Thriller | Spannung der Extraklasse vom SPIEGEL-Bestsellerautor
Wie tief sind die Abgründe der Vergangenheit?
Sie waren die perfekte Clique, bis sich eine von ihnen in den falschen Mann verliebte. Die Beziehung der siebzehnjährigen Norah zu dem vier Jahre älteren David hielt nicht lange, und nach der Trennung wurde David zum Mörder. Er tötete ein Liebespaar auf einem abgelegenen Parkplatz und kam dann auf der Flucht ums Leben. Für die Bewohner des abgelegenen Ortes war Norah fortan nur »Die Freundin des Killers«.
»Linus Geschke treibt mit den Lesern ein Katz-und-Maus-Spiel, das mit jeder Seite spannender und temporeicher wird.«
Mike Altwicker ― WDR 4
Knapp zwanzig Jahre später kehrt Goran, Norahs bester Freund aus Kindertagen, nach Waldesroda zurück, als er erfährt, dass Norah Drohbriefe erhält, die klingen, als würden sie vom verstorben geglaubten David stammen. Um herauszufinden, was dahintersteckt, muss Goran in die Vergangenheit abtauchen. In Norahs, aber auch in seine eigene.
Nach »Das Loft« und »Die Verborgenen«: Der neue Thriller von Bestsellerautor Linus Geschke.
Das düstere Cover, die dunklen Seitenschnitte mit dem Titel haben mich auf den ersten Blick angesprochen. Gut gefallen haben mir auch die Info über Verbrechen und Morde vor einigen Kapiteln. Die Geschichte ...
Das düstere Cover, die dunklen Seitenschnitte mit dem Titel haben mich auf den ersten Blick angesprochen. Gut gefallen haben mir auch die Info über Verbrechen und Morde vor einigen Kapiteln. Die Geschichte spielt im Heute und in der Vergangenheit. Es kommen die Hauptprotagonisten Norah, Goran und Er zu Wort. Dieser Er bleibt bis ziemlich zum Schluss ein Rätsel. Die Kapitel sind kurz und lassen sich flüssig lesen.
Nach fast 20 Jahren kommt Goran in seine alte Heimat Waldesroda in den Thüringer Wald zurück. Seine ehemals beste Freundin Norah erhält Drohbriefe. Die damalige Clique brach auseinander, als Norah sich in den Außenseiter David verliebte und dieser zum Mörder wurde.
Die Geschichte lebt von vielen unerwarteten Wendungen und Geheimnissen, die nach und nach ans Licht kommen. Die Story kommt nur langsam voran. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, als hätte ich manche Sätze schon einmal gelesen, viele Gedankengänge wiederholten sich. Der Autor lenkt den Leser einige Male auf die falsche Spur. Mit den Protagonisten konnte ich nicht so richtig warm werden, jeder hatte so seine Geheimnisse. Das Ende hat mich leider überhaupt nicht überzeugt, aber trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten.
Nicht nur optisch kann der neue Thriller von Linus Geschke überzeugen, sondern auch inhaltlich.
Denn der von Anfang an spannend und atmosphärisch erzählter Thriller weiß mit einer gut konstruierten Geschichte ...
Nicht nur optisch kann der neue Thriller von Linus Geschke überzeugen, sondern auch inhaltlich.
Denn der von Anfang an spannend und atmosphärisch erzählter Thriller weiß mit einer gut konstruierten Geschichte voller Geheimnisse, die erst nach und nach gelüftet werden, zu überzeugen und so für packende Lesestunden zu sorgen.
Erzählt wird die Geschichte vorwiegend aus den Perspektiven der beiden Hauptpersonen Norah und Goran, die sie nach etwa 20 Jahren zum ersten Mal wieder in dem Ort ihrer Kinder- und Jugendjahre, dem thüringischen Waldesroda, treffen. Der Grund für Gorans Rückkehr aus Berlin sind Drohbriefe, die Norah bekommt, und an ein dunkles Kapitel aus ihrer gemeinsamen Jugendzeit erinnern. Denn vor 20 Jahren wurde Norahs damaliger Freund David zum Mörder und seitdem gilt Norah als die "Freundin des Killers". Goran und Norah versuchen gemeinsam herauszufinden, wer für die Briefe verantwortlich ist, denn der tote David kann es nicht sein oder doch? Im Laufe ihrer Suche nach dem mysteriösen Briefschreiber kommen so einige gut gehütete Geheimnisse ans Licht und bald schweben sie beide in Lebensgefahr.
Einmal mit dem Lesen angefangen, fällt es schwer, den fesselnd erzählten Thriller aus der Hand zu legen. Kurze Kapitel aus Sicht der Protagonisten, unterbrochen von einem ominösen "Er" und Rückblicken in das Jahr 2004, sowie überraschende Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung konstant hochgehalten. Besonders zum Ende hin wird es rasant und auch blutig.
Gut gelungen ist auch die Charakterzeichnung von Norah und Goran, man gewinnt dank der unterschiedlichen Erzählperspektiven einen umfassenden und vielschichtigen Eindruck von ihnen und kann ihre Gedankengänge und Handlungen nachvollziehen.
Etwas zu kurz kam mir jedoch der psychologische Aspekt. Zwar gab es Ansätze, die Geschichte in diese Richtung zu entwickeln, diese wurden jedoch nicht konsequent bis zum Ende hin verfolgt. Dem Lesegenuss tut dies jedoch keinen Abbruch.
Nicht nur für Fans von Linus Geschke ein lesenswerter Thriller!
Waldesroda ist ein kleiner trister Ort in Thüringen, wo ein verschlossener Menschenschlag lebt. Dort ist damals vor neunzehn Jahren ein unfassbares Verbrechen geschehen, das das Leben komplett verändert ...
Waldesroda ist ein kleiner trister Ort in Thüringen, wo ein verschlossener Menschenschlag lebt. Dort ist damals vor neunzehn Jahren ein unfassbares Verbrechen geschehen, das das Leben komplett verändert hat. Diese Vergangenheit hat Auswirkungen auf die Gegenwart.
In zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt der Autor abwechselnd aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Zum besseren Verständnis sind die Kapitel jeweils mit »NORAH«, »GORAN« und »ER« übertitelt. Cliffhanger an den Kapitelenden dienen dazu, zum Weiterlesen anzuspornen. Das hat Geschke sehr gut umgesetzt.
Rolaf, Peggy, Marcel, Lisa, Daniel, Norah und Goran sind eine eingeschworene Teenager-Clique. Als sich Norah in den vier Jahre älteren David verliebt, bekommt die Clique erste Risse. David will nicht, dass Norah sich weiter mit ihren Freunden trifft. Aus unerklärlichen Gründen ermordet David ein Liebespärchen und wird kurz nach der Tat und seiner Flucht von der Polizei für tot erklärt. Norah ist fortan nur noch die »Freundin des Killers«. Schweigen nach der Tat bringt die Clique endgültig auseinander.
Weil beide der Vergangenheit entfliehen wollen, zieht Norah nach Dresden und Goran nach Berlin.
Neunzehn Jahre später – Norah ist längst wieder in ihre Heimat zurückgezogen – brechen die alten Wunden wieder auf. Mysteriöse Drohbriefe tauchen plötzlich bei Norah auf. Dort werden Dinge erwähnt, die außer ihr nur noch David wissen konnte. Zudem nennt sie der Briefeschreiber »Äffchen«, so wie David sie liebevoll genannt hatte. Ist es ein Indiz dafür, dass er bei seiner Flucht nicht ums Leben gekommen und jetzt zurückgekehrt ist? Ein spannendes Element, das der Autor hier eingebaut hat.
Auch Goran kehrt aus Berlin zurück. Norahs Mutter Elisabeth, zu der Goran immer ein besonderes Verhältnis hatte, erzählt ihm von den Drohbriefen und bittet ihn, zurückzukommen. Norah und Goran hatten schon immer eine engere Beziehung zueinander, wollten sich dies aber nie eingestehen.
In einer auktorialen Erzählweise wird uns das Leben der Protagonisten Norah und Goran vor neunzehn Jahren und in der Gegenwart als Erwachsene mit Mitte dreißig geschildert. Dazwischen erfahren wir aus den Kapiteln, die mit »ER« beginnen, von einer Person voller Wut und Hass, die sich rächen will. Aber an wem und für was?
Im Laufe der Handlung wird »ER« immer mehr zum zentralen Thema. Norah und Goran versuchen, sie oder ihn ausfindig zu machen. Es kann sich nur um jemanden im näheren Umfeld von Norah handeln. Im Ausschlussverfahren derer, die es sein könnten, wird der Kreis immer kleiner.
Wenn man als aufmerksamer Leser die richtigen Schlüsse zieht, kommt man der Lösung schon bald auf die Spur. Es gibt nur eine Person, die die Drohbriefe geschrieben haben kann, auch wenn Geschke versucht, immer wieder andere Fährten zu legen.
Fazit:
Nach »Das Loft« (2022) und »Die Verborgenen« (2023) ist dies der dritte Stand Alone-Thriller von L. Geschke. Wie man hört, will der Autor sich demnächst wieder einer neuen Reihe widmen.
Die Charaktere der einzelnen Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Das trifft in erster Linie auf Norah und Goran zu.
Was in diesem Thriller weiterhin auffällt, ist die Tatsache, dass wir keine polizeilichen Ermittlungen haben, geschweige denn ein Ermittlerteam – lediglich ein oder zweimal wird ein Polizeieinsatz am Rand erwähnt.
Eingefügte Absätze mit Fallzahlen aus der Kriminalstatistik sind interessant und aufschlussreich. Das hat mir sehr gut gefallen.
Leider konnte mich das Setting nicht ganz überzeugen. Eingefügte Plot-Twists hätten die Handlung bereichert. Von der Dynamik her ist »Wenn sie lügt« nicht der stärkste Stand-Alone des Autors.
Das Cover sowie der Klappentext haben mich auf diesen Thriller aufmerksam gemacht und er mich sehr gut unterhalten. Der Schreibstil konnte mich auch hier wieder überzeugen.
Wir lesen aus der Sicht von ...
Das Cover sowie der Klappentext haben mich auf diesen Thriller aufmerksam gemacht und er mich sehr gut unterhalten. Der Schreibstil konnte mich auch hier wieder überzeugen.
Wir lesen aus der Sicht von Goran, Norah und noch einer dritten unbekannten Person, was mir außerordentlich gut gefallen hat. Auch die Kapitel aus der Vergangenheit waren sehr gut eingearbeitet und brachten mir die Geschichte noch näher. Die Charaktere waren für mich sehr gut ausgearbeitet und die Handlungen nachvollziehbar. Das Setting war so gut beschrieben, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Die Spannung hat sich langsam aufgebaut und auch wenn ich irgendwann vermutet hatte, wer der Täter ist, hat mich das Ende trotzdem etwas schockiert.
Es ist für mich ein sehr guter Thriller, der mich wieder einmal gut unterhalten hat und es wird nicht mein letztes Buch von Linus Geschke gewesen sein.
Norah, Goran, Peggy, Rolaf und Daniel sind eine eingeschworene Freundesclique, in der sich jeder auf den anderen verlassen kann. Das ändert sich schlagartig, als Norah sich in den etwas älteren David verliebt, ...
Norah, Goran, Peggy, Rolaf und Daniel sind eine eingeschworene Freundesclique, in der sich jeder auf den anderen verlassen kann. Das ändert sich schlagartig, als Norah sich in den etwas älteren David verliebt, der alles dafür tut, Norah der Clique zu entfremden. Als Norah die Beziehung zu David beendet, dreht er durch und erschießt auf einem abgelegenen Parkplatz Anna und Sebastian. Norah wird zur Freundin des Killers abgestempelt und hat hart zu kämpfen, ihr Gleichgewicht wiederzufinden. Knapp zwanzig Jahre später bekommt sie Drohbriefe. Obwohl der Inhalt Norah zusetzt, bittet sie niemanden um Hilfe. Ihre Mutter ruft allerdings Goran an, der mittlerweile in Berlin lebt. Er kommt sofort, um seiner ehemals besten Freundin zur Seite zu stehen. Gemeinsam müssen sie in der Vergangenheit nach Hinweisen suchen, um den Verfasser der Briefe zu finden. Dabei kommen dunkle Geheimnisse ans Tageslicht....
Die Handlung trägt sich auf unterschiedlichen Zeitebenen zu. Im aktuellen Handlungsstrang beobachtet man, wie Goran und Norah versuchen, dem Verfasser der Drohbriefe auf die Schliche zu kommen. Rückblicke in das Jahr 2004 zeigen, was damals geschah und wie die einzelnen Charaktere die damaligen Ereignisse wahrgenommen haben. Dabei stellt sich auch heraus, dass es einige Geheimnisse gibt, die nun ans Tageslicht drängen.
Dieser Thriller kommt ganz ohne klassische Ermittlerfiguren aus, da Norah und besonders Goran, auf eigene Faust versuchen, das Rätsel um die Drohbriefe zu entschlüsseln. Handlungsorte und Protagonisten werden in beiden Zeitebenen authentisch beschrieben. Dadurch kann man sich früh auf die Ereignisse einlassen. In einer Perspektive kommt auch der Briefeschreiber zu Wort, hier wird allerdings nicht zu viel verraten. Man bemerkt, dass er von großem Hass angetrieben wird, doch Hinweise auf die Identität gibt es nicht. Man wird dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen. Doch immer, wenn man meint, dass man eine winzige Spur entdeckt hat, kommt es durch neue Wendungen zu Überraschungen. Dadurch weiß man bald nicht mehr, wem man vertrauen kann und das macht einen großen Reiz der Handlung aus. Da der anonyme Schreiber zunehmend aggressiver wird, gerät man in den Sog der Ereignisse. Die Spannung ist nicht nur durchgehend spürbar, sondern kann sich zum Ende hin sogar noch steigern.
Ein spannender Thriller, der durch überraschende Wendungen und durchgehende Spannung überzeugen kann.