Cover-Bild Bei euch ist es immer so unheimlich still
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 17.10.2024
  • ISBN: 9783423220705
Alena Schröder

Bei euch ist es immer so unheimlich still

Roman | »Unterhaltsam und bewegend – ein tolles Buch.« NDR Kultur

Es gibt mehrere Arten, eine Geschichte zu erzählen. Aber nur eine, die alles verändert.

Ildingen, 1950er Jahre. Evelyn Borowski hat alles, was sie sich je erträumt hat: Ein Eigenheim mit Garten, einen fürsorglichen Mann und das lang erwartete Töchterchen Silvia. Trotzdem ist sie nicht glücklich: Sie vermisst ihren Beruf als Ärztin und fühlt sich fremd und allein in dieser süddeutschen Kleinstadt. Betti, Ihre Freundin und Schwägerin, ist unverheiratet und kümmert sich deshalb um die Eltern. Mit losem Mundwerk und rasantem Fahrstil sorgt sie für reichlich Ärger.

Ein außergewöhnlicher Familienroman, der einen Bogen von der Nachkriegszeit bis zur Wende spannt.

1989, in Berlin liegt Aufbruch in der Luft. Silvia Borowski aber macht einen Schritt zurück. In einem geklauten Polo fährt sie Hals über Kopf Richtung Süden. Neben ihr die erst wenige Wochen alte Tochter Hannah. Was erwartet sie in ihrem Heimatort, aus dem Silvia vor vielen Jahren überstürzt geflohen ist? Ist sie stark genug, sich der Vergangenheit zu stellen?

Eine berührende Mutter-Tochter-Geschichte, die von der Last jahrzehntelangen Schweigens erzählt, und von dem Mut, es zu brechen.

»Auf dem IIldinger Friedhof hinter der gotischen Kirche aus hellem Sandstein ging Silvia die sauber geharkten Kiesreihen ab. Am Familiengrab der Borowskis setzte ihr Herzschlag einen Moment aus, als ihr auffiel, dass ein Stein fehlte. Ein Stein, der eine Frage beantwortet hätte, die sie nie gestellt hatte, weil sie sicher war, die Antwort zu kennen. Es gab keinen Stein für Tante Betti.« Wer Alena Schröder liest, begreift, nicht nur Aufbruch kostet Mut, sondern auch Heimkehr.

Jetzt erzählt die Autorin, was in ihrem gefeierten Bestsellerroman ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ im Dunklen blieb.

  • »Alena Schröder hat eine dichte, emotionale Geschichte gewoben, genauso spannend wie zum Nachdenken anregend.« Donna
  • »Ein Starker Familienroman, in dem es auch darum geht, wie Frauen aller Generationen mit dem Muttersein hadern.« Freundin
  • »Atmosphärisch dicht, die Rückblenden so mitreißend wie Babylon Berlin.« flow
  • »Hoppla, Alena Schröder ist eine echte Entdeckung.« Denis Scheck, ARD Druckfrisch

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2026

Die Familiengeschichte der Borowskis wird weitergeschrieben

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"Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" hat mich wahnsinnig gut unterhalten, daher war ich auf den zweiten Teil sehr gespannt. Wir lernen nun mehr über das Leben von Dr. Evelyn Borowski ...

"Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" hat mich wahnsinnig gut unterhalten, daher war ich auf den zweiten Teil sehr gespannt. Wir lernen nun mehr über das Leben von Dr. Evelyn Borowski und ihrer Tochter Silvia, die kein gutes Verhältnis zu einander haben. Auf zwei Zeitebenen wird einerseits Evelyns Weg zur Ärztin, Gattin und Mutter in der Nachkriegszeit beschrieben, andererseits die Rückkehr Silvias aus Berlin in die schwäbische Provinz 1989. Mit dabei ist ihr Baby Hannah, dem wir im ersten Teil als erwachsene Frau bei der Recherchearbeit zu Evelyns Erbschaft über die Schulter schauen durften.

Erst war ich enttäuscht, dass Hannah keine der Hauptrollen spielt, aber dann hat mich die Geschichte genau so gepackt, wie der erste Teil. Ganz wunderbar läßt die Autorin die Figuren in ihrer jeweiligen Zeit lebendig werden. Glaubwürdig hadern sie mit ihren Lebensumständen, treffen richtige und fatale falsche Entscheidungen und entfremden sich. Als am Schluss Silvia wieder nach Berlin fährt, sind nicht nur die Grenzen offen.

Ich habe den Roman sehr gerne gelesen, der sich lückenlos in die Geschehnisse des ersten Bandes einfügt. Alena Schröder schreibt so lebendig, als schaue man einen Film an. Ein Buch zum Abtauchen. Große Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Gestörtes Mutter - Tochter Verhältnis

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„ Bei euch ist es immer so unheimlich still“ , dieser Roman mit dem etwas sperrigen ( superlangen) Titel handelt vom Zurückkommen, vom Neubeginn und dem Aufarbeiten einer gestörten Mutter -Tochter Beziehung.
Die ...

„ Bei euch ist es immer so unheimlich still“ , dieser Roman mit dem etwas sperrigen ( superlangen) Titel handelt vom Zurückkommen, vom Neubeginn und dem Aufarbeiten einer gestörten Mutter -Tochter Beziehung.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und führt die Leser in die Nachkriegszeit zurück bis in die 70er Jahre und in die Gegenwart von 1989 bis zum Fall des DDR Regimes.

Silvia kehrt ihrer Westberliner WG den Rücken. Mit dem „ geliehenen“ Polo eines WG Mitbewohners macht sie sich auf den Weg ins schwäbische Ildingen und taucht nach Jahren der Abwesenheit im Haus ihrer Mutter auf und präsentiert ihr die Enkeltochter Hannah. Ohne diesen kleinen Menschen hätte Silvia diesen Schritt wohl nicht gewagt. Es ist zu viel passiert zwischen Mutter und Tochter.

Evelyn hat in den 1950er Jahren als Ärztin im Krankenhaus gearbeitet, keine Selbstverständlichkeit für eine Frau in dieser Zeit. Mit der Geburt ihrer Tochter war ihre Karriere dann allerdings vorbei und sie wurde Hausfrau in der Kleinstadt Ildingen im eigenen Haus mit spießiger Nachbarschaft.
Und dann ist da noch Betti ihre Freundin und inzwischen Schwägerin, ein quirliger, unverheirateter Freigeist. Betti sagt was sie denkt, kümmert sich nicht ums Gerede und kurvt mit ihrem roten Flitzer viel zu schnell durch die Gegend, was ihr letztendlich zum Verhängnis wird. Betti und Evelyn, das war einmal ein untrennbares Gespann, doch die Freundschaft hat gelitten seit Evelyn Karl geheiratet hat.

In der Geschichte war mir Silvia auf jeden Fall näher als die schweigsame Evelyn. Ich hatte mit Silvia auch viele Nostalgiemomente, die ich sehr genossen habe. Auch wenn der Roman ein 2.Teil ist, kann man ihn unabhängig vom ersten Buch gut lesen. Ich mochte Teil 1 und habe auch die Fortsetzung sehr gerne gelesen. Der flotte , unterhaltsame Schreibstil lässt einen beim Lesen durch die Seiten fliegen.
Betti war auf jeden Fall eine Lieblingsfigur. Sie hat das verstaubte Ildingen ordentlich aufgemischt. Bei den Nebenfiguren waren mir Monika und Rüdiger sehr sympathisch, Schulfreunde von Silvia, denen sie bei ihrer Rückkehr in die Heimat wiederbegegnet.

Wer Familiengeschichten auf zwei Zeitebenen mag, der wird sicherlich Freude an der Geschichte haben. Zur Vertiefung gerne beide Bücher lesen!

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Schön erzählte Familiengeschichte

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Silvia Borowski hat genug. 1989 mit 33 lebt sie noch in einer Kreuzberger-Hausbesetzer-WG, ist die einzige, die dort Ordnung hält und kocht. Als sie Martin kennen lernt, der ein "spießiges" Leben ...

Silvia Borowski hat genug. 1989 mit 33 lebt sie noch in einer Kreuzberger-Hausbesetzer-WG, ist die einzige, die dort Ordnung hält und kocht. Als sie Martin kennen lernt, der ein "spießiges" Leben als Anwalt in einer Kanzlei lebt und fasziniert von ihrer WG, ihren Jobs und politischem Engagement ist, verliebt sie sich in ihn.

Und mehr noch: auch sie fragt sich, ob es für ein geregelteres Leben nicht langsam an der Zeit ist.

Doch Martin verlässt sie, als sie schwanger wird und verleugnet sie und das Kind.

Silvia bekommt Sehnsucht nach ihren Wurzeln und macht sich auf den Weg von der DDR in den Westen zu ihrer Mutter, zusammen mit ihrer gerade 3 Monate alten Tochter.

Wie diese auf sie reagiert, weiß sie allerdings nicht.

Die Geschichte ist spannend und mit Sogwirkung erzählt. Ich habe mich sehr an diesem Buch mit seinen authentischen Figuren erfreut.

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Veröffentlicht am 28.04.2024

Ein tolles, realistisch erzähltes Buch über Mütter und Töchter

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Ich weiß nicht so richtig, ob dieser Roman nun eine Fortsetzung zu „Junge Frau am Fenster...“ sein soll oder doch nicht. Jedenfalls ist die Geschichte hier sehr mit der in dem anderen Roman verbunden, ...

Ich weiß nicht so richtig, ob dieser Roman nun eine Fortsetzung zu „Junge Frau am Fenster...“ sein soll oder doch nicht. Jedenfalls ist die Geschichte hier sehr mit der in dem anderen Roman verbunden, denn hier wird über Evelyn und ihre Tochter Silvia erzählt, Großmutter und Mutter von Hannah.

Der Roman hat mir auch gleich viel besser gefallen, denn hier gab es zwar auch noch einige verschiedene Erzählperspektiven, doch diese waren nicht so durcheinander und hatten auch immer einen Bezug zueinander, weshalb ich sie gar nicht so schlimm fand. Vor allem aber standen hier Evelyn und Silvia, sowie ihre Mutter-Tochter-Beziehung im Mittelpunkt. Man erfährt viel über die familiären Entwicklungen im Hause Borowski, bis zu dem Punkt, an dem die Geschichte hier beginnt, mit Rückblenden und allem drum und dran. Dabei könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein, denn Evelyn ist eher mürrisch und verbittert, Silvia weltoffen und modern, was für einige Probleme sorgt. Dazu kommt die Unzufriedenheit Evelyns, dass das Muttersein so anders ist, als sie es sich vorgestellt hat und all die kleine und großen Sorgen, die das Leben so mit sich bringt. Und dennoch merkt man zwischendurch, wenn es wirklich darauf ankommt, immer wieder, dass Evelyn ihre Tochter liebt und für sie da ist.

Alle anderen Figuren waren hier hingegen erkenntlich Nebenfiguren. So auch die wilde und unabhängige Tante Betti und Georg, ein junger Mann, der im Laufe der Geschichte noch für einigen Wirbel sorgen wird, genauso wie Evelyns Mann, alte Bekannte von Silvia und viele andere, die hier zur Geschichte beitragen, statt sie überladen wirken zu lassen. Alle diese Charaktere waren vielseitig und wirklich gut geschrieben, ob man sie nun mag oder nicht.

Mir hat dieses Buch jedenfalls wirklich gut gefallen. Ich mochte die realistisch wirkende Geschichte, die Charaktere jeweils auf ihre Weise und auch das leicht melancholische, aber auch schöne und versöhnliche Ende. Nur kann man nicht darauf hoffen, dass wichtige Fragen aus „Junge Frau am Fenster...“ beantwortet werden, denn das passiert nicht.

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