Mal NA nach meinem Geschmack!
„Mein gesamtes Geld war weg.
Und ich wusste – ich wusste mit jeder Faser meines Körpers –, dass das nur der Anfang sein konnte. Sozusagen die Spitze des Eisberges.“
Calla war schon immer zurückhaltend, ...
„Mein gesamtes Geld war weg.
Und ich wusste – ich wusste mit jeder Faser meines Körpers –, dass das nur der Anfang sein konnte. Sozusagen die Spitze des Eisberges.“
Calla war schon immer zurückhaltend, besonders, da sie in ihrer Vergangenheit mit ihrer Mutter schreckliche Erfahrungen durchlebt hat. Doch genau ihre Mutter raubt Callas gesamtes Konto leer, sodass sie in ihre Heimat zurückkehren und sie zur Rede stellen muss. Als Calla dort jedoch ankommt, ist ihre Mutter weg.
In einer Bar lernt Calla Jax kennen und trifft alte Bekannte wieder, die ihr alle denselben Rat geben: Sie soll wieder ans College verschwinden. Ihre Mutter hat Schwierigkeiten, in die Calla definitiv nicht hineingezogen werden will. Doch Calla möchte nicht aufgeben, weswegen sie bleibt und in der Bar zu jobben beginnt, damit sie das verlorene Geld wieder zusammenbekommt.
Manchmal braucht man eine New-Adult-Geschichte mit ein bisschen Romantik, damit man das Wetter draußen noch besser genießen kann. Was ich bei dieser NA-Geschichte wirklich sehr cool fand, waren die „Mafia“-Inhalte. Es gab nicht nur die besonderen Geheimnisse der Protagonisten, sondern auch die Problematik von Callas Mutter, die Drogen versteckt hat und sich nun vor Jesaja verbergen muss. Somit muss Calla dieses Problem lösen, wodurch nicht nur „Beziehungsprobleme“ im Vordergrund sind, sondern auch andere Themen.
Ein wenig störend fand ich die Spitznamen. Babygirl? Schatz? Baby? Schätzchen? Ich glaube, das waren nicht mal alle. Ich mag personalisierte Spitznamen, wie die Autorin sie auch gerne sonst benutzt (wie beispielsweise in Band 1 „Shortcake“), aber hier waren mir irgendwie zu viele klassische Kosenamen, sodass ich an Callas Stelle die Kerle viel eher zusammengestaucht hätte als irgendwas anderes. Später wird es besser, aber zu Beginn war das wirklich sehr extrem.
Man kann die Geschichte auch gut unabhängig von den Vorgängern lesen. Ich habe die ersten drei Teile vor einiger Zeit gelesen und dennoch habe ich mich schnell in der Welt widergefunden. J. Lynn hat einen sehr gut wieder die vorherigen Geschichten angeführt, sodass gewisse wichtige Erinnerungen wieder hochkamen.
Die Charaktere sind vielfältig und bringen einen oft zum Lachen. Wenn es nicht Jax ist, dann sind es Nebencharaktere wie Melvin oder auch Roxy. (Roxys Geschichte, die nach Callas folgt, kann ich übrigens bereits jetzt schon sehr empfehlen!)
J. Lynns Schreibstil ist gut. Man wird langsam in die Geschichte eingeführt, kriegt von ihr Häppchen zur Vergangenheit und kann das Buch gar nicht mehr weglegen, weil man durchgängig neugierig ist.
Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gefallen. Sie war spannend und hat einen mitfühlen lassen.