Cover-Bild Verliebt in deine schönsten Seiten
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Zeitgenössische Lifestyle-Literatur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 01.04.2020
  • ISBN: 9783426525180
Emily Henry

Verliebt in deine schönsten Seiten

Roman
Katharina Naumann (Übersetzer)

Die Romance-Autorin und der Literat:
charmante romantische Komödie über Bücher, das Leben und natürlich die Liebe

Wie schreibt man einen Liebesroman, wenn die eigene Beziehung gerade in die Brüche gegangen ist?
In einem idyllisch gelegenen Strandhaus hofft die New Yorker Romance-Autorin January, ihre Schreibblockade zu überwinden, denn der Abgabetermin für ihren neuesten Liebesroman rückt unerbittlich näher. Gleich am ersten Abend beobachtet January eine wilde Party bei ihrem Nachbarn – der sich ausgerechnet als der arrogante Gus herausstellt, mit dem sie vor Jahren einen Schreibkurs besucht hat. Als January erfährt, dass Gus ebenfalls in einer veritablen Schreibkrise steckt, seit er sich vorgenommen hat, den nächsten großen amerikanischen Roman zu verfassen, hat sie eine ebenso verzweifelte wie geniale Idee: Sie schreiben einfach das Buch des jeweils anderen weiter! Ein Experiment mit erstaunlichen Folgen …

»Verliebt in deine schönsten Seiten« ist eine moderne, locker-leicht erzählte romantische Komödie über zwei Autoren mit erheblichen Vorurteilen gegen das Genre des jeweils anderen, über die Liebe zu Büchern und zum Lesen und natürlich über das Suchen (und Finden) der ganz großen Liebe, die sich gerne da versteckt, wo man sie am wenigsten erwartet.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2021

zuckersüße Geschichte über Bücher

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Vorab eine kleine Information: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, daher kann ich wenig über die deutsche Ausgabe sagen, aber zumindest den Inhalt werde ich hier rezensieren.

January Andrews, Autorin ...

Vorab eine kleine Information: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, daher kann ich wenig über die deutsche Ausgabe sagen, aber zumindest den Inhalt werde ich hier rezensieren.

January Andrews, Autorin mit furchtbarer Schreibblockade, zieht nach dem Tod ihres Vaters in dessen Haus ein, um es für den Verkauf fertig zu machen. Kurz darauf stellt sie fest, dass ihr Nachbar ihr Highschool-Rivale Gus ist. Die beiden schließen eine Wette ab, bei der sie ein Buch im Genre (Romantic Comedy vs. Thriller) des jeweils anderen schreiben, wer es zuerst verkauft, gewinnt. Um die Wette fair zu gestalten, geben sie jeweils einen Abend der Woche dem anderen Recherchehilfe für das Buch. Die einzige Bedingung, die allerdings bald schon schwer einzuhalten ist: Keiner verliebt sich in den anderen.

Lieblingszitat: "I thought - think it's brave to believe in love. I mean, the lasting kind. To try for that, even knowing it can hurt you."

Aus der Perspektive Januarys wird der gesamte Sommer erzählt. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, auch Bilder entstanden in meinem Kopf, was durch die tollen Beschreibungen passierte.
Unter anderem durch Rückblenden wird auch die Vorgeschichte der Charaktere erzählt, was in diesem Fall extrem wertvoll für den Handlungsverlauf war.

Das Buch wird seinem Genre Romantic Comedy wirklich gerecht, es hat mich mehrfach herzhaft zum lachen gebracht.
Natürlich gibt es in diesem Genre nur zwei Möglichkeiten: gebrochene Herzen oder kitschiges Happy-End, trotzdem war bis zum Ende nicht ganz klar, was davon passiert, und die Vorhersehbarkeit von Handlungen hielt sich so in Grenzen, dass sie die Geschehnisse lediglich glaubwürdig machte.

Die beiden Charaktere sind mir zutiefst sympathisch, sie haben beide ihre Macken und ihre Stärken und sie passen so gut zusammen, dass ihre Interaktionen toll zu lesen sind.

Fazit:
Wer Lust auf eine sommerliche Geschichte zum Wohlfühlen mit Buch- und Schreibbezug hat, ist mit diesem Buch gut beraten.

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Veröffentlicht am 22.10.2020

…köstlich amüsant & mit der Suche nach sich selbst...seiner Moral, der Liebe zu schreiben...und der Sehnsucht nach einem Happy End...

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Voller Selbstzweifel, einer Moral die von Grund auf gestürzt wurde und mit einem Mundwerk, den keiner im Zaum halten kann hat mich January vom ersten Moment eingefangen.

Sie ist eine erstaunlichen Persönlichkeit, ...

Voller Selbstzweifel, einer Moral die von Grund auf gestürzt wurde und mit einem Mundwerk, den keiner im Zaum halten kann hat mich January vom ersten Moment eingefangen.

Sie ist eine erstaunlichen Persönlichkeit, unterhält mit ihren Gedanken, Taten als auch schlagfertig Kommentare köstlich, bringt einen aber auch die Herausforderungen im Autorenleben näher.

Besonders wo sie noch auf den Kontrahenten aus der Vergangenheit stößt, Bad Gus ist alles andere, macht alles perfekt. Ob der Schein auch trügen kann?

Das Buch war die perfekte Wahl für mich, besonders da January auch noch Liebesromane schreibt und ich diese am liebsten verschlingen!
Genau so ging es mir bei in Verliebt in deine schönsten Seiten.

Ich war hin und weg, habe Tränen gelacht, war aber auch von January Dilemma und Unverletzlichkeit eingenommen.
Ein herrliches Werk was einen von den Charakteren, ihre Dynamik als auch herrlichen Humor einnimmt und nicht wieder los lässt!
Die tiefere Botschaft mit dem Umgang der Trauer, der Bewältigung und dem Mut die Selbstzweifel hinter sich zu lassen.

Ich kann es euch nur ans Herz legen und hoffe bald mehr aus der Feder von Emily Henry lesen zu können.
Das Buch hat mich nicht nur bewegt, ergriffen als auch sehr vom January eingenommen, man hat mit ihr und der Sehnsucht nach einem Happy End und der Verliebtheit mitgefiebert.

Ich bleibe daher sehr begeistert, zu tiefst zufrieden und mit Hoffnung auf mein Happy im Moment zurück.

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Veröffentlicht am 07.10.2020

Autoren mit verrückter Tauschidee

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Wow. Ich habe mich wirklich in diese wunderschönen Seiten verliebt. Ich habe das Buch gestern Nacht noch beendet und würde das Buch am liebsten sofort nochmal lesen. Für mich zählt es jetzt schon zu meinen ...

Wow. Ich habe mich wirklich in diese wunderschönen Seiten verliebt. Ich habe das Buch gestern Nacht noch beendet und würde das Buch am liebsten sofort nochmal lesen. Für mich zählt es jetzt schon zu meinen Lieblingsbüchern.
Aufmerksam geworden auf das Buch bin ich durch die englische Ausgabe „Beach read“, da einige der englischen Community so von diesem Buch geschwärmt haben und der Klappentext sich wirklich großartig angehört hat. Als ich dann gesehen habe, dass das Buch schon längst auf Deutsch übersetzt wurde und das Cover ein Traum ist habe ich mir diese bestellt und am Wochenende abgeholt.

Der Klappentext:
Wie schreibt man einen Liebesroman, wenn die eigene Beziehung gerade in die Brüche gegangen ist?

In einem idyllisch gelegenen Strandhaus hofft die New Yorker Romance-Autorin January, ihre Schreibblockade zu überwinden, denn der Abgabetermin für ihren neuesten Liebesroman rückt unerbittlich näher. Gleich am ersten Abend beobachtet January eine wilde Party bei ihrem Nachbarn – der sich ausgerechnet als der arrogante Gus herausstellt, mit dem sie vor Jahren einen Schreibkurs besucht hat. Als January erfährt, dass Gus ebenfalls in einer veritablen Schreibkrise steckt, seit er sich vorgenommen hat, den nächsten großen amerikanischen Roman zu verfassen, hat sie eine ebenso verzweifelte wie geniale Idee: Sie schreiben einfach das Buch des jeweils anderen weiter! Ein Experiment mit erstaunlichen Folgen…

January ist ein Charakter, den man sehr schnell ins Herz schließt und ich liebe ihren Humor. Sie verteidigt ihr Genre und versteht nicht, warum viele es belächeln und als nichtig abtun. Sie liebt was sie tut und hat sich trotz aller Rückschläge nicht hängen lassen. Gus hat einen ähnlichen Humor wie January und bewältigt dabei immer noch seine Vergangenheit, die nicht immer die einfachste war. Die Beiden zusammen sind einfach so süß und ich habe ihre Dialoge so gerne gelesen.

Für mich war dieses Buch perfekt. Der Humor und die Neckereien der Beiden Protagonisten war einfach so angenehm zu lesen und auch die Liebesgeschichte, die sich langsam aufbaut und nie überzogen wirkt, wirkte auf mich harmonisch. Neben den leichteren Themen und dem näher kommen der Beiden bietet das Buch noch so viel mehr. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber das Buch besitzt auch Tiefgang und spricht Themen an, die einem ans Herz gehen. Das sorgt dafür, dass neben dem Schmunzeln und Lachen während der ersten Hälfte, ich mir auch ein, zwei Tränen gegen Ende hin nicht verkneifen konnte.

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Eine nette Unterhaltungslektüre

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In ihrem Roman „Verliebt in deine Schönsten Seiten“ entführt uns die Autorin Emily Henry an den zauberhaften Michigan See. Und genau hier hat unsere Protagonistin January Andrews von ihrem Vater ein Haus ...

In ihrem Roman „Verliebt in deine Schönsten Seiten“ entführt uns die Autorin Emily Henry an den zauberhaften Michigan See. Und genau hier hat unsere Protagonistin January Andrews von ihrem Vater ein Haus geerbt, und zwar seinen Zweitwohnsitz, von dem sie bis zu diesem Tag nichts gewusst hat. Ihr Vater wird durch einen Schlaganfall plötzlich aus dem Leben gerissen und weil das nicht schlimm genug ist, macht ihr Lebensgefährte auch noch Schluss. Nun will sich January, die Schriftstellerin ist, hier erholen und ihre Schreibblockade überwinden. Auch ihr Nachbar Gus, der January mit seinen lauten Partys nervt, leidet unter einer Schreibblockade. So beschließen die beiden während eines feuchtfröhlichen Abends einen Deal: Gus wird den Sommer damit verbringen, eine romantische Komödie zu schreiben, und January wird den nächsten großen literarischen Roman verfassen. Jeder wird ein Buch beenden, und niemand wird sich verlieben. Doch meistens kommt es anders als man denkt….
Wunderbar! Dies ist eine absolute Wohlfühllektüre zum Entspannen. Wir dürfen in eine herrliche Landschaft reisen und allein schon der Michigan See begeistert mich. Und dann erst diese Protagonisten, einfach herrlich. January hätte ich gerne in den Arm genommen, was für ein Schock für sie. Neuigkeiten mit denen sie niemals gerechnet hätte, und die sie schier verzweifeln lassen. Und dann noch der Druck ihrer Agentin, doch gegen eine Schreibblockade ist man machtlos. Dann ist da noch Gus, ein äußerst sympathischer Zeitgenosse, der ein ähnliches Schicksal erleidet. Auch ihm fällt zurzeit nichts für ein neues Buch ein. Genial als die beiden die Genres tauschen, es wird ja wirklich super interessant und amüsant. Und als die Liebe ins Spiel kommt, wird es ja noch spannender. Ab und an habe ich ein Grinsen im Gesicht und während des Lesens immer dieses Wohlfühlgefühl. Einfach toll!
Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, die perfekte Sommerlektüre. Habe tolle Lesestunden damit verbracht. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.06.2020

Mich konnte es total begeistern!

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Klappentext:
Wie schreibt man einen Liebesroman, wenn die eigene Beziehung gerade in die Brüche gegangen ist?
In einem idyllisch gelegenen Strandhaus hofft die New Yorker Romance-Autorin January, ihre ...

Klappentext:
Wie schreibt man einen Liebesroman, wenn die eigene Beziehung gerade in die Brüche gegangen ist?
In einem idyllisch gelegenen Strandhaus hofft die New Yorker Romance-Autorin January, ihre Schreibblockade zu überwinden, denn der Abgabetermin für ihren neuesten Liebesroman rückt unerbittlich näher. Gleich am ersten Abend beobachtet January eine wilde Party bei ihrem Nachbarn – der sich ausgerechnet als der arrogante Gus herausstellt, mit dem sie vor Jahren einen Schreibkurs besucht hat. Als January erfährt, dass Gus ebenfalls in einer veritablen Schreibkrise steckt, seit er sich vorgenommen hat, den nächsten großen amerikanischen Roman zu verfassen, hat sie eine ebenso verzweifelte wie geniale Idee: Sie schreiben einfach das Buch des jeweils anderen weiter! Ein Experiment mit erstaunlichen Folgen …

Cover:
Das Cover sagt wohl mehr über das Genre aus, als mein stotteriger Erklärungsversuch oben. Es ist alles in gedeckten Farben und mit rosa gehalten. Nicht all zu viel Abstraktes, keine halbnackten Oberkörper, sondern gemalte Figuren. Rundum ein Wohlfühlcover.
Für mich ist es kein Eyecatcher, aber definitiv ein schönes Cover. Zudem gefällt es mir, dass die Details des Covers zur Geschichte passen. Man sieht quasi January und Gus und das, was sie tun.

Der Schreibstil:
Beim Rezensieren mache ich mir so oft Gedanken darüber, wie das Buch geschrieben war. Klar, es gibt Normabweichungen. Etwas ist besonders negativ, etwas besonders positiv hervorgestochen. Dann habe ich etwas zu schreiben. Aber meistens sagt man doch eher: ließ sich flüssig und locker lesen. Was auch bei den meisten Büchern der Fall ist, die ich lese. Alles andere würde ich kritisieren.
Dieses Buch ließ sich wieder „flüssig und locker“ lesen. Mir ist aber noch etwas Positives aufgefallen, was mich sehr gefreut hat: Man merkt dem Stil an, dass die Autorin eine Schreibausbildung genossen hat. Die Stärken guter Journalisten sind laut Lehrbuch: präzise, kurze Sätze, die etwas allgemeinverständlich formulieren. Keine Füllwörter. Starke Verben, die schon von sich aus eine Bedeutung tragen und Substantive, die ganz genau das beschreiben, was sie sollen.
Genau diese Art zu schreiben, habe ich hier wiedergefunden. Die Autorin formuliert einfach wunderbare Sätze. So tragen sie nicht so viel Leere in sich, wie das in anderen Büchern der Fall ist. (Da ist es auch nicht schlecht und fällt nicht auf, aber die Ausdrucksstärke fehlt eben.) Mich hat der Schreibstil vor allem begeistert, weil wir hier aus der Sicht einer Autorin (January), die Geschichte erzählt bekommen und es so einfach viel authentischer wirt. Man merkt durch und durch, dass sich die Protagonisten den ganzen lieben langen Tag (seht ihr? Füllwörter) mit Worten beschäftigen.
Von mir ein großes Lob an die Autorin!

Meine Meinung:
Der Einstieg ins Buch fiel mir total leicht, weil es einfach so schön lebendig wirkte. Es passiert immer was und man tritt nicht Ewigkeiten auf der Stelle und fragt sich, wohin es gehen soll. January dagegen musste ich erst ein wenig lieben lernen. Die Geschichte fängt ungefähr beim Ursprung allen „Übels“ an: der Beerdigung ihres Vaters. Daraufhin ist January ziemlich enttäuscht und wütend auf ihre Mutter, weiß nicht so recht, was sie von ihrem Vater halten soll und denkt beim Ferienhaus ihres Vaters nur: weg mit allem! Ich fühlte mich, als lese ich von einer trotzigen Teenagerin, die nicht weiß wohin mit sich. Ziemlich schnell verstand ich allerdings, dass January einfach den Boden unter den Füßen verloren hat und sich jetzt erst einmal selbst wiederfinden muss. Da wird man schonmal komisch… und reagiert etwas empfindlich auf die Musik des Nachbarn… Zum Glück! Schnell trifft sie auf Gus und auf einmal beginnt eine wundervolle Handlung.
Anfangs ist alles noch oberflächlich. Keiner denkt über sich selbst, geschweige denn den anderen nach. Ihre Wette ist das Einzige, was sie vor Augen haben. Das fand ich total erfrischend, weil sich die beiden somit sozusagen ganz „neutral“ kennengelernt haben.
Aber natürlich ist das eine Art von Idealwelt, die so nicht ganz funktioniert. Es treten immer mehr Informationen ans Licht. Sie lernen sich besser kennen und wenden sich ihren Schattenseiten zu.

Die Idee von der Wette spielt dabei eine große Rolle. Jeder Büchernerd wird an dieser Geschichte seine Freude haben, denn wir erleben quasi mit, wie zwei Bücher entstehen und wie viel vom Autor dabei mit einfließt. Wie er recherchiert. Sich durch Schreibblockaden kämpft und mit seiner Geschichte wächst. Es war wirklich wirklich toll, das mitzuerleben. Vor allem, weil es eben so gut geschrieben war.
Die Recherchen zwischendurch, die „Ablenkung“ und die Gefühle haben der Geschichte zudem auch in Schreibphasen so viel Inhalt gegeben, dass es niemals langweilig wurde. Stattdessen war es sehr abwechslungsreich und keineswegs klischeehaft. Es fühlte sich viel mehr natürlich an. Gus und January lassen sich Zeit, aufeinanderzuzugehen. Sie haben beide ihr Päckchen zu schleppen. Der Roman bekommt sehr viel Tiefe, indem er diese Päckchen langsam und gründlich auspackt und letztlich auch dem Leser zeigt, was drinnen versteckt ist. Nicht selten habe ich nach dem Lesen eines Buches das Gefühl, dass die Probleme nur oberflächlich geklärt wurden oder eben jederzeit wieder auftauchen könnten. January und Gus dagegen fangen ihre Beziehung so weit voneinander entfernt an, dass ihre Annäherung nur funktioniert, indem sie sich wie Erwachsene verhalten.

Ein Lob gibt es zudem für die Nebenprotagonisten und das Setting. Ohne kitschig zu wirken, befinden wir uns hier in einem kleinen Dörfchen und Gus und January sind direkte Nachbarn. Sie verlassen ihre Häuschen, sind aber manchmal auch ewig lang zuhause und dennoch wird es nicht langweilig. Besonders die Kleinigkeiten haben mich verzaubert: Gus‘ Tante, die herrlich viel mitbekommt, das Zettelschreiben durchs Fenster, der Austausch über den Schreibprozess und die Einblicke in Januarys Geschichte.
Obwohl nur aus ihrer Sicht erzählt wird, bleibt Gus dennoch nicht auf der Strecke. January liest ihn, redet mit ihm, hat ihre Vermutungen und das übrige erfährt sie von seiner Tante. So hatte ich am Ende das Gefühl, beide Figuren gleich gut zu kennen.

Was die Liebesbeziehung zwischen Gus und January angeht, kann ich euch sagen, dass man hier ganz schön auf die Folter gespannt wird. Ich hätte niemals gedacht, dass dieser Roman so viel sexuelle Spannung enthalten könnte. Es ist wunderbar gemacht. Nicht zu viel und vor allem nicht zu wenig. Und auch an diesem Punkt kann man die Entwicklung super mitverfolgen. Ich war zunächst etwas skeptisch, weil die beiden sich quasi zu besten Freunden gemacht haben und man weiß ja bekanntlich, dass es ganz schön verzwickt werden kann, wenn die Liebe größer und tiefer wird. Die Autorin hat hier aber trotz Freundschaft und viel Distanz so viel unterschwellige Anziehung eingebaut, dass der Leser die beiden quasi nie als beste Freunde gesehen hat. Und auch Gus und January schienen sich nie richtig so zu betrachten. Das hat die ganze Situation etwas einfacher gemacht und bewirkte letztlich eine schöne Auflösung.

Fazit:
Ich kann an diesem Buch nichts bemängeln. Es ist total interessant, die beiden unterschiedlichen Autoren beim Schreiben zu erleben. Die Liebesbeziehung zwischen ihnen entwickelt sich sehr spannungsgeladen und dennoch so langsam, dass es authentisch wirkt. Dazu viel Abwechslung durch verschiedene Settingwechsel und ausgereifte Charaktere, deren Hintergrund gänzlich nach und nach aufgelöst wird, sodass die Geschichte viel Tiefe bekommt. Es ließ sich super locker und flüssig lesen. Der Schreibstil war für mich ein Highlight, da er sich an die Autoren angepasst hat.
Meine Empfehlung!

5 von 5 Sterne von mir.

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