Cover-Bild Marta schläft

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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Ersterscheinung: 17.04.2020
  • ISBN: 9783423436885
Romy Hausmann

Marta schläft

Thriller
"Hab dich. Und jetzt spielen wir. Wir spielen: Gericht."

Es ist Jahre her, dass man Nadja für ein grausames Verbrechen verurteilt hat. Nach ihrer Haftentlassung wünscht sie sich nichts sehnlicher, als ein normales Leben zu führen. Doch dann geschieht ein Mord. Und der soll ungeschehen gemacht werden. Ein abgelegenes Haus wird zum Schauplatz eines bizarren Spiels ? denn Nadjas Vergangenheit macht sie zum perfekten Opfer. Und zur perfekten Mörderin ... Ein tief unter die Haut gehender Psychothriller über Schuld, Vergeltung und die Frage, ob ein Täter je wieder frei sein kann.
"Romy Hausmann reüssiert auch mit ihrem zweiten Roman. Zweiter Treffer nach dem Thriller-Debüt: Mit ihrem Roman 'Marta schläft' erobert Romy Hausmann aus dem Stand Platz 4 der SPIEGEL-Paperback-Belletristik.
Lisa Starke, buchreport: SPIEGEL-Bestseller-Barometer, 29.4.2020

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2020

Solider Thriller mit unerwarteten Wendungen und tollem Schreibstil!

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Spoilerfreie Rezension!

Inhalt

Vor Jahren wurde Nadja für ein schreckliches Verbrechen verurteilt. Nach ihrer Haftentlassung wünscht sie sich Frieden und endlich ein normales Leben. Doch dann geschieht ...

Spoilerfreie Rezension!

Inhalt

Vor Jahren wurde Nadja für ein schreckliches Verbrechen verurteilt. Nach ihrer Haftentlassung wünscht sie sich Frieden und endlich ein normales Leben. Doch dann geschieht ein Mord und Nadja findet sich in einem perfiden Spiel wieder. Der Einsatz: Menschenleben…

Übersicht

Einzelband oder Reihe: Einzelband
Erzählweise: Figuraler Erzähler & Ich-Erzähler, Präteritum und Präsens
Perspektive: weibliche und männliche Perspektive
Kapitellänge: kurz bis sehr kurz
Tiere im Buch: +/- Es wird ein Hirsch gejagt und getötet. Fleisch wird gegessen. Ansonsten werden keine Tiere verletzt oder getötet.
Triggerwarnung: Tod von Tieren, Tod von Menschen, sexualisierte Gewalt, psychische Krankheiten (Panikattacken), häusliche Gewalt, Gewalt gegen Kinder, Prostitution, Vernachlässigung von Kindern;

Warum dieses Buch?

Zu diesem Buch habe ich gegriffen, weil ich im Vorfeld sehr viel Gutes über die Autorin und ihre Bücher gehört hatte. Übrigens liebe ich Thriller mit dezenten Covern, die nichts über das Grauen verraten, das sich (bestenfalls) im Inneren verbirgt.

Meine Meinung

Einstieg (4 Lilien)

„Eine Panikattacke ist Stehen am Rand einer weißen Klippe. ‚Nicht nach unten schauen‘, sage ich mir, lege den Kopf in den Nacken, versuche zu atmen.“ E-Book, Position 34

In vielen Rezensionen wurde der Einstieg als sehr schwer, zäh und verwirrend beschrieben. Auch wenn man am Beginn natürlich noch nicht versteht, wie die Erzählstränge zusammenhängen (Briefe, Tagebucheinträge, Kapitel mit Zeitangaben und Kapitel aus Nadjas Sicht), hat mich der Aufbau der Geschichte eher neugierig gemacht als verwirrt. Es hat daher auch nur ein paar Kapitel gedauert, bis ich im Buch angekommen war. Daher ist mein Tipp: Einfach mal reinlesen und schauen, ob dieser Thriller etwas für euch ist!

Schreibstil (5 Lilien ♥)

Den Schreibstil von Romy Hausmann habe ich als sehr gelungen empfunden. Die Autorin schreibt flüssig, angenehm, einfach (ohne dabei oberflächlich zu sein) und anschaulich. Auch die Gefühle und Innenwelt ihrer Figuren beschreibt sie sehr intensiv und plastisch, sodass ich besonders mit Nadja mitgefiebert habe. Ich verstehe nun die Faszination der LeserInnen für Romy Hausmanns Bücher und weiß, dass ich „Liebes Kind“ auf jeden Fall noch lesen werde!

„Im Film ihrer Eltern hatte Nelly nie mehr als eine Statistenrolle gespielt, schon als Kleinkind war sie ständig im Weg gewesen. […] Eine Weile wurde sie daher von Ort zu Ort gerückt wie ein Tischgedeck.“ E-Book, Position 116

Idee, Inhalt, Themen & Ende (4 Lilien)

„‘Hab dich. Jetzt spielen wir.‘
[…] ‚Was spielen wir?‘
‚Wir spielen Gericht.‘“ E-Book, Position 971

„Marta schläft“ scheint im Gegensatz zum gefeierten Debüt der Autorin stärker zu polarisieren, was man an den gemischten Reaktionen sehen kann. Meine Erwartungen an diesen Thriller waren daher weder sehr hoch noch niedrig. „Marta schläft“ hat meine Erwartungen weder enttäuscht noch übertroffen. Stattdessen habe ich so ziemlich genau das bekommen, was ich erwartet habe: einen soliden, handwerklich gut gemachten Thriller, der bis zum gelungenen Ende gut durchdacht ist.

Als eine Leserin, die sehr häufig zu Thrillern greift, werde ich nicht mehr oft überrascht, weil doch viele Bücher dieses Genres nach einem bestimmten Schema aufgebaut sind. Sehr geschätzt habe ich daher an „Marta schläft“, dass die Autorin unbekannte Wege einschlägt und das Buch daher oft sehr unvorhersehbar ist. Viele Wendungen und Rückblenden (wer übrigens keine Rückblenden mag, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden!) konnten mich überraschen und auch der Moment, in dem alle Puzzleteile an ihren Platz fallen und man plötzlich die Verbindung der Handlungsstränge erkennt, hat mich auf ganzer Linie überzeugt.

Themen wie Liebe, Familie, Vernachlässigung, Gewalt, Schuld und psychische Krankheiten stehen im Mittelpunkt und werden – zumindest teilweise – tiefgründig behandelt. Insgesamt war meiner Meinung nach aber durchaus noch Luft nach oben, vollkommen mitgerissen (auch emotional) hat mich das Buch leider nicht. Kurz: „Marta schläft“ ist ein kurzweiliger Thriller, der sich in dem Moment, in dem man ihn liest, gut und überzeugend anfühlt, der mir aber wohl leider nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird.

Protagonistin & Figuren (4 Lilien & 3 Lilien)

„‘Das ist eines deiner größten Probleme, nicht wahr, meine Liebe? […] Eines deiner größten Probleme ist, dass du dir selbst nicht trauen kannst. […] Mit jedem Atemzug zweifelst du an deinem Verstand.‘“ E-Book, Position 865

Ich mochte die Protagonistin Nadja. Sie ist gut ausgearbeitet, macht eine glaubwürdige Entwicklung durch und war mir meist sympathisch. Ich habe durchaus auch mit ihr mitgelitten und mitgefühlt und ich habe sie gerne begleitet. Dennoch war auch da noch Luft nach oben – sie hätte noch etwas mehr Persönlichkeit und mehr Ecken und Kanten haben dürfen. So richtig ans Herz gewachsen ist sie mir leider nicht.

Mit einigen der anderen Figuren (vor allem mit den männlichen) hatte ich so meine Probleme (siehe Unterpunkt „Feministischer Blickwinkel“). Manche Charaktere hätten zudem noch ein bisschen mehr Farbe vertragen können, aber insgesamt fand ich das Figurenensemble schon okay – mehr aber auch nicht.

Spannung (4 Lilien) & Atmosphäre (4 Lilien)

Da ich das Buch leider aus Zeitgründen nicht am Stück lesen konnte, sondern dies über einen längeren Zeitraum tun musste, wurde ich immer wieder aus der Geschichte herausgerissen. Vielleicht hätte ich es als noch spannender empfunden, wenn ich es innerhalb weniger Tage gelesen hätte. Auch so hat mich der Spannungsbogen überzeugt, auch wenn er im Mittelteil zwischendurch ein bisschen eingebrochen ist. Kurz vor dem Ende erreicht die atemlose Spannung dann ihren Höhepunkt – hier konnte ich den Thriller dann nicht mehr aus der Hand legen!

Auch die Atmosphäre ist dicht, beklemmend und düster – also genau so, wie ich es in einem Thriller mag! Es gibt viele Andeutungen, die erst nach und nach aufgelöst werden, und viele furchteinflößende Situationen, sodass man in manchen Moment einfach nur dankbar ist, dass man selbst in Sicherheit ist und gemütlich vor dem Kamin sitzen kann. Wer die Grundstimmung im Buch mochte, der wird übrigens auch „Rabenseele“ von Alexandra Kui lieben!

Feministischer Blickwinkel (3 Lilien)

Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden!
Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: Hu++ (2x), Biest

Eine feministische Analyse lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits besteht das Buch mit Leichtigkeit den Bechdel-Test, bricht manchmal mit Genderstereotypen (ein Mädchen prügelt sich z. B. mit Jungen) und glänzt mit interessanten, starken weiblichen Hauptfiguren. Andererseits enthält es Slutshaming, gegenderte Beleidigungen und extrem veraltete, klischeehafte Rollenbilder, was ich natürlich nicht gutheißen kann. Auch die Toxic Masculinity (dt. „Giftige Männlichkeit“) im Buch, der Sexismus und Chauvinismus des Anwalts war mir immer wieder ein Dorn im Auge. Seine Gedanken und sein Gerede konnte ich stellenweise kaum ertragen. Die zaghafte Kritik an seinem Verhalten war mir nicht deutlich genug. Besonders gegen Ende wurde mir diese Person als zu positiv dargestellt.

Weitere Beispiele: Eine Frau gibt auf Wunsch ihres Mannes (ein angesehener Anwalt, der denkt, dass er das Zentrum der Welt ist) ihren Job auf, um sich fortan nur mehr um die Hochzeitsplanung, den Haushalt und später auch das gemeinsame Kind zu kümmern. Natürlich muss sie auch ihrem erfolgreichen Mann „den Rücken freihalten“ – geht es noch altmodischer? Alle Frauen in Führungspositionen sind zudem Männer und nur Frauen werden bei der Hausarbeit gezeigt. Auch das Bild der „aufopferungsvollen Mutter, die sich selbst vergisst“ wird idealisiert, was ich problematisch finde. Im nächsten Buch würde ich mir auf jeden Fall mehr zeitgemäßen Feminismus und mehr Bewusstsein für geschlechtsbezogene Ungerechtigkeiten und Stereotypen wünschen!

Mein Fazit

„Marta schläft“ ist ein solider, handwerklich gut gemachten Thriller, der bis zum gelungenen Ende gut durchdacht ist. Begeistern konnten mich der neugierig machende Einstieg und der Aufbau, die Unvorhersehbarkeit des Buches, der anschauliche, tolle Schreibstil, die sympathische Hauptfigur, die intensiven Schilderungen der Innenwelt der Charaktere, die atemlose Spannung im letzten Viertel, die dichte und beklemmende Atmosphäre, die starken weiblichen Figuren, das Bestehen des Bechdel-Tests und das gelegentliche Brechen von Geschlechterstereotypen. In manchen Bereichen war noch Luft nach oben (Tiefe, Emotionen, Ecken und Kanten der Hauptfigur). Nicht überzeugen konnten mich die etwas blassen Nebenfiguren, der Spannungseinbruch im Mittelteil, der Sexismus und Chauvinismus einiger Männer und die veralteten, klischeehaften Rollenbilder. Kurz: Für mich ist „Marta schläft“ ein kurzweiliger Thriller, der sich in dem Moment, in dem man ihn liest, gut und überzeugend anfühlt, der mir aber wohl leider nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird. Eines verstehe ich jetzt jedenfalls: die Faszination der LeserInnen für Romy Hausmanns Bücher. „Liebes Kind“ werde ich auf jeden Fall noch lesen!

Wer übrigens die Grundstimmung im Buch mochte, der wird auch „Rabenseele“ von Alexandra Kui lieben!

Bewertung

Idee: 5 Lilien ♥
Inhalt, Themen, Botschaft: 4 Lilien
Umsetzung: 4 Lilien
Worldbuilding: 4 Lilien
Einstieg: 4 Lilien
Ende / Auflösung: 4 Lilien
Schreibstil: 5 Lilien ♥
Protagonistin: 4 Lilien
Figuren: 3 Lilien
Spannung: 4 Lilien
Atmosphäre: 4 Lilien
Emotionale Involviertheit: 4 Lilien
Feministischer Blickwinkel: 3 Lilien
Chance, dass ich dieses Buch nie vergessen werde: niedrig

Insgesamt:

❀❀❀❀ Lilien

Dieses Buch bekommt von mir knappe vier Lilien!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2020

Durchhalten lohnt sich

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Der Einstieg in das Buch ist nicht leicht. Es gibt viele verschiedene Erzählstränge, zudem noch zu verschiedenen Zeitpunkten. Auch ist zu Beginn nicht sofort klar, um wen es in einer Perspektive geht. ...

Der Einstieg in das Buch ist nicht leicht. Es gibt viele verschiedene Erzählstränge, zudem noch zu verschiedenen Zeitpunkten. Auch ist zu Beginn nicht sofort klar, um wen es in einer Perspektive geht. Das kann ganz schön frustrierend sein. Ich bin ohne Erwartungen an das Buch herangegangen, weil ich im Vorfeld von anderen Lesern erfahren habe, dass es verwirrend sein kann und bin gut damit gefahren. Nach ca. der Hälfte erfährt der Leser mehr und es wird richtig spannend.

Vor allem packte mich Nadjas Erzählstrang. In der gegenwärtigen Handlung steigerte sich die Spannung im Laufe des Buches. Allerdings konnte ich zwei Figuren überhaupt nicht leiden. Wie man auf solche Gedanken kommt, so etwas plant und durchzieht, ist mir unverständlich. Interessant ist auch die Vergangenheitsperspektive von Nadja, in der man sehr viel über ihre Kindheit erfährt und die so vieles klarer erscheinen lässt.

Am Ende fügt sich fast alles zusammen und ich bin zufrieden damit. Vieles, was zu Beginn unverständlich war, wird am Schluss klar und Zusammenhänge werden ersichtlich. Im Nachhinein betrachtet eine dramatische und genial aufgebaute Geschichte. Nur eine Perspektive ist für mich unnötig. Was sie dem Leser vermitteln soll, weiß ich nicht. Sehr schade, da sie eine Zeit lang doch sehr viel Raum eingenommen hat und ziemlich geheimnisvoll ist.

Fazit

"Marta schläft" ist mein erstes Buch von Romy Hausmann und mir hat es gut gefallen. Es ist eine solide, schockierende Geschichte mit viel Spannung. Allerdings muss man zu Beginn viel Geduld haben, bis sich die Perspektiven zu einem schlüssigen Bild zusammenfügen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2020

Wenn Marta doch nur schlafen wüde

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Meine Meinung

Nadja wächst mit Ihrem kleinen Bruder Janek und der Mutter Marta in Zabrew auf. Marta selbst scheint eine Mutter zu sein, die keine Lust auf Kinder hat und zu Hause Ihre Freier bedient, ...

Meine Meinung

Nadja wächst mit Ihrem kleinen Bruder Janek und der Mutter Marta in Zabrew auf. Marta selbst scheint eine Mutter zu sein, die keine Lust auf Kinder hat und zu Hause Ihre Freier bedient, wenn die Kinder schlafen.

Bis Tante Evelyn eines Tages die Polizei holt. Denn Marta ist tot. Doch Nadja denkt sie schläft weil sie krank ist. Nachdem Nadja für den Tod Ihrer Mutter verantwortlich gemacht wurde und eine Freiheitsstrafe in Deutschland abgesessen hat, bringt Onkel Adwo sie nach Berlin. Dort kann Sie sich ein neues Leben aufbauen. Doch Nadja leidet unter Panikattacken und als Ihre Freundin Laura, die Frau ihres Chefs Gero van Hoven, sie eines Tages um Hilfe bittet, beginnt Nadjas Spirale in die Dunkelheit erneut.

Laura hat Ihren geliebten umgebracht und bittet Nadja um Hilfe. Gero darf natürlich nichts erfahren. So schmieden die beiden Frauen einen gemeinsamen Plan, damit Laura nicht ins Gefängnis muss und bei Ihrer Tochter bleiben kann. Doch Nadja ahnt nicht, dass es weitere Pläne gibt. Pläne die Ihr selbst zum Verhängnis werden sollen. Der Kampf ums nackte Überleben beginnt in einem kleinen Häuschen im Spreewald und die Chance heil aus der Sache rauszukommen stehen für Nadja sehr gering.

Des Weiteren geht es im Buch auch um Briefe die Nadja an IHren Bruder schreibt, jedoch nie verschickt. Aus Angst, dass er sie ablehnen könnte. Denn Janek kennt die Wahrheit um Marta nicht und auch Nadja verschließt all die Jahre die Augen davor. Doch sie kennt die Wahrheit.

Romy Hausmann hat einen hervorragenden Schreibstil, der es einem leicht macht ins Geschehen zu tauchen. Doch irgendwie hat es diesmal nicht ganz geklappt. Was aber nicht am Schreibstil, sondern eher der Verwirrenden Erzählung geschuldet ist.

Am Anfang wusste ich nicht, an wen Nadja die Briefe schreibt, auch wusste ich nicht um was es genau in diesem Buch gehen soll. Das erschließt sich einem erst fast am Ende des Buches. Jedoch tut es der Spannung keinen Abbruch. Es war er störend nicht zu wissen in welche Richtung die Geschichte um Nadja gehen soll. Die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft?

Persönlich fand Ihr Romy Hausmanns Liebeskind um längen besser als Marta schläft.

Fazit

Spannend geschriebenes Buch, welches einem am Anfang sehr verwirrt. Doch wer durchhaltevermögen besitzt und Lust hat dieses Buch zu lesen, sollte es tun. Denn trotz der Minuspunkte meinerseits kann das Buch am Ende dennoch überzeugen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2020

verwirrender anfang

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Vor vielen Jahren wurde die damals junge Nadja für die Ermordung ihrer Mutter verurteilt. Nach ihrer Haftentlassung, wünscht sie sich ein normales Leben. Doch dann bittet eine ehemalige Freundin sie um ...

Vor vielen Jahren wurde die damals junge Nadja für die Ermordung ihrer Mutter verurteilt. Nach ihrer Haftentlassung, wünscht sie sich ein normales Leben. Doch dann bittet eine ehemalige Freundin sie um Hilfe. Diese hat „aus versehen“ ihren Geliebten umgebracht und Nadja soll ihr helfen, die Leiche verschwinden zu lassen. Ein abgelegenes Haus wird zum bizarren Schauplatz, denn Nadjas Vergangenheit macht sie zum perfekten Opfer und zur perfekten Mörderin.

Ich bin nicht so recht warm geworden mit dem Buch. Der Einstieg in die Geschichte ist mir schwer gefallen. Den Zusammenhang der verschiedenen Blickwinkel konnte ich am Anfang nicht so recht folgen und habe etwas gebraucht um die Zusammenhänge zu verstehen. Als ich bei der Stelle angekommen bin, wo so langsam klar war, wie alles Zusammenhängt, fand ich es sehr spannend und wollte unbedingt wissen wie es ausgehen wird. Aufgrund des Anfanges kann ich leider nur 3 von 5* vergeben.

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Veröffentlicht am 20.06.2020

Wirr und konstruiert!

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Nadja arbeitet als Rechtsanwaltsgehilfin und lernt bei der Arbeit Laura kennen. Laura mausert sich von der Kollegin zur besten Freundin und schlussendlich durch die Heirat mit dem Chef zur Vorgesetzten. ...

Nadja arbeitet als Rechtsanwaltsgehilfin und lernt bei der Arbeit Laura kennen. Laura mausert sich von der Kollegin zur besten Freundin und schlussendlich durch die Heirat mit dem Chef zur Vorgesetzten. Eines Tages hat Laura ein Problem und bittet Nadja um Hilfe.
Nadja soll ihrer Freundin Laura helfen eine aussergewöhnliche Fracht in den Spreewald, ins Haus der Grossmutter, zu bringen.



Nachdem ich " Liebes Kind " von der Autorin gelesen habe und das mir sehr gefallen hatte, war klar, dass ich auch ihr neustes Werk lesen muss. So habe ich mich gespannt ans Lesen gemacht und sehr schnell machte sich Ernüchterung breit. Denn statt einer zusammenhängenden Geschichte, hatte ich das Gefühl, gestückelte, kurze Passagen zu lesen. Natürlich ist es oft so, dass man, wenn man ein Buch mit mehreren Erzählperspektiven liest, Geduld haben muss, bis sich alles zusammen fügt.
In " Marta schläft " ist es jedoch so, dass auch innerhalb der einzelnen Erzählstränge in der Handlung munter hin und her gehüpft wird. Chronologische Ordnung ? Fehlanzeige.
Ständig kämpfte ich dagegen, mehr und mehr den Überblick zu verlieren. So habe ich 180 Seiten lang einfach gelesen, ohne gross zu denken, wie alles zusammenhängen könnte.
Denn das, was in anderen Thrillern gerade das Bedürfnis weiterlesen zu wollen, anregt, wird hier von der Autorin vorenthalten. Die Vermutungen und die Spannung, was geschehen sein könnte, wird mit dem wirren Aufbau der Geschichte zunichte gemacht. Klar, man muss als Autor dem Leser nicht alles von Beginn weg auf dem Silbertablett servieren. Man kann kryptisch bleiben um die Spannung hinauszuzögern. Aber was Romy Hausmann hier bietet Punkto Verwirrung ist übertrieben. Und als sich die Verbindung der einzelnen Stränge dann endlich zeigt, ist die so banal, dass es schon fast zum Lachen ist.

In einem Strang steht Nadja im Mittelpunkt, die für eine Freundin in eine sehr dumme Situation gerät. Nadja habe ich als durch und durch depressiv erlebt. Sie zeigt zudem Tendenz sich in eine Opferrolle zu katapultieren. Dieses Schwermütige und Depressive hat mich irgendwann nur noch genervt. Die Vergangenheit der Figur, die als 15jährige in eine brisante Situation geraten ist, empfand ich als sehr konstruiert.

In einem weiteren Strang bekommt man als Leser Briefe zu Gesicht, die … sagen wir mal … sehr undurchsichtig sind. Lange Zeit habe ich die Bedeutung, oder überhaupt eine Bedeutung, nicht verstanden.
Und dann ist da noch der Strang um eine unglücklich verliebte Frau. Deren Schicksal und Leben mich am meisten berührt hat. Diese Geschichte geschieht 4 Jahre vor dem Strang um Nadja. Was das Ganze schlussendlich mit der Hauptgeschichte um Nadja zu tun hatte, blieb mir auch nach der Beendigung des Buches ein Rätsel.

Ich habe mich gefragt, wie Romy Hausmann es fertig bringt, ihre Figuren so unnahbar und kalt zu charakterisieren? Und das nach dem Thriller " Liebes Kind " ??? Ich hatte null Gefühle, Empathie oder Verständnis für die Figuren in " Marta schläft ". So leierte sich die Story ordentlich aus. Dazu kommt ein Plot, der so überkonstruiert ist, dass man sich, gelinge gesagt, veräppelt vorkommt.
Die Autorin beweist zum Glück, dass sie es besser kann mit und in " Liebes Kind".

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