Cover-Bild Die Clans von Tokito – Lotus und Tiger
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4,99
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Ersterscheinung: 19.02.2021
  • ISBN: 9783423438766
Caroline Brinkmann

Die Clans von Tokito – Lotus und Tiger

Katharina Netolitzky (Illustrator)

Tokito – Stadt aus Blut und Schatten

In der Megastadt Tokito herrscht das Gesetz der Clans. Nur wer für einen der sechs Clanfürsten arbeitet, hat die Chance zu überleben. Die rebellische Erin hat ihren Job beim Lotusclan verloren und ist nun schutzlos. Als sie auf der Straße verschleppt wird, lässt sie sich auf einen Deal mit einem Dämon ein, um ihr Leben zu retten. Der Dämon verleiht ihr übernatürliche Kraft, versucht aber auch, die Kontrolle über Erin zu erlangen. Als eine Mordserie Tokito erschüttert und Erins beste Freundin Ryanne verschwindet, setzt Erin alles daran, den Mörder zu finden. Aber ist es wirklich bloß ein Wahnsinniger, den sie jagt? Oder ist sie einer gefährlichen Verschwörung auf der Spur? Und was für ein Spiel bei all dem spielt ihr Dämon?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2021

Spannender Fantasyroman mit tollem Worldbuilding

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Nachdem das Buch “Die Clans von Tokito” mir mehrmals auf Instagram aufgefallen ist und ich einige sehr positive Stimmen dazugehört hatte, war mir schnell klar das ich das Buch auch lesen möchte. Das Cover ...

Nachdem das Buch “Die Clans von Tokito” mir mehrmals auf Instagram aufgefallen ist und ich einige sehr positive Stimmen dazugehört hatte, war mir schnell klar das ich das Buch auch lesen möchte. Das Cover hat mich auf den allerersten Blick nicht komplett überzeugt, passt aber unglaublich gut zu der Geschichte. Man kann sowohl den Handlungsort Tokito, als auch die verschiedenen Clans auf dem Cover erkennen. Ich mag es total gerne wenn Aspekte der Geschichte auf dem Cover eingebunden sind, deswegen gefällt mir mittlerweile die Gestaltung des Buches auch sehr.

Auch der Einstieg in das Buch ist mir persönlich sehr leicht gefallen. Die Handlung geht sehr zügig los und die Ereignisse überschlagen sich bereits im ersten Kapitel. Generell ist das Buch unglaublich spannend geschrieben und es gab mehrere Momente, bei denen mich der Plot überraschen konnte. Das Buch ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, jede ist aus der Ich-Perspektive geschrieben. Die Hauptprotagonistin ist Erin, die man direkt im ersten Kapitel kennenlernt. Zu Beginn hatte ich kurz Probleme die Welt der Clane zu verstehen, aber das hat sich sehr schnell gelegt.

Tokito ist angelehnt an die japanische Kultur. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Clane, die die Stadt dominieren. Um in der Stadt zu überleben ist es wichtig einen Clan zu haben. Erin verliert bereits im ersten Kapitel ihren Job und dadurch auch ihren Clan. Dadurch startet ein Kampf ums Überleben und sie wird in unvorhersehbare Verstrickungen mit reingezogen. Der zweite Protagonist ist Kiran, ein Auszubildender der Phari, der bei der Ermittlung von Mordfällen hilft. Die letzte Protagonistin ist Ryanne, die zu Beginn dem Lotusclan angehört. Alle drei Charaktere sind miteinander auf die ein oder andere Art verbunden und wir lernen drei verschiedene Perspektiven auf die Geschichte kennen.

Die Autorin hat einen sehr flüssig Schreibstil und die Geschichte liest sich sehr angenehm. Besonders gut hat mir die Gestaltung mit den verschiedenen Charakteren gefallen. Ich finde die Kapitel sind sehr raffiniert hintereinander geschrieben, dass muss man definitiv selbst gelesen haben!

Insgesamt hat mir “Die Clans von Tokito” unglaublich gut gefallen. Das Buch punktet mit einer tollen Spannungskurve, vielschichtigen Charakteren und einer tollen Welt. Obwohl es ein Einzelband ist, hat die Autorin es geschafft eine komplexe und auf jeden Fall lesenswerte Geschichte zu erschaffen.

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Veröffentlicht am 09.04.2021

Tolles Setting

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Erin, ein 17 – jähriges Mädchen wohnhaft mitten in der Metropole Tokito, hat kein leichtes Leben. Gerade hat sie wieder einmal ihren Job verloren und keine Aussicht auf Besserung. Als sie dann auch noch ...

Erin, ein 17 – jähriges Mädchen wohnhaft mitten in der Metropole Tokito, hat kein leichtes Leben. Gerade hat sie wieder einmal ihren Job verloren und keine Aussicht auf Besserung. Als sie dann auch noch kurz davor ist zu sterben, kommt der Deal mit einem Dämon gerade Recht – Erin bleibt auch keine andere Wahl. Die Diskussionen zwischen ihr und dem Dämon sind auch eins der Dinge, die mich oft zum Lachen gebracht haben. Sie arten immer wieder in total sarkastischen Dialogen aus. Jedenfalls ist Erin nun mit einem Wesen verbunden, das in ihrer Welt verpönt ist. Nur ihr Freund Mikko, der schon seit Kindertagen an ihrer Seite ist, nimmt es locker und steht natürlich an Erins Seite.

“Clans of Tokito” hat mehrere Sichtweisen. Die erste aus Erins. Der zweite Erzählstrang wird aus der Sicht von Rayenne erzählt – einer Freundin von Erin, und ihr Schicksal ist auch sehr hart. Der dritte Teil berichtet aus der Sicht des Phari Kiran, der eine Mordserie in Tokito untersucht und so etwas wie ein Gesetzeshüter darstellt. Letzterer hat auch kein einfaches Schicksal und vor allem mit seiner Pharikollegin ganz schön zu kämpfen manchmal.

Das japanisch angehauchte Setting hat Caroline Brinkmann unglaublich toll gestaltet. Lebhaft und detailliert beschrieben reißt sie uns mit in eine Welt voller Überraschungen und spannender Momente. Die Charaktere sind klasse und abwechslungsreich aufgebaut, sympathisch und liebenswert. Ich musste zwar etwas dran bleiben, da die Geschichte doch etwas komplex ist, aber es lohnt sich. Zu meinem kleinen Mininachteil gibt es nicht wirklich viel Liebe, da Erin und Mikko ja schon ein Paar sind, aber das Worldbuilding macht das sofort wieder wett.

Das Buch ist in sich abgeschlossen, ihr müsst also keinen bösen Cliffhanger erwarten, aber man könnte durchaus eine Fortsetzung dranhängen.

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Veröffentlicht am 25.03.2021

Kreative, mitreißende, diverse Jugend-Fantasy mit Figuren, die einem ans Herz wachsen!

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Spoilerfreie Rezension!

Inhalt

In der gefährlichen Megastadt Tokito regieren 6 verschiedene Clans. Als Erin aus dem Lotusclan aufgestoßen wird, gilt sie als vogelfrei. Organhändler entführen sie, doch ...

Spoilerfreie Rezension!

Inhalt

In der gefährlichen Megastadt Tokito regieren 6 verschiedene Clans. Als Erin aus dem Lotusclan aufgestoßen wird, gilt sie als vogelfrei. Organhändler entführen sie, doch sie überlebt. Allerdings ist der Preis hoch: Sie macht einen Deal mit einem Dämon, ist fortan besessen. Und gerade dann verschwindet ihre beste Freundin, und Erin muss alles geben, um sie wiederzufinden…

Übersicht

Einzelband oder Reihe: Einzelband (zumindest nach aktuellem Stand, eine Fortsetzung wird aber nicht ausgeschlossen)
Erzählweise: Ich-Erzähler, Präteritum
Perspektive: weibliche und männliche Perspektive
Kapitellänge: kurz bis mittel
Tiere im Buch: + Es werden keine Tiere verletzt, gequält oder getötet.
Triggerwarnung: Gewalt gegen Kinder, Tod von Menschen, Blut, Gewalt;
Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden!
Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: ---

Warum dieses Buch?

Die Grundidee mit den Clans hat mich total an „Die Bestimmung“ von Veronica Roth erinnert – und dieses Buch mochte ich sehr! Auch die ersten Rezensionen haben mich sehr neugierig gemacht.

Meine Meinung

Das hat mir gefallen…

… das überzeugende Worldbuilding. Mit ihrer kreativen asiatisch angehauchten Welt hat mich die Autorin auf ganzer Linie überzeugt. Es hat mir großen Spaß gemacht, das spannende System der Clans und die vielen liebevollen Details zu entdecken! Am besten gefallen haben mir die fremdartigen Tiere, die sich die Autorin ausgedacht hat, wie z. B. die kleinen, niedlichen Müllquallen. (5 Lilien ♥)

„Ein Methanwal schob seinen gigantischen, aufgedunsenen Körper durch die Smogwolke und tauchte hinab. Er öffnete sein Maul und zog die verseuchte Luft ein, um sie zu filtern.“ E-Book, Position 26

… der Schreibstil. Ich muss allerdings zugeben, dass ich am Anfang Probleme damit hatte; er wirkte auf mich ein wenig hölzern. Mit jedem Kapitel hat mir die flüssige, für ein Jugendbuch überraschend komplexe Sprache jedoch besser gefallen, denn sie überzeugt sowohl in emotionalen als auch in geheimnisvollen und spannenden Momenten. (4 Lilien)

„Die Regeln waren einfach: Nur wer Arbeit hatte, gehörte zu einem Clan. Und nur wer zu einem Clan gehörte, war in Tokito sicher, denn die Zugehörigkeit beschützte einen vor Abschaum wie Menschenhändlern.“ E-Book, Position 53

… die tiefgründige Verarbeitung der Themen. In „Die Clans von Tokito“ gelingt es der Autorin, ernste Themen wie Existenzangst, Armut, Selbstzweifel, Freundschaft und Familie anzusprechen und diese mit überraschender Tiefe zu behandeln. Gleichzeitig wird das jugendliche Zielpublikum aber trotzdem nicht überfordert. Besonders gut gefallen hat mir hier auch, dass immer wieder Vorurteile über die Mitglieder der verschiedenen Clans gebrochen werden und dass auch moralische Fragestellungen im Mittelpunkt stehen. (5 Lilien ♥)

„‘Ich bin kein Monster‘.
Tief drinnen schleppt jeder ein Monster mit sich herum.‘“ E-Book, Position 1786

… der Humor. Ich habe den Humor im Buch absolut geliebt! An vielen Stellen musste ich sogar laut auflachen. (5 Lilien ♥)

… die liebevoll ausgearbeiteten Figuren. Man merkt deutlich, dass die Autorin viel Zeit und Energie in die Charakterentwicklung gesteckt hat. Ihre sympathischen und interessanten Figuren überzeugen bis in die Nebenrollen und haben glaubwürdige Stärken und Schwächen. Besonders die Protagonist/innen machen zudem eine überzeugende Entwicklung durch! Gegen Ende des Buches habe ich gemerkt, dass sie mir Erin, Kiran und Co echt ans Herz gewachsen sind, was ich sehr schön finde. (5 Lilien ♥)

… die Atmosphäre. Sie ist nämlich dicht und geheimnisvoll, was mir sehr gut gefallen hat. Mithilfe von vielen kleinen Details sorgt die Autorin dafür, dass man nie vergisst, in welcher Welt man sich gerade befindet. Deshalb taucht man beim Lesen auch voll und ganz in diese faszinierende Geschichte ein. (5 Lilien ♥)

„Ich spürte die Dunkelheit, die mich mit unnachgiebigen Klauen umschloss. Ich spürte ihre Präsenz wie ein leichtes stetiges Schaben, das gegen mein Bewusstsein klopfte, in der Hoffnung, eingelassen zu werden.“ E-Book, Position 1129

… die Spannung und der wendungsreiche, mitreißende, emotionale Plot. Die Geschichte setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen; unter anderem steht auch Mordermittlung im Mittelpunkt. Als begeisterte Thriller-Leserin hat mir das natürlich gefallen. Etwa ab dem ersten Viertel steigt der Spannungsbogen langsam und kontinuierlich an. Am Ende werden alle Handlungsstränge auf gelungene Weise zu einem beeindruckenden Höhepunkt zusammengeführt, der mich begeistern konnte. Ob es eine Fortsetzung geben wird, steht im Moment noch nicht fest – das Ende wirft aber auf jeden Fall genügend Fragen auf, sodass es in einem zweiten Teil bestimmt noch einiges zu erzählen gäbe. (4 Lilien)

… die Diversität und der Bruch mit Geschlechterstereotypen. Die Autorin hat beim Schreiben des Buches sehr darauf geachtet, dass verschiedene Hautfarben und sexuelle Orientierungen vertreten sind, was ich sehr schätze. Sogar Menschen mit Behinderung sind durch einen gehörlosen Mann in mächtiger Position vertreten. Besonders gut gefallen hat mir hier, dass diese Aspekte aber nicht im Mittelpunkt stehen und die Figuren definieren, sondern dass sie ganz unaufgeregt in die Geschichte eingewebt werden. „Die Clans von Tokito“ besteht außerdem den Bechdel-Test, enthält viele starke weibliche Figuren (auch in hohen Positionen) und bricht ganz bewusst mit Geschlechterstereotypen, was ich wunderbar finde! So ist es Erin, die sich als junge Frau gerne prügelt, und Mikko, der sehr sensibel ist. An einer Stelle kämpfen sogar eine junge Frau und ein junger Mann miteinander – und es war einfach nur schön zu sehen, dass sie auf Augenhöhe sind. (5 Lilien ♥)

Das lässt mich zwiegespalten zurück:

… der Einstieg. Es dauert doch eine Weile, bis die Geschichte ins Rollen kommt. Das liegt natürlich auch daran, dass die Welt zuerst einmal vorgestellt werden muss. Ich habe deshalb ein paar Kapitel gebraucht, bis ich ins Buch gefunden habe. (3 Lilien)

… die Kapitel aus Ryannes Sicht. Besonders in der ersten Hälfte des Buches fand ich Ryannes Geschichte etwas schwach und wenig spannend. Hier war eindeutig noch Luft nach oben. (3 Lilien)

Das hat mir nicht gefallen:
---

Mein Fazit

Caroline Brinkmann zeigt mit „Die Clans von Tokito – Lotus und Tiger“ wie deutschsprachige Jugendfantasy geht! Sie überzeugt mit einer kreativen, asiatisch angehauchten Welt, einem flüssigen Schreibstil, dem großartigen Humor, ihrer tiefgründigen Behandlung ernster Themen und ihren liebevoll ausgearbeiteten Figuren. Auch der mitreißende Plot, die dichte, geheimnisvolle Atmosphäre und der durchgängige Spannungsbogen begeistern. Am besten haben mir aber die vielen starken weiblichen Figuren, die unaufgeregte Diversität und der gezielte Bruch mit Geschlechterstereotypen gefallen. Hier hat Caroline Brinmann wirklich alles richtig gemacht und damit ein sehr empfehlenswertes Jugendbuch geschaffen, das veralteten Rollenbildern den Kampf ansagt! Kleine Schwächen fallen da überhaupt nicht ins Gewicht. Ich habe jedenfalls mein erstes Jahreshighlight 2021 gefunden! Für mich ist „Die Clans von Tokito“ ein Jugend-Fantasybuch, an dem man in diesem Jahr nicht vorbeikommt – und zwar zu Recht. Unbedingt lesen!

Bewertung

Idee: 5 Lilien ♥
Inhalt, Themen, Botschaft: 5 Lilien ♥
Umsetzung: 5 Lilien ♥
Worldbuilding: 5 Lilien ♥
Einstieg: 3 Lilien
Ende: 4,5 Lilien
Schreibstil: 4 Lilien
Protagonist_innen: 5 Lilien ♥
Figuren: 5 Lilien ♥
Spannung: 4 Lilien
Atmosphäre: 5 Lilien ♥
Emotionale Involviertheit: 5 Lilien ♥
Feministischer Blickwinkel: 5 Lilien ♥
Einzigartigkeit / Chance, dass ich das Buch nie vergessen werde: hoch

Insgesamt:

❀❀❀❀❀♥ Lilien

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lilien und damit den Lieblingsbuchstatus!

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Veröffentlicht am 23.03.2021

richtig spannende und aufregende Fantasystory

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Das Cover stach mir sofort ins Auge und hat mich neugierig gemacht. Auch der Klappentext sprach mich an.
Der Schreibstil von Caroline Brinkmann ist einfach zu lesen. Sie konnte mich mir ihrer Geschichte ...

Das Cover stach mir sofort ins Auge und hat mich neugierig gemacht. Auch der Klappentext sprach mich an.
Der Schreibstil von Caroline Brinkmann ist einfach zu lesen. Sie konnte mich mir ihrer Geschichte schnell fesseln. Das Buch umfasst 55 Kapitel und ist geschrieben aus der Ich-perspektive von verschiedenen Charakteren.
Ich hatte eine gute Fantasy-Story erwartet. Was ich aber bekam war viel mehr. Es war ganz anders als erwartet. Eine besondere und fesselnde Story. Etwas ähnliches habe ich bisher nicht gelesen und war wirklich positiv überrascht. Erin Rider, die Clanlos und Protagonistin im Buch, macht einen Deal mit einem Dämon: dem Diestelkönig. Die Dialoge zwischen den beiden habe ich wirklich sehr genossen und waren amüsant.
Die Autorin hat hier eine interessante futuristische Welt mit viel Glaube und Tradition geschaffen. Auch dass es keine Lovestory in der Geschichte gibt, macht dem Buch keinen Abbruch. Ich kann wirklich nur schwärmen und kann euch daher dieses Buch wirklich sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 16.03.2021

Fantastisches Setting, perfekte Unterhaltung!

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In der Stadt Tokito herrschen die Clans. Nur wer einem Clan angehört, steht unter Schutz. Alle anderen sind Freiwild und müssen auf sich selbst aufpassen.

Nachdem Erin ihren Job beim Lotusclan verloren ...

In der Stadt Tokito herrschen die Clans. Nur wer einem Clan angehört, steht unter Schutz. Alle anderen sind Freiwild und müssen auf sich selbst aufpassen.

Nachdem Erin ihren Job beim Lotusclan verloren hat und nun clanlos ist, muss sie sich schnellsten nach einer neuen Arbeit umsehen. Doch nach einem vergebenen Vorstellungsgespräch gerät sie in die Hände von Organhändlern. Zum Glück kann sie sich mit Hilfe eines Dämons aus der Situation befreien, doch nur durch die Besiegelung eines Deals.

Erins Freundin Ryanne hat ebenfalls Probleme. Sie muss sich nach einer neuen Unterkunft umsehen und sucht Hilfe bei ihrer Mutter. Doch dort gerät sie ebenfalls in Gefahr.

Unterdessen versucht Kiran gemeinsam mit seinem Meister eine Mordserie aufzuklären. Dabei kreuzen sich die Wege von Ryanne, Erin und ihm? Kann es ein Zufall sein oder sind sie vielleicht alle auf der gleichen Spur?



Die deutsche Schriftstellerin Caroline Brinkmann hat bereits mit ihren Dystopien „Die Perfekten“ und „Die Vereinten“ gezeigt, dass sie es herrlich versteht, durch Worte eine Kulisse zum Erblühen zu bringen. Mit ihrem neusten Werk „Die Clans von Tokito“ reist sie in ein ganz anderes Setting und lässt uns an ihren fantasievollen Ideen teilhaben.

Die Geschichte um die Clans von Tokito wird aus drei abwechselnden Perspektiven erzählt, die alle vollkommen unterschiedlich und dennoch zusammenhängend gelesen werden können. Nur durch die Ergänzung der einzelnen Protagonisten wird aus der Handlung eine Symbiose, die perfekt aufeinander abgestimmt ist und logisch und nachvollziehbar erscheint.

Zunächst lernt der Leser Erin Rider kennen. Die junge Frau lebt mit ihrem Freund Mikko zusammen. Sie kennen sich aus dem Waisenhaus und haben dort zu einer Einheit zusammengefunden. Während Mikko eher ein Strebertyp ist, zeigt Erin gerne ihre rebellische Seite. Deshalb fliegt sie auch regelmäßig aus ihren Jobs raus. Erin ist aber eine gute Person, die das Herz am richtigen Fleck hat und für ihre Freunde und Mikko alles geben würde.

Ryanne ist mit Mikko und Erin im Heim aufgewachsen. Die drei sind beste Freude und vertrauen einander. Sie halten zusammen. Trotzdem muss Ryanne nachdem sie aus ihrem Clan herausgeflogen ist, bei ihrer Mutter Obdach suchen. Diese ist eine Hure und arbeitet in einem Freudenhaus. Leider erhält Ryanne nicht die Unterstützung, die sie sich gewünscht hat. Vielmehr muss sie selbst für ihre Sicherheit kämpfen und über sich hinauswachsen.

Kiran Seaborn ist ein Schützling seines Meisters. Er hat noch nicht den richtigen Platz im Leben gefunden, fühlt sich oft missverstanden und nutzlos. Er muss erst noch lernen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und seinen Gefühlen und inneren Dämon zu vertrauen. Wird er es rechtzeitig schaffen?

Alle drei Hauptakteure sind sympathisch, facettenreich und lebendig. Der Leser kann sich alle Charaktere wunderbar vorstellen und sich in alle Situationen einfinden. Caroline Brinkmann schreibt bildlich und authentisch, weshalb sich das Werk glaubwürdig lesen lässt. Alles hat Hand und Fuß, wirkt strukturiert und wunderbar durchdacht.

Auch die Handlung wurde hier ideal in Szene gesetzt. Ganz langsam baut sich die Spannung auf und bündelt schließlich in einem fulminanten Finale. Durch kurze Kapitel wird ein herrlicher Lesefluss generiert, weshalb sich die Geschichte innerhalb kürzester Zeit verschlingen lässt.

Ganz großes Kino!

Mein persönliches Fazit:
Leider, wirklich leider, habe ich nur das eBook gelesen, denn die Aufmachung des Buches ist ein wahrer Augenschmaus. Die bildlichen und farbenfrohen Illustrationen müssen einfach erwähnt werden, denn sie bilden einen großartigen Blickfang.

Die drei Persönlichkeiten haben mich überrascht und mitgerissen. Alle drei Protagonisten mussten innerhalb der Erzählung ihren eigenen Weg gehen und ich habe mit allen mitgelitten und mitgefiebert. Dabei kann ich noch nicht einmal sagen, welche Person mir am besten gefallen hat, denn alle haben auf mich herzlich und sympathisch gewirkt. Ihre Schicksale sind mir nahgegangen.

Auch das Setting ist grandios. Dieser asiatische Touch mit den vielen fantasievollen Aspekten, macht aus „Die Clans von Tokito“ etwas Besonderes. Hinzu kommt eine Handlung, die sowohl aufregend als auch dramatisch ist, die fesselt und nicht mehr loslässt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, denn eine rasante Begebenheit folgte auf die nächste und ich konnte mich einfach nicht losreißen. Ruck zuck – schon vorbei. Doch dafür glücklich und vollkommen zufrieden!

Zum Glück hat Caroline Brinkmann hier ordentlich Potenzial für weitere Werke gelassen, denn es sind noch einige Fragen offen, die wir hoffentlich bald geklärt bekommen. Doch bis dahin kann ich mich entspannt zurücklehnen und euch dieses Buch bedingungslos empfehlen. Ein Highlight für das Jahr 2021!

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