Temporeich
Als ich begonnen habe "Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer zu lesen, hatte ich so gar keine Erwartungen an den Roman und wusste auch nicht, was mich erwartet, denn es war ein Buchgewinn.
Der Roman handelt ...
Als ich begonnen habe "Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer zu lesen, hatte ich so gar keine Erwartungen an den Roman und wusste auch nicht, was mich erwartet, denn es war ein Buchgewinn.
Der Roman handelt von Wanda, einer jungen Schauspielerin, die noch auf ihren großen Durchbruch wartet. Mit ihrer Tochter Karlie lebt sie in einem Berliner Plattenbau. Ihr großer Traum ist es, dort rauszukommen, denn sie fühlt sich nicht zu den Hartz IV Empfängern dazugehörig. Irgendwie scheint Wanda vom Pech verfolgt zu sein. Selbst als sie eine Rolle bekommt, ist sie die ganz schnell wieder los, da Karlie schwer krank wird. Eines Tages nimmt ihr Leben eine Wendung. Sie lernt den erfolgreichen Schauspieler Adam Ezra kennen. Durch ihn schnuppert sie in das Leben der Schönen und Reichen rein und erhält endlich ihre erste richtige Rolle. Die Existenz ihrer Tochter verheimlicht sie und wieder einmal bricht ihr Kartenhaus zusammen. Wird Wanda jemals ihren Traum verwirklichen können?
Obwohl ich den Schreibstil der Autorin etwas gewöhnungsbedürftig fand, war alles gut verständlich. Das Verhalten der Protagonistin war für mich nicht immer schlüssig. Einerseits hat man ihre Liebe zu Karlie deutlich gespürt, andererseits gab es Zeiten, in denen sie sich nicht richtig um sie gekümmert hat, sie Nachts sogar allein gelassen hat. Der Unterschied zwischen Arm und Reich spiegelt sich hier sehr schön wieder. Aber vielleicht war auch alles einfach überspitzt dargestellt!? So richtig klischeehaft.
Mich hat die temporeiche Geschichte von Anfang an gepackt, so dass ich immer weiter lesen musste, um zu erfahren, was als nächstes passiert. Das Cover übrigens war auch top!