Spannend und hochaktuell
„...Der junge Mann blickte direkt in die Kamera, seine warmen, dunkelbraunen Augen blinzelten nicht. Er wirkte offen, ehrlich und authentisch. Genau das wollte er auch bei seinen Zuschauern erreichen...“
Doch ...
„...Der junge Mann blickte direkt in die Kamera, seine warmen, dunkelbraunen Augen blinzelten nicht. Er wirkte offen, ehrlich und authentisch. Genau das wollte er auch bei seinen Zuschauern erreichen...“
Doch das, was er dann in Worte fasst, sorgt für Turbulenzen an der Börse und den Untergang eines hoffnungsvollen Unternehmens.
Der Autor hat einen fesselnde Thriller geschrieben. Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Der Schriftstil sorgt für einen hohen Spannungsbogen, lässt aber Raum für die allgemeinverständliche Erläuterung der wissenschaftlichen Hintergründe.
Wir befinden uns in San Francisco. Dort wird Joshua Brandon tot von seiner Haushälterin aufgefunden. Sein Unternehmen in Silicon Valley geht gerade den Bach runter. Ursache war eine Video mit einer spektakulären Nachricht. Special Agent Tom Anson vom FBI bezweifelt, dass das Video echt ist. Es lässt sich weder herausfinden, wer das Video produziert, noch wer es hochgeladen hat.
Tom informiert sich bri einem Experten über Bildbearbeitung mittels künstlicher Intelligenz. Laut FBI ist das Video echt.
„...Wir programmieren den Systemen nicht mehr ein, was sie wissen müssen. Sie lernen das alles selbst. Sie starten mit simplen Wissenskonzepten und erlernen später komplexere Sachverhalte, in dem sie sei aus einfacheren zusammensetzen...“
Interessant finde ich die Diskussion zwischen Tom und Blake. Können Maschinen ein Bewusstsein entwickeln oder sind sind nur wie Papageien, die nachplappern, was man ihnen eingetrichtert hat? Bei Bildbearbeitung allerdings steht die Frage ganz anders: Welchen Bildern kann man noch glauben? Als weitere Videos im Netz auftauchen, wird klar, dass sie gefakt sind.
„...Es gibt zwei KIs, die beständig gegeneinander arbeiten. Der Protagonist verfälscht das Bild so gut er kann. Der Antagonist prüft das Ergebnis und meldet an den Protagonisten zurück, welche Anzeichen von Manipulation er entdeckt hat. Daraus lernt der Protagonist, es in der nächsten Runde besser zu machen...“
Die Videos schaden nicht nur der amerikanischen Wirtschaft. Plötzlich gibt es digitale Angriffe auf das FBI. Tom ist ab sofort mit seinem Team allein gestellt. Er hat drei Tage Zeit, den Hersteller der Videos aufzuspüren. Das erhöht erneut den Spannungsbogen. Es gilt, die Leute effektiv einzusetzen, obwohl sie kaum Ansatzpunkte für ihre Ermittlungen haben. Ein alter Freund gibt Tom einen Rat:
„...Wenn du in einem Fall nicht weiter kommst, dann such dir eine neue Perspektive...“
Die ergibt sich, als Tom eine IT-Firma näher durchleuchtet. Einer der Spezialisten hatte vor einiger Zeit einen tödlichen Autounfall. Den sieht sich Tom näher an. Währenddessen sind seine Mitarbeiter auch nicht untätig. Geschickt werden am Ende alle Fäden zusammen geführt.
Im Nachwort trennt der Autor Fiktion von Realität.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es verknüpft ein hochaktuelles Thema zu einer spannenden Handlung.