Cover-Bild Die Meisterdiebin
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27,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Zytglogge
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 392
  • Ersterscheinung: 17.03.2025
  • ISBN: 9783729651869
Christine Jaeggi

Die Meisterdiebin

Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit: Von 1936 bis 1945 stellte eine spektakuläre Diebstahlserie in Schweizer Luxushotels die Polizei vor ein Rätsel. Bei über neunzig Einbrüchen wurden Schmuck, Uhren, Geld und sonstige Wertgegenstände im Gesamtwert von heute umgerechnet rund 3,5 Millionen Franken erbeutet. Erst 1946 konnte die Täterin ermittelt und verhaftet werden.
Das Leben dieser Frau, die fast ein Jahrzehnt lang für die Ermittlungsbehörden ein Phantom geblieben ist, hat Christine Jaeggi zu ihrem Buch «Die Meisterdiebin» inspiriert. Ihre Protagonistin, die jüdische Kaufhauserbin Elise, flüchtet vor den Nationalsozialisten, die ihr alles genommen haben, aus Wien in die Schweiz. Als Emigrantin erhält sie keine Arbeitsbewilligung. Verzweifelt sucht sie einen Ausweg, um nicht als mittellos zu gelten und die Ausweisung zu riskieren. Zudem muss sie eine hohe Bürgschaft aufbringen, um auch ihre Mutter und ihre Schwester in die Schweiz zu retten. Und sie will Rache nehmen.
Ein Nachwort der Journalistin Lena Berger, deren Blog-Artikel «Das 91. Zimmer» die Autorin auf den Fall aufmerksam gemacht hat, bettet den Roman in den historischen Kontext ein.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2025

Die diebische Elster

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Die Autorin Christine Jaeggi entführt uns mit ihrer Geschichte , in die Jahre 1936 bis 1945. Wir lernen Elise kennen. Eine Kaufhauserbin und Jüdin , die in ihrem Leben so einiges mitmachen musste. Aus ...

Die Autorin Christine Jaeggi entführt uns mit ihrer Geschichte , in die Jahre 1936 bis 1945. Wir lernen Elise kennen. Eine Kaufhauserbin und Jüdin , die in ihrem Leben so einiges mitmachen musste. Aus der Not heraus beginnt sie zu stehlen , aber nicht bei den Armen sondern bei denen , die ihre Not verursacht haben. Und nicht nur für sich selbst , sondern um gutes zu tuen. Mir gefiel der Schreibstil ließ er doch die Seiten nur so dahin fliegen. Auch fand ich das ganze Setting aus Geschichte, einer starken Frau und das eine wahren Begebenheit eingeflochten ist , sehr gelungen. Man lernt Dinge dazu , fiebert mit und muss so manches Mal den Kopf schütteln. Ein fesselnder Roman den ich weiter empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Diebin, anfangs nur der Not gehorchend, …

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„Die Meisterdiebin“ von Christine Jaeggi ist ein historischer Kriminalroman voller Spannung und Dramatik, in dessen Mittelpunkt eine Frau steht, die aus einer Notsituation heraus zur Diebin wird.

Kurz ...

„Die Meisterdiebin“ von Christine Jaeggi ist ein historischer Kriminalroman voller Spannung und Dramatik, in dessen Mittelpunkt eine Frau steht, die aus einer Notsituation heraus zur Diebin wird.

Kurz zum Inhalt:
Nachdem die Nationalsozialisten sämtliches Hab und Gut der reichen Wiener Jüdin Elisa konfisziert haben, flieht sie in die Schweiz, wo sie als Emigrantin nicht arbeiten darf. Um einer Ausweisung als Mittellose zu entgehen bzw. die Bürgschaft aufbringen zu können, um Mutter und Schwester in die Schweiz nachzuholen, sieht sie nur Diebstahl als Lösung. Gleichzeitig kann sie sich an den Nazis rächen.

Das Cover mit der mondänen Dame ist ein Eye-Catcher. Ja, so könnte die Meisterdiebin ausgesehen haben! Das Buch erschien 2025 im Verlag Zytglogge. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, Orts- oder Zeitangaben finden sich primär im Text. Die Handlung spielt vorwiegend in Wien und in der Schweiz und umfasst einen Zeitraum von 1920 bis 1951. Der Roman basiert auf einem wahren Kriminalfall. Im Nachwort von Lena Berger, der Verfasserin jenes Artikels über die echte Meisterdiebin Erika Böhm, der Christine Jaeggi auf die Idee zu diesem Roman brachte, finden sich die Fakten zum Lebenslauf der Hoteldiebin.

Christine Jaeggi ist es meisterhaft gelungen, aus diesem Stoff einen packenden Roman zu machen. Nicht nur, dass sich die fiktiven Erlebnisse der Protagonistin harmonisch mit den Fakten des Lebenslaufes der historischen Gestalt verbinden, wird ein anschauliches Zeit- und Gesellschaftsbild vermittelt – sowohl das Leben der Begüterten in den 20er und 30er Jahren, als auch das Grauen, das mit dem Nationalsozialismus über die Menschen, insbesondere die Juden, hereinbrach. Wobei, abgesehen von der Umwelt und den politischen Geschehnissen, eindeutig Elise im Zentrum der Handlung steht – mit all ihren facettenreichen Gefühlen: ihre zwischenmenschlichen Beziehungen, ihre Stellung in der Familie, ihre Probleme, ihre Sehnsüchte und Wünsche, Schuldgefühle, Enttäuschungen, Liebesglück, Trauer und last but not least ihre Rachegelüste. Für sie läuft von Kindheit an nicht alles so unbeschwert, wie man ob ihrer vom Finanziellen her gesehenen Privilegiertheit annehmen möchte, aber sie meistert die Schicksalsschläge stets mit neu erwachtem Tatendrang. Sie hat immer ein Ziel vor Augen. Ja, sie wird zur Diebin, eigentlich nie aus Habgier, auch wenn sie mit den Jahren süchtig wurde nach diesem Adrenalinkick, sondern jahrelang um zu überleben, aber auch aus Verantwortungsbewusstsein ihrer Familie gegenüber. Sie rettet ihrer Mutter und Schwester letztlich das Leben, als sie sie aus Wien holt. So verfolgt man ihre Raubzüge mit Wohlwollen, fiebert und zittert mit ihr, eben weil man ihre Not und auch ihre Rachegefühle gegenüber den überheblichen und judenverachtenden Hotelgästen gut nachvollziehen kann. Nicht nur Elises Charakter ist vielschichtig beschrieben, auch die diversen anderen Haupt- und Nebenfiguren wirken, ob gut oder niederträchtig, authentisch und lebendig.

„Die Meisterdiebin“ hat mich gefesselt, begeistert und die Geschichte wird sicher noch lange in meinem Gedächtnis haften bleiben. Eine unbedingte Leseempfehlung und 5 Punkte.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Ein Glanzstück und ein Highlight!

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Darum geht es:
Durch die Machtübernahme der Nazis flüchtet die junge, jüdische Kaufhauserbin Elise aus Wien. Die Nationalsozialisten haben ihr alles genommen, was ihr lieb ist. Ihre Flucht führt sie in ...

Darum geht es:
Durch die Machtübernahme der Nazis flüchtet die junge, jüdische Kaufhauserbin Elise aus Wien. Die Nationalsozialisten haben ihr alles genommen, was ihr lieb ist. Ihre Flucht führt sie in die Schweiz. Elise ist verzweifelt, sie braucht dringend Geld, um nicht bedürftig zu gelten und vor allem, um ihre Mutter und Schwester nachzuholen. Als Emigrantin in der Schweiz erhält sie aber keine Arbeitserlaubnis.
Eine ausweglose Situation. Wut, Hass, Verzweiflung und Rache treiben die junge Frau zu verbrecherischen Taten.

Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit. Zwischen 1936 und 1946 war die jüdische Emigrantin als Hoteldiebin in Schweizer Luxushotels aktiv und hat die Polizei auf Trab gehalten.

Mein Leseeindruck:
Ich habe schon einige Romane von Christine Jaeggi gelesen und schätze ihren Schreibstil sehr. Die Geschichte liest sich flüssig, leicht verständlich und vor allem sehr spannend. Die Autorin hat es wieder geschafft, mich mit ihren Worten von Beginn an zu fesseln. Der Spannungsbogen wird direkt aufgebaut und hält sich bis zur letzten Seite. Die Charaktere sind detailliert, authentisch, feinfühlig und lebendig skizziert. Alle haben individuelle Eigenheiten. Bewegend und kraftvoll erzählt Christine Jaeggi den Lebensweg von Elise. Ihre Schicksalsschläge haben mich tief berührt und emotional getroffen. Gerne hätte ich Elise mal in den Arm genommen.
Eine außergewöhnliche, mutige und wundervolle, empathische Frau, deren Verhalten und Denkweise ich sehr gut nachvollziehen konnte. Die politische Lage, die Entwicklung der Machtergreifung und die Judenverfolgung wurden so gekonnt beschrieben, dass ich oftmals tieftraurig und erschüttert war. Elise ist meine Heldin!

Fazit:
5+/5 ⭐️ Absolute Leseempfehlung! Ich habe jedes Wort, jeden Satz und jede Seite geliebt. Ein Meisterwerk aus Fiktion und Wirklichkeit! Großes Kopfkino!

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Beeindruckend und spannend

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Auf einer wahren Begebenheit ruhend erzählt der Roman von einer Diebstahlserie in einem Schweizer Luxushotel währen der Jahre 1936 bis 1945. In über 90 Einbrüchen kommen wertvolle Gegenstände wie beispielsweise ...

Auf einer wahren Begebenheit ruhend erzählt der Roman von einer Diebstahlserie in einem Schweizer Luxushotel währen der Jahre 1936 bis 1945. In über 90 Einbrüchen kommen wertvolle Gegenstände wie beispielsweise Schmuck und Uhren abhanden. Jahrelang blieb die titelgebende Meisterdiebin unerkannt, bis sie 1946 verhaftet werden konnte. Das vorliegende Buch basiert auf der Geschichte der jüdischen Kaufhauserbin Elise, die vor den Nationalsozialisten in die Schweiz geflüchtet war und der alles genommen wurde.
Das Buch ist spannend geschrieben und regt den Leser zum Nachdenken an. Die Autorin schafft es, die besondere Hauptfigur spannend darzustellen, man kann förmlich ihre Zerrissenheit spüren. Ist sie Heldin oder Antiheldin? Ist das Buch ein historischer Roman, Krimi oder Gesellschaftsroman? Am Ende der spannenden Lektüre bleibt man nachdenklich zurück, auch wenn der Roman kurzweilig und gut zu lesen war.
Sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Die Meisterdiebin

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Dieses Buch ist ist die Geschichte einer reellen Peraon und die Autorin hat sich die dichterische Freiheit genommen, das Buch in Anlehnung an die damaligen Ereignisse zwischen1936 und 1946 zu schreiben. ...

Dieses Buch ist ist die Geschichte einer reellen Peraon und die Autorin hat sich die dichterische Freiheit genommen, das Buch in Anlehnung an die damaligen Ereignisse zwischen1936 und 1946 zu schreiben. Der Anfang beginnt damit, dass die Meisterdiebin Elise nach einem Einbruch im Zimmer einer Baronin gefasst wurde. Im Zuge dessen macht Elise dann einen Rückblick auf ihr ganzes Leben und es beginnt mit er Kindheit, die sie eine zeitlang in Sumatra verbracht hat. Schon als kleines Mädchen konnte sie Ungerechtigkeiten nicht ertragen. Nachdem die Familie in Sumatra einen ungeheuerlichen Schicksalsschlag erlitten hat, kehrte die Mutter mit den Kindern nach Österreich zurück. Elise und ihrer Schwester Adele mangelte es an nichts, denn die Mutter besaß ein großes Kaufhaus und der Großvater hatte ein Juewliergeschäft, wo sich Elise sehr gerne aufhielt. Aber dann griff der Nationalsozialismus um sich, Hitler kam an die Macht und da die Familie jüdisch war, wurde das Kaufhaus geschlossen. Nach einer weiteren Katastrophe emigrierte Elise zu einer Tante in die Schweiz. Da sie aber Mutter und Schwester nachholen wollte, mußte sie für die Beiden eine hohe Bürschaft aufbringen. Sie zerbrach sich den Kopf, wie sie diese Summe zusammenbringen sollte, denn als emigrierte Person durfte sie nicht arbeiten. Und als sie an Sylvester von einem Mann nach Davos eingeladen wurde, kam ihr die Idee, die reichen Nazis zu bestehlen. Elise gelang es ein Jahrzehnt lang, die Einbrüche derart geschickt zu machen und auch die Schmuckstücke gut zu verkaufen, dass kein Mensch ihr auf dei Schliche kam und dann sind wir wieder am Beginn der Geschichte. Die Autorin versteht es wunderbar, uns die Zeit der damaligen Naziregierung näherzubringen, die Männer der SS, die Schickane mit den Juden. Und obwohl Elise bei ihren Einbrüchen unheimlich dreist und raffiniert vorgegangen ist, hat man mit dieser Frau doch Mitleid und Sympathie. Das Buch ist mit wunderbaren Worten geschrieben, die Sprache ist ausdrucksvoll und dennoch leicht und man liest sich ohne viel Unterbrechung von einem Kapitel zum nächsten. Eine wundervolle Unterhaltung, aber ständig lebt man in Angst, ob Elise nicht gefaßt wird. Das Cover ist in schwarz/weiß/rot gehalten und zeigt eine wunderschöne Frau, die den Hut tief in die Stirn gezogen hat. Eine sehr edle Aufmachung.

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