DER ZWEITE ROMAN VON GILLIAN FLYNN - AUTORIN DES MEGA-BESTSELLERS »Gone Girl«
Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren Bruder hinter Gitter brachte. Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals.
Obwohl ich „Gone Girl“ als Film kenne, war dies mein erster Roman der Autorin. Und was soll ich sagen: das Drama hat mich gut unterhalten.
Libby, Anfang dreissig, hat mit sieben Jahren ihre Familie verloren, ...
Obwohl ich „Gone Girl“ als Film kenne, war dies mein erster Roman der Autorin. Und was soll ich sagen: das Drama hat mich gut unterhalten.
Libby, Anfang dreissig, hat mit sieben Jahren ihre Familie verloren, ihr Bruder hat in einer Nacht ihre Mutter und die beiden Schwestern umgebracht.
Zu ihrem Bruder, der lebenslänglich im Gefängnis sitzt, hat sie keinen Kontakt.
Durch eine True Crime Fangruppe wird sie gezwungen sich mit dem Drama noch einmal auseinander zu setzen.
Abwechselnd begleiten wir Libby in der Gegenwart, tauchen in ihre Gedanken ein und folgen Ihr bei der Vergangenheitsbewältigung und gleichzeitig wird der letzte Tag ihrer Familie aufgerollt. Und das ist durchaus spannend zu lesen. Sicher kein klassischer Thriller, aber für mich war es ein Pageturner, den Christine Strüh übersetzt hat.
Gillian Flynn wie sie leibt und lebt! Ein Klassiker unter den Thrillern. Zwar ist "Finstere Orte" noch nicht bis ins letzte Detail in die Perfektion umgesetzt worden wie "Gone Girl", aber dennoch ist "Finstere ...
Gillian Flynn wie sie leibt und lebt! Ein Klassiker unter den Thrillern. Zwar ist "Finstere Orte" noch nicht bis ins letzte Detail in die Perfektion umgesetzt worden wie "Gone Girl", aber dennoch ist "Finstere Orte" ein wirklich gelungener Thriller. Inhaltlich geht es um eine Frau, der in ihrem jungen Leben so viel Schmerz widerfahren ist, dass sie nichts in die Reihe bekommen hat - als junge Waise, die zusehen musste, wie ihre Familie brutal ermordet wird - kein Wunder. Man bekommt als Leser nur Mitleid und will ihr helfen - wobei die Hände einem gebunden sind und man nur mitfiebern kann, dass sie endlich nach so vielen Jahren mit der Tragödie abschließen kann, in dem alles aufgeklärt wird.
Überraschendes Ende - ich lag mit meinen Vermutungen daneben.
Wie unglaublich spannend! Undurchsichtig! Geheimnisvoll!
Ich war bis zum Schluss gespannt wie ein Flitzebogen!
Alle möglichen Theorien und Varianten wie es gewesen sein könnte wurden früher oder später ...
Wie unglaublich spannend! Undurchsichtig! Geheimnisvoll!
Ich war bis zum Schluss gespannt wie ein Flitzebogen!
Alle möglichen Theorien und Varianten wie es gewesen sein könnte wurden früher oder später verworfen und es gab keinerlei Anhaltspunkte. Zum Verrücktwerden
Diese Buch ist weder ganz Thriller, noch ganz Roman! Doch gerade solche "Mischbücher" finde ich persönlich immer extrem spannend.
Es handelt von Libby, welche im Alter von 7 durch einen kaltblütigen Mord ...
Diese Buch ist weder ganz Thriller, noch ganz Roman! Doch gerade solche "Mischbücher" finde ich persönlich immer extrem spannend.
Es handelt von Libby, welche im Alter von 7 durch einen kaltblütigen Mord ihre Mutter und ihre Schwestern verloren hat. Für dieses Verbrechen kam ihr älterer Bruder ins Gefängnis, doch nach 25 Jahren fängt diese durch Zusammentreffen mit "Mord-Fans" an der Schuld ihres Bruders zu zweifeln an.
Dieses Buch arbeitet im Prizip die komplette Familiengeschichte auf. Es zeigt auf, was aus Opfern werden kann und wie sich deren Leben unter Umständen gestalten können.
Ein weiterer Pluspunkt für mich war die Erzählform. Das Buch ist abwechselnd aus Sicht von Libby, deren Mutter (vor den Morden) und dem verurteilten Bruder geschrieben. Dieser Erzählstil baut für mich extreme Spannung auch und können sich somit alle Hauptpersonen selbst erklären.
Ich habe dieses Buch verschlungen und bin nach wie vor sehr begeistert!
Libby hat als kleines Kind die Ermordung ihrer Familie erlebt, ihr großer Bruder wird als Mörder verhaftet. Jetzt, als erwachsene Frau, führt sie ein einsames und unglückliches Leben, welches noch immer ...
Libby hat als kleines Kind die Ermordung ihrer Familie erlebt, ihr großer Bruder wird als Mörder verhaftet. Jetzt, als erwachsene Frau, führt sie ein einsames und unglückliches Leben, welches noch immer durch das Trauma ihrer Kindheit geprägt ist. Da es aber immer mehr Personen gibt, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln, beginnt sie über die Ermordung ihrer Familie nachzuforschen.
Das Buch ist in zwei Zeitebenen aufgebaut, einmal aus Libbys Sicht in heutiger Zeit, die versucht die Ereignisse, die zum Mord geführt haben, zu rekonstruieren. Zum anderen Rückblicke in die Vergangenheit aus Sicht der Familie selbst.
Libby war mir anfangs sehr unsympathisch. Obwohl mittlerweile über 30 sieht sie sich immer noch als das kleine traumatisierte Kind von damals, schafft es kaum ihr Leben in den Griff zu bekommen und erwartet, dass andere ihre Probleme lösen. Im Laufe des Romans jedoch wird Libby jedoch immer menschlicher, vielleicht nicht wirklich nett, aber man merkt, dass sie auch gute Seiten an sich hat.
Insgesamt sind die Charaktere sehr schwierig. Obwohl man viele Handlungen nachvollziehen kann, sind viele Reaktionen stark an der Grenze zum Erträglichen oder es geht sogar darüber hinaus. Es handelt sich um keine an sich netten Personen, sondern um Menschen die sich im Grenzbereich der Gesellschaft aufhalten und mit allen Mitteln versuchen ihren Platz zu finden oder ihn zumindest zu halten.
Obwohl es sicher brutalere Thriller gibt, habe ich durch die bedrückende Atmosphäre des Buches jede grausame oder unangenehme Szene wesentlich stärker wahrgenommen. Es waren tatsächlich manchmal einfach kleine Details, die es mir ermöglicht haben, die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit der einzelnen Personen nachzuempfinden.
„Dark Places“ hat mir gezeigt, wie durch ein paar schlechte Entscheidungen, die Dynamik einer Kleinstadt und die Vorurteile gegenüber einer Familie nahe an der Armutsgrenze, eine Situation völlig eskalieren kann. Ich habe mich während des Lesens oft gefragt, ob es in einem anderen Setting überhaupt zu den Morden hätte kommen können.
Besonders bedrückend war es vor allem für mich, dass man die Rückblicke aus der Sicht von Libbys Mutter und ihrem Bruder miterlebt hat. Man konnte die Familie mit all ihren Fehlern, aber auch ihren Hoffnungen und Bemühungen kennen lernen und wusste trotzdem von Anfang an, dass sie ein brutales und tragisches Ende nehmen würden.
Zeitweise war mir der Thriller zwar etwas zu langatmig und zu sehr auf das Selbstmitleid und Trauma von Libby fixiert. Trotzdem war es für mich insgesamt spannend, da ich mir während des Lesens wirklich nie ganz sicher sein konnte, wer der Mörder war und am Ende fast jeden einmal im Verdacht hatte. Auch wenn es für mich nicht der beste Thriller von Gillian Flynn ist, wurde ich doch regelmäßig auf falsche Fährten gelockt, sodass das Ende für mich überraschend kam.
Für mich war es ein faszinierendes Buch, welches mir die Abgründe, aber die Stärken der menschlichen Seele aufgezeigt hat. Es war düster, beklemmend und vermittelte mir eine ganz neue Dimension von Hoffnungslosigkeit, die mich in ihrer Endgültigkeit erschreckt hat. Bis auf ein paar langatmige Abschnitte, gerade zu Anfang, hat das Buch mich insgesamt in seinen Bann gezogen und mein Gehirn ordentlich durcheinander gewirbelt, wie ich es bereits von Gillian Flynn kenne.