Cover-Bild Die Schlange von Essex
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 15.04.2019
  • ISBN: 9783442489183
Sarah Perry

Die Schlange von Essex

Roman - Das Buch zur Serie auf Apple TV+
Eva Bonné (Übersetzer)

Jetzt als Serie mit Starbesetzung verfilmt! Clare Danes als Cora Seaborne und Tom Hiddleston als William Ransome.

Im viktorianischen England streiten eine Wissenschaftlerin und ein Pfarrer über Gott und die Welt. Und die Liebe ...

»Jane Austen lässt grüßen.« Oberösterreichische Nachrichten

London im Jahre 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist in den Küstenort Aldwinter. Dort geht das Gerücht um, der mythische Lindwurm von Essex sei zurückgekehrt und fordere Menschenleben. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät Cora schnell mit dem ortansässigen Pfarrer William Ransome aneinander. Beide sind in rein gar nichts einer Meinung, beide fühlen sich unaufhaltsam zueinander hingezogen. Doch William ist nicht nur Pfarrer, sondern außerdem verheiratet ...

»Die Schlange von Essex« – jetzt als als Serie mit Starbesetzung verfilmt und im Stream abrufbar.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2019

Meine Gedanken fahren Achterbahn!

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"Die Schlange von Essex" ist ein Roman von Sarah Perry der 2019 als Taschenbuch beim Goldmann Verlag erschienen ist.

Es geht um Cora Seaborne die nach dem Tod ihres Mannes in die Küstenstadt Aldwinter ...

"Die Schlange von Essex" ist ein Roman von Sarah Perry der 2019 als Taschenbuch beim Goldmann Verlag erschienen ist.

Es geht um Cora Seaborne die nach dem Tod ihres Mannes in die Küstenstadt Aldwinter reist. Dort legt sie sich mit dem Pfarrer und seinen Ansichten an und verspürt doch eine Zuneigung. Zudem geht das Gerücht des Lindwurms von Essex um. Und dieses Urzeitwesen fordert Menschenleben.

Wo fange ich mit meiner Meinung an. Es ist ein sehr skuriles Buch. Es ist spannend, unterhaltsam, aber auch langatmig und merkwürdig. Ich kann es mit keinem Buch vergleichen. Ich denke, dass man das Buch entweder mag oder aber keinen Zugang findet. Mir hat es gefallen. Es war an mancher Stelle beschwerlich voranzukommen, aber wiederum hat es sich gelohnt, da es mich auf eine Achterbahnfahrt der Gedanken gebracht hat. Dies ist ein Buch, dass einen auch nach dem Lesen noch beschäftigt, auch wenn es gänzlich anders als erwartet war.

Passend dazu ist das Cover. Es ist anders, es ist ein Hingucker. Bei dem Blickfang und dem Titel konnte ich nicht widerstehen und habe eine Geschichte gefunden, die seinesgleichen sucht.

Es gibt wirklich viele ganz tolle Zitate, da die Autorin Sarah Perry ein besonderes Talent für das Schreiben besitzt. Hier einmal zwei schöne um einen kleinen Einblick zu bekommen:

"Lass uns so leben, wie wir denken - frei und ohne Angst - nichts soll usn zusammenhalten als Zuneigung und die gemeinsame Sache" (Seite 373)

"Sie sind eine Frau und müssen anfangen, wie eine Frau zu leben. Ich möchte damit nur sagen: Haben Sie Mut" (Seite 389)

Fazit:
Dieses Buch spaltet die Gemüter. Ich denke man mag es oder man mag es nicht. Etwas dazwischen gibt es wohl nicht. Es ist skurril, anders, schockierend und sehr gut geschrieben.

Veröffentlicht am 23.01.2019

Die Schlange von Essex

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Zwischen Wissenschaft und Glaube

Die Schlang von Essex ein wirklich ganz besonderes Buch!! und das meine ich so wie ich es sage... und verwende die Floskel nicht einfach nur so.

Aber fangen wir von ...

Zwischen Wissenschaft und Glaube

Die Schlang von Essex ein wirklich ganz besonderes Buch!! und das meine ich so wie ich es sage... und verwende die Floskel nicht einfach nur so.

Aber fangen wir von vorne an. ;)



Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich nur "Heiliger Espresso, ist das ein wunderschönes und aufwendiges Cover. CHAPEAU. WOW.

Und dann dreht man das Buch um, um den Knappentext zu lesen ( natürlich tut man das :D ) und wird gleich von einmal aus den Socken gehauen.

Doch dann kam die Geschichte und alles änderte sich. Es wurde noch besser!!! Ja es wurde noch besser.

Ich habe noch nie eine Geschichte gelesen, die mir realistischer Vorkam das diese hier. Das Buch ist voller Geheimnisse, ich konnte gar nicht abwarten weiter lesen.

Der Roman spielt in der Zeit, während dem Realismus und ich finde die Autorin, hat es perfekt beschreiben und in ihre Geschichte mit eingebunden. Das Buch steckt voll in den Problemen dieser Epoche. Den Konflikt zwischen Glaube und Wissenschaft. Das Frauen sich nicht für die Wissenschaft zu interessieren haben und der Sozialenungerechtigkeit. Mit Cora haben wir eine perfekte Protagonisten, die den ganz streben nach Wissen super verkörpert. Nach wenn dieser Drang im Buch zum Schluss leider ein bisschen abnimmt. Schade. Das selbe Spiel haben wir bei dem Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft. Ich hab das super zu lesen, es weckt das Interesse des Lesers und Sarah Perry hat es einer grandios Geschrieben und dann? schwächt dieser Konflikt einfach hab, und bekommt nicht mehr so viel Beachtung von der Story. Wirklich sehr Schade.

Natürlich finden Wir, in der "Schlange von Essex" auch Liebe und Romantik. Es fängt bei kleinen Schwärmereien an und reicht bis zur tiefen und abgrund ehrlichen Liebe. Alles aber immer noch so geschrieben, das es nicht ins kitschige abrutscht.



Ich habe mich sowieso komplett in den Schreibstil von Sarah Perry verliebt. Die Frau hat eine unglaubliche tolle Sprache, die aussagekräftig, intelligent und gefühlsvoll zu Gleich ist.

Ich meine Sie hat einen britischen Buchpreis bekommen und jeder der zwei, drei Seiten gelesen hat weis auch warum. So wunderbar.



Natürlich, wie soll ich auch anders sein , hat dieses prachtvolle Roman auch prachtvolle Charaktere. Die alle auf ihre, wirklich ganz eigne Art und Weise besonders sind.

Cora ist eine wirklich grandiose Hauptfigur, die Elizabeth auch "Stolz und Vorurteil" echt Konkurrenz machen kann.

Cora mit ihrem streben nach Wissen und noch mehr Wissen, dann dieser Wirklich tolle Gegenpol dazu, in Form von Pfarrer William. Göttlich!

Wer Stereotypen will, ist bei dieser Geschichte an der falschen Adresse.

Veröffentlicht am 02.12.2025

Nessi in Essex?

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𝐃𝐢𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐄𝐬𝐬𝐞𝐱 ist ein Buch, das ich allein wegen seiner hübschen Optik in meiner Sammlung haben wollte. Und natürlich auch wegen des verlockenden Klappentextes um den Mythos eines Seeungeheuers, ...

𝐃𝐢𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐄𝐬𝐬𝐞𝐱 ist ein Buch, das ich allein wegen seiner hübschen Optik in meiner Sammlung haben wollte. Und natürlich auch wegen des verlockenden Klappentextes um den Mythos eines Seeungeheuers, welches einen kleinen englischen Ort im 19. Jahrhundert heimsucht. Aber meine Bücherei hatte es da und weil Bücher nun mal teuer sind, durfte es nur als Leihexemplar bei mir einziehen.

Der Roman begleitet eine Vielzahl von Personen, wobei die junge Witwe Cora und der Pfarrer Will die Hauptfiguren bilden. Cora ist voller Wissensdurst, folgt den Thesen Darwins und als sie hört, im Küstenort Aldwinter habe man eine Seeschlange gesichtet, ist sie sofort Feuer und Flamme. Könnte es sich doch um ein prähistorisches Wesen handeln.
Die Dorfgemeinde glaubt aber eher an ein mystisches Ungeheuer. Will Ransome glaubt an keines von beidem, ist aber zunehmend fasziniert von Cora, mit der er aber auch immer wieder aneinander gerät.

Ich hatte einige Probleme mit dem Roman.
Erst einmal gibt es zu viele Personen, von denen kaum eine sympathisch ist. Jede von ihnen hat seine eigene interessante Geschichte zu erzählen, die aber nicht genug Raum bekommt, weil eben zu viel los ist.

Das Paar Cora und Will hatte für mich null Chemie, zumal Will mit einer sehr lieben Frau verheiratet ist und mit Cora nichts gemeinsam hat. Cora ist anders und darin liegt der Reiz. Aber wie soll man mit eine Romanze mitfiebern, wenn die Verliebten nie einer Meinung sind und andere mit ihrem Verhalten verletzen?

Auch wenn es hier um ein mystisches Wesen geht, erwartet keine Fantasy. Die Schlange steht für vieles. Wissenschaft und Aberglaube, Medizin, Massenhysterie, soziale Ungerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben zu jener Zeit. Alles interessante Themen, über die ich gern gelesen habe. Man hätte es aber vielleicht besser auf drei verschiedene Romane aufgeteilt, damit jedes Thema für sich glänzen kann.

Von mir erhält der Roman trotz meiner Kritik eine positive Bewertung, denn er hat mich sehr gut unterhalten. Und auch das versöhnliche Ende hat mir gefallen.

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Veröffentlicht am 15.01.2024

Vorlage zur Serie

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Ich kann die begeisterten Stimmen verstehen. Das Buch entfaltet ein tolles Flair und fängt das viktorianische England wirklich gut ein. Gerade der Kontrast zwischen Stadt und Land, Glaube und Forschung ...

Ich kann die begeisterten Stimmen verstehen. Das Buch entfaltet ein tolles Flair und fängt das viktorianische England wirklich gut ein. Gerade der Kontrast zwischen Stadt und Land, Glaube und Forschung bzw. Fortschritt baut ein Spannungsfeld auf, in dem sich die Protagonisten bewegen. Wie schon in ihren anderen Romanen schafft es die Autorin dabei, das mystische Element so diffus aufzubauen, dass man als Leser teilweise selbst nicht weiß, was man glauben soll.

Cora ist eine Protagonistin ganz im Sinne viktorianischer Vorbilder und funktioniert auch als moderne Heldin. Sie ist erfrischend eigenbestimmt und steht in starkem Kontrast zu William. Deren Beziehung ist authentisch und kann fesseln, sie passt in die Zeit. Aber auch die Darstellung von Coras Sohn konnte mich überzeugen und zeigt auf, mit welchen Schwierigkeiten er zurechtkommen musste.

Ein in sich rundum stimmiges Buch, dass subtil viele Themen aufgreift und miteinander verknüpft. Am Ende des Buches hätte ich gerne noch mehr über Cora und William gelesen und freue mich nun, in die Serie hineinzuschnuppern.

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Veröffentlicht am 15.04.2021

Zwischen Religion und Wissenschaft

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Da ich ein großer von Fan historischen Romanen bin - insbesondere im England des 19. Jahrhunderts - und dieses Buch sogar als bester Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, stand es verständlicherweise schon ...

Da ich ein großer von Fan historischen Romanen bin - insbesondere im England des 19. Jahrhunderts - und dieses Buch sogar als bester Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, stand es verständlicherweise schon lange auf meiner Leseliste - nun bin ich endlich dazu gekommen ihn zu lesen.

In die Geschichte habe ich mich schnell und gut eingefunden, da der Schreibstil der Autorin etwas poetisches hat. Schnell lernt man alle Hauptfiguren des Romans kennen: die junge Witwe Cora, die sich aus dem Korsett der Ehe befreien will und sich für die Ideen von Darwin und Co. interessiert; ihre Begleiterin und Freundin Martha, überzeugte Sozialmarxistin, die sich die Verbesserung der Wohnsituation der Arbeiterinnen in London zum Projekt gemacht hat; der Chirurg Luke Garrett, der mit seiner Genialität und seinen Experimenten am menschlichen Körper auf Ablehnung stößt; sein treuer Freund George Spencer, ein Vertreter der Oberschicht, der sich nie um Geld sorgen musste, sich nun aber unter Marthas Einfluss zunehmend für seinen Reichtum schämt; und zu guter Letzt, der Dorfpfarrer William, der den Frieden seiner Gemeinde zusehend durch die "Schlange von Essex" bedroht sieht.

Während sich die Geschichten der einzelnen Figuren schnell vernetzen, schwebt über allen das Zeichen der Schlange, welches sich unterschiedliche auslegen lässt: zum einen wäre da die um den Äskulapstab gewundene Schlange, das Symbol der Ärzte. Zum anderen erinnern wir uns an die Schlange aus dem Garten Eden, die Eva verführt, den Apfel vom Baum der Erkenntnis zu essen; darüberhinaus kann die Schlange auch an den Ur-Zustand der Natur und die Entwicklung der Arten erinnern, an Urwesen, die im darwinistischen England zusammen mit Fossilien gesellschaftsbestimmende Themen sind. Hier treffen Religion und Wissenschaft aufeinander, vertreten vom belesenen Dorfpfarrer William und der Witwe Cora. Zusammen erörtern sie Fragen philosophischer, ethischer und religiöser Art - was oft im Streit der beiden endet. Dazu kommt das "Problem der Schlange von Essex", die das Dorfleben aufrüttelt: Überfällt nachts wirklich eine Schlange das Dorf und raubt Menschenleben? Oder ist die Schlange in Wirklichkeit nur ein Dorn der Angst in unseren Köpfen? Wovor fürchten wir uns? Vor einem strafenden Gott?



Während mich die Geschichte und die Debatten schnell in den Bann gezogen haben und ich das Setting klasse fand, war ich leider bis zum Ende nicht von der körperlichen Anziehung von Cora und Will überzeugt. Ihre geistige Anziehung aufgrund ihrer vielen, gemeinsamen Debatten war offensichtlich. Cora und ihre Gefühle Will und Luke hingegen habe ich leider nie ganz verstanden: ja, sie möchte nicht mehr im Käfig der Ehe gefangen sein. Doch kann man aus diesem Buch doch ganz klar herauslesen, dass die Rolle der Frau im ausgehenden 19.JH nicht mehr einfach nur die einer Ehefrau und Mutter war und sich viele Möglichkeiten für Frauen auftaten (Ja, auch wenn das schwieriger als für Männer war!). So blieb Cora mir leider bis zum Ende hin leicht unsympathisch durch ihre oftmals selbstsüchtige und gedankenlose Art.

Neben den Debatten zu Religion und Wissenschaft greift das Buch jedoch noch eine Vielzahl weiterer Themen auf: die Wohnungsnot der Arbeiter
innen; die Vorstöße im Bereich der Medizin (Chirurgie); die gesellschaftlichen Diskussionen zur Lehre Darwins; die Rolle(n) der Frau. Obwohl ich die meisten dieser Themen sehr spannend finde, waren es zu viele Themen, die hier in einer Geschichte unter einen Hut gepackt wurden; so hatten einige Themen kaum Tiefgang (Medizin und Chirurgie).


Abschließend kann ich sagen, dass sich das Buch gut und flüssig lesen lässt (habe es in zwei Tagen ausgelesen) und interessante Themen aufwirft und diskutiert. Leider kommt man einigen Buchfiguren nicht so nah, die Themenvielfalt ist zu groß und die "Liebesgeschichte" (zunächst platonischer Art) kann leider nicht überzeugen. Schöner Roman für Zwischendurch, aber nicht "Bester Roman des Jahres" - 3,5 Sterne!

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