Friedensbringer für Schottland
Val McDermid zeichnet in ihrem Roman eine Version des einstigen schottischen Königs MacBethad, auch bekannt als MacBeth, welche sich an historischen Überlieferungen orientiert und mit den falschen Darstellungen ...
Val McDermid zeichnet in ihrem Roman eine Version des einstigen schottischen Königs MacBethad, auch bekannt als MacBeth, welche sich an historischen Überlieferungen orientiert und mit den falschen Darstellungen in Shakespeares Drama aufräumt.
Als Erzählperspektive wählt sie Gruoch, die spätere Partnerin an der Seite von McBeth. Im Wechsel berichtet Gruoch aus der Zeit vor sowie nach ihrer gemeinsamen Regentschaft und bietet somit viele Details zu den politischen Gegebenheiten. So ist sie zunächst mit einem Tyrannen zwangsverheiratet, als MacBeth und sie aufeinandertreffen und ihre Liebe vorerst geheim halten müssen. Ein Erbrecht wie heute gab es damals nicht, es galt gewissermaßen das Recht des Stärkeren oder, wie im Fall von MacBeth, das Recht des Schlaueren. Parallel hierzu erlebt man ihre Flucht als Königin gemeinsam mit ihren Freundinnen nach dem vermeintlichen Tod ihres Gatten in einer Schlacht.
Bewegend zu lesen und trotz seiner Kürze ein Buch, welches ich empfehlen kann, wenn man ein wenig Historie aus (fiktiver) Frauensicht erleben möchte.