Cover-Bild Die Stunde der Wut

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Polit und Justiz
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 08.03.2021
  • ISBN: 9783453441033
Horst Eckert

Die Stunde der Wut

Thriller
Den Reichtum der einen bezahlen die anderen. Manchmal mit dem Leben.

Mit Immobiliendeals wurde Hartmut Osterkamp reich. Kompromisslos baut er sein Imperium aus. Ihm ist jedes Mittel recht.

Kriminalrätin Melia Adan ist überzeugt, dass Neonazis auf einer Osterkamp-Baustelle die Leiche einer ehemaligen Kollegin verschwinden ließen. Noch hat sie keinen Beweis. Aber schon bald gefährliche Feinde.

Hauptkommissar Vincent Veih hat es mit dem Mord an der Tochter eines Psychiaters zu tun. Was zuerst wie eine Beziehungstat aussieht, führt Vincent auf ein Schlachtfeld von Gier, Korruption, politischen Intrigen – und blanker Wut.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2021

Nichts ist, wie es scheint

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Meine Meinung und Fazit:

Mit "Die Stunde der Wut" legt Horst Eckert einen temporeichen, spannenden und wendungsreichen Thriller vor. Mit einer klaren deutlichen Sprache gelingt es ihm gekonnt, sofort ...

Meine Meinung und Fazit:

Mit "Die Stunde der Wut" legt Horst Eckert einen temporeichen, spannenden und wendungsreichen Thriller vor. Mit einer klaren deutlichen Sprache gelingt es ihm gekonnt, sofort im Geschehen zu sein. Man ist ein Teil der Ermittlungen.
Ich war zu erst skeptisch, ob ich gut in die Geschichte rein komme, da es bereits der 2. Teil rund um Melia Adan ist, aber ich kann sagen, dass man unabhängig lesen kann und es keine Voraussetzung ist.
Melia ist mir sofort ans Herz gewachsen, eine taffe junge Frau, die sich nicht scheut, sich mit den Mächtigen anzulegen und unangenehme Sachen anzusprechen oder zu verfolgen. Ich konnte Melias Wut, über die Ereignisse vor einem Jahr förmlich spüren. Erschreckend finde ich, mit welchen Vorteilen sie in den eigenen Reihen zu kämpfen hat, weil sie eine Frau und dazu noch farbig ist. In einer moderen Welt, in einem demokratischen freien Land.
Auch die anderen Ermittler nehmen ihren Platz ein und bilden ein typisches Bild der verschiedenen Charaktere.

Das zentrale Thema ist Extremismus, rechts ider links, auch leider in Behörden und durch diese gedeckt. Skrupelloses, erpresserisches Vorgehen, mit unbegreiflich Machenschaften. Mir eigentlich nur aus korrupten Staaten bekannt. Aber warum nicht auch vor der eigenen Haustür?

Kurze Kapitel der Ermittlungen wechseln sich mit dem Untergrund und den Machenschaften ab.
Wut und Hass auf Andere, Fremde bestimmen das Ganze. Gerüchte werden gestreut, Neid erzeugt. POC - Dunkelhäutige, wie Melia, wird unterstellt, dass sie Arbeitsplätze wegnehmen, sich niederlassen um die Macht zu übernehmen. So hört und liest man es, in Sozialen Medien oder auf Plattformen. Mir war und ist immer noch unklar, warum zunächst entscheidend/wichtig ist, welche Hautfarbe, Relegion oder sexuelle Orientierung hat. Ist doch völlig Wurscht, Hauptsache derjenige ist gut in seinen Bereich, in seinem Job. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass solchen Hassmenschen weniger werden oder ihnen nicht mehr die mediale Präsenz gegeben wird.

Der Autor fängt gut die aktuelle Stimmung der Gesellschaft ein, in der jeder meint etwas sagen zu müssen, egal ob er Ahnung hat und mit den Aussagen andere klein zu machen. Ein Buch, was mich nachdenklich zurück lässt, denn es zeigt deutlich, wie gefährlich radikale Tendenzen sein können oder sind. Besonders betonen möchte ich, dass ich immer gemerkt habe, wie viel für das Buch recherchiert wurde und in Gesprächen die Strukturen und Abläufe im Präsidium betrachtet wurden. Der Überblick/Organigramm des Düsseldorfers Polizeipräsidium hat mir dabei sehr geholfen.

Ein rundum gelungenes Buch mit einem stimmigen gut aufgeklärten Ende.
Ich hoffe, ich kann noch viele Bücher aus der Feder von Horst Eckert lesen und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

Mein Dank geht an den Heyne Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an den Autor für interessante Einblicke in ein Polizeipräsidium und spannende Lesestunden.

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Veröffentlicht am 17.04.2021

Ein fesselnder Thriller mit Tiefgang

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Eine junge Frau wird in ihrer eigenen Wohnung abgestochen und konnte gerade eben noch den Rettungsdienst alarmieren. Leider kamen diese zu spät und sie erliegt den Verletzungen. Es deutet vieles daraufhin ...

Eine junge Frau wird in ihrer eigenen Wohnung abgestochen und konnte gerade eben noch den Rettungsdienst alarmieren. Leider kamen diese zu spät und sie erliegt den Verletzungen. Es deutet vieles daraufhin das es einen Streit mit ihrem Freund gab und dieser es war aber es übernachtete eine dritte Person mit in der Wohnung. Doch ist dieser Fall so einfach zu lösen?

Was genau dahinter steckt versucht nun Vincent Veih herauszufinden.

Währenddessen versucht Melia weiterhin herauszufinden was genau mit der ehemaligen Kollegin Solveig Fischer geschehen ist. Alles im Zusammenhang mit einer Osterkamp-Baustelle. Denn sie ist überzeugt das Neonazis die Leiche von ihr auf dieser Baustelle verschwinden ließen. Sie hat keine Beweise aber ist dran und macht sich dadurch gefährliche Feinde.

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"Die Stunde der Wut" ist der zweite Teil der Melia Khalid Reihe. Im ersten Teil heißt sie nämlich Melia Khalid. Teil eins habe ich nicht gelesen aber dies macht gar nichts. Ich bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen und konnte Melia Adan und Vincent Veih auch ohne Vorkenntnisse schnell kennenlernen. Sie sind mir von Anfang an sehr sympathisch gewesen.

Durch die wechselnden Perspektiven zwischen Melia und Vincent baut sich die Story nach und nach mit Spannung auf. Sogar die Kapitel aus der Sicht von zwei weiteren Protagonisten sind spannend und interessant. Die Kapitel sind in einer angenehmen Länge und vergehen wie im Flug. Auch der Schreibstil steuert einiges dazu. Ich bin begeistern darüber wie der Autor es schafft die komplette Story so komplex aber logisch und spannend zustande zu bringen. Keine Kleinigkeit wird ausgelassen und am Ende kommt ein klares Bild zusammen. Sogar eine überraschende Wendung vergisst er nicht, welches dem Leser mit staunen das Buch zuklappen lässt.

Horst Eckert hat gründlich recherchiert und versteht etwas von seinem Handwerk. Sei es das Schreiben, Politik als auch alles rundum die Polizei.

Er beschreibt die Protagonisten so tiefgründig, charakterstark und menschlich, sie haben ihre eigene Geschichte.

Beim Lesen konnte ich so gut abschalten und dieses Buch hat mir sehr spannende Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 13.04.2021

Brisanter, ,aktueller Politthriller

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Zum zweiten Mal arbeiten Kriminalrätin Melia Adans und Kriminalhauptkommissar Vincent Veih gemeinsam an einem Fall. Während Vincent sich in die Ermittlungen im Mordfall Klara Dorau stürzt, streckt Melia ...

Zum zweiten Mal arbeiten Kriminalrätin Melia Adans und Kriminalhauptkommissar Vincent Veih gemeinsam an einem Fall. Während Vincent sich in die Ermittlungen im Mordfall Klara Dorau stürzt, streckt Melia weiter ihre Fühler aus um die Leiche ihrer vermissten ehemaligen Kollegin Solweig zu finden. Die Suche kann nur inoffiziell erfolgen, da sie keine Unterstützung vom Verfassungsschutz erhält.
Tatsächlich hatte die Aufdeckung eines rechtsextremen Netzwerk bemerkenswert wenig Konsequenzen für die Beteiligten gehabt. Nur Melias Karriere beim Verfassungsschutz endete abrupt. Sie wechselte in die Kriminalinspektion I und ist jetzt de facto Vincents Chefin.
Die Ermittlungen führen Beide in den Drogen-und Korruptionssumpf. Und immer wieder begegnen ihnen korrupte Staatsdiener und rechte Terroristen.



Puh, das war heftig.

Horst Eckert schreibt immer am Puls der Zeit und legt den Finger in den immer größer werdende Spalt unserer Gesellschaft.

Seine Thriller zu lesen, erzeugt bei mir oft ein beklemmendes Gefühl. Es gibt bei ihm keine triefende Blutspur und keinen Serienmörder, sondern eine unbestimmte Angst um die Gesellschaft, in der wir leben. Abgesehen von der Pandemie, die aktuell die Bevölkerung, die Wissenschaft, Wirtschaft und Politik beschäftigt, wird uns suggeriert, dass wir in einem Staat mit Willkommenspolitik gegenüber Flüchtlingen leben. Wir eine nachhaltige Richtungsänderung in der Umweltpolitik erleben, „Friday für Future“ unterstützen und die rechte Gesinnung unter Kontrolle haben.

Das dem nicht so ist, erschreckt und verunsichert.

Horst Eckerts Thriller beleuchtet diese verborgene Seite und regt zum Nachdenken an. Seine äußerst spannenden Thriller rütteln auf, regen auf und schreien geradezu „Macht die Augen auf und guckt hin“. Seine fiktiven Geschichten kratzen erschreckend oft an der Wirklichkeit oder weisen zumindest die Richtung, wo man genauer hinsehen sollte.

Die farbige Kriminalrätin und der Kriminalhauptkommissar, dessen Mutter aktives Mitglied der RAF war und aktuell wieder Aktivistin ist, sind gut gewählt. Die Beiden werden sich ständig aneinander reiben, gegensätzliche Vorstellungen ausdiskutieren und gemeinsam gegen die rechten Bündnisse und Auswüchse arbeiten.

Ich hoffe auf noch viele Fälle für Melia Adan und Vincent Veih.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Die Stunde der Wut

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Vorneweg: Ich habe Band 1 nicht gelesen und bin ohne Vorkenntnisse in die Stunde der Wut gestartet. Und ich muss sagen, dass das dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan hat, ich habe mich problemlos in ...

Vorneweg: Ich habe Band 1 nicht gelesen und bin ohne Vorkenntnisse in die Stunde der Wut gestartet. Und ich muss sagen, dass das dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan hat, ich habe mich problemlos in der Welt des Düsseldorfers Polizeipräsidiums zurechtgefunden und schnell Zugang zu den einzelnen Charakteren gefunden.

Melia Adan, Kriminalrätin und Chefin von Vincent Veih, versucht einen alten Vermisstenfall aufzulösen, da sie einen privaten Bezug hat: Die Vermisste ist eine ehemalige Kollegin aus dem Verfassungsschutz. Ihre Ermittlungen führen u. a. zum Immobilienhai Osterkamp, der wiederum Verbindungen zur Neonazi-Szene aufweist.

Vincent hingegen ermittelt im Mordfall Klara Dorau. Sein kritischer Sachverstand führt ihn über deren Familie zu Verdächtigen aus den eigenen Reihen.

Wie diese beiden Stränge zusammenhängen, wie die TV-Komparse-Rolle des Kollegen aus dem Drogendezernat weiterhilft, ob die Besitzerin der angesagten Hafenbar mit Vincent flirtet, wie die Mieterhöhungen ein Leben kosten können und wer hinter den Brandanschlägen auf die Osterkamp-Fahrzeugflotte steckt – das alles müsst ihr schon selbst lesen.

Ein besonderes Highlight für mich waren die kurzen Kapitel. Teilweise nur zwei-drei Seiten lang. Dennoch gelingt es Horst Eckert mit wenigen Sätzen mich direkt ins Geschehen zu bringen. Und das ist eine wirklich hohe Kunst und führt dazu, dass beim Lesen absolut keine Langeweile aufkommt!

Mein Fazit fällt durchweg positiv aus, es war für mich wie ein guter ARD-Tatort in Buchform.

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Veröffentlicht am 17.03.2021

Zwischen den Extremen

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Während Melia Adan nach einer ehemaligen Kollegin sucht, die spurlos verschwunden ist hat Hauptkommissar Vincent Veih einen neuen Mordfall auf dem Tisch. Doch recht schnell wird beiden klar - diese Fälle ...

Während Melia Adan nach einer ehemaligen Kollegin sucht, die spurlos verschwunden ist hat Hauptkommissar Vincent Veih einen neuen Mordfall auf dem Tisch. Doch recht schnell wird beiden klar - diese Fälle hängen zusammen. Und die Kreise ziehen sich von einem Immobilienunternehmen bis in hohe, politische Ämter...

"Melia war diese Art der Panikmache gewohnt. Verbrechen, die man roten Socken zuschrieb, versetzten Politiker und Sicherheitsbehörden stets in höchste Alarmstufe. Ein angekokelter Porsche interessierte diese Leute mehr als ein verprügelter Flüchtling oder ein verwüsteter Kebab- Laden. Beim Verfassungsschutz hatte sie das gelernt - aber sich bis heute nicht damit abfinden können." (Seite 145)

Der zweite Fall von Melia Adan und Vincent Veih. Und auch hier stehen wieder kurze Kapitel zur Verfügung die den Leser nur so durch die Geschichte "jagen" und kaum zum Luft holen kommen lassen. Der Spannungsbogen wird sehr schnell aufgebaut und nimmt auch nicht mehr ab.

Vincent und Melia sind bekannt, gerade Vincent begleite ich schon einige Bücher und finde seine Art und Ansichten realistisch, fair und einleuchtend. Melia ist erst seit kurzem als Kriminalrätin dabei und handelt hier und da anders was zu Spannungen führt.

Auch in diesem Thriller legt der Autor hochaktuelle und brisante Themen auf den Tisch.

Begonnen bei der Wohnungsknappheit über Immobilienfirmen die sich alles unter den Nagel reissen und es nur um den reinen Gewinn geht. Menschen und ihre Sorgen und Nöte stehen hier nicht im Vordergrund und spielen keinerlei Rolle.

Auf dem rechten Auge ist Deutschland weiterhin blind. Im Hintergrund laufen Verhandlungen, Absprachen, Anschläge und Erpressung aber der Linksterror ist eher das wovor man sich schützen muss. Das bringt der Autor immer wieder sehr gekonnt und eben gut zusammengefasst auf den Punkt.

Das System hinkt, es hat Löcher, Leute die versprechen, wegsehen, sich in ihrer Immunität "suhlen" und Machtpositionen skrupellos ausnutzen. Gier, Macht und grenzenlose Wut sind ein explosives Gemisch und das merkt man nicht nur beim lesen sondern auch wenn man sich der Realität zuwendet.

Der Mord und das Netz um ihn herum war wieder brillant und logisch zu verfolgen aufgebaut. Die Suche nach Schuld und Täter immer spannend und nie zu 100% sicher.

Wer wirklich Lust auf gute Politthriller hat - der kommt an Horst Eckert einfach nicht vorbei. Wieder klare Leseempfehlung!


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