Leider nicht meins
Mit „Problematic Summer Romance“ hatte ich gehofft, eine unterhaltsame Sommerlektüre mit dem typischen Hazelwood-Charme zu bekommen: leicht, romantisch, mit einem Hauch Drama. Bekommen habe ich stattdessen ...
Mit „Problematic Summer Romance“ hatte ich gehofft, eine unterhaltsame Sommerlektüre mit dem typischen Hazelwood-Charme zu bekommen: leicht, romantisch, mit einem Hauch Drama. Bekommen habe ich stattdessen eine Geschichte, die mich mehr irritiert als begeistert hat.
Die Altersdynamik zwischen Maya und Conor sollte offensichtlich ein zentrales Thema sein, aber anstatt spannend oder sensibel damit umzugehen, wirkte es auf mich oft eher ungesund. Besonders gestört hat mich, wie oft Maya auf ihr Alter reduziert wurde. Ihre Meinung, ihre Gefühle.. alles wurde ständig infrage gestellt, nur weil sie jünger ist. Das wirkte auf Dauer einfach herablassend. Anstatt Conor als reifen, verständnisvollen Charakter zu zeigen, kam er mir eher übergriffig und kontrollierend vor. Für mich leider alles andere als ein Bookboyfriend.
Auch das Erzähltempo war nicht ganz rund. Der Einstieg war zwar flott, ich bin gut reingekommen, aber zur Mitte hin hat sich das Ganze ziemlich gezogen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, ständig dieselben Konflikte serviert zu bekommen, nur leicht anders verpackt. Der viele Fokus auf das Machtgefälle und der ständige Alterskommentar haben das Ganze für mich ziemlich anstrengend gemacht.
Das Setting? Hätte mehr sein können. Es war da, aber blieb sehr im Hintergrund. Und das Ende kam gefühlt aus dem Nichts. Ich bin kein Fan von abrupten Schlussakten und hier hätte ein Epilog wirklich helfen können, der Story mehr Tiefe zu geben.
Trotzdem, und ich kann selbst nicht ganz erklären, warum, war ich irgendwie doch dran. Vielleicht, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht? Oder weil mich der Schreibstil durchgetragen hat, der trotz aller Kritikpunkte angenehm lesbar ist. Auch die Rückblenden waren gut eingesetzt und haben für etwas Abwechslung gesorgt.
Fazit: Ein Buch mit Potenzial, das für mich jedoch an der Umsetzung gescheitert ist. Es war mir einfach zu einseitig, zu sehr auf problematische Dynamiken fokussiert. Ich werde der Autorin aber definitiv noch eine zweite Chance geben, denn der Schreibstil war vielversprechend genug.