Cover-Bild Die Frau und der Fjord
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Wunderlich
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 15.04.2025
  • ISBN: 9783805201193
Anette Strohmeyer

Die Frau und der Fjord

Ein Roman über Heilung, Neubeginn und die tröstende Kraft der Natur

Ein großartiger Roman über eine Frau, die vor der atemberaubenden Landschaft der Lofoten zurück ins Leben findet.

Ein Holzhäuschen mit Blick auf den Fjord, ein kleines Boot und die atemberaubende Landschaft Norwegens. Mehr braucht Gro Kristjánsdóttir nicht für ihren Neuanfang auf den Lofoten, nachdem ihr Mann überraschend verstorben ist.

Die Natur am Polarkreis ist rau und unbarmherzig, doch mit der Zeit lernt Gro, ihr neues Leben zu lieben, die Eiseskälte des Winters und die hellen Nächte des Sommers. Als sie eines stürmischen Abends über Funk einen Notruf erhält, ist es mit der Einsamkeit vorbei. Ein Fischer ist an den Felsen ihres Fjords havariert. Gro pflegt ihn gesund und ist selbst überrascht, dass dieser fremde Mann ihr wieder eine Ahnung von Nähe vermittelt …

«Dieses Buch ist ein Sehnsuchtsort, den man nicht mehr verlassen will.» Romy Fölck

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2025

Neuanfang am Fjord

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Das Cover passt einfach sehr gut zum Buch. Es drückt die Stille und Ruhe dieses Ortes am Fjord aus. Natur pur und dieses einsame Häuschen, in das Gro sich nach dem Tod ihres Mannes zurückgezogen hat. Weg ...

Das Cover passt einfach sehr gut zum Buch. Es drückt die Stille und Ruhe dieses Ortes am Fjord aus. Natur pur und dieses einsame Häuschen, in das Gro sich nach dem Tod ihres Mannes zurückgezogen hat. Weg von der lauten Welt, ihrem alten Leben. Einfach alleine sein und die Ruhe genießen.
Wir begleiten Gro auf ihrem Weg in ein neues Leben. Ein Leben ohne ihren Mann, der ein großes Geheimnis hatte und sich ihr nicht anvertraut hat. Sie kämpft mit sich selbst, ihren Gefühlen und Emotionen. Wird sie jemals wieder bereit sein, andere Menschen und vor allem einen Mann in ihr Leben zu lassen? Ihr ist alles zu viel. Sie steckt in einem tiefen Loch, doch in der Natur erfährt sie langsam Heilung.
Der Schreibstil entführt einen in diese Natur, als wäre man selbst dort. Man spürt richtig die Magie dieses Ortes und kommt selbst zur Ruhe.
Doch dann dreht sich das Blatt und der Fjord und damit auch alle Bewohner im Umkreis geraten in Gefahr.
Ein tolles Buch, das sich mit dem Thema Trauer auseinandersetzt. Auch der Umweltschutz wird thematisiert.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Heilung im Fjord

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Gro ist gefangen in ihrer Trauer - nachdem ihr Mann Nicklas unerwartet verstarb, weiß sie nichts mehr mit ihrem Leben anzufangen. Sie gibt ihre Arbeit als Geologin bei einem großen Erdölkonzern auf und ...

Gro ist gefangen in ihrer Trauer - nachdem ihr Mann Nicklas unerwartet verstarb, weiß sie nichts mehr mit ihrem Leben anzufangen. Sie gibt ihre Arbeit als Geologin bei einem großen Erdölkonzern auf und kauft sich ein Haus an einem einsamen Fjord in den Lofoten. In der Einsamkeit sucht sie nach Heilung. Nach und nach erkennt sie, dass die völlige Isolation unmöglich ist. Als eines Tages ehemalige Kollegen auftauchen, um in ihrem Fjord nach Öl zu suchen, werden neue Kampfesgeister in ihr geweckt.

"Die Frau und der Fjord" ist ein ruhiger, nachdenklicher Roman. Intensiv erleben wir das Innenleben der Protagonistin Gro, das zerrissen ist vor Trauer und Selbstmitleid. Die Sprache der Autorin Anette Strohmeyer ist einnehmend und kurzweilig, die umfangreichen Beschreibungen von Flora und Faune ermöglichen ein tiefes Eintauchen in die lofotische Landschaft. Die kurzen Kapitel ermöglichen ein rasches Vorankommen.

Nichtsdestotrotz ist der Roman nur oberflächlich tiefgründig. Gros Welt dreht sich nur um sich selbst und sie zerfließt in ihrem Selbstmitleid um das Schicksal ihres verstorbenen Mannes. Immer wieder wiederholen sich die selben Gedanken und die Selbstsüchtigkeit der Protagonistin nervt zusehends. Kategorisch stößt sie andere Menschen fort, will eigentlich gar nicht aus ihrem Selbstmitleid heraus. Aber erst durch den Kontakt mit anderen Menschen gelingt es ihr, ihre Situation zu reflektieren, auch wenn dies schier ewig dauert. Die Erkenntnis, dass es ohne andere Menschen nicht geht, ein glückliches Leben zu führen, dauert, kommt aber schließlich doch noch an.

Die Trauergeschichte basiert auf persönlichen Erlebnissen der Autorin. Deshalb ist dieses selbstgebaute, innere Gefängnis, das sich die Protagonistin Gro baut, auch authentisch und nachvollziehbar. Leider empfinde ich Gro und auch die anderen Charaktere als etwas einseitig - entweder gut oder böse. Schattierungen dazwischen blinken zwar kurz auf, werden aber nicht eingehender beleuchtet. "Die Frau und der Fjord" war ein netter Roman zum Zwischendurchlesen, der vor allem wegen seiner landschaftlichen Atmosphäre einnehmend ist, jedoch keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen wird.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Leider sind Gro und ich keine Freundinnen geworden

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Ich wollte die Geschichte so gern mögen, aber Protagonistin Gro und ich sind leider keine Freundinnen geworden. Mir ist bewusst, dass man bei Trauerbewältigung andere Maßstäbe anlegen muss. Dennoch fand ...

Ich wollte die Geschichte so gern mögen, aber Protagonistin Gro und ich sind leider keine Freundinnen geworden. Mir ist bewusst, dass man bei Trauerbewältigung andere Maßstäbe anlegen muss. Dennoch fand ich beispielsweise die Entscheidung, als Einsiedlerin im Polarwinter bewusst auf Handy und Internet zu verzichten, nicht nur gewagt, sondern einfach leichtsinnig. Über ihre Tat bei der Beisetzung ihres Mannes (ich will nicht spoilern, daher nichts Näheres) war ich entsetzt. Und dass die Schwiegermutter so eindimensional negativ gezeichnet war, während Gro diejenige war, die ihren Mann natürlich immer verstanden hat... ich konnte es nicht wirklich glauben.

Wirklich gut gefallen haben mir an dem Roman eher die kleinen Nebenhandlungen. Wie Gro den kleinen Vogel aufpäppelt. Wie sie versucht, alles nachhaltig zu nutzen was die Natur ihr bietet... da konnte ich mich in sie hineinversetzen. In vielen anderen Momenten leider nicht, so dass es für mich "nur" ein durchschnittliches Leseerlebnis war.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Ein schöner Naturroman, der so vor sich hin plätschert. Cozy & Wholesome.

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Ruhig erzählt, cozy, tiefsinnig und naturgewaltig. Ein wirklich schöner Roman, den man vielleicht am besten an verregneten Tagen, im Herbst oder Winter lesen sollte, um die stürmische und eiskalte Atmosphäre, ...

Ruhig erzählt, cozy, tiefsinnig und naturgewaltig. Ein wirklich schöner Roman, den man vielleicht am besten an verregneten Tagen, im Herbst oder Winter lesen sollte, um die stürmische und eiskalte Atmosphäre, die das Buch vermittelt, in sich aufsaugen zu können.

Wir begleiten Gro Kristjánsdóttir, die vor ihrem Umzug auf die norwegischen Lofoten als Geologin auf Ölplattformen gearbeitet hat. Sie war ein regelrechter Star in dieser Branche, denn sie hatte ein goldenes Händchen dafür, jede Ölquelle ausfindig machen zu können.

Doch dann stirbt ihr geliebter Mann Nicklas und Gro ist mit gerade mal Mitte 40 plötzlich Witwe. Sie zieht sich in ihrer tiefen Trauer zurück, wird zur Einsiedlerin und meidet jegliche sozialen Kontakte. Und das geht am besten in der einsamen Wildnis eines Fjords.

Wir sind als Leser Teil ihres Alltags und ihrer Gedankengänge. Wie sie die Natur erkundet, Beeren und Kräuter sammelt und diese verarbeitet, stundenlange Spaziergänge unternimmt, Besorgungen auf dem Festland macht und alte Tagebücher bzw. Funksprüche des Vorbesitzers ihres Hauses liest.

In einer stürmischen Nacht gerät Jens mit seinem Boot in Gros Fjord in Seenot. Sie rettet ihn vorm Ertrinken und es entsteht zunächst eine vorsichtige Freundschaft, die sich irgendwann in Verliebtheit verwandelt. Sie lernt Jens‘ Familie kennen und lässt es zu, ihr Herz wieder zu öffnen.

Doch dann tauchen plötzlich ehemalige Kollegen von Gro auf, die im Fjord eine Ölquelle vermuten, was zur Folge haben würde, dass sie ihr neues Zuhause und die unberührte Natur verlieren könnte. Zusammen mit ihrer neu gewonnenen Familie und den Festlandbewohnern sagt sie der Ölindustrie den Kampf an.

Es geht viel um die Natur bzw. den Naturschutz, Isolation, Kontemplation, Trauer und neue Chancen. Der Erzählstil ist ruhig und kurzweilig. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, ohne langweilig zu sein. War mal ganz nett für zwischendurch. Viel passiert hier allerdings nicht.

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