Cover-Bild Tage mit Leuchtkäfern
13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Heranwachsen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 192
  • Ersterscheinung: 14.03.2016
  • ISBN: 9783548286945
Zoe Hagen

Tage mit Leuchtkäfern

Roman
»Das Leben ist ein Privileg«, sagte ich.
»Das Leben ist ein Privileg?«, fragte Noah erstaunt.
»Ja«, sagte ich.
Noah zog die Luft ein, ein Lächeln umspielte seine Lippen. Er drehte sich zu Fred und den anderen um und fragte: »Wo zum Henker hast du denn den kleinen
Gandhi hier her?«

Du bist einsam und unglücklich, dein Leben wie ein falscher Film, der an dir vorbeiläuft. Bis du neue Freunde triffst. Gut, die sind alle ein bisschen verrückt, sie nennen sich »Der Club der verhinderten Selbstmörder«. Aber sie geben dir Halt und sind wie Leuchtkäfer in deiner bodenlosen Traurigkeit. Denn du hast nur das eine Leben.


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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2019

Tage mit Leuchtkäfern

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Ich finde es immer schwer Bücher, welche zu den Verarbeitungen von den eigenen Problemen der/des Autorin/Autors geschrieben wurden, zu Bewerten. Jedoch habe ich das Glück, dass mir diese Geschichte unglaublich ...

Ich finde es immer schwer Bücher, welche zu den Verarbeitungen von den eigenen Problemen der/des Autorin/Autors geschrieben wurden, zu Bewerten. Jedoch habe ich das Glück, dass mir diese Geschichte unglaublich „gut“ gefallen hat und mich mit ihren Inhalten ergreifen konnte. Natürlich hat mir das, was in diesem Buch geschieht nicht gefallen, aber der Schreibstil und die Art und Weise wie das ganze gestaltet wurde konnte mich abholen.

Wir begleiten in dieser kurzen, jedoch sehr tiefgründigen und ergreifenden Geschichte Antonia. Ein Mädchen das schon unendlich viel erlebt, gefühlt und zu verarbeiten hat. Auch wenn sie selbst es nicht merkt, der Leser merkt, dass Antonia ein sehr starkes, wunderschönes und charakterlich gutes Mädchen ist. Sie lernt neue Freunde kennen, eine Gruppe die sich selbst „der Club der verhinderten Selbstmörder“ nennt. Wir dürfen die Gruppe nun ein wenig begleiten.

Ich möchte ungern viel von dem Inhalt dieses Buches offenbaren, da es wirklich eine sehr kurze Geschichte ist, die man innerhalb von zwei bis drei Stunden durchgelesen hat. Doch ich kann euch vorschwärmen, wie sehr ich mich in jeden einzelnen Charakter verliebt habe. Wie sehr ich mir gewünscht habe solche klugen, offenherzigen und loyalen Menschen in der Realität kennen zulernen. Ich war schon von Beginn an wehmütig und traurig, dass ich die Charaktere nicht lange begleiten darf. Jeder hatte seine spezielle kleine Geschichte, eine kleine liebevolle Macke, eine Art, welche den Charakter ausgezeichnet hat. Obwohl die Autorin nicht detailliert jede Geschichte oder jeden Körper Beschrieben hat, so konnte ich sie mir doch alle ganz haargenau in meinen Gedanken zum Leben erwecken.

Auch der Schreibstil von der Autorin ist klug, offen, bildlich und für mich ein Traum. Man spürt ihre Leidenschaft und die Realität die hinter jeder Seite steckt mit jedem Wort mehr, dass man liest. Ich möchte euch nicht mit schwärmen dazu überreden diese Geschichte zu lesen, aber ich bin der Meinung: Jeder sollte diese Geschichte kennen – ich bin ein Fan.

Veröffentlicht am 04.02.2017

Richtig toll

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Der Titel hat mich in Verbindung mit dem Cover gleich angezogen. Der Klappentext tat dann sein Übriges. Kennt ich das, ihr fangt mit einem Buch an und wisst sofort, schon nach den ersten Seiten. Dieses ...

Der Titel hat mich in Verbindung mit dem Cover gleich angezogen. Der Klappentext tat dann sein Übriges. Kennt ich das, ihr fangt mit einem Buch an und wisst sofort, schon nach den ersten Seiten. Dieses Buch wird mir gefallen, so ging es mir mit Tage mit Leuchtkäfern. Man soll ein Buch nicht nach seinem Einband und Titel beurteilen. Doch hier muss ich ein Lob aussprechen. Beides ist sehr ansprechend und passend. Die Wegweiser, die in verschiedenen Richtungen zeigen, dazu die Farbwahl und noch der ungewöhnliche Titel. Darf ich ein Poster davon haben?

Wir sind alle Würmer. Aber dann kommt der Moment, in dem wir zu leuchten beginnen, vielleicht haben wir es auch schon die ganze Zeit gemacht, und es war einfach zu hell, um es zu erkennen.
Seite 35

Zoe Hagen hatte mich gleich. Ihr alter, Baujahr 94, merkt der Wortwahl nicht. Ihren Debüt Roman schrieb sie mit 17 Jahren. Ihr Stil ist des Öfteren poetisch, man findet so einige schöne Textstellen. Doch muss man auch etwas zwischen den Zeilen lesen. Das Buch ist recht kurz, so geht manches ziemlich schnell. Und nicht alles ist ganz genau beschrieben, was bestimmte Ereignisse angeht, gibt es nur Andeutungen. Gerade gegen Ende musste ich aufpassen noch mit zu kommen, ein paar mehr Seiten hätten für mich nicht geschadet. Wir Leser begleiten zwar die 15 jährige Gandhi, ein Spitzname. Doch wird zum Glück auf die Jugendsprache verzichtet. Aufgebaut ist das Buch wie ein Tagebuch, nein Stopp. Gandhi schreibt zwar im Stil von Tagebucheinträgen, aber an sich sind es Briefe an Gott, an den sie nebenbei erwähnt gar nicht glaubt. So hat der Leser einen direkten Draht zu ihr und bekommt ihre Gedanken und Gefühle auf dem Silber Tablett serviert. Und es sind viele Gefühle. ..

Momente sind immer nur so schön, wie de es ihnen gestattest. Glück...
Das ist nichts anderes als deine eigene Vorstellung von Glück.
Seite 121

Gandhi war mir gleich sympathisch. So wie die Autorin sie rüber gebracht hat, hatte ich das Gefühl sie zu kennen. Sie wirkte sehr authentisch, genauso wie auch die Nebencharaktere. Ihre Gefühle konnte ich sehr gut nachvollziehen und mich mit ihr identifizieren. Bei den Nebencharakteren hätte ich gerne mehr Informationen erfahren, sie war für mich zwar greifbar, aber irgendwie auch undurchsichtig. Hier und da ein paar Details zu ihnen, wären schön gewesen. Zur Geschichte an sich möchte ich gar nicht viel schreiben, um nichts vorne wegzunehmen. Ich empfand sie als sehr emotional. Es gibt viel Schmerz und Finsternis, aber auch Hoffnung und Spaß. Freundschaften werden geknüpft, ungewöhnlicherweise steht hier mal keine Liebesgeschichte im Fokus. Daumen hoch.

Fazit:
Mit ihrem herzlichen und ehrlichen Worten hat mich die Autorin berührt.
Ein paar Tranchen wurden vergossen, des Öfteren geschmunzelt und das Buch zur Seite gelegt, um über das geschriebene nachzudenken.
Eine klare Empfehlung für Tage mit Leuchtkäfern, ach ich schreibe den Titel einfach zu gerne ;)

Veröffentlicht am 07.07.2020

Lesenswert

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Ein schwieriges Thema gut verarbeitet und in Tagebucheinträgen erzählt. Tiefgründig und sehr emotional. Nicht von Anfang an überzeugt, doch gegen Ende bleiben keine Zweifel mehr: Lesenswert!

Ein schwieriges Thema gut verarbeitet und in Tagebucheinträgen erzählt. Tiefgründig und sehr emotional. Nicht von Anfang an überzeugt, doch gegen Ende bleiben keine Zweifel mehr: Lesenswert!

Veröffentlicht am 08.02.2017

Tage mit Leuchtkäfern

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Inhalt:
Das Leben wäre so leicht, wenn es nicht so schwer wäre
Antonia ist 15 und sie hat nicht nur mit den Veränderungen ihres Körpers zu kämpfen, auch depressive Verstimmung und Bulimie beeinträchtigen ...

Inhalt:
Das Leben wäre so leicht, wenn es nicht so schwer wäre
Antonia ist 15 und sie hat nicht nur mit den Veränderungen ihres Körpers zu kämpfen, auch depressive Verstimmung und Bulimie beeinträchtigen ihr tägliches Leben.
Sie fängt an, an Gott zu schreiben. Obwohl Antonia nicht wirklich an Gott glaubt, vertraut sie aber darauf das es eine höhere Macht gibt.
Antonia lernt 5 Leute kennen. Diese haben einen Club >>Der Club der verhinderten Selbstmörder<<,die sich regelmäßige Treffen.
Antonia hat endlich Freunde gefunden. Alles kann ja nur noch besser werden,denkt sie.
Doch ob Antonia endlich das auf und ab ihres Lebens entkommen kann, oder ob sie scheitern wird ?

Meinung:
Am Anfang muss ich gestehen, hat mich das Buch leider nicht so überzeugt.
Die Idee Briefe an Gott zu schreiben, wie in einem Tagebuch finde ich sehr gut.
Aber so negative Punkte haben mich nicht wirklich eintauchen lassen können.
- Das ständige gegenseitige Zugezwinker empfand ich einfach als zuviel.
- Sprüche die man aus dem Internet kennt, wirken leider einfach geklaut.
- Manchmal kam ich mit den Aussagen nicht klar, war verwirrt wer, was, wann sagte.
Und trotzdem hat es mich dann doch noch gepackt und die letzten Seiten las ich nur noch heulend.
Gut finde ich, das Antonias Gedankengänge in den depressiven Phasen sehr gut beschrieben wurden.
Als psychisch Kranker (ich) kann man das sicher besser nachempfinden, als ein vollkommen gesunder Mensch.
Bulimie ist ein sehr ernstes Thema und in der Geschichte wird das auch nicht runtergespielt,
sondern man kann sich hineinversetzen.
Das Cover und der Titel sind ein Traum
und die Autorin Zoe Hagen schreibt in einem einfachen und trotzdem schönen Stil.

Fazit:
Mir erging es am Anfang so, dass mich die Geschichte etwas runter zog,
dass ich das Buch für ein paar Stunden weglegen musste.
Wenn jemand auch an psychischen Problemen oder Bulimie leidet,
würde ich gerne darauf hinweisen das man sich wirklich
vorher überlegt ob man damit klar kommt darüber zu lesen.
Würde das Buch aber ansonsten weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Das Leben wäre so leicht, wenn es nicht so schwer wäre

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"Das Leben wäre so leicht, wenn es nicht so schwer wäre."

Einfühlsam und sehr realistisch werden dem Leser Gandhis Probleme und Lebensumstände vor Augen geführt.
Normalerweise gefallen mir Bücher / Geschichten ...

"Das Leben wäre so leicht, wenn es nicht so schwer wäre."

Einfühlsam und sehr realistisch werden dem Leser Gandhis Probleme und Lebensumstände vor Augen geführt.
Normalerweise gefallen mir Bücher / Geschichten in Tagebuch- oder Briefform nicht so gut, doch in diesem Fall fühlt man sich der betroffenen Person näher. Man erfährt ihre Gedanken, durch die spezielle Sichtweise.
Ich hätte stellenweise gerne mehr über die anderen Personen erfahren, aber das war nicht Sinn und Zweck dieses Buches und über Gandhi kann der Leser reichlich Informationen sammeln.

Aufmerksam wurde ich auf das Buch, durch das tolle Cover, allerdings hatte ich anhand der Inhaltsangabe etwas vollkommen anderes erwartet!
Jedoch wurde ich nicht im negativen Sinne überrascht, im Gegenteil, aber mit so einer tiefgehenden Geschichte hätte ich absolut nicht gerechnet!
Ich ging von einer Geschichte über Jugendliche / junge Erwachsene aus, die zusammen ihre Probleme händeln, ausserdem hab ich witzige Momente erwartet, schnell war mir aber klar, dass absolut das Gegenteil hier das Thema ist.
Leider muss ich sagen, der Inhaltstext lässt von etwas völlig anderem ausgehen, als einen letztendlich dann erwartet.
Auch das Hauptthema des Buches, welches ich hier nun nicht verraten werde, um nicht zu spoilern... lässt sich anhand der Inhaltsangabe nicht wirklich erahnen!
Deswegen wurde ich völlig unvorbereitet mit einigen tiefgehenden Themen konfrontiert, die ich im Nachhinein, nach Beenden des Buches erstmal sacken lassen musste!

Fazit: Eine interessante Geschichte, aber schwer verdaulich!