Cover-Bild Das Honigmädchen

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 18.03.2019
  • ISBN: 9783442485741
Claudia Winter

Das Honigmädchen

Roman
Die alleinerziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln – im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch – und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist …

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 28 Regalen.
  • 12 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von 1 Mitgliedern.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2019

Wie der Honig, wohltuend und süß!

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„Nichts gleicht der Seele so sehr wie die Biene. Direkt ins Herz schauen sie, die kleiner Biester, dorthin, wo Chaos und Unordnung herrschen. Sois patiente- hab Geduld!“

Ich war in Südfrankreich, in ...

„Nichts gleicht der Seele so sehr wie die Biene. Direkt ins Herz schauen sie, die kleiner Biester, dorthin, wo Chaos und Unordnung herrschen. Sois patiente- hab Geduld!“

Ich war in Südfrankreich, in einem Bergdorf Namens Loursacq. Bin mit Camilla in einem Kleinwagen aus München tausend Kilometer lang gefahren. Im Gepäck pubertierende fünfzehn jährige Marie, die ordentlich gegen ihre Mutter rebelliert und dieser nervtötende „Herr Nachbar“ Tobias, der sich mit Marie blendet versteht. Ich bin mit Camilla in Manon Bertrands hübschen Café gesessen und herrlich duftende Provenzalischer Flammkuchen gegessen. Ich bin in einen blau-lila Meer aus Lavendel gebadet und die süßeste und roteste Tomaten gepflügt. Bin mit Marie die Bienen beim singen und tanzen beobachtet, dabei über ihre erste Liebe geschmunzelt. Ich hab mir mit Tobias unter einem großen Birnenbaum gemütlich gemacht, ihn beim schreiben beobachtet und Henris schweren Vergangenheit nachgedacht. Als Mutter einen elf jährigen habe ich über die Zukunft und über unsere Verhältnis nachgedacht... Ich habe immer noch die süße von Honig in meinem Mund, Duft von frisch gebackenen Apfeltarte in der Nase, schimmernde bunte Blumen vor meinem Augen, und wärme von der Sonne in meinem Nacken. Der Autorin hat es geschafft, mich in einen fiktiven Ort mit zunehmen und mich mit all der authentische, sympathische Charaktere lachen und weinen zu bringen. Und alles erzählt wird in eine Bildhafte und gefühlvolle Schreibstil, die Leser einfach mit nimmt. Absolutes Herzensbuch! Ich kann das nur weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 18.03.2019

Ein herzerwärmender Roman

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Die alleinerziehende Camille arbeitet in dem Delikatessenhandel ihres Vaters und steht sehr unter Stress. Aufgrund fehlender Lieferungen schickt ihr Vater sie nach Südfrankreich, zur Honigmanufaktur, um ...

Die alleinerziehende Camille arbeitet in dem Delikatessenhandel ihres Vaters und steht sehr unter Stress. Aufgrund fehlender Lieferungen schickt ihr Vater sie nach Südfrankreich, zur Honigmanufaktur, um mit dieser zu verhandeln. Widerwillig fährt Camille dorthin. Auch ihre 15jährige rebellische Tochter Marie muss mit, die sich stark dagegen auflehnt. Außerdem gibt es noch den nervigen Nachbar Tobias, der zusätzlich auch mit nach Frankreich reist.

Claudia Winter hat einen schönen, herzerwärmenden Roman geschrieben, welcher sich flüssig lesen lässt. Das Buch lädt ein bisschen zum Träumen ein, da die Autorin dem Leser das kleine französische Bergdorf Loursacq bildhaft darstellt ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Zusätzlich gibt es auch interessante Einblicke in die Welt der Bienen.
Abgerundet wird der Roman am Ende des Buches mit provenzalischen Rezepten, die wunderbar zum Inhalt des Buches passen.

Im Fokus des Romans steht das schwierige Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Camille hat ein angeknacktes Selbstbewusstsein und ist mit der Erziehung ihrer pubertierenden Tochter überfordert.
Marie ist wütend, verletzt und fühlt sich von der Welt unverstanden und zeigt dies mit einem extremen respektlosem Verhalten ihrer Mutter gegenüber.

Der Nachbar Tobias ist sehr sympathisch. Er ist Schriftsteller und wird von Camille als "Hobbypsychologe" bezeichnet, da er versucht die Beziehung zwischen Mutter und Tochter wieder zu verbessern.

Gut gefallen hat mir auch der Besitzer der Honigmanufaktur, Henry Lambert, deren Lebensmittelpunkt die Bienen sind. Er ist ein wortkarger, sturer Mann, der ein Geheimnis hütet. Besonders seine Vergangenheit hat mich sehr berührt.

Claudia Winter hat mich in die Provence entführt, in ein Dorf mit tollen Charakteren. Das Honigmädchen ist ein wunderschöner herzerwärmender Roman, der mir sehr gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Eine süße Geschichte

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Ich verspüre große Lust nach Südfrankreich zu reisen. Es muss das Bergdorf Loursacq sein. Warum? Das möchte ich Euch nun verraten.

Camilla ist eine junge allein erziehende Mutter, die stets das ...






Ich verspüre große Lust nach Südfrankreich zu reisen. Es muss das Bergdorf Loursacq sein. Warum? Das möchte ich Euch nun verraten.

Camilla ist eine junge allein erziehende Mutter, die stets das Gefühl hat auf der ganzen Linie zu versagen. Ihren Ehemann konnte sie nicht halten. Ihre Tochter rebelliert gegen sie. Zu allem Unglück hat sie auch noch einen ungepflegten Nachbarn, der ständig gute Laune hat. Beim Lesen dachte ich mir, dass Camilla Angst vor Ansteckung hat. Lachen kann ansteckend sein!

Marie, die kleine Rebellin, ist eine ganz Süße. Wie so oft bemerkt die eigene Mutter das nicht. Ihr Schule schwänzen, ihr Kampfgeist und störrisches Verhalten ist ein Hilfeschrei. Camilla hört ihn nicht. Der Nachbar schon.

Tobias Leitner der No Name Autor stört seine Nachbarin Camilla mit seinem sonnigen Wesen. Feiert die Feste wie sie fallen. Geht mit einem blutjungen Mädchen. Tobias ist ein ganz Lieber. Wenn er auch oftmals unrasiert, mit unmöglicher Frisur und Schmuddelshirts rumläuft. Unter diesem Outfit befindet sich ein Retter in der Not!

Camilla arbeitet im väterlichen Delikatessenhandel. Ihr Vater verordnet ihr und Marie einen Tapetenwechsel. Sie soll dort mit einer Honigmanufaktur verhandeln. Auf dem Weg nach Südfrankreich schließt sich der lästige Nachbar Tobias an.

Mir hat der Aufenthalt in Loursacq wahnsinnig gut gefallen. Ein halbes Haus, ein schrulliger Hausherr Namens Henri und natürlich Bienenstöcke, geben der Geschichte die richtige Würze. Sie erzählt vom Leben. Vom Verlassen werden und Menschen wieder finden. Sie erzählt von Vorurteilen, die aufgrund des zweiten Weltkriegs heute ja immer noch bestehen. Das kleine Bergdorf und seine liebevollen Menschen zeigen, was im Leben wirklich zählt. Freundschaft und Vertrauen. Ehrlichkeit und bedingungslose Liebe. Es lehrt uns die Dinge lockerer zu sehen. Als Leser bekommt man die Gelegenheit, hinter die Fassaden zu schauen. Wir nehmen Anteil an der Gefühlswelt der Protagonisten.



Eine herzerfrischende Reise nach Südfrankreich hat mir wunderschöne Lesestunden beschert. Ein halb verbranntes Haus und seine Bewohner zeigen was wirklich zählt im Leben. Besonders der Epilog ist mir sehr zu Herzen gegangen. Die Rezepte im Anhang machen Appetit. Die Autorin schreibt gewohnt flüssig.

Von mir eine absolute Empfehlung. Danke Claudia Winter.

Veröffentlicht am 15.03.2019

Ein zauberhafter Roman mit Bienengesumm und dem Duft warmer Apfeltarte

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Claudia Winters Roman "Das Honigmädchen" erscheint am 18.3.2019 im Goldmann Verlag.

Camilla kümmert sich im Feinkost-Betrieb ihres Vaters um die finanziellen Belange und versucht, den Umsatz zu steigern. ...

Claudia Winters Roman "Das Honigmädchen" erscheint am 18.3.2019 im Goldmann Verlag.

Camilla kümmert sich im Feinkost-Betrieb ihres Vaters um die finanziellen Belange und versucht, den Umsatz zu steigern. Dabei stösst sie auf ein unlukratives Geschäft mit einem Honiglieferanten in der Provence, ein gewisser Henri Lambert. Sie schlägt ihrem Vater vor, die Geschäftsbeziehungen zu beenden. Der lässt sich nicht erweichen, stattdessen schickt er Camilla und ihre rebellische Tochter Marie in den Ferien auf eine Reise in genau diese Honigmanufaktur im französischen Dörfchen Loursacq. Zunächst weigert sich Marie partout, sie ist erst willig, als Nachbar Tobias, den Marie sehr mag, sie begleiten will. Auch wenn Camilla Tobias eher nervig findet, gibt sie nach und so reisen sie gemeinsam und entdecken in der Provence nicht nur Lavendelfelder, Bienen und ungestörte Natur, sondern auch die Liebe.


"Honigduft: "Ein Geruch, der perfekt zu der zufriedenen Trägheit eines Spätsommertags passt, an dem man einen Blumenkranz für einen lieben Menschen flocht, den man liebte." Zitat Seite 53


Claudia Winters Romane lassen immer wieder in schöne, emotionale Geschichten eintauchen. Dieses Mal führt sie uns in die Provence und lässt uns das Gesumme der Bienen hören und den einzigartigen Lavendelduft riechen.

Manche Bücher liebt man von Anfang an, so war es auch hier. Kaum war ich in die Geschichte eingetaucht, schon hat sie mich komplett ergriffen und erst am Ende wieder losgelassen. Daran ist auf alle Fälle der schöne, einnehmene Erzählstil schuld, den die Autorin so auszeichnet. Doch auch inhaltlich konnte mich das Buch begeistern.

Camilla und ihre pubertäre Tochter haben einige Kämpfe auszufechten, Marie vernachlässigt die Schule und muss das Jahr wiederholen. Sie gibt ihrer Mutter die Schuld an der Trennung von ihrem Vater. Camilla möchte Marie nicht über die wahren Gründe für die Trennung aufklären, so bleibt ihr Verhältnis schwierig. Erst auf dieser Reise kommen sich die beiden näher, was auch ein Verdienst von Nachbar Tobias ist. Er rät stets zu Geduld und mehr Verständnis füreinander und Camilla entdeckt, welche Fähigkeiten in ihrer Tochter stecken.

Das Verhältnis von Mutter und Tochter ist sehr lebendig und gleichzeitig auch realistisch dargestellt. Man merkt, wie sie aneinander vorbeireden und erst mit etwas Abstand vom Alltag in der Provence wieder zueinander finden. Mit dem alten Henri fühlen sich Camilla und Marie sehr vertraut und ihm ist es auch zu verdanken, dass sie sich wieder zusammenraufen.

Doch auch in diesem Roman geht es nicht ohne Drama und feindliche Gefühle zu, sie sind sozusagen das Salz in der "Honigsuppe". Unter den Nachbarn in Loursacq gibt es seit längerer Zeit Streit, der die Menschen vergiftet. Das lässt die Emotionen bei einigen Buchfiguren hochkochen.

Nebenbei entspinnen sich wunderschöne Liebesgeschichten, die man gerne mitverfolgt und die sich überhaupt nicht seicht lesen. Mehr möchte ich hier nicht verraten.


Das Setting ist in diesem Fall eine zauberhafte Kulisse, die das besondere Flair der Provence deutlich macht. Mit der inhaltlichen Verbindung mit der Honigmanufaktur lernt man einige Fakten und Besonderheiten über Bienenverhalten und Imkerei kennen. Die Sorten aus dieser Gegend: Mandelhonig, Mispelhonig, Süßkleehonig, sowie Rosmarin- und Kastanienhonig würde man alle gern sofort verkosten und die erwähnten Gerichte natürlich ebenfalls. Ein paar Rezepte sind übrigens beigefügt.

In diesem Buch entsteht eine familiäre Atmosphäre, die für Wohlfühlstimmung sorgt und ganz nebenbei Einblicke in französische Lebensart und Imkerei gewährt.


Ein berührender Roman über das Leben in der Provence, über Familie, die Liebe und die nützlichsten Tiere der Welt, die Bienen. Für vergnügliche Lesestunden und mit französischem Flair das richtige Buch zum Entspannen und Wohlfühlen.

Veröffentlicht am 11.03.2019

Bereit für Urlaub in der Provence?

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„Hinter jedem Rätsel steckt eine Geschichte, die es sich zu erzählen lohnt.“ (S. 188)
Welches Geheimnis steckt hinter der kleinen Honigmanufaktur im französischen Bergdorf Loursacq und ihrem Betreiber ...

„Hinter jedem Rätsel steckt eine Geschichte, die es sich zu erzählen lohnt.“ (S. 188)
Welches Geheimnis steckt hinter der kleinen Honigmanufaktur im französischen Bergdorf Loursacq und ihrem Betreiber Henri Lambert, an dem Camillas Vater unbeirrt festhält, auch wenn die Manufaktur schon lange nicht mehr die vereinbarten Mengen liefert? Camilla strukturiert seit 3 Jahren das Feinkost-Unternehmen ihrer Familie um und hat den Umsatz damit deutlich steigern können. Bisher hat ihr Vater ihr dabei freie Hand gelassen, aber an Henri Lambert hält er unbeirrt fest. Beruflich tritt Camilla also auf der Stelle und auch privat läuft es alles andere als gut. Ihr neuer Nachbar Tobias feiert fast jede Nacht Partys, ihre 15jährige Tochter Marie hasst sie und droht, von der Schule zu fliegen. Da die Sommerferien bevorstehen, „verordnet“ ihr Vater ihnen eine Reise in die Provence. Camilla soll endlich mal wieder mit Marie Urlaub machen und sich dabei quasi nebenher Lamberts Manufaktur ansehen. „Vergiss den Job einfach mal Camilla. Lerne staunen.“ (S. 57) Widerwillig stimmt Camilla zu. Allerdings setzt Marie durch, dass Nachbar Tobias sie begleiten muss. Ihn mag sie im Gegensatz zu ihrer Mutter nämlich.

Marie ist ein sehr aufmüpfiger Teenager und gibt ihrer Mutter die alleinige Schuld an der Scheidung ihrer Eltern vor ein paar Jahren. Sie rebelliert, schwänzt die Schule und betont immer wieder, dass sie lieber bei ihrem Vater wohnen will. Camilla steht diesem Verhalten ziemlich hilflos gegenüber und gibt für meine Begriffe immer viel zu schnell auf. Sie zerfließt in Selbstmitleid, statt ihrer Tochter mal die Meinung und vor allem die Wahrheit über ihren Ex zu sagen. Ich hätte sie mit etwas weniger weinerlich und dafür anpackender gewünscht. In der Provence kommen sich die beiden dank Tobias, Henri und der Bienen endlich wieder näher und sprechen miteinander, statt sich nur anzuschreien.
Aber auch die beschauliche Provence bietet allerlei Zündstoff. Lamberts Manufaktur ist ganz anders als erwartet und Henri wird von fast allen Bewohnern Loursacqs gemieden. Camilla und Marie wollen unbedingt herausbekommen, warum das so ist und schmieden dann einen Plan, um die Situation zu ändern.

Natürlich knistert es in diesem Sommer auch. Marie erlebt ihre erste Liebe, in Loursacq gibt es ein Pärchen, das schon ewig umeinander herumstreicht, und Camilla lernt, wieder einem Mann zu vertrauen.
Leider waren mir einige Dinge zu vorhersehbar, dafür haben mich andere Wendungen überrascht.

„Das Honigmädchen“ von Claudia Winter ist eine schöne Sommer-Urlaubs-Selbstfindungs-Liebesgeschichte vor der stimmungsvollen Kulisse eines kleinen Bergdörfchens in der Provence. Man kann förmlich den Lavendel riechen, das Summen der Bienen hören und den Honig schmecken.