Cover-Bild Ruhet in Friedberg

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 10.02.2020
  • ISBN: 9783442719013
Rudolf Ruschel

Ruhet in Friedberg

Kriminalroman
Österreich, Ende der 90er. Im Provinznest Friedberg, Heimat ewig gestriger Saufbrüder und anderer dubioser Gestalten, verplempern die unverbesserlichen Schlawiner Andi und Fipsi ihre Jugend. Doch ihr ruhiger Alltag als Aushilfen beim Bestatter endet jäh, als ein Bekannter zu Grabe getragen wird und sein Sarg scheinbar das Doppelte wiegt. Andi schöpft Verdacht: Will einer der Kollegen da etwas – oder jemanden – verschwinden lassen? Die Spur führt schnell zum cholerischen Vorarbeiter Macho – die Wahrheit ist aber weit schlimmer. Und kaum hat sich das ganze Ausmaß des Schlamassels gezeigt, häufen sich die Leichen und die Bestatter bekommen alle Hände voll zu tun…

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2020

Nur für Fans des schwarzen Humors

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Was ist die nächste Stufe vom schwarzen Humor? Ich glaube, die gibt es noch nicht. Gäbe es sie, dann würde ich dieser Kategorie »Ruhet in Friedberg« von Rudolf Ruschel zuordnen. Warum? Weil Ruschels Kriminalroman ...

Was ist die nächste Stufe vom schwarzen Humor? Ich glaube, die gibt es noch nicht. Gäbe es sie, dann würde ich dieser Kategorie »Ruhet in Friedberg« von Rudolf Ruschel zuordnen. Warum? Weil Ruschels Kriminalroman ganz leicht an einer Oberfläche kratzt, die alles andere als lustig ist, weshalb das Buch höchstwahrscheinlich nicht jedermanns Sache ist. Mir hat Ruschels Debütroman dennoch gefallen.

Die Geschichte spielt in dem österreichischen Örtchen Friedberg. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen fünf Männer, die vom Tod auf Schritt und Tritt verfolgt werden und nicht nur deshalb, weil sie in einem Bestattungsinstitut arbeiten. Macho ist der vorlauteste und derjenige, der sich von niemanden etwas sagen lässt. Andi träumt davon, irgendwann ein berühmter Schriftsteller zu werden. Sein bester Freund Fipsi unterstützt ihn, wo er nur kann. Gustl ist eher der ruhigere Typ. Der Bestatter hat einen grünen Daumen und lebt zusammen mit seiner Mutter. Hubsi ist derjenige, über den sich alle lustig machen und der Schrägste von den fünf Männern. Was die Figuren angeht, so wird hier also eine ziemlich bunte Mischung präsentiert.

Die Handlung wird stets vorangetrieben und es gibt nie Leerläufe. Immer, wenn man denkt, schlimmer wird es nicht mehr, legt der Autor noch eine Schippe drauf und man fragt sich irgendwann, wie das Ganze noch enden soll. Die Leserschaft wird direkt angesprochen, sodass man den Eindruck bekommt, die erzählende Person würde direkt vor einem sitzen. Wie bereits erwähnt, bedient sich der Autor des schwarzen Humors. Die normalerweise ernsten Themen werden in diesem Buch aufs Korn genommen, weshalb man als Leser dafür bereit sein muss. Ich persönlich komme mit dieser Art von Humor zurecht, aber ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder sich damit befassen will, denn es gibt Stellen im Buch, die durchaus makaber sind. Die Sprache ist lässig und locker. Da das Ganze in Österreich spielt, gibt es dementsprechend viele ortstypische Wörter. Manche von ihnen waren mir neu, was ich aber nicht schlimm fand. Zum Beispiel weiß ich jetzt, dass ‚speiben‘ spucken oder erbrechen bedeutet. Ich wurde also nicht nur unterhalten, sondern konnte noch das eine oder andere Wörtchen lernen


Fazit

Ich würde ja sagen, dass man »Ruhet in Friedberg« von Rudolf Ruschel allein schon wegen dem Schreibstil lesen sollte. Aber ich könnte mir vorstellen, dass manche Menschen Probleme mit diesem Buch haben könnten, deshalb empfehle ich es nur denjenigen, die schwarzen Humor mögen und sich davon nicht irritieren lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Ein ungewöhnliches Krimi-Debüt

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Rudolf Ruschel sucht sich für sein Krimi-Debüt die kleine Stadtgemeinde Friedberg, die am südlichen Abhang des Wechselgebirges im Dreibundesländereck Niederösterreich, Steiermark und Burgenland liegt, ...

Rudolf Ruschel sucht sich für sein Krimi-Debüt die kleine Stadtgemeinde Friedberg, die am südlichen Abhang des Wechselgebirges im Dreibundesländereck Niederösterreich, Steiermark und Burgenland liegt, aus. Hier leben rund 2.700 Menschen. Viele müssen auspendeln, um Arbeit oder Freizeitaktivitäten zu finden. Die, die im Ort bleiben, finden sich häufig in den Gaststätten auf ein oder mehrere Gläser Bier oder Wein ein.

Zentrum dieses Krimis ist der Rebhansel-Wirt, der in seiner „Bier-Allee“ sich vorrangig für die Flüssignahrung seiner Klientel sorgt. Um das geistliche Wohl kümmert sich Pfarrer Geri und Bestatter Macho widmet sich gemeinsam mit seinen Aushilfen Fipsi und Andi um die Verblichenen und ihre letzte Ruhestätte.
Und es ist auch ein Begräbnis, das Auslöser für eine beispiellose Serie am Verschwinden mehrerer Personen ist. Denn als ein Bekannter zu Grabe getragen wird, kommt Andi der Sarg doppelt so schwer vor als üblich, zumal der Verstorben aufgrund einer Krebserkrankung nur mehr Haut und Knochen gewesen soll. Andi und sein bester Freund Fipsi beginnen zu stöbern und dann läuft plötzlich alles aus dem Ruder. Nur ganz wenige Bewohner von Friedberg werden unbeschadet aus dem Schlamassel herauskommen.


Meine Meinung:

Grundsätzlich ist der Krimi leicht zu lesen. Für manche Leser wird der doch sehr schwarze Humor eigenwillig und gewöhnungsbedürftig sein. Nichts ist wie in einem „normalen“ Krimi.

Die Charaktere sind alle ziemlich skurril - allen voran natürlich Andi und Fipsi. Manche Figuren gleichen Karikaturen und kaum ein Klischee wird ausgelassen. So tauchen ein schwuler Pfarrer, eine albanische Schönheit, die von ihrer Mutter ängstlich unter einem Hijab verborgen wird (zu Recht wie man lesen wird) sowie Mitglieder der serbischen Mafia und jede Menge Leichen auf.

Viele Zufälle, clowneske Handlungen und skurrile Dialoge geben dem Krimi das Attribut „Räuberpistole“. Der Leser kann nur wenig Ernst nehmen, doch ein Cosy-Krimi liegt hier nicht vor.

Fazit:

Ein ungewöhnliches Krimi-Debüt, das von mir 4 Sterne erhält.

Veröffentlicht am 12.07.2020

Sehr coole Story zum inhalieren.

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Kurzbeschreibung
zu
Ruhet in Friedberg

Ein kleines verschlafenes Nest in Österreich und seltsame Vorkommnisse.
Wie das zusammenpasst?
Hervorragend!
Denn in Friedberg ist nichts normal.

Andi und Fipsi ...

Kurzbeschreibung
zu
Ruhet in Friedberg

Ein kleines verschlafenes Nest in Österreich und seltsame Vorkommnisse.
Wie das zusammenpasst?
Hervorragend!
Denn in Friedberg ist nichts normal.

Andi und Fipsi lieben es ihren Feierabend bei einem alkoholischen Getränk oder zwei, oder auch drei zu beenden und sind gerne beim Rebhansel Wirt in der Bier- Allee zu Gast.
Nach einem Besäufnis am Vorabend wird Andi unter Schrecken bewusst, dass heute eine Beerdigung ansteht.
Mit Brummschädel und noch einer Menge Restalkohol rasen
er und Fipsi, sein Saufkumpan zum Friedhof.
Dabei müssen sie erst einmal das Grab finden und als wenn das nicht schon schräg genug wäre besteht Andi darauf das der Sarg viel zu schwer sei.
Nur weshalb denkt er das?
Laut Andi kann da was nicht stimmen und er nimmt seine Arbeitskollegen ins Visier.
Nur was passiert, wenn man einem Täter zu nahe kommt?
Wenn man Gück hat nichts, wenn man Pech hat, dann bekommt man noch mehr Leichen, und zwar schneller als einem lieb ist.

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Mein erster Eindruck

Eine Story die mich mehr als einmal zum lachen gebracht hat.

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Meine Meinung
zu
Ruhet in Friedberg

Was tun wenn in einer kleinen Gemeinde in Österreich etwas ungewöhnliches passiert?
Nun, es kommt darauf an was.
Das hier jeder jeden kennt steht außer Frage, aber wie gut kennt man die Leute wirklich.
Hier gefällt mir die Art mit der angeblichen Sicherheit und dann geht es los. Ein Fund der Misstrauen, Neugier und vieles mehr auslöst und die Frage nach dem Warum.
Dazu Protagonisten, sei es vom Rebhansel Wirt der zu gut ist mit seinen Ansichten und seinem Wirtshaus der Bier-Allee oder die Schnapsbestände die von Andi und Fipsi regelmässig bei einem Besäufnis überprüft werden. Muss ja alles seine Ordnung haben.
Dabei sind die beiden klasse und als Aushilfen eine interessante Besetzung vom Autor.
Dann seltsame Vorkomnisse und man ist mitten drin in diesem Kriminalroman.

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Veröffentlicht am 25.04.2020

Ein rabenschwarzer Krimi

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Meine Meinung:

In das Buch kommt man recht leicht rein. Der lockere Schreibstil machts möglich.
Wir lernen sehr bald die Protagonisten kennen (die man übrigens in der Klappe des Buches, schön beschrieben ...

Meine Meinung:

In das Buch kommt man recht leicht rein. Der lockere Schreibstil machts möglich.
Wir lernen sehr bald die Protagonisten kennen (die man übrigens in der Klappe des Buches, schön beschrieben anschauen kann).

Einem wird beim lesen sehr schnell klar, das man mit schwarzem Humor sympathisieren muss um dieses Buch zu lesen. Ich denke das sonst sehr viel verloren geht und das Buch falsch verstanden werden kann.
Ich habe zwar schwarzen Humor, muss aber sagen das es selbst mir manchmal ein bisschen zu viel des Guten war.

Der Plot der Geschichte war gut zu lesen, es ist eins dieser Bücher, die man schnell an einem Nachmittag lesen kann, da sie nicht sonderlich anspruchsvoll sind, aber trotzdem Spaß machen zu lesen.

Leider muss ich sagen das ich die Charaktere nicht sonderlich mochte. Sie waren zwar schön ausgebaut und der Autor hat sich hinter jeder Figur etwas gedacht, dennoch war mir keine von ihnen sympathisch. Ich hatte daher Schwierigkeiten, das Buch richtig genießen zu können, was ich sehr schade finde.

Fazit:
Ein Buch mit sehr schwarzem Humor. Ein Krimi der etwas anderen Art.

Veröffentlicht am 20.04.2020

Friedberg ist gar nicht friedlich

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Der Kriminalroman beginnt damit, dass ein Sarg dem Aushilfssargträger verdächtig schwer vorkommt und damit bringt er ungewollt eine Lawine von Ereignissen in Gang.

Zu Beginn der Story hatte ich noch ...

Der Kriminalroman beginnt damit, dass ein Sarg dem Aushilfssargträger verdächtig schwer vorkommt und damit bringt er ungewollt eine Lawine von Ereignissen in Gang.

Zu Beginn der Story hatte ich noch Spaß, denn die Figuren wurden einfach herrlich charakterisiert und mein "Kopfkino" lief. Ich musste zwischendurch schmunzeln. Das Erzähltempo war rasant, gerade, wenn ich dachte, jetzt weiss ich , wie es weitergeht, wurde ich eines Besseren belehrt. Die Wortwahl, obwohl sie nur den schwarzen Humor unterstreichen sollte, war mir jedoch an einigen Stellen zu heftig und auch zu diskriminierend. Das Ende des Buch hat mich absolut überrascht - gut gemacht.

Ich mag schwarzen Humor, mir war er hier persönlich jedoch zu derb.

Ich vergebe deswegen für diesen Kriminalroman solide drei Sterne!

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