Cover-Bild Effi liest
(46)
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Humor
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 31.07.2019
  • ISBN: 9783785726525
Anna Moretti

Effi liest

Eine Romantische Komödie
Berlin, 1894. Alles beginnt mit einem Buch, das die achtzehnjährige Elena Sophie von Burow, genannt Effi, zufällig entdeckt. Der Inhalt ist so skandalös, dass Effi aus ihrem vornehmen Pensionat fliegt, noch bevor sie die erste Seite gelesen hat. Sofort reist ihre Tante an, denn es ist wohl höchste Zeit, Effi in die Gesellschaft einzuführen und einen Ehekandidaten zu finden. Effi hingegen sucht Antworten auf ihre Fragen. Ob der junge und sehr sympathische Arzt Maximilian von Waldau Effi weiterhelfen kann?

Eine romantische Komödie aus der prüdesten Epoche der deutschen Geschichte.

Ein wunderbares Lesevergnügen für alle Fans von Jane Austen und "Der Trotzkopf".

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2019

Eine Feministin stellt sich gegen die gesellschaftlichen Regeln im 19. Jahrhundert

0

1894/95: Sexualkunde, alles was mit dem Liebesleben zu tun hat und die männliche Anatomie sind für junge Damen tabu. Und genau das ist es, was Effi stört. Seit sie ein Buch zu diesem Thema gefunden hat, ...

1894/95: Sexualkunde, alles was mit dem Liebesleben zu tun hat und die männliche Anatomie sind für junge Damen tabu. Und genau das ist es, was Effi stört. Seit sie ein Buch zu diesem Thema gefunden hat, möchte sie mehr wissen. Sie sieht es nicht ein, dass Männer mehr wissen dürfen als sie. Bei ihrer Recherche gemeinsam mit ihren Freundinnen Betty und Johanna kommt sie zwar oft ich Schwierigkeiten und unangenehme Situationen. Als sie eben auch von ihrer Schule geworfen wird trifft sie auf Max von Waldau, einen angehenden Arzt. Er ermutigt sie auch noch indirekt, obwohl er durch seinen Chef auch der Meinung ist, dass sich Frauen nicht mit diesen Themen beschäftigen sollten, weil es sich auch auf ihre Gesundheit auswirken kann. Ermutigt mach Effi mit ihrer Recherche weiter und versucht dabei, von ihrer Tante Auguste nicht erwischt zu werden. Denn diese ist schließlich da, um Effi besser in die Gesellschaft einzuführen, ihr die gesellschaftlichen Regeln beizubringen und ihr einen Ehemann zu suchen. Blöd nur, dass Effi gar nicht heiraten, sondern studieren möchte, auch wenn das damals nur sehr wenige Frauen gemacht haben.

Die Figuren in der Geschichte sind unglaublich gut beschrieben. Sie haben alle so einen einzigartigen Charakter. Und deshalb ist die Geschichte so facettenreich und bringt viele Witze mit sich. Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben und dennoch erkennt man, wie viel Mühe sich die Autorin mit der Recherche gegeben hat. Man erhält viele geschichtliche Informationen zu Erfindungen, zum medizinischen Stand aber auch einfach zum Lebensstandard zur damaligen Zeit.

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Humor
Veröffentlicht am 31.07.2019

Feinster Humor in Spitze oder Warnung! Lesen kann zu Einsichten führen und verursacht Bewusstsein.

0

Auf den ersten Seiten des Buches erwartet einen zugleich den wohl amüsantesten Abriss über die Medizingeschichte des 19. Jahrhunderts. Dieser gibt nicht nur einen ersten Einstieg in die Gedankenkonstrukte ...

Auf den ersten Seiten des Buches erwartet einen zugleich den wohl amüsantesten Abriss über die Medizingeschichte des 19. Jahrhunderts. Dieser gibt nicht nur einen ersten Einstieg in die Gedankenkonstrukte der Zeit, sondern zeigt viel mehr gleich zu Beginn den wunderbaren Humor des gesamten Romans auf. Auch wenn das Buch in den noch recht prüden 1890er Jahren spielt, könnte die Sprache nicht treffender oder spitzer gewählt sein
.
Doch zunächst: Man schlage ein Buch auf und werde der Schule verwiesen. Was in der heutigen Zeit befremdlich klingen mag, widerfährt Effi, als sie ein mysteriöses Exemplar in der Nähe ihres Mädchenpensionat findet. Doch auf dem Weg zurück nach Berlin zu ihrem Vater wird ihr während eines Gesprächs das erste Mal bewusst, wie viel wissenschaftlicher doch manche Dinge ergründet werden könnten. Oder kann bestimmtes Wissen tatsächlich krank machen?

Anna Moretti gelingt es auf hervorragende Weise, die damalige Zeit heraufzubeschwören – weder verklärend noch dramatisierend. Der historische Hintergrund fügt sich, ohne sich aufdrängen zu wollen, nahtlos in das Geschehen ein und alle Handlungen und Charaktere sind stringent darin verwurzelt. Geradezu begeistert hat mich der authentische Umgang mit den sozialen und medizinischen Vorstellungen der Zeit, der stets reflektiert und informativ ist, dabei aber ohne den erhobenen, urteilenden Zeigefinger (wie er leider in manch anderen historischen Romanen zu finden ist) auskommt. Man wird gezwungen, sich wirklich auf den damaligen Wissenstand einzulassen und erfährt wie beiläufig viel über die Zeit.

Die Protagonist Effi ist eine scharfdenkende, schlagfertige und sympathische junge Frau, deren Gedankengängen und vor allem ihrem feinen Humor ich gerne gefolgt bin. Aber auch die Nebenfiguren sind allesamt Personen für sich, die in ihrer Gestaltung Effi in keinster Weise nachstehen. Dadurch liest sich das Buch durchweg spannend.

So leicht und amüsant die Geschichte und Sprache zu Beginn erscheinen mögen, umso mehr gibt einem das Buch im Nachhinein zu denken. Gerade diese Kombination aus Leichtigkeit, Humor und Ernst haben mich in besonderem Maße überzeugt, sodass ich „Effi liest“ fünf Sterne vergebe.

Fräulein Grimaud sagte immer noch nichts. Der Karpfen sah jetzt aus, als würde er gleich zuschnappen. - S. 57 Effi bringt mich einfach immer wieder zum Schmunzeln…

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Humor
Veröffentlicht am 31.07.2019

Wie ein Buch ein Leben ändern kann

0

Effi liest und fliegt deswegen aus dem Pensionat. Obwohl ... eigentlich muss es heißen, Effi will ein Buch lesen und wird deswegen rausgeworfen. Ohne richtige Erklärung, warum, wird sie zurück zu ihrem ...

Effi liest und fliegt deswegen aus dem Pensionat. Obwohl ... eigentlich muss es heißen, Effi will ein Buch lesen und wird deswegen rausgeworfen. Ohne richtige Erklärung, warum, wird sie zurück zu ihrem Vater geschickt und von da an Kreisen ihre Gedanken um das mysteriöse Buch, welches ihr soviel Ärger bereitet hat. Effi will nur eins: Das Buch lesen. Und damit fängt das Abenteuer für sie an.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Effis Sicht erzählt und beinhaltet einen richtig tollen Humor. Ich liebte Effi für ihre Gedankengänge. Sie hinterfragt die Tatsache, dass gewisses Wissen für Frauen schädlich wäre und zusammen mit zwei Freundinnen versucht sie Wege zu finden, um an genau solches Wissen heranzukommen. Gleichzeitig muss sie Latein erlernen, da sie gerne mit Sondergenehmigung auf die Universität möchte, sich in die Gesellschaft einführen lassen und sich mit ihren Gefühlen für eine Person auseinandersetzen.

Aber Effi liest nicht nur, sie niest auch. Hauptsächlich wenn ein gewisser Arzt in ihrer Nähe ist und dadurch wird sie schnell zum Beobachtungsobjekt. Max, der Arzt, ist die zweite Person, aus deren Sicht die Leser einen Blick auf die damaligen Gedankengänge erhalten. Seine Gefühle und Gedanken werden hauptsächlich durch Briefe gezeigt, die er an seinen jüngeren Bruder schreibt. Ich fand es unglaublich, welche "Krankheiten" diagnostiziert werden, nur weil eine Frau bzw. Effi niest. Noch unglaublicher wird es, wenn einem bewusst wird, dass diese Diagnosen eben nicht nur im Roman existieren, sondern wirklich so von Doktor Freud und Doktor Fließ erforscht und behandelt wurden. Zwei Personen, die auch im Buch eine wichtige Rolle spielen und deren Behandlungsmethoden gezeigt werden.

Meiner Meinung nach kann man Effi nur sympathisch finden, bei Max schwankten meine Sympathiepunkte je nach Kapitel und die größte Überraschung hielt Tante Auguste für mich bereit. Ich fand die Charaktere alle wunderschön gezeichnet und ich hoffe auch eine Fortsetzung. Vor allem Max Bruder, von dem ich nur durch die Briefe erfuhr, hat mich neugierig gemacht. Bens Briefe sind ja nicht abgedruckt und trotzdem lässt sich der Inhalt super nachvollziehen.

Die Handlung kommt immer wieder mit überraschenden Wendungen um die Ecke. Es ist trotzdem eine ruhige Geschichte, die sich langsam entwickelt und einen tollen Einblick darin gibt, wie über Frauen teilweise gedacht wurde. Aber zum Glück sind nicht alle so furchtbar wie Freud und Fließ, sondern Effi begegnet auch offen Charakteren, die bereit sind, ihre bisherige Haltung zu hinterfragen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Humor
Veröffentlicht am 31.07.2019

unterhaltsam und interessant

0

1894: Effi findet bei einem kleinen Ausflug ihrer Klasse ein verstecktes Buch. Natürlich facht dies ihre Neugier an und sie möchte es lesen. Leider wird sie von ihrer Lehrerin ertappt. Als Folge fliegt ...

1894: Effi findet bei einem kleinen Ausflug ihrer Klasse ein verstecktes Buch. Natürlich facht dies ihre Neugier an und sie möchte es lesen. Leider wird sie von ihrer Lehrerin ertappt. Als Folge fliegt sie aus dem Mädchenpensionat. Doch auch zu Hause lässt Effi nicht locker. Sie versucht herauszufinden, warum das Buch nichts für Frauen ist. Dabei trifft sie auch auf Max, der ziemlich viel Wirbel in ihr Leben bringt. Ob sie am Ende Antworten auf ihre Fragen bekommt?

Meine Meinung:

Die Geschichte wird aus Effis Sicht erzählt. Ich mochte die junge Frau sofort. Sie ist neugierig auf das Leben und lässt sich auch nicht von den Steinen, die ihr in den Weg gelegt werden, aufhalten. Immer wieder findet sie neue Möglichkeiten, an ihr Ziel zu kommen. Effi ist also eine starke Frauenfigur, der man von Anfang an wünscht, dass ihre Träume in Erfüllung gehen. Daher macht es auch so viel Spaß, sie durch die Geschichte zu begleiten.

Auch Max spielt in der Geschichte eine große Rolle. Er ist ebenfalls eine interessante Figur, auch wenn er mir nicht immer symathisch war. Aber das ist auch der Zeit geschuldet, in der die Geschichte spielt. Er steckt in einem großen Zwiespalt. Und hier eine gute Lösung zu finden, die er vertreten kann, ist nicht leicht. Seine Gedanken und Gefühle erfährt man vor allem aus Briefen, die er seinem Bruder schreibt. Das hat mir gefallen.

Die Geschichte ist unterhaltsam und interessant. Man taucht ein bisschen in das Leben am Ende des 19. Jahrhunderts ein. Hier war das Leben für die Frauen mit großen Einschränkungen verbunden. Man nimmt dadurch viel mehr wahr, wie viele Freiheiten sich Frauen über die Jahre erkämpft haben. Beim Lesen wird klar, wie dankbar man diesen Frauen sein muss.

Erwähnenswert ist auch der schöne und humorvolle Schreibstil. Dieser trägt sehr zum Lesevergnügen bei. Durch die anschauliche Erzählweise hat man auch immer ein Bild vor Augen.

Fazit:

Eine unterhaltsame und interessante Geschichte mit einer liebenswerten Hauptfigur. Da macht das Lesen Spaß. Sehr empfehlenswert!

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Humor
Veröffentlicht am 30.07.2019

sympathisch

0

Klappentext:
Berlin, 1894. Alles beginnt mit einem Buch, das die achtzehnjährige Elena Sophie von Burow, genannt Effi, zufällig entdeckt. Der Inhalt ist so skandalös, dass Effi aus ihrem vornehmen Pensionat ...

Klappentext:
Berlin, 1894. Alles beginnt mit einem Buch, das die achtzehnjährige Elena Sophie von Burow, genannt Effi, zufällig entdeckt. Der Inhalt ist so skandalös, dass Effi aus ihrem vornehmen Pensionat fliegt, noch bevor sie die erste Seite gelesen hat. Sofort reist ihre Tante an, denn es ist wohl höchste Zeit, Effi in die Gesellschaft einzuführen und einen Ehekandidaten zu finden. Effi hingegen sucht Antworten auf ihre Fragen. Ob der junge und sehr sympathische Arzt Maximilian von Waldau Effi weiterhelfen kann?
Meinung:
Effi ist ihrer Zeit voraus und hat das Glück das Vater und Tante damit kein Problem haben sondern sie im Bereich des Möglichen sogar unterstützen.
In einer prüden Zeit in der Frauen von nichts eine Ahnung haben sollen, stellt Effi Fragen, Warum, Wieso Weshalb. Die Antworten gibt sie sich teilweise selbst.
Das Ganze geschieht auf: eine sehr charmante lustige Art so das man als Leser immer wieder lachen muss.
Zeitgenosse ist Dr. Siegmund Freud der sich einmal gefragt hat: Was wollen die Frauen. Effis Antwort: Er muss sie selber fragen.
Der Autorin ist es gelungen die Denkweise und Ansichten dieser Zeit darzustellen und zu erklären ohne die Leser zu langweilen. Ich hatte als Leserin Mitleid mit den Frauen der damaligen Zeit aber ich habe nicht die Nase über die Männer gerümpft denn sie waren genauso Gefangene des Zeitgeistes.
Effi bespricht sich mit ihren Freundinnen und ihre Tante gibt ihr wertvolle Tipps.
Max hingegen hat nur seinen Bruder mit dem er korrespondiert. Wir lesen nur die Briefe von Max aber die Antworten von Ben können wir uns anhand des nächsten Briefs erraten. Das ganze ist ein sehr liebenswertes Hin und Her und hebt das Buch noch einmal auf ein höheres Level.
Im Anhang erklärt die Autorin noch einige Ereignisse die wirklich stattgefunden haben und die sie im Buch verwendet hat, sie sind in der heutigen Zeit derartig unvorstellbar das man sie beim ersten Lesen eben für Phantasie gehalten hat.
Ein gelungenes Buch.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Humor