Blut, Stahl und ganz viel Funkensprühen
Von null auf hundert mitten in einer Fantasy-Welt voller Blut, Stahl, Intrigen und dieser typischen Slowburn-Romanzen, die einen gleichzeitig nerven und süchtig machen – genau das liefert Blood and Steel. ...
Von null auf hundert mitten in einer Fantasy-Welt voller Blut, Stahl, Intrigen und dieser typischen Slowburn-Romanzen, die einen gleichzeitig nerven und süchtig machen – genau das liefert Blood and Steel. Althea hat nur drei Jahre, um ihre Träume zu verwirklichen, bevor das Schicksal sie einholt. Klingt dramatisch? Ist es auch. Aber keine Sorge, zwischendrin gibt’s ordentlich Action, bissige Dialoge und so viele Funken zwischen ihr und Wilder, dass man schon fast eine Feuerlöscherwarnung bräuchte.
Die Mischung ist wirklich ein guter Cocktail: ein Schuss „Enemies to Lovers“, ein Spritzer „Forbidden Love“ und dann noch eine Prise „Who did this to you?“ – und zack, hat man genau den Stoff, aus dem Romantasy-Träume sind. Trotzdem, und deswegen gibt’s hier vier Sterne, zieht sich die Geschichte an manchen Stellen ein kleines bisschen. Klar, Slowburn ist Programm, aber manchmal denkt man sich als Leser: Leute, jetzt küsst euch doch endlich, bevor der nächste Monsterangriff kommt.
Die Kämpfe sind brutal, das Training hart und die Intrigen so fies, dass man fast Lust bekommt, selbst in diese Welt zu hüpfen – nur ohne Monster und Todesprophezeiungen, bitte. Althea als Heldin rockt total, weil sie sich nicht unterkriegen lässt und eine große Klappe hat, auch wenn sie fast draufgeht. Wilder ist der typische grummelnde Schwertmeister, der „eigentlich nicht darf, aber irgendwie doch will“. Funktioniert perfekt, auch wenn man ihn manchmal gerne schütteln würde.
Alles in allem: ein starker Auftakt einer Reihe, die süchtig macht. Wer auf Blood and Ash, Throne of Glass oder The Witcher steht, wird sich hier sofort zuhause fühlen. Nur das mit dem Farbschnitt ist echt gefährlich – einmal in der Hand gehabt, und schon will man den Rest der Reihe im Regal stehen haben.