Cover-Bild Die Spiegelreisende 3 - Das Gedächtnis von Babel
Band 3 der Reihe "Die Spiegelreisende"
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Insel Verlag
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Ersterscheinung: 19.11.2019
  • ISBN: 9783458766025
Christelle Dabos

Die Spiegelreisende 3 - Das Gedächtnis von Babel

Eine unvergessliche Heldin und eine atemberaubende Fantasy-Welt | SPIEGEL-Bestseller
Amelie Thoma (Übersetzer)

Fast drei Jahre hat Ophelia Thorn nicht mehr gesehen. Nach seinem plötzlichen Verschwinden musste sie den Pol verlassen und nach Anima zurückkehren. Doch eines Tages macht sie sich heimlich auf den Weg zur Arche Babel, um mehr über Gott herauszufinden und sich auf die Suche nach Thorn zu begeben. In Babel angekommen, einer Arche mit strikten Vorschriften und argwöhnischen Bewohnern, die Robotern mehr gleichen als Menschen, muss Ophelia sich als »Lehrling« am Konservatorium der Guten Familie beweisen. Als in dem Secretarium der Arche eine Zensorin tot aufgefunden wird, die kurz vor ihrem Tod die Werke eines Kinderbuchautors verbrannt hat, erkennt Ophelia fassungslos, wie sehr sie selbst in diese tödliche Geschichte verstrickt ist.

Auf einer Arche, die aus tausend Inseln besteht und wo Menschen mechanisch absurden Gesetzen folgen, muss sich Ophelia allein durch ein immer bedrohlicheres Geflecht aus Lügen kämpfen – und kommt auf ihrer Suche nach Thorn der »letzten Wahrheit« riskant nah.

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Veröffentlicht am 13.12.2019

wo ist Thorn?

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Fast drei Jahre hat Ophelia Thorn nicht mehr gesehen. Nach seinem plötzlichen Verschwinden musste sie den Pol verlassen und nach Anima zurückkehren. Doch eines Tages macht sie sich heimlich auf den Weg ...

Fast drei Jahre hat Ophelia Thorn nicht mehr gesehen. Nach seinem plötzlichen Verschwinden musste sie den Pol verlassen und nach Anima zurückkehren. Doch eines Tages macht sie sich heimlich auf den Weg zur Arche Babel, um mehr über Gott herauszufinden und sich auf die Suche nach Thorn zu begeben. In Babel angekommen, einer Arche mit strikten Vorschriften und argwöhnischen Bewohnern, die Robotern mehr gleichen als Menschen, schleicht sich Ophelia in eine Schule ein, wo sie schnell zu einer der wenigen »Auserwählten« wird. Als in dem Secretarium der Arche eine Zensorin tot aufgefunden wird, die kurz vor ihrem Tod die Werke eines Kinderbuchautors verbrannt hat, muss Ophelia fassungslos erkennen, wie sehr sie selbst in diese tödliche Geschichte verstrickt ist.
In einer Arche, die aus tausend Inseln besteht, und wo Menschen mechanisch absurden Gesetzen folgen, muss sich Ophelia allein durch ein immer bedrohlicheres Geflecht an Lügen kämpfen – und kommt auf ihrer Suche nach Thorn der »letzten Wahrheit« riskant nah. (Klappcovertext vom Buch)

Ich bin wieder gut in den dritten Band der Geschichte gekommen. Der Schreibstil ist wieder gut und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind gut dargestellt und die Einführung in den dritten Band hat mir auch sehr gut gefallen. Besonder Ophelia gefällt mir wieder sehr gut, die sich auf die Suche nach Thorn begibt. Aber auch eine neue Person gefällt mir mit ihren besonderen Fähigkeit sehr gut. Es wird wieder spannend und es gibt einige Überraschungen für Ophelia und die anderen. Besonder Babel ist ganz anderes als erwartet für mich. Aber mehr will ich jetzt hier nicht verraten. Lest einfach das Buch und ihr werdet wissen was ich meine. Aber Fans der Buchreihe muss ich das sicherlich nicht sagen.

Von mir für die ganze Fantasyreihe eine Leseempfehlung, es ist man eine ganz andere Fantasyreihe ohne Zauberer wie Harry Potter. Viel Spaß beim Lesen.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

"Wer Wind sät, wird Sturm ernten."

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Seitdem ich mit der "Spiegelreisende"-Reihe begonnen habe, bereue ich wirklich, sie so lange auf meinem SuB habe schmoren lassen. Denn Christelle Dabos entführt hier in vier Bänden in eine faszinierende, ...

Seitdem ich mit der "Spiegelreisende"-Reihe begonnen habe, bereue ich wirklich, sie so lange auf meinem SuB habe schmoren lassen. Denn Christelle Dabos entführt hier in vier Bänden in eine faszinierende, fremdartige Welt voller Geheimnisse, Intrigen und Magie, die mit undurchsichtiger Handlung, interessanten Figuren und originellen Ideen überzeugt. Auch "Das Gedächtnis von Babel" ist eine wendungs- und aufschlussreiche Ergänzung der Reihe, die einige Fragen beantwortet und weitere 515 Seiten voller Fantasie, Abenteuer und Rätsel zum Entdecken bereithält!

"Es wird einmal in nicht allzu ferner Zeit die Welt endlich in Frieden leben. In jenen tagen wird es neue Männer geben und es wird neue Frauen geben. Dies wird das Zeitalter der Wunder sein."


Optisch ist "Das Gedächtnis von Babel" nahe an der Gestaltung von Band 1 und 2 gehalten. Während wir zuvor jeweils die Handlungsorte am Pol in blau und gelb gesehen haben, ist hier nun die Metropole Babels in mintgrün abgebildet. Die wunderschöne Illustration fängt wieder die geheimnisvolle, verträumte Stimmung des Romans ein und macht das Buch zu einem echten Hingucker im Regal. Auch innen überzeugt die Gestaltung abermals mit einer stilvollen Kapitelgestaltung und einer Weltkarte der Archen, die für einen Überblick über alle bereits vorgestellten Welten sehr hilfreich ist.

Erster Satz: "Die Uhr näherte sich in beachtlichem Tempo."

Spätestens seit dem turbulenten Ende von Band 2 war ich endgültig in Christelle Dabos´ Erzählkosmos angekommen und mehr als gespannt, wie es mit Ophelia, Thorn, Faruk, Gott und der Welt weitergeht. Dementsprechend entsetzt war ich zu sehen, dass "Das Gedächtnis von Babel" nach einem dreijährigen (!!!) Zeitsprung beinahe neu ansetzt und zunächst alle perfekt aufgereihten Anknüpfungspunkte von Band 2 zu vernachlässigen scheint. So beobachten wir, wie Ophelia auf Anima Trübsal bläst und versucht, aus ihrem Exil heraus, Spuren ihres Ehemanns Thorn zu finden. Als sie mithilfe von Archibald, Reineke und Gwenael auf eine Windrose stößt, führt sie eine vielversprechende Spur auf die Arche Babel. An der Akademie der "Guten Familie" im Memorial, das den Anspruch erhebt, "Das Gedächtnis der Welt" zu sein, hofft sie nicht nur Thorn wiederzufinden, sondern auch neues über "Gott" und den rätselhaften "Anderen" zu erfahren, den sie bei ihrer ersten Spiegelreise befreit zu haben scheint.

"Denk selbst nach, kleiner dummer Mensch, anstatt stumpf zu wiederholen, was man dir vorsagt!"

Auch wenn Band 3 anders als seine beiden Vorgänger von Beginn an spannend startet, fiel mir der Einstieg der ersten 100 Seiten eher schwer, da ich einfach etwas ganz anderes von Band 3 erwartet hatte. Über meinen anfänglichen Schock über den großen Zeitsprung kam ich dann aber recht schnell hinweg, da mit einer neuen Arche, neuen Familienkräften, zwei unbekannten Familiengeistern, der besonderen Gesellschaftsstruktur der Metropole, den Intrigen in der Akademie und geheimnisvollen Todesfällen, die es zu ergründen gilt, einiges zu entdecken ist. Bis die Handlung richtig durchstartet, gehen zwar auch wieder einige Seiten ins Land, allerdings besteht kein Vergleich mit den trägen Durststrecken, die es in Band 1 und 2 gegeben hat. Christelle Dabos nimmt sich aber auch hier ohne Frage viel Zeit, ihr neues Setting zu erkunden - nach Anima und dem Pol die dritte der einundzwanzig Archen, in die die Welt nach dem sogenannten "Riss" zerbrochen ist...

"Zu eurer Information, junge Dame, Frieden ist lediglich eine Vision. Es gab und wird stets Konflikte geben, welche Gestalt sie auch immer annehmen. Neutralität ist eine hübsche Art, Feigheit zu sagen."


Hier zeigt sich abermals, wie viel Herzblut die Autorin in die Erstellung ihrer Welten gesteckt hat. So sind das politische Klima sowie die gesellschaftlichen Konventionen Babels genau wie die des Pols oder Animas ein Spiegel der Fähigkeiten der dort lebenden Menschen. Während die Illusionen und das kalte Klima des Pols eine vergnügungssüchtige, ausschweifende High-Society hervorgebracht haben, schlagen sich das reiche, tropische Klima und die gesteigerten Sinne der Nachfahren der Zwillingsgeister Pollux und Helene in einem kosmopolitischen, aufgeklärten Hort des Wissens nieder, das allerdings von strengen Regeln, Konformität und Zensur bestimmt wird. Auch hier gibt es mit den Lords von Lux eine herrschende Elite, die Gott zu dienen scheint. Da in Babel außerdem Menschen aus anderen Archen leben, lernen wir nebenbei auch die Kräfte anderer Familien kennen und können bereits spekulieren, wie das Leben auf den übrigen Archen aussehen könnte. Dabei werden alle neuen Informationen wie gewohnt eher beiläufig gegeben und es bleibt weiterhin vieles offen und angedeutet, sodass es weiterhin noch einiges zu entdecken gibt! So wird das Bild der Welt, das die Autorin in ihren vier Bänden zeichnet, hier nochmal um einiges reicher und abermals wird ganz klar bestätigt: Das Worldbuilding ist zweifellos eine der größten Stärken der gesamten Reihe und eines der kreativsten und originellsten im Fantasy-Genre.

"Ophelia blinzelte geblendet: Sie musste den Kopf in den Nacken legen, um den Turm der Gedenkstätte ganz mit einem Blick zu erfassen. Seine Größe war so kolossal, seine Glaskuppel so strahlend, dass man ihn für einen Leuchtturm halten konnte, der die gesamte Welt erhellen sollte."

Auch wenn auf der neuen Arche ein beinahe neuer Handlungsstrang zu starten scheint, kommt etwa ab der Hälfte einiges in Bewegung und es werden erstmals einige der "großen Fragen" der Reihe beantwortet. Wer ist "Gott", welche Rolle spielen die Hausgeister, wer ist "der andere", wie ist die Welt zerbrochen? Nachdem wir in Band 2 Klarheit zu den Büchern der Hausgeister erhalten haben, deren fehlende Seiten die zwanzig Geister zu schlechtem Gedächtnis und Zerstreutheit verdammt haben, gehen wir nun noch weiter zurück und erfahren, wie sie aufgewachsen sind. Auch wenn sich die Autorin weiterhin durch subtile Andeutungen, undurchsichtige Gegenspieler, überraschende Wendungen und immer wechselnde Fragen bedeckt hält, beginnen sich die ersten Schnipsel des Puzzles langsam zusammenzusetzen. Ganz wird der Schleier des Geheimnisvollen aber natürlich noch nicht gelüftet, sodass ich sehr gespannt bin, welche großen Erkenntnisse in "Im Sturm des Echos" noch auf uns warten.

"Das ist doch mal wieder typisch für dich. Wenn du dich in den Schlamassel reitest, dann richtig. Da gibt es keine halben Sachen."


Neben der Vorstellung der neuen Arche und den Geheimnissen, die im Memorial auf uns warten, steht in diesem dritten Teil aber vor allem Ophelias Entwicklung im Vordergrund. Abermals in einer neuen Umgebung auf sich allein gestellt, muss sie über sich hinauswachsen und sich selbst, ihren Ängsten und auch ihren Wünschen stellen. Auch wenn sie sich im Kern selbst treu bleibt, ist die Ophelia, die wir gegen Ende sehen, sehr weit von dem passiven Mädchen entfernt, die wir zu Beginn in Anima kennengelernt haben. Auch ihre Beziehung zu Thorn entwickelt sich hier wesentlich weiter, auch wenn die beiden weiterhin kaum gemeinsame Szenen, geschweige denn eine offene Kommunikation über ihre Gefühle haben. Ihre seltsamen Interaktionen und das Fehlen jeglicher offensichtlicher Zuneigung, machen sie als Paar aber nur noch charmanter!

"Ophelia hatte schon einige ungewöhnliche Situationen erlebt. Im selben Zimmer mit einem Säbelzahntieger Orchestermusik zu hören war jedoch zweifellos einer der allerungewöhnlichsten."

Christelle Dabos erzählt hier weiterhin aus der personalen Erzählperspektive von Ophelia, wechselt hier aber erstmals auch gelegentlich in eine zweite Erzählperspektive und zwar in die der dreijährigen Viktoria. Ophelias Patentochter, Tochter von Berenilde und Faruk, bildet eine dünne Verbindung zu den restlichen Figuren aus Band 1 und 2 wie Tante Rosaline, Madame Berenilde, Archibald und den restlichen Figuren des Pols, die hier sonst komplett aus dem Fokus rücken, um Platz für Ophelia, Thorn und neue Figuren in Babel wie Elizabeth, Octavius oder Blasius zu machen. In den kurzen Abschnitten aus Viktorias Sicht erfahren wir allerdings nicht nur, wie es den ans Herz gewachsenen Nebenfiguren in der Zwischenzeit ergangen ist, sondern beobachten aus ihrer ganz speziellen Perspektive - sie kann weder gehen noch sprechen, allerdings außerkörperliche Astralreisen unternehmen - Gottes Suche nach einem Zugang zu Erdenbogen... Wie die Autorin nun alle Stränge in Band 4 zusammenführen und die Geschichte zu einem runden Abschluss bringen wird, bin ich nun sehr gespannt!!!

"Wer Wind sät, wird Sturm ernten."


Fazit

"Das Gedächtnis von Babel" ist eine überraschend temporeichere Fortsetzung, die unerwartet an einen neuen Ort entführt, die Figurenentwicklung vorantreibt und einige Fragen beantwortet. Auch wenn ich mir anfangs einen anderen Fortgang der Geschichte erhofft hatte, war Band 3 bisher der stärkste Band für mich!

Veröffentlicht am 29.04.2024

Bester Teil der Reihe bisher

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Nach dem mich der zweite Teil ein wenig enttäuscht hat, war ich gespannt, ob der dritte besser ist und wurde positiv überrascht. Die Arche Babel ist ein interessanter Schauplatz und mir gefiel Ophelias ...

Nach dem mich der zweite Teil ein wenig enttäuscht hat, war ich gespannt, ob der dritte besser ist und wurde positiv überrascht. Die Arche Babel ist ein interessanter Schauplatz und mir gefiel Ophelias Entwicklung sehr. Der Leser wird mit Liebesszenen und einem fiesen Cliffhanger am Schluss belohnt. Würde am liebsten weiterlesen.

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Veröffentlicht am 25.01.2020

Großartige, vielschichtige Fantasy-Saga

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INHALT

Fast drei Jahre sind vergangen, seit Ophelia Thorn das letzte Mal gesehen hat. Nachdem er verschwunden ist, musste sie wieder nach Anima zurückkehren. Um Thorn zu finden und mehr über Gott herauszufinden, ...

INHALT

Fast drei Jahre sind vergangen, seit Ophelia Thorn das letzte Mal gesehen hat. Nachdem er verschwunden ist, musste sie wieder nach Anima zurückkehren. Um Thorn zu finden und mehr über Gott herauszufinden, reist sie zur Arche Babel.
Dort angekommen, hat sie mit den strikten Regeln der roboterähnlichen Bewohner und deren Welt zu kämpfen. Sie schleicht sich in eine Schule ein, wo sie schnell zu einer der wenigen »Auserwählten« wird. Als in dem Secretarium der Arche eine Zensorin umkommt, die noch kurz vor ihrem Tod Werke eines Kinderbuchautors verbrannt hatte, wird Ophelia klar, dass sie selbst schon tief verstrickt ist in die tödliche Geschichte.
In Babel, wo Menschen mechanisch absurden Gesetzen folgen, muss sich Ophelia durch ein immer bedrohlicheres Geflecht an Lügen kämpfen – und kommt auf der Suche nach Thorn der »letzten Wahrheit« gefährlich nah.
(Quelle: Insel Verlag – Erscheinungstermin: 17.11.19)

MEINE MEINUNG

Das Jugendbuch „Die Spiegelreisende – Das Gedächtnis von Babel“ von der jungen Bestseller-Autorin Christelle Dabos ist bereits der dritte Teil ihres vielschichtigen, vierteiligen Fantasy-Epos, der uns mit einem unglaublich vielschichtigen, einzigartigen Universum in seinen Bann zieht.
In dieser gelungenen Fortsetzung begleiten wir erneut die liebenswerte Heldin Ophelia auf ihrer abenteuerreichen Reise in die faszinierenden Welten der Archen und rivalisierenden Familienclans – eine gut durchdachte Fantasy-Welt, die zunehmend komplexer, undurchsichtiger und gefährlicher wird. Um bei den vielfältigen Verwicklungen und Hintergrundgeschichten noch mitzukommen, empfiehlt es sich sehr, auch die Vorgängerbände gelesen zu haben.
Mit Dabos’ bildhaften, mitreißenden Schreibstil gelingt es recht schnell, wieder in die Handlung abzutauchen und sich in einer völlig neuen Ausgangssituation zurecht zu finden. Drei Jahre sind inzwischen vergangen, seit Ophelia von ihrem untergetauchten Mann Thorn getrennt ist – drei Jahre ohne ein Lebenszeichen von ihm, gefangen auf ihrer Heimatarche Anima.
Kein Wunder, dass Ophelia die Chance zur Flucht von Anima nutzt, sich zur Arche Babel begibt, um dort inkognito und vollkommen auf sich allein gestellt nach Thorn zu suchen. Freundlich und voll interessanter Schauplätze präsentiert sich die Welt von Babel zunächst, doch schon bald stellen sich Ophelia bei ihren Nachforschungen immer neue Hindernisse in den Weg und hat gegen Missgunst, hinterlistige Intrigen und offene Drohungen anzukämpfen.
Babel ist ein totalitärer Staat, der sich als düster, sehr bedrohlich und abgründig erweist. Doch Ophelia wäre nicht Ophelia, würde sie nicht wild entschlossen fast unlösbare Herausforderungen anzunehmen und sich durch ihre hartnäckigen Nachforschungen in höchste Gefahr begeben. Stets ihr Ziel vor Augen, endlich wieder ihren Mann Thorn aufzuspüren und mehr Erkenntnisse über die rätselhaften Hintergründe zur „Letzten Wahrheit“ zu gewinnen, muss unsere Heldin so einiges erdulden und über sich ergehen lassen.
Die Autorin hat Ophelia als eine lebendige, vielschichtige Protagonistin angelegt, die mit ihren Unzulänglichkeiten und Verletzlichkeiten sehr authentisch und sympathisch wirkt. Im Laufe der Geschichte hat die eigensinnige, eher tollpatschige und zurückhaltende junge Frau eine erstaunliche Entwicklung durchlaufen und ist zu einer starken Persönlichkeit herangereift, die trotz aller Rückschläge selbstbewusst und unbeugsam ihren Weg geht.
Auch die verschiedenen, facettenreich und undurchsichtig angelegten Nebenfiguren sind hervorragend gelungen und immer wieder für eine Überraschung gut.
Die wendungsreiche Handlung entwickelt sich erst sehr behutsam, nimmt dann aber immer mehr an Tempo und Spannung auf und gipfelt in einem nervenaufreibenden, sehr fesselnden Finale.
Zudem versteht es die Autorin in einem Nebenstrang zusätzliche Spannung aufkommen zu lassen, indem wir durch eingestreute Episoden spannende Einblicke in die interessanten Entwicklungen am Pol erhalten. Am Hofe des unberechenbaren Hausgeists Faruk scheint klammheimlich eine neue Heldin heran zu wachsen, und ich bin schon sehr gespannt, welche tragende Rolle sie im finalen Kampf zwischen Gut und Böse im Abschlussband spielen wird.
Immer komplexer scheint diese wundervolle Saga mit ihrer originellen, faszinierend ausgestalteten Fantasywelt und mit all ihren skrupellosen Intrigen, politischen Verschwörungen und fatalen Feindschaften der Urahnen zu werden.
Die überraschenden, sehr dramatischen Entwicklungen zum Abschluss des dritten Bands machen sehr neugierig auf das große Finale dieser tollen Fantasy-Saga und ich kann es kaum noch abwarten bis “Im Sturm der Echos” herauskommt.

FAZIT

Eine gelungene Fortsetzung dieser originellen, mitreißenden und hoch komplexen Spiegelreisende-Saga. Großartige, vielschichtige Fantasy-Unterhaltung, die nicht nur Jugendliche begeistern kann!

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Veröffentlicht am 20.12.2019

Riskante Wahrheit

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Der dritte Band konnte mich wie der Zweite überzeugen. Ich bin froh das ich die Reihe weiter gelesen habe. Die Arche Babel ist aber kein angenehmer Ort meiner Meinung nach. Mit den ganzen Automaten ist ...

Der dritte Band konnte mich wie der Zweite überzeugen. Ich bin froh das ich die Reihe weiter gelesen habe. Die Arche Babel ist aber kein angenehmer Ort meiner Meinung nach. Mit den ganzen Automaten ist es sehr unpersönlich und die Menschen verlieren so ein Teil ihrer Menschlichkeit. Zudem herrschen dort strikte Regeln.
Auf Babel hofft Ophelia endlich Thron wiederzusehen, denn dieser ist seit 3 Jahren weg. Doch auf Bale scheint auch was nicht in Ordnung zu sein, denn eine Zensorin wird tot aufgefunden und es gab schon andere merkwürdige Unfälle. Als Ophelia der Sache auf den Grund geht, steht auch ihr Leben auf dem Spiel. Denn sie ist Gott auf der Spur.
Gegen Ende des Buches macht man nämlich wieder eine interessante Entdeckung und es fügen sich wieder ein paar Puzzelstückchen zusammen, doch noch sind nicht alle Fragen gelöst und man darf gespannt sein wie die Auflösung sein wird. Ophelia entwickelt sich immer weiter wenn man überlegt welch ruhiges Mädel sie im ersten band war, kommt sie langsam immer mehr aus ihren Schneckenhaus hervor. Eine tolle Entwicklung und auch nicht zu sprunghaft. Der Schreibstil ist schon recht flüssig und das Lesen macht weiterhin Spaß.
Ich bin gespannt wie sich diese Geschichte enden wird.

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