Cover-Bild Das Haus am Sunset Lake
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 16.07.2018
  • ISBN: 9783734105067
Tasmina Perry

Das Haus am Sunset Lake

Roman
Babette Schröder (Übersetzer)

Der perfekte Roman für einen entspannten Sommertag ...

Savannah 1995: Ein herrlicher Sommer liegt vor Jennifer Wyatt, als sie mit dem Collegeabschluss in der Tasche nach Casa D'Or zurückkehrt – der verwunschenen Südstaatenplantage am Sunset Lake, die seit Generationen im Besitz ihrer Familie ist. Zwanzig Jahre später ist Casa D’Or verlassen, und Jennifer hat die Tür zu ihrer Vergangenheit fest verschlossen. Zu schmerzlich sind die Erinnerungen an jenen letzten Sommer. Doch dann tritt plötzlich Jim wieder in ihr Leben – der Mann, dem sie damals ihr Herz schenkte. Das Wiedersehen wühlt alte Erinnerungen auf und enthüllt die dunklen Geheimnisse, die das Haus seit jenem tragischen Sommer birgt …

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2018

Eine magische Geschichte über die schicksalshaften Folgen eines Sommers.

0

Allgemeines:

Titel: Das Haus am Sunset Lake
Autor: Tasmina Perry
Verlag: Blanvalet Verlag (16. Juli 2018)
Genre: Roman
ISBN-10: 3734105064
ISBN-13: 978-3734105067
ASIN: B077BWZQCT
Originaltitel: The ...

Allgemeines:

Titel: Das Haus am Sunset Lake
Autor: Tasmina Perry
Verlag: Blanvalet Verlag (16. Juli 2018)
Genre: Roman
ISBN-10: 3734105064
ISBN-13: 978-3734105067
ASIN: B077BWZQCT
Originaltitel: The House on Sunset Lake
Seitenzahl: 416 Seiten
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)
8,99€ (Kindle-Edition)



Inhalt:

"Ob er wohl auch über den See blickte, die Lichter der Party betrachtete, und so traurig und voller Bedauern war wie sie? Sie bezweifelte es. Jim Johnsons Herz war ungestüm und leidenschaftlich - das gehörte zu den Dingen, die sich am meisten an ihm mochte. Wenn ihm etwas wichtig war, dann setzte er sich ganz und gar dafür ein."

Savannah 1995: Ein herrlicher Sommer liegt vor Jennifer Wyatt, als sie mit dem Collegeabschluss in der Tasche nach Casa D'Or zurückkehrt – der verwunschenen Südstaatenplantage am Sunset Lake, die seit Generationen im Besitz ihrer Familie ist. Zwanzig Jahre später ist Casa D’Or verlassen, und Jennifer hat die Tür zu ihrer Vergangenheit fest verschlossen. Zu schmerzlich sind die Erinnerungen an jenen letzten Sommer. Doch dann tritt plötzlich Jim wieder in ihr Leben – der Mann, dem sie damals ihr Herz schenkte. Das Wiedersehen wühlt alte Erinnerungen auf und enthüllt die dunklen Geheimnisse, die das Haus seit jenem tragischen Sommer birgt …


Bewertung:


Der Blanvalet Verlag hat zusammen mit der Brigitte und der Flow letztes Jahr die Hello Sunshine Kampagne ins Leben gerufen, bei denen Blogger die Chance bekommen, ihre Rezensionen zu ausgewählten Sommerlektüren in einer der Zeitschriften zu veröffentlichen. Ich habe da natürlich gerne mitgemacht und mir "Das Haus am Sunset Lake" ausgesucht, welches ich euch nun vorstellen möchte.

Schon das Cover entführt mit der sommerlichen, magischen Ausstrahlung in das subtropische Savannah in Georgia. Mit dem großen, schimmernden See, der von einigen Nebelfetzen umwölkt das Zentrum des Covers ziert und der steilen, bewachsenen Uferböschung inklusive Holzsteg, wird die warme, verträumte Atmosphäre des Settings sehr treffen angerissen. Auch der kleine Umriss einer Frau im legeren Sommerkleid passt gut ins Bild und soll vermutlich Jennifer Wyatt darstellen. Der Titel, der in unaufdringlichem Weiß die Mitte des Bildes einnimmt, passt zwar gut, klingt meiner Meinung nach für diese wunderbare Geschichte ein wenig unspektakulär. Etwas mit mehr Seele wie zum Beispiel "Casa D´Or", hätte mir wahrscheinlich mehr zugesagt. Nichtsdestotrotz ein ansprechendes und atmosphärisches Titelbild, das super in die Story einstimmt.

Erster Satz: "Wer jemals einen Sommer in der Casa D´Or verbracht hat, wird ihn nie vergessen, die Erinnerungen bleiben für immer lebendig."

So beginnt die Geschichte mit einem kurzen Prolog: eine nicht genauer definierte Person reißt die besonderen Erlebnisse des Sommers 1995 an, nur um uns dann auf 20 Jahre später zu vertrösten. Schon in den ersten Zeilen wird klar, dass dieser Sommer alle Beteiligten für immer verändert hat und unsere Aufgabe als Leser ist es auf den kommenden 416 Seiten, die Erzählung aus der Gegenwart 2015 mit den kurzen Rückblenden aus jenem vergangenen Sommer zu einem einheitlichen Bild zu verweben und somit die vergangenen Geschehnisse zu rekonstruieren. Anders als der Klapptext es vermuten lässt, tauchen wir dazu zuerst in das Leben des Immobilienmaklers Jim Johnson ein. Mit fast 40 ist der gutaussehende Mann zwar nicht alleine, weil er jedoch immer noch seiner Jugendliebe hinterhertrauert, ist er in erste Linie mit seiner Arbeit verheiratet. Wie der Zufall es will, bringt ihn seine Arbeit für die Hotelkette Omari wieder genau an den Ort, an dem alles angefangen hat: die Casa D´Or im Süden der USA. An diesem ganz besonderen Ort lernte er die reiche Jennifer kennen, die aber aufgrund des Milieuunterschieds, der begrenzten Zeit und ihres Freundes Connors unerreichbar für ihn scheint. Was im Laufe der Monate in Savannah zwischen den beiden passierte, bleibt erstmal unklar. Doch als Jim Jennifer nach all den Jahren wieder trifft, kommt die scheinbar verarbeitete Geschichte wieder hoch und die beiden scheinen eine neue Chance zu bekommen...


"Im Laufe der Jahre habe ich meinen mit dem Frieden geschlossen, was geschehen ist. Was dich und mich angeht, so hatten wir einen perfekten Sommer, eine perfekte Liebesgeschichte, die in der Zeit stehengeblieben ist. Denn wenn du nicht aus Savannah abgereist wärst, wenn wir zusammengeblieben wären, wären wir genau wie all die Paare im Domina geworden, die einander nichts mehr zu sagen haben und sich nur über das köstliche Essen unterhalten. So wie es ist, waren und werden wir immer unglaublich sein."


Auch wenn diese Geschichte wohl mehr Wohlfühlroman ist, als tiefgründiges Drama, konnte die mal herzerwärmend schöne, mal frustrierend tragische Geschichte einiges an Spannung aufbauen. Gerade dadurch, dass die Erzählweise nicht stringent und chronologisch ist, ist Platz für Wendungen, falsche Annahmen und Spekulationen. Gerade wenn geklärt scheint, was sich ereignet hat, kommt eine weitere Intrige ans Licht, weitere Charaktere werden bloßgestellt und verletzende Enthüllungen werfen die Handlung in der Gegenwart wieder zurück. So wird auf sehr sensible Art und Weise eine Grundspannung aufgebaut. Dadurch, dass Jennifer in der Vergangenheit aus ihrer Perspektive erzählen darf, während wir die Erlebnisse der Gegenwart aus Jims Sicht dargestellt bekommen, ist die Identifikation mit den Charakteren nicht besonders schwer und die vielen Gefühle, die immer wieder hochkochen, machen die Geschichte zu einem intensiven Leseerlebnis.


"Mit Schindeln gedeckte Häuser standen hinter Palmen, Palisadenzäunen und weiten Rasenflächen. Und als die Straße ein Sumpfgebiet kreuzte, bewunderte Jim die lebendigen Farben, die Seebinsen und die scharfen Schatten der Limonen, die sich vor dem karibisch blauen Himmel abzeichneten. (...) Die Casa D´Or war bloß ein Haus, eine Ansammlung aus Holz, Stein und Schiefer, doch es warf einen so langen Schatten auf sein Leben, dass es ihm übernatürlich vorkam..."


Das wahre Herzstück des Buches ist jedoch die verwunschene Atmosphäre, die über dem Sommer 1995 liegt und eng mit dem spannenden Setting verbunden ist. Wie schon erwähnt entführt der Roman den Leser ins entfernte Savannah, welches mit der historischen Altstadt, ihren begrünten Plätzen, den vielen restaurierten Häusern aus der Kolonialzeit und der wunderbaren Natur als eine der schönsten Städte der USA gilt. Spätestens seit Filmen wie "Forrest Gump" oder "Vom Winde verweht" haftet dieser Region in den Köpfen von Lesern einen Hauch von Romantik an, auch wenn das eigentlich gegen die dunklen Seiten der Region spricht: der skrupellose Sklavenhandel in der Baumwollhochburg, der Sezessionskrieg, das blutige Ende des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges - der malerische Touch Savannahs weiß geschickt über das viele Blut hinwegzutäuschen, da hier schon vergossen wurde. Durch den bodenständigen aber präzisen Schreibstil Tasmina Perrys wird genau diese Stadt hier lebendige Kulisse einer tragischen Geschichte. Durch passend gewählte Beschreibungen der Landschaft kommt das südliche Flair der Casa D´Or gut zur Geltung und man kann die prickelnde Verheißung des Sommers spüren, während man mit Jim und Jen durch endlose Eichenalleen mit spinnwebenartigem Dschungelmoos läuft, einen der historischen Friedhöfe besucht, Gatsby-Partys im historischen "Haus aus Gold" feiert oder sich einfach nur vom Charme des Sonnenaufgangs bezaubern lässt.


"Ich spüre ein Gewitter nahen, über dem See ziehen dunkle Wolken auf. In deinem Zimmer brennt noch Licht - ich sehe es auf der anderen Seite des Wassers funkeln, und wenn ich die Augen zusammenkneife, kann ich deine Umrisse erkennen, die mich mit ihren verbotenen Verheißungen locken. Ich will dich sehen, bevor der Regen kommt."


Das zweite Standbein der Storyline sind die Charaktere. Auch wenn es neben Jim und Jennifer noch eine ganze Menge an facettenreichen Nebencharakteren gibt, die mal mehr und mal wenig genau charakterisiert werden, sind die zwei unanfechtbar die Protagonisten. Abwechselnd erzählen sie von Gefühlen, die zwar 20 Jahre auseinanderliegen und immer wieder von unterschiedlichen Zufällen unterbrochen werden, jedoch im Grunde unangetastet bleiben. Schon ganz am Anfang ist klar, dass die beiden zusammengehören, auch wenn das Schicksal sie immer wieder auseinanderreißt und ihnen Steine in den Weg legt. Besonders vielschichtig und interessant lässt sie der direkte Vergleich ihrer Persönlichkeiten zwischen 1995 und 2015 wirken. Als Leser ist es gleichzeitig schwierig und spannend, den enormen Entwicklungssprung der beiden zu verfolgen und am Ende zu verstehen, dass die beiden selbst die Charakterstudie und ein Teil des Dokumentarfilmes "21" widerspiegeln, welchen Jennifer drehen möchte: auf der einen Seite die naiven Träume, Ängste und Vorstellungen der Jugend von der Zukunft, auf der anderen Seite die realistischen Entwicklungen der selben Personen nach 20 Jahren.


"Der Mond glänzte auf dem Wasser, und sie ließ die Schultern hängen. Zu Beginn des Sommers war sie aus New York geflohen, um Klarheit über ihr Leben zu gewinne, und jetzt, zwei Monate später, schien ihr alles verwirrender als jemals zuvor."


Rückblickend ist keiner von beiden dort angekommen, wo er es sich gewünscht hatte: Jim hat durch die Erlebnisse der Vergangenheit einen Realitätsschock erlitten und von seinen Träumen, Musiker zu werden abgesehen. Stattdessen ist er erfolgreicher Immobilienmakler geworden, nachdem er auch für das Bankgeschäft gearbeitet hat. Für den kreativen, jungen Jim undenkbar. Jennifer hingegen hat ebenfalls ihren Traum, einen Film zu drehen, aufs Eis gelegt und hat versucht, ganz in ihrer Rolle als reiche Ehefrau Connors aufzugehen und ihre Muse in der Organisation von Spendenveranstaltungen zu finden. Dass keiner von beiden wirklich glücklich ist, zeigt sich, als sie sich wieder treffen und alle alten Gefühle mit neuer Intensität zurückkommen. Doch schaffen sie es, die Gespenster der Vergangenheit zu überwinden? Es hat mich sehr mitgerissen, wie es die beiden immer wieder zueinander hin zieht, auch wenn sie der Rest der Welt in verschiedene Richtung zu zerren scheint.


"Du hast ein echtes Talent, weißt du das?"
"Wofür?"
"Das Leben aufregend erscheinen zu lassen, und voller Möglichkeiten."
"Die Leute behaupten, sie wären gefangen, aber im Allgemeinen bauen wir uns unsere Käfige selbst. Manchmal muss man nur wissen, wann man Nein und wann man Ja sagen muss."
"Ja", flüsterte sie, als er sie küsste."


Im Laufe der Geschichte mischen sich immer dunklere Wahrheiten in das zuvor so positive Bild und zerstören die Idee des perfekten Sommers gründlich, während langsam leisere Töne aufkommen und am Ende das vollständige Mosaik umrahmen. Dann ist es sogar in Ordnung, dass das Ende im Epilog ein wenig kitschig und erzwungen wirkt - was geht schließlich auch über ein ausgesprochen glückliches Ende nach 416 Seiten bangem Hoffen...?


"Die Wahrheit. Das ist ein großes Wort, nicht?", sagte Jim nachdenklich. "Ich weiß noch, dass ich meinen Vater einmal gefragt habe, was es bedeutet, und er sagte: Das, was richtig ist." (...) "Sie verdient es, glücklich zu sein", erklärte Sarah fest. Eine Weile schwiegen sie.
"Ich weiß, wie sie glücklich werden kann. Und du auch.", sagte sie dann leise und auf einmal war eine tiefe Trauer zwischen ihnen. Jom hatte das Gefühl, dass etwas zu Ende ging, wie das letzte Wispern des Sommers an einem Septemberabend."



Fazit:

Eine magische Geschichte über die schicksalshaften Folgen eines Sommers. Ein Hauch von Melancholie, viel Liebe, Schmerz und einige Menge "Vom Winde verweht"-Atmosphäre, die vor allem durch das südliche Flair der Casa D´Or geschaffen wird, machen diese Geschichte zu einem intensiven Leseerlebnis!

Lest selbst was in dem ominösen Sommer von 1995 passiert ist, geht auf die magische Reise nach Savannah und lasst euch auf die vielen Emotionen der Geschichte ein - ihr werdet es nicht bereuen!

Veröffentlicht am 06.09.2018

Schöner Sommerroman

0

Schon seit vielen Jahren ist die Casa D’Or, das große Haus am Sunset Lake, im Besitz der Familie Wyatt. Deren Tochter Jennifer hat gerade ihren Collegeabschluss in der Tasche und kehrt nun in ihre Heimat ...

Schon seit vielen Jahren ist die Casa D’Or, das große Haus am Sunset Lake, im Besitz der Familie Wyatt. Deren Tochter Jennifer hat gerade ihren Collegeabschluss in der Tasche und kehrt nun in ihre Heimat zurück. Auch ihre weitere Zukunft scheint schon lange geregelt und eines Tages wird sie Connor, ebenfalls aus reichem Elternhaus, heiraten. Doch dann lernt sie Jim Johnson kennen, Musiker, Sohn eines berühmten Autors und in all seinem Tun frei und locker. Schnell verliebt sie sich bis über beide Ohren in Jim und scheint all ihre Zukunftspläne über den Haufen zu werfen, bis ein tragisches Unglück geschieht. Mittlerweile sind mehr als zwanzig Jahre vergangen und die Casa D’Or steht zum Verkauf. Jim Johnson, der heute für eine große Hotelkette arbeitet, wird beauftragt, das Gutshaus in ein exclusives Hotel zu verwandeln. Doch schon beim Erwähnen des Hauses driftet Jim in Gedanken weit zurück in längst vergangene Tage und zu der Frau, die er seitdem niemals vergessen konnte.
Meine Meinung
Das Cover gefiel mir auf anhieb und so wurde ich gleich neugierig auf die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Der Einstieg fällt hier recht leicht, denn die Autorin Tasmina Perry schreibt sehr einfühlsam und klar. Sie schaffte es sehr schnell mit ihren gefühlvollen Worten zu fesseln und dass sie ihre Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt, ist sowieso etwas, das mir immer ganz hervorragend gefällt.
Genau diese beiden Zeitebenen waren es auch, die den besonderen Reiz der Geschichte ausmachten. Während die Geschichte der Gegenwart aus der Sicht Jim Johnsons erzählt wird, ist Protagonistin Jennifer die Stimmer aus der Vergangenheit. Man spürt während des Romans, dass hier etwas sehr tragisches stattgefunden haben musste, doch worum es wirklich ging, erfährt man erst zum Schluss. Mit diesem Ende, bzw. mit diesem Ereignis aus der Vergangenheit konnte mich die Autorin doch schon überraschen, denn erahnt hätte ich es nicht. Die wechselnden Perspektiven, die Zeitsprünge und diese Ahnung halten die Spannung aufrecht, denn der Leser erfährt immer nur kleinere Momente. Diese werden wie ein Puzzle Stück für Stück zusammengelegt, bis sie ein großes Gesamtbild ergeben.
Der Stil des personellen Erzählers in dritter Person passt hier ebenfalls sehr gut in die Geschichte, denn dieser verrät niemals zu viel, stattdessen dürfen wir beobachten, was bereits geschah und wie die Charaktere derzeit sind.
Beide Protagonisten waren mir nicht umgehend sympathisch, bzw. ich wurde nicht so schnell warm mit ihnen. Das alles hängt hier aber durchaus mit den Ereignisse aus dem Jahr 1994 zusammen. In der Gegenwart sind sowohl Jennifer als auch Jim eher distanzierte Persönlichkeiten. Jennifer wirkt unterkühlt und doch spürt man bei ihr, dass es nur Fassade war. Gerade in den Rückblenden lernt man beide durchaus noch näher und intensiver kennen und so nach und nach konnte ich mich auch mit ihnen anfreunden.
Auch die Nebencharaktere erhalten, je nach Rolle, den ihnen angemessenen Raum, so dass sie hier Einfluss auf die Handlung nahmen. Vor allem Connor, Jims Vater und Jennifers Mutter sorgten hier immer mal wieder für überraschende Wendungen.
Mein Fazit
Ein spannender und leicht zu lesender Roman, der perfekt für einen gemütlichen Lesenachmittag auf dem Balkon, dem Sofa oder wo man sonst entspannt liest, ist. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und war auch nach einer Weile deutlich näher an den Protagonisten als zu Beginn. Alles in allem ein Roman, den ich gerne empfehle.

Veröffentlicht am 18.08.2018

Ein bewegender und geheimnisumwitterter Liebesroman

0

Der Hotelinvestor Jim Johnson hat den Auftrag, ein Objekt in den Südstaaten zu kaufen, aus dem ein Luxushotel für die Omari-Kette entstehen soll. Dabei fällt die Wahl seines Chefs auf das traumhafte Anwesen ...

Der Hotelinvestor Jim Johnson hat den Auftrag, ein Objekt in den Südstaaten zu kaufen, aus dem ein Luxushotel für die Omari-Kette entstehen soll. Dabei fällt die Wahl seines Chefs auf das traumhafte Anwesen Casa D'Or, das Jim aus seiner Jugend kennt. Denn ganz in der Nähe hat er gemeinsam mit seinen Eltern einen turbulenten Sommer verbracht und sich Hals über Kopf in die Collegeabsolventin Jennifer Wyatt verliebt. Und obwohl die Tochter wohlhabender Eltern mit dem Emporkömmling Connor befreundet war, stellten sich ihre Gefühle zu dem mittellosen Studenten Jim als viel stärker heraus. Nun, zwanzig Jahre danach kehrt Jim nach Savannah zurück und trifft erneut auf Jennifer, die er noch immer aus tiefsten Herzen liebt. Doch sie ist seit Jahren Connors Ehefrau und nicht gewillt, die schicksalhaften Ereignisse aus der Vergangenheit erneut aufzurollen.

"Das Haus am Sunset Lake" ist ein gefühlvoller Roman, der von zwei Menschen erzählt, deren Glück durch ein dunkles Geheimnis zerstört worden ist. Doch bevor der Leser erfährt, warum die Collegeabsolventin Jennifer in einem verhängnisvollen Sommer der Liebe ihres Lebens den Laufpass gab, lernt er zunächst einmal Jim Johnson kennen. Ein Mann, der verdammt gut aussieht und als Hotelinvestor enorm erfolgreich ist. Nur die Frau an seiner Seite fehlt ihm noch und das, obwohl es genug Bewerberinnen gibt. Deshalb kommt auch schnell die Frage auf, was es mit seiner Jugendliebe Jennifer auf sich hat und warum die beiden getrennte Wege gehen. Immer wieder blickt die britische Autorin Tasmina Perry in die Vergangenheit zurück, als ein Filmprojekt für zwei junge Menschen enorm wichtig war und ein Sommer voller Gefühle viel zu schnell sein Ende fand.

Ein bildhafter und wunderbar flüssig zu lesender Schreibstil sorgt dafür, dass der Leser schnell in die Geschichte eintaucht, in der ein ungemein sympathischer Jim Johnson die Hauptrolle spielt. Ein bindungsunfähiger Mann, der trotz Fehler und Schwächen ehrlich zu seine Gefühlen steht und sich nicht vor der Wahrheit scheut. Demgegenüber erscheint seine große Liebe Jennifer eher kalt und in sich gekehrt und verkörpert nicht die Art von Frau, die man sich für einen solchen liebenswerten Menschen wünscht. Doch mit der Zeit ändert sich die Meinung, wenn unschöne Intrigen ans Tageslicht treten und verurteilte Handlungen plötzlich erklärbar sind. Ein Roman, der trotz seiner anfänglichen Ruhe voller Dramatik steckt und den Leser mit immer wieder neuen Wendungen und Rätseln überrascht.

Fazit:
"Das Haus am Sunset Lake" ist ein bewegender und geheimnisumwitterter Liebesroman, der mit einer wunderbaren Kulisse und viel Atmosphäre aufwarten kann und kurzweilig unterhält.


Veröffentlicht am 25.06.2018

Das Haus am Sunset Lake

0

„Wer jemals einen Sommer in der Casa D'Dor verbracht hat, wird ihn nie vergessen, die Erinnerung bleibt für immer lebendig. Um sich den warmen Wind ins Gedächtnis zu rufen, den Duft der Azaleen und die ...

„Wer jemals einen Sommer in der Casa D'Dor verbracht hat, wird ihn nie vergessen, die Erinnerung bleibt für immer lebendig. Um sich den warmen Wind ins Gedächtnis zu rufen, den Duft der Azaleen und die feuchtwarme Luft, die auf der sonnenverwöhnten Haut haftet, braucht man noch nicht einmal die Augen schließen.“

Als Jim Johnson die Casa D'Or, eine Villa im Stile eines Plantagenhauses, gelegen am Sunset Lake in Savannah, dem tiefen Süden Amerikas, wiedersieht, ist von ihren glanzvolle Zeiten nichts mehr geblieben. Unbewohnt und heruntergekommen macht sie einen vernachlässigten Eindruck. Und doch verbinden Jim, der dieses Objekt für seinen Chef, den Besitzer einen weltweiten Hotelkette in Augenschein nimmt, viele Erinnerungen und extreme Gefühlszustände mit dem „Haus aus Gold“.

Zwanzig Jahre zuvor, 1994, ist es der Ort einer verheißungsvollen Liebe, überschäumender Freude und niederschmetternder Verzweiflung, ein Ort von Schmerz und Verlust.

Jim ist Student und nicht gerade begeistert darüber, dass er seine eigenen Pläne für einer unbeschwerten Zeit aufgeben und seine Eltern in ein Sommerhaus am Sunset Lake begleiten soll. Sein Vater Bryn, ein britischer Autor und nach seinem ersten Buch eher erfolglos, will und muss hier seine Inspiration wiederfinden und in der Abgeschiedenheit einen neuen Roman schreiben.

Erst als Jim die bezaubernde und wunderschöne Jennifer Wyatt, die gerade ihren Collegeabschluss gemacht hat und mit ihrer Familie in der Casa D'Or lebt, kennenlernt, ändert Jim seine Pläne. Denn die beiden verlieben sich ineinander. Und Jim ist bereit, alles für Jennifer aufzugeben: seine Familie, seine Freunde, sein Leben in England.

Doch dann geschieht etwas, das das gemeinsame Leben der beiden zerstört und auf ein getrennte Wege führt. Bis sie sich zwanzig Jahre später wiedersehen, die alten Erinnerungen wach werden und die Tür zur Vergangenheit geöffnet wird. Jim hat Jennifer nie vergessen. Sie ist die Frau, die sein Herz berührt und der immer noch seine Liebe gehört. Gibt es eine zweite Chance für das Paar?

Tasmina Perrys Roman "Das Haus am Sunset Lake" ist eine herzbewegende, romantische Liebesgeschichte voller dunkler Geheimnisse, die durch ihre Mischung aus Gefühl und Dramatik besticht und sich hauptsächlich vor der eindrucksvollen Kulisse, einer anschaulich beschriebenen prachtvollen Villa im heißen Süden, entfaltet.

Die Geschichte von Jim und Jennifer bietet an sich nichts Neues: Einfacher Junge trifft gutsituiertes Mädchen, und es funkt gewaltig zwischen den beiden. Jennifer ist zwar einerseits mit ihrem Jugendfreund Conor verbunden, andererseits ist eine arrangierte Verlobung kein Hindernis. Liebe überwindet schließlich alles, und deshalb will Jennifer Conor verlassen und mit Jim zusammen sein. Tragische Vorkommnisse reißen die beiden aber auseinander.

Der Roman wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Obwohl der Zeitrahmen mit zwanzig Jahren relativ klein ist, funktionieren die Wechsel zwischen den Ereignissen in der Vergangenheit und in der Gegenwart gut. Es wird allerdings offensichtlich, dass zwar das Leben in der Gegenwart Bedeutung hat, indes das Verarbeiten und Abschließen mit der Vergangenheit im Mittelpunkt liegt.

Die Autorin treibt die Handlung zunächst maßvoll, dennoch konsequent und im Verlauf immer temporeicher voran, lässt keine Langeweile entstehen und den Leser mit an der Aufklärung der Geheimnisse teilhaben, warum es zur Trennung von Jennifer und Jim gekommen ist. Sie baut so beständig die Dramatik auf und vermag es letzten Endes auch, mit einigen Wendungen zu überraschen und zu erschüttern.

Lediglich wenige Szenen, wie die auf der karibischen Insel Baruda, sind unnötig, weil sie nicht zum Fortgang beitragen, sie stören hingegen auch nicht.

Im Großen und Ganzen behält Tasmina Perry im Verlauf des Geschehens einen ansprechenden leichten und zwanglosen Erzählton bei, passt ihn jedoch in dramatischen Abschnitten der Situation und Stimmung angemessen an, wodurch er dann etwas unterkühlt wirkt.

Neben dem Setting sind es die Haupt- und Nebenfiguren, die die Geschichte mit Leben füllen. Die Autorin nimmt sich Zeit, jede Figur zu entwickeln und zu charakterisieren, damit der Leser mit ihren Stärken und Schwächen, Beweggründen und Ängsten vertraut wird. So lernt er nicht nur die Protagonisten kennen, sondern kann ebenfalls daran teilhaben, wie sich Jim und Jennifer neu wahrnehmen. Denn Jennifer ist in den zwanzig Jahren zu einer atemberaubenden Frau gereift und mit Conor verheiratet. Jim hat eine florierende Karriere mit finanzieller Sicherheit aufgebaut, zögert aber, sich zu binden.

Ob die beiden es schaffen, alle Geheimnisse aufzudecken, sich über die Vergangenheit hinwegzusetzen und zueinander zu finden? Erhalten sie ihre zweite Chance? Die kurzweilige Lektüre von Tasmina Perrys "Das Haus am Sunset Lake" wird die Fragen beantworten. Vielleicht an einem wunderbaren Sommertag...

Veröffentlicht am 03.04.2018

Das Haus am Sunset Lake

0

"Das Haus am Sunset Lake" ist ein Roman der Autorin Tasmina Perry. Dieses Buch durfte ich im Rahmen der "Hello Sunshine" Aktion des Blanvalet Verlags vorablesen und ich kann euch schonmal verraten, ich ...

"Das Haus am Sunset Lake" ist ein Roman der Autorin Tasmina Perry. Dieses Buch durfte ich im Rahmen der "Hello Sunshine" Aktion des Blanvalet Verlags vorablesen und ich kann euch schonmal verraten, ich habe das Lesen genossen.

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Jennifer Wyatt. Jennifer genießt im Jahr 1995 einen herrlichen Sommer in Savannah, in der Casa D'Or. Den Schulabschluss endlich in der Tasche wünscht sie sich etwas ganz anderes, als das klar vorgegebene Leben, das ihre Mutter für sie geplant hat ...
Zwanzig Jahre später steht die Casa D'Or leer und ist für Jennifer nur noch mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden. Als sich dann auch noch Jim bei ihr meldet, der Mann, dem sie damals ihr Herz geschenkt hat, weckt das unzählige Schatten aus der Vergangenheit, helle, aber auch dunklere ...

Der Einstieg in dieses Buch ist mir, dank des tollen und angenehm zu lesenden Schreibstils von Tasmina Perry, sehr gut gelungen. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die bildhaften Beschreibungen, durch die die Autorin eine wirklich gelungene Südstaaten - Atmosphäre geschaffen hat. Erzählt wird die Geschichte mit Passagen in der Gegenwart und Rückblicken in die Vergangenheit. Diese sind durch die Jahreszahlen an jedem Kapitelbeginn gut gekennzeichnet, sodass eine Zuordnung völlig problemlos ist.

Die Geschichte ist vielschichtig und Tasmina Perry nimmt sich sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit, sehr spannender Themen an. Es geht um eine besondere Sommerliebe, um Träume, aber auch um Verluste. In der Gegenwart haben die Charaktere mit den Schatten der Vergangenheit zu kämpfen, zusätzlich mit aktuellen Problemen und alten Gefühlen. Die Charaktere hat die Autorin liebevoll gezeichnet und ich war schon zu Beginn sehr angetan von der interessanten Handlung. Besonders gelungen fand ich, dass die Charaktere, insbesondere die Protagonisten auch jede/r für sich eine deutliche Entwicklung durchmacht.

Neben der Liebe, gibt es aber auch spannende Aspekte, die sich um die Geschehnisse in der Casa D'Or ranken. Hier ist es der Autorin gelungen, mich als Leserin fast bis zum Ende im Dunkeln tappen zu lassen. Das war klasse, da ich so immer weiter mitgerätselt habe. Die Emotionen sind vorallem durch die Liebesgeschichte zum tragen gekommen und ich habe mit den Charakteren mitgefiebert. Zudem gibt es aber auch noch ganz andere Päckchen, die Jennifer und Jim zu tragen haben, sodass ich stets auf die weiteren Geschehnisse neugierig war.

Wer Lust auf eine atmosphärische und geheimisvolle Geschichte hat, sollte sich "Das Haus am Sunset Lake" auf jeden Fall mal näher anschauen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und bei den emotionalen Passagen mit den sympathischen Charakteren mitgefiebert.