Cover-Bild Schallplattensommer
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 192
  • Ersterscheinung: 13.04.2022
  • ISBN: 9783423763707
Alina Bronsky

Schallplattensommer

Roman | Atmosphärische Liebesgeschichte der Bestsellerautorin

Alina Bronsky – spannend wie immer, gefühlvoll wie nie!

Als einziges Mädchen im Umkreis von 13 Kilometern ist Maserati Aufmerksamkeit gewohnt. Dabei will sie nur eines: Den Feriengästen selbstgemachte Limonade ihrer Oma servieren und die Tage bis zur Volljährigkeit zählen. Mit der Liebe will sie nichts zu tun haben – und schon gar nichts mit den Annäherungsversuchen der Söhne der reichen Familie, die gerade die Villa im Dorf gekauft hat.

Doch dann stellen Caspar und Theo verbotene Fragen: Warum hat Maserati kein Smartphone? Wovor hat sie solche Angst? Und wie kann es sein, dass ihr Gesicht das Cover einer alten Schallplatte ziert? Plötzlich steckt Maserati bis zum Hals in Geheimnissen zweier Familien und im eigenen Gefühlschaos.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2022

Kurzer Sommer

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Auf weniger als 200 Seiten nimmt uns Autorin Alina Bronsky mit in besonderes Sommerabenteuer.
Der Schreibstil der Autorin ist klar und eindrücklich, liest sich angenehm und zügig. Ich habe das Buch innerhalb ...

Auf weniger als 200 Seiten nimmt uns Autorin Alina Bronsky mit in besonderes Sommerabenteuer.
Der Schreibstil der Autorin ist klar und eindrücklich, liest sich angenehm und zügig. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden durchgelesen. Gerade diese Schnelllebigkeit passt sehr gut zu dem kurzen Sommer, der hier beschrieben wird.
Die Protagonistin Maserati hat mich bereits von Beginn des Buches an in ihren Bann gewogen. Jedoch blieb einiges unklar: nicht alle Geheimnisse und Fragestellungen wurden gelüftet bzw. erklärt. Die Handlung bleibt meist im Hier und Jetzt, nur ganz vereinzelt gibt es Rückblicke, die den Hintergrund der drei Jugendlichen beleuchten. Insbesondere Maseratis Situation wird nach und nach deutlicher, viele Dinge kommen nur kurz zur Sprache, sind eher zwischen den Zeilen zu finden und werden nicht aufgebauscht. Es gibt viele leise Töne und man muss als Leser sehr aufmerksam sein, teilweise auch zwischen den Zeilen lesen.
Die Charakterdarstellungen ist nur selten mehrdimensional und tiefgründig, bei der Kürze des Buches finde ich das gerade noch passend und auch authentisch, auch wenn ich mir manchmal mehr Facettenreichtum gewünscht hätte.
Insgesamt hat mich das Buch gerade mit seiner Kürze überrascht. Die Handlung habe ich gern verfolgt, auch wenn es großer Aufmerksamkeit bedarf, um alle Facetten zwischen den Zeilen herauszulesen.

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Veröffentlicht am 05.05.2022

Interessante Protagonistin, mäßige Story

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Alina Bronsky hat mit Maserati eine Figur geschaffen, die in Erinnerung bleibt: eine 16-jährige, die es nicht leicht hat in ihrem Leben, sich aber damit arrangiert und nie unzufrieden wirkt – ob man diese ...

Alina Bronsky hat mit Maserati eine Figur geschaffen, die in Erinnerung bleibt: eine 16-jährige, die es nicht leicht hat in ihrem Leben, sich aber damit arrangiert und nie unzufrieden wirkt – ob man diese fast schon Selbstaufopferung jetzt gut finden mag oder nicht. Auch ein Highlight: die Atmosphäre eines Sommers auf dem Land (Brandenburg?). Das kam sehr gut und stimmungsvoll, spürbar rüber.
Die eigentliche Geschichte wirkt dagegen fast schon nebensächlich. Vieles wird nur angedeutet, was nicht schlecht ist, Raum zum Nachdenken und Interpretieren gibt. Die titelgebende Geschichte rund um eine Schallplatte fand ich aber mäßig bis an den Haaren herbei gezogen.
Die bisherigen Großmütter in Bronskys Büchern waren immer starke, selbstbewusste, oft herrische Frauen. Maseratis Großmutter zeigt auch noch Züge davon, tatsächlich ist sie aber dement und auf ihre Enkelin angewiesen – auch wenn sie selbst das nicht einsehen will und Maserati sie nicht bevormundet, ist dies doch ein interessanter Kontrast (oder logische Entwicklung?) zu den früheren Großmutter-Figuren.
Nicht Alina Bronskys bestes Buch, aber alles in allem dennoch eine kurze und gute sommerliche Lektüre.

Veröffentlicht am 19.04.2022

Geschichte eines Sommers

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Die 17jährige Maserati lebt bei ihrer Großmutter in einem kleinen Ort, wo sie zu zweit die Dorfkneipe schmeißen. In diesem Sommer gibt es jedoch Zugang bei der Dorfgemeinschaft: Eine Familie mit zwei Söhnen ...

Die 17jährige Maserati lebt bei ihrer Großmutter in einem kleinen Ort, wo sie zu zweit die Dorfkneipe schmeißen. In diesem Sommer gibt es jedoch Zugang bei der Dorfgemeinschaft: Eine Familie mit zwei Söhnen zieht in die Villa am Rande der Ortschaft und bringt die beschauliche Ruhe und Maseratis Gefühle durcheinander.
Nach ihrem Roman „Barbara stirbt nicht“, der mich sehr begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf das nächste Buch von Alina Bronsky. Natürlich ist „Schallplattensommer“ ein ganz anderes Genre, daher lässt es sich nicht direkt vergleichen – aber Frau Bronsky kann einfach gut schreiben, das steht auf jeden Fall fest.
Entsprechend liest sich dieses relativ kurze Buch auch im Nu weg. Man fliegt nur so durch die Geschichte, genießt den Sommer zwischen den Seiten und verfolgt gespannt, wie sich diverse Geheimnisse entfalten. Ich mochte Maserati sehr – schon allein deswegen, weil sie nicht nach dem Schema F gestrickt ist und ihr Verhalten so gar nicht vorhersehbar ist.
Trotz der Spannung durch diverse Geheimnisse plätschert die Geschichte insgesamt etwas dahin – was aber ja irgendwie zu einem langen und heißen Sommer im Nirgendwo passt. Die Entwicklung zum Ende hin war mir persönlich ein bisschen zu wenig, da hätte ich mir vielleicht ein paar Seiten mehr gewünscht.
Alles in allem habe ich „Schallplattensommer“ schon alleine wegen der sommerlichen Stimmung und dem angenehmen Schreibstil gerne gelesen. Allerdings befürchte ich, dass mir die Geschichte nicht lange im Gedächtnis bleiben wird – dafür war sie dann doch etwas zu unscheinbar.

Veröffentlicht am 16.04.2022

Nette Geschichte

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Jugendroman

Schallplattensommer
Alina Brodsky

Maserati und ihre Oma wohnen an einem Badesee. Gemeinsam führen sie eine kleine Gastwirtschaft, wo es hauptsächlich Pommes und gefüllte Teigtaschen zu essen ...

Jugendroman

Schallplattensommer
Alina Brodsky

Maserati und ihre Oma wohnen an einem Badesee. Gemeinsam führen sie eine kleine Gastwirtschaft, wo es hauptsächlich Pommes und gefüllte Teigtaschen zu essen gibt.
Eigentlich ist es ein stilles Dörfchen, weit und breit ist sie das einzige Mädchen, doch das mit der Ruhe ändert sich schlagartig als eine neue Familie in die Nachbarschaft zieht.
Die Jungs der neuen Familie könnten nicht unterschiedlicher sein: Theo ist schweigsam und geht nicht aus dem Haus während sein Cousin Casper mehr und mehr um Maserati buhlt.
Maserati, die wie eine Elfe aussieht und es gewohnt ist von jedem angestarrt zu werden, hat für Jungs keine Zeit: Ihre Schule hat sie bereits geschmissen und außerdem muss sie immer mehr in der Gastwirtschaft helfen, seitdem Oma geistig so stark abgebaut hat.
Ihre größte Angst ist, dass sie dort landet, wo ihr Bruder bereits seit längerem ist und als die Jungs dann auch noch mit einer Schallplatte auftauchen, dessen Cover ihr Bild trägt, muss sie alles dafür tun, damit man nicht hinter das Familiengeheimnis kommt …

Das Buch ist alleine wegen seiner wenigen Seiten schnell durchgelesen.
Der Schreibstil ist gut, aber ich hätte mir ein wenig mehr Intensität gewünscht. 100 Seiten mehr hätten dem Buch sicherlich gut gestanden.
3½ Sterne

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Veröffentlicht am 05.04.2022

Wortlos

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Maserati ist es gewohnt, von allen angestarrt zu werden. Als einziges Mädchen im Umkreis von 13 Kilometern aufzuwachsen ist nicht einfach. Sie arbeitet im Imbiss ihrer Oma, serviert tagtäglich Teigtaschen ...

Maserati ist es gewohnt, von allen angestarrt zu werden. Als einziges Mädchen im Umkreis von 13 Kilometern aufzuwachsen ist nicht einfach. Sie arbeitet im Imbiss ihrer Oma, serviert tagtäglich Teigtaschen mit Sauerkraut und Pommes mit Ketchup und antwortet auf die immer gleichen Fragen. Ihr eintöniges Leben wird aufgewirbelt, als eine Familie ins Nachbarhaus zieht. Theo und sein Cousin Caspar sind eine willkommene Abwechslung zu ihrem geordneten Leben, doch sie kommen ihrem Geheimnis gefährlich nahe...

„Schallplattensommer“ ist ein Jugendroman von Alina Bronsky.

Maserati ist ein selbstbewusstes Mädchen mit einem starken Willen und Widerstandskraft. Sie hat ein großes Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Menschen, die sie liebt, allen voran ihrer Großmutter. Das ist umso bemerkenswerter, weil ihre Oma sie, aufgrund innerer Umstände, weder liebt, noch richtig für sie da sein kann.

Caspar und Theo sind ziemlich unterschiedlich. Der eine ist offen und gesprächig, der andere bleibt in seinem Zimmer und hört exzessiv Musik. Es ist interessant Maseratis Umgang mit Gleichaltrigen zu erleben.

Die Liebesgeschichte ist authentisch und berührend, bleibt jedoch vage und nimmt nur einen kleinen Teil der Handlung ein.

Das Dorf, in dem Maserati lebt, ist eine wahre Idylle. Der Sommer beginnt und die Natur fängt an zu blühen. Ob wir mit Maserati im See schwimmen oder auf der verlassenen Kirschplantage Früchte für die Marmelade ihrer Oma sammeln, die sommerliche Stimmung ist greifbar und zaubert ein Lächeln auf jedes, vom Winter gezeichnete, Gesicht.

Alina Bronskys Schreibstil ist unfassbar gut. Mit wenigen Worten spinnt sie eine Geschichte, die eindringlich und dramatisch zugleich ist. Viele Dinge werden nicht ausgesprochen, sondern stehen zwischen den Zeilen. Diese Nüchternheit lenkt den Fokus auf die Handlung und lässt den Leser die Emotionen am eigenen Leib spüren, statt sie ihm aufzudrücken. Situationen entstehen und werden angenommen, ohne als gut oder schlecht bewertet zu werden. Außerdem wird niemandem die alleinige Schuld an einer Situation zugewiesen, der Ausgangszustand ist ein Produkt der Handlungen sämtlicher beteiligter Parteien.

Der Twist der Geschichte wurde immer wieder angedeutet und Stück für Stück eingeleitet, bis schließlich alle Puzzleteile an ihrem Platz fallen. Zurück bleibt eine bekannte Geschichte aus ungewohnter Perspektive, die ein wenig überraschendes und gleichzeitig erschreckendes Licht auf unsere Gesellschaft wirft. Am Ende gibt es eine weitere Wendung, die den Love Interest betrifft. Diese empfinde ich jedoch als zu konstruiert und der Einfluss auf den Handlungsverlauf ist nur gering.

„Schallplattensommer“ ist eine eindringliche Geschichte mit sommerlicher Atmosphäre und berührender Tiefe. Dieses Buch liest man nicht nur einmal.

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