Cover-Bild Kleider machen Leute

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Insel Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 79
  • Ersterscheinung: 10.03.2019
  • ISBN: 9783458200345
Gottfried Keller

Kleider machen Leute

Ulrike Möltgen (Illustrator)

Der junge Schneidergeselle Wenzel, mittellos, aber gut gekleidet, ist auf Arbeitssuche und wird unterwegs von einem Kutscher mitgenommen. Bei seiner Ankunft in dem Städtchen Goldach hält man ihn prompt für den Besitzer der Kalesche und bewirtet ihn im Gasthaus »Zur Waage« als »polnischen Grafen Strapinski«. Aus Schüchternheit und Scham wagt er nicht, seine wahre Identität preiszugeben. Als er sich gerade aus dem Staub machen will, trifft er die reizende Amtsratstochter Nette und die Lage spitzt sich zu …

Gottfried Kellers Novelle aus dem Zyklus Die Leute von Seldwyla gehört zu den bekanntesten Erzählungen der deutschen Literatur, sie erscheint erstmals illustriert in der Insel-Bücherei mit den wunderbaren Bildern von Ulrike Möltgen.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2020

Unterhaltsamer Klassiker

0

Ein kurzer, unterhaltsamer Klassiker von einem wenig tapferen Schneiderlein, das eigentlich gar nicht aufschneiden will, genau das aber - größtenteils unfreiwillig - in großem Stil tut. Eine Art romantische ...

Ein kurzer, unterhaltsamer Klassiker von einem wenig tapferen Schneiderlein, das eigentlich gar nicht aufschneiden will, genau das aber - größtenteils unfreiwillig - in großem Stil tut. Eine Art romantische Verwechslungskomödie, gleichzeitig ein Klassiker, der nicht altert und dessen Themen auch heute noch aktuell sind: Welche Rolle spielen Äußerlichkeiten bei der Beurteilung einer Person? Wie sehr lässt man sich vom "schönen Schein" in die Irre führen? Und: Wo hört das Verschweigen auf und fängt die Lüge an?

Keller schreibt flott daher, lässt hier und da eine Spitze oder ein Bonmot fallen. Gut haben mir vor allem die kleinen Szenen gefallen, die der Schneider quasi als Verzweiflungstat oder Übersprungshandlung vollführt (erstmal nur schüchtern im Essen rumpicken) und die die Umstehenden ihm als besonders "herrschaftliche" Verhaltensweise auslegen ("Oha, ein sehr ausgewählter Esser!"). Kurzum: Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.