doch zu wissen, dass das genauso wie beschrieben auch geschah und durch die Erzählung noch mal dabei zu sein, hat einen nachdenklich und traurig gestimmt.
Man weiß im Großen und Ganzen um die deutsche Geschichte. Man weiß, dass vielen Menschen großes Unrecht getan wurde, dass blind Leben des eigenen Volkes genommen wurden, einfach um die Übermacht zu demonstrieren und Gehorsam zu erzwingen. Doch das sozusagen mit eigenen Augen authentisch und realistisch zu lesen und zu rekapitulieren, lässt einen schlucken. Macht das Ganze noch echter, bringt es einem noch näher, erschüttert einen zutiefst.

Mein Fazit:
Für Jugendliche wird das harter Tobak, aber mir persönlich hat es ein Stück deutsche Geschichte auf eindringliche Weise noch näher gebracht. Es regt zum Nachdenken und zum Auseinandersetzen mit der Vergangenheit an, es appelliert an die eigene Menschlichkeit und öffnet Augen an Stellen, wo sie längst nicht mehr verschlossen sein sollten. „Wichtig“ ist das Wort, was es wohl am besten beschreibt.
Fünf von fünf Sternen gibt es von mir.

Veröffentlicht am 14.03.2021

Eine Geschichte, die wichtig ist und zum Nachdenken anregt.

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Penzberg ist ein kleiner Ort in Bayern. Wenige Tage vor dem Ende des zweiten Weltkriegs, die Front nur wenige Kilometer von der Ortsgrenze entfernt bereiten sich die Menschen auf die Zeit nach dem Krieg ...

Penzberg ist ein kleiner Ort in Bayern. Wenige Tage vor dem Ende des zweiten Weltkriegs, die Front nur wenige Kilometer von der Ortsgrenze entfernt bereiten sich die Menschen auf die Zeit nach dem Krieg vor. Jeder auf seine eigene Art.

Mehr möchte ich hier zum Inhalt nicht verraten, denn die Kraft dieses Buches ist die Ungewissheit sowie das Unbehagen, das man beim Lesen verspürt. Anfangs musste ich mich an den Erzählstil gewöhnen. Auch die Figuren waren anfangs für mich schwer greifbar. Diese hat sich aber sehr schnell geändert. Während des Lesens habe ich alles um mich vergessen. Ich habe mit den Figuren gelitten, gezweifelt und mich auch gefreut. Die Atmosphäre in diesem kleine Ort, die sich in diesem kurzen Handlungszeitraum stark verändert ist bei mir sehr gut angekommen. Auch wenn ich mich mit dem Grundthema dieses Buches schon oft befasst habe konnte es mich ergreifen und die Ereignisse haben mich sowohl geschockt als auch nachdenklich gemacht.

Für mich ein ergreifendes, sehr interessantes Buch. Es bietet sowohl Spannung als auch die Möglichkeit etwas zu lernen. Vor allem macht diese Geschichte aber nachdenklich und lässt mich die damalige sowie die heutige Zeit kritisch hinterfragen. Trotz des stolzen Preises absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 16.02.2021

Jeder sollte dieses Buch gelesen haben

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Es gibt Bücher, die nicht zur Unterhaltung dienen, sondern aufklären und den Leser nicht nur wütend, sondern auch traurig und fassungslos zurücklassen. Eines dieser Bücher ist „Dunkelnacht“ von Kirsten ...

Es gibt Bücher, die nicht zur Unterhaltung dienen, sondern aufklären und den Leser nicht nur wütend, sondern auch traurig und fassungslos zurücklassen. Eines dieser Bücher ist „Dunkelnacht“ von Kirsten Boie.

In „Dunkelnacht“ schreibt die Autorin über die sogenannte Penzberger Mordnacht, die in der Nacht vom 28. auf den 29. April 1945 in Penzberg, nähe München, stattgefunden hat. Die Penzberger Mordnacht ist ein sogenanntes Endphaseverbrechen, welches im Zweiten Weltkrieg durch die Einheit „Werwolf Oberbayern“ begangen wurde, bei der insgesamt sechzehn Menschen und ein Ungeborenes getötet und zwei weitere Menschen schwer verletzt wurden.

Die Ereignisse werden dabei aus gleich mehreren Perspektiven erzählt, was das Ganze noch realer und erschreckender macht und man gleichzeitig nicht nur die Ereignisse aus Sicht von unschuldigen Bürgern miterlebt, sondern auch vom Oberstleutnant, der letztendlich den Befehle für die Morde gab.

Kirsten Boie hat die Ereignisse sehr gut recherchiert und beschreibt einen leider viel zu häufig vergessenen Teil der Deutschen Geschichte, der fassungslos, wütend und hilflos macht und aufzeigt, zu was Menschen in der Lage sind, die an das Falsche glauben und die falschen Befehle befolgen.

Eine Bewertung für dieses Buch abzugeben, ist dabei nahezu nicht möglich. Ist es großartig geschrieben? Ja, das ist es. Aber darf man etwas tatsächlich als großartig bezeichnen, was so erschreckend, abscheulich und dazu tatsächlich passiert ist? Meiner Meinung nach sollte wirklich jeder dieses Buch gelesen haben, es verinnerlichen und ernsthaft drüber nachdenken.

Veröffentlicht am 11.02.2021

Ein Dorf in Bayern

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27.04.1945
Ein Junge und ein Mädchen treffen, küssen sich auf offener Straße. Das Ende des Kriegs naht, das wissen eigentlich alle in Penzberg. Das wissen auch die Soldaten der Wehrmacht, die Penzberg ...

27.04.1945
Ein Junge und ein Mädchen treffen, küssen sich auf offener Straße. Das Ende des Kriegs naht, das wissen eigentlich alle in Penzberg. Das wissen auch die Soldaten der Wehrmacht, die Penzberg auf dem Weg zur Alpenfestung durchqueren. Und auch die in der Nähe stationierte Untergrundorganisation Werwolf weiß das eigentlich.

28.04.1945
Die Freiheitsaktion Bayern übernimmt den Reichssender und verkündet das Ende des Kriegs. In Penzberg fallen die letzten Hemmungen, der Bürgermeister von vor 1933 wird ins Amt gehoben. Die Wehrmacht ist ratlos. Kurze Zeit später ist der Reichssender wieder fest in nationalsozialistischer Hand und die Wehrmacht in Penzberg nicht mehr ratlos. Auch der Werwolf hinzugezogen.

Bis zum Morgen des 29.04. ereignen sich der vielleicht dunkelste Tag und im Anschluss die sicherlich dunkelste Nacht der Stadt. Frei nach dem Motto, wen mag ich nicht, werden Nachbarn, mutmaßliche Sozis und Kommunisten auf Exekutionslisten geschrieben. Bitter, dass hier keiner gespoilert hat, denn am 30.04. kamen tatsächlich die Amerikaner.

Kirsten Boie erschafft ein sehr besonderes, unfassbar intensives Buch zu einer wahren Dunkelnacht. Mit umfangreicher Recherche hat sie die Geschehnisse aufgearbeitet. Die 128 Seiten lesen sich viel zu schnell weg. Geballtes Grauen findet seinen Weg durch die Zeilen. Die Kapitel sind beinahe wie Akte eines Theaterstücks aufgebaut mit Personenangaben, wer in der Szene mitspielt. Der Buchschnitt ist ebenfalls ausgefallen und am Ende wartet ein erschütternder Anhang. Die fiktive Geschichte von Marie, Gustl und Schorsch gibt dem ganzen noch eine persönliche Note.

Positiv hervorheben möchte ich außerdem die sprachliche Ausgestaltung. Dadurch entsteht eine bayrische 40er-Jahre Provinzatmosphäre.

Ganz und gar nichts für schwache Nerven, aber sehr lesenswert. Ein literarischer Reminder an unsere Pflicht für den Frieden zu kämpfen.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Eine erschütternde und gleichzeitig notwendige Novelle!

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Kirsten Boies Novelle "Dunkelnacht" ist eine erschreckende, aber notwendige literarische Auseinandersetzung mit einem weitgehend unbekannten Kapitel deutscher Geschichte. Auf 129 Seiten schildert sie eindringlich ...

Kirsten Boies Novelle "Dunkelnacht" ist eine erschreckende, aber notwendige literarische Auseinandersetzung mit einem weitgehend unbekannten Kapitel deutscher Geschichte. Auf 129 Seiten schildert sie eindringlich die sogenannten „Penzberger Mordnacht“, ein reales Massaker an Zivilisten durch die nationalsozialistische Organisation Werwolf am 28. und 29. April 1945 in einer bayrischen Kleinstadt – nur zwei Tage vor Hitlers Tod und dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Damit sind die Geschehnisse ein Beispiel für ein sogenanntes Endphasenverbrechen, das mir persönlich nicht bekannt war.

Die Kinderbuchautorin verpackt die realhistorischen Geschehnisse zugänglich in einer fiktive Geschichte um die drei Jugendlichen Marie, Schorsch und Gustl, deren Perspektiven sich mit weiteren Stimmen aus dem Ort abwechseln, um ein dichtes Stimmungsbild jener Tage zu malen. Zunächst beobachten wir, wie nach einer Ankündigung im Reichsempfänger, dass die Amerikaner beinahe da sind, verschiedene Reaktionen in der Kleinstadt hervorgerufen werden. Während die einen bereits Bettlaken für weiße Fahnen sammeln, versuchen andere noch schnell Dokumente zu vernichten oder denken darüber nach, einen letzten Sabotageakt durchzuführen. Doch dann kommt ein Trupp Wehrmachtssoldaten und eine Gruppe der sogenannten "Werwölfe" in die Stadt und ein schreckliches Verbrechen nimmt seinen Verlauf. Am Ende der "Dunkelnacht" sind 16 Erwachsene und ein Ungeborenes ermordet, zwei weitere Menschen schwer verletzt und eine Dorfgemeinschaft traumatisiert - die Täter hingegen werden Jahre später freigesprochen.

"Sechzehn Ermordete und kein einziger Mörder. Das soll man verstehen können."

Die Tragik entfaltet sich dabei nicht nur im Inhalt, sondern auch in der Erzählstruktur: Durch erzählerische Vorgriffe ist früh klar, dass es kein gutes Ende geben wird. So steuern wir machtlos auf ein Desaster hin, das unnötig, geradezu leicht zu verhindern gewesen wären, wenn nur andere Entscheidungen getroffen worden, wenn nur jemand Verantwortung übernommen hätte. Die kurzen Kapitel sind klar strukturiert, durch Zeit- und Personenangaben bleibt die Handlung trotz des häufigen Perspektivwechsels stets nachvollziehbar. Erzählt wird dabei im Präsens, was die Intensität der Lektüre noch verstärkt. Man steht förmlich am Rand des Geschehens, beobachtet sprachlos wie eine Situation kurz vor dem herbeigesehnten Frieden nochmal zu kippen droht und schließlich blutig eskaliert.

"Weil auch in diesen Zeiten irgendwer das Richtige tun muss, einfach, weil es richtig ist."

Obwohl sich die Mischung aus Panik, Verwirrung, Gehorsam, Stolz, Loyalitäten und die sanfte Hoffnung auf Frieden von der ersten Seite an auf mich als Leserin übertragen hat, bleibt Kirsten Boies Erzählstil durchgehend nüchtern, fast schon sachlich und verzichtet auf emotionale Formulierungen. Diese erzählerische Distanz wirkt fast schon wie ein Akt des Selbstschutzes – für die Figuren, die Autorin wie uns Lesende gleichermaßen -, denn der Schrecken der Handlung wirkt trotzdem viel zu lebendig nach. Auf den 129 Seiten kann sie bei den einzelnen Figuren nicht in die Tiefe gehen, aber das muss sie hier auch gar nicht und nach wenigen Kapiteln ist man auch fast froh, dass die Autorin vieles nicht weiter ausführt. Besonderen Nachdruck erhalten die Geschehnisse durch die Tatsache, dass es sich hier natürlich um echte Daten, echte Namen und echte Schicksale handelt. Sowohl an die Opfer als auch an die Täter wird namentlich erinnert und Dokumente sowie überlieferte Gesprächsfetzen sind historisch korrekt abgebildet.

"Wer heute nach Penzberg kommt, ahnungslos und ohne zu wissen, den wird nichts mehr erinnern an dieses Grauen der Mordnacht am Ende des Zweiten Weltkriegs."


So vermischt Boie Kirsten Historie mit literarischer Fiktion zu einer beklemmenden, aber wichtigen Mahnung. Gerade heute, in einer Zeit, in der 80 Jahre nach Kriegsende eine neue Phase des Rechtsrucks, der Ignoranz und des Hasses anzubrechen droht, wirkt "Dunkelnacht" aktueller und notwendiger denn je. Die Novelle ist ein klares Plädoyer gegen das Vergessen und erinnert eindringlich daran, wie schnell Demokratie, Menschlichkeit und Verantwortung untergehen können. Was damals geschehen ist, darf nie wieder passieren und um dies zu vermeiden ist es wichtig, sich mit diesem Kapitel unserer Geschichte zu befassen, sich an die Vergangenheit zu erinnern und daraus zu lernen.

"Penzberg zeigt: Eine unmenschliche Politik betrifft am Ende selbst diejenigen, die glaubten, unbeteiligt bleiben zu können."


Fazit


Kirsten Boies "Dunkelnacht" ist eine erschütternde und gleichzeitig notwendige Novelle, die ein reales Verbrechen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zugänglich für junge LeserInnen aufarbeitet.