Cover-Bild Der Erlkönig
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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 29.03.2021
  • ISBN: 9783548063751
Jérôme Loubry

Der Erlkönig

Thriller | Ein beklemmender Thriller mit Gruselfaktor
Alexandra Baisch (Übersetzer)

Er kommt des Nachts - und nimmt dich mit

Wenige Tage nachdem Sandrine zu der Insel aufgebrochen ist, auf der ihre verstorbene Großmutter gelebt hat, findet man sie verstört und mit fremdem Blut an ihren Kleidern am Strand. Sie wird ins Krankenhaus eingeliefert. Was sie erzählt, ist wirr. Kommissar Damien kann sich keinen Reim darauf machen. Von welchem Kinderheim spricht Sandrine? Was hat es mit dem Bootsunglück auf sich, bei dem alle Kinder ums Leben gekommen seien sollen? Und weshalb stammelt sie immer wieder voller Schrecken diesen einen Namen: der Erlkönig? Damien folgt den Puzzleteilen von Sandrines Geschichte – und blickt schon bald in einen Abgrund, der dunkler ist als jede Nacht…

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2021

Ein tolles Verwirrspiel

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Sandrine wird blutüberströmt und verwirrt am Strand gefunden und erzählt Kommissar Bouchard eine unglaubliche Geschichte von einem Kinderheim sowie einem Bootsunglück, bei dem alle Kinder ertrunken sein ...

Sandrine wird blutüberströmt und verwirrt am Strand gefunden und erzählt Kommissar Bouchard eine unglaubliche Geschichte von einem Kinderheim sowie einem Bootsunglück, bei dem alle Kinder ertrunken sein sollen. Der Erlkönig soll hierbei eine große Rolle spielen. Bouchard versucht mit Hilfe der Psychiaterin Véronique Burel, herauszufinden, was mit Sandrine passiert ist. Schließlich handelt es sich beim Erlkönig um eine Ballade von Goethe aus dem Jahre 1782 und nicht um eine reale Person. Oder?

Das Buch springt zeitlich hin und her; es beginnt zwar in der Gegenwart in 2019, aber hauptsächlich sind wir abwechselnd in den Jahren 1949 sowie 1986. Das ist leicht verständlich, zumal die Jahresangaben den Kapiteln vorangestellt sind. Trotzdem komme ich nicht gut in die Geschichte rein, seltsam langatmig finde ich die Erzählung, den Schreibstil gewöhnungsbedürftig. Erst als Sandrine aufgefunden wird, kommt Spannung auf. Der Hintergrund von Kommissar Bouchard ist interessant und auch die Story gewinnt an Fahrt. Als die erste Wendung kommt, bin ich fasziniert. Einiges klärt sich, andererseits wirft die Wendung neue Fragen auf. Was ist wahr, was ist gelogen? Ich fühle mich manipuliert und weiß nicht mehr, wem ich glauben soll. Nun hat der Autor es doch noch geschafft, meine Begeisterung zu wecken! Bei der nächsten Wendung hätte ich gewarnt sein müssen, bin es aber nicht. Das habe ich tatsächlich so nicht erwartet.

Wer auf psychologisch sehr raffinierte Thriller steht, der ist mit diesem Buch gut bedient. Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung. Abschließend möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen wegen Vergewaltigung und Kindesmissbrauch.

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Ein spannender, vielschichtiger Thriller, dessen Ende mich etwas enttäuscht hat

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Vorab: In der Rezension bleibe ich insgesamt vage, da jede konkrete Information spoilern und das Lesevergnügen schmälern würde. „Der Erlkönig“ ist ein komplexer Thriller, dessen Inhalt weit über den folgenden ...

Vorab: In der Rezension bleibe ich insgesamt vage, da jede konkrete Information spoilern und das Lesevergnügen schmälern würde. „Der Erlkönig“ ist ein komplexer Thriller, dessen Inhalt weit über den folgenden kurzen Teaser hinausgeht.

Inhalt: Als die junge Journalistin Sandrine von einem Rechercheausflug zurückkehrt, erwartet sie eine bedrückende Nachricht. Ihre Großmutter Suzanne, die sie nie kennengelernt hat, ist verstorben und vermacht Sandrine ihren Besitz. Suzanne lebte mit einer Handvoll ehemaliger Arbeitskollegen auf einer kleinen Insel vor der Küste der Normandie, die man nur mit Genehmigung betreten darf. Nach anfänglichem Zögern beschließt Sandrine, der Insel einen Besuch abzustatten. Doch dort ist nichts, wie es scheint…

Persönliche Meinung: „Der Erlkönig“ ist ein Thriller von Jérôme Loubry. Erzählt wird er in mehreren Handlungssträngen auf unterschiedlichen Zeitebenen aus unterschiedlichen Perspektiven. Während die Rahmenhandlung in der Gegenwart (2019) spielt, findet die Haupthandlung in den Jahren 1986 und 1949 statt. Diese beiden Zeitebenen der Haupthandlung sind auf eine besondere Art miteinander verstrickt, wobei die Verweise und Verbindungen zwischen ihnen schön gesetzt sind. Besonders hat mir auch die Darstellung der Insel, auf der Sandrines Großmutter lebte, gefallen. Ihre Atmosphäre ist bedrückend, sie scheint in alternative Lichtverhältnisse getaucht, bestimmte Dinge fallen aus dem Rahmen und irgendwie wirkt sie unwirklich. Der Erzählstil ist anspruchsvoll: Einerseits ist er stellenweise distanziert, was gut zur entrückten Stimmung der Handlung passt. Andererseits ist die Wortwahl eher gehoben und der Satzbau komplex. Die Handlung selbst ist sehr wendungsreich und durchweg spannend. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: die Auflösung der Handlung. Da die Handlung selbst wendungsreich und überraschend ist, hatte ich auch am Schluss mit einem Twist gerechnet, der nicht zu erahnen ist und der mich schockiert bis sprachlos zurücklassen wird. Dem war leider nicht so. [KLEINER SPOILER, DA PERSÖNLICHER EINDRUCK ZUR ART DES TWISTS/KEIN INHALTLICHER SPOILER] Zwar kam ein Twist, allerdings verlief er nach einem Erzählmuster, das in letzter Zeit häufig in Film, Fernsehen und Büchern benutzt wird und dadurch leichter zu erahnen ist bzw. an Wirkkraft einbüßt. [SPOILER ENDE] Insgesamt ist „Der Erlkönig“ aber ein spannender Thriller, der schön durchkomponiert ist und innerhalb der Handlung die ein oder andere Überraschung bereithält – auch, wenn die Auflösung am Ende im Vergleich dazu etwas schwächer ist.

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Veröffentlicht am 20.04.2021

Gut konstruiert

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„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind ...“. - kennt jemand den Beginn dieses berühmten Gedichtes nicht? Dank Johann Wolfgang von Goethe wurden die ein oder anderen mit dem Erlkönig gequält - ein Grund, ...

„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind ...“. - kennt jemand den Beginn dieses berühmten Gedichtes nicht? Dank Johann Wolfgang von Goethe wurden die ein oder anderen mit dem Erlkönig gequält - ein Grund, warum dieses Buch mich nicht angesprochen hat.

Dabei klingt der Plot echt spannend: blutüberströmt und verwirrt wird Sandrine am Strand gefunden. Sie redet von einem Kinderheim, einem Bootsunglück und dem Erlkönig. Kommissar Damien kann sich darauf keinen Reim machen, doch je tiefer er und sein Team in dem Fall einsteigen, desto mehr sind die Zusammenhänge erkennbar.

Das Cover ist gut gelungen und gibt keinen Hinweis darauf, was die Leser erwartet. Denn Sandrines Schicksal ist eng verbunden mit den Geschehnissen im Jahr 1949, die ihre Großmutter betreffen. Dieser Perspektivwechsel hat so manches Mal an meinen Nerven gezerrt. Wollte ich doch endlich verstehen, wie alles zusammenhängt! Warum kennt niemand die Insel, von der Sandrine ständig spricht? Der Autor streut die Hinweise wie Perlen, mit denen sich die Glieder einer Kette verbinden lassen, geschickt und alles andere als offensichtlich. Das hat mich zwar auch frustriert, aber viel mehr zum Weiterlesen gebracht. Die bedrückende und anfangs düstere Atmosphäre ist gerade zu Beginn des Buches fast greifbar, verliert sich im Laufe der Story leider. Die Spannung bleibt jedoch bis zum Ende erhalten.

Gerade Geschichten, die mit den Geschehnissen des Zweiten Weltkriegs zusammenhängen, lese ich gerne. Dennoch ist es schwer, den schmalen Grat zu beschreiten und dieses sensible Thema richtig anzupacken. Das ist hier jedoch gut gelungen. Auch die Charaktere sind authentisch, zwar entspricht Damien den gängigen Klischees eines Ermittlers, aber da kommt man heutzutage wohl nicht mehr drumrum. Davon abgesehen hat es der Autor geschafft, die Abgründe, die sich in jedem von uns auftun können, darzustellen.

Persönliches Fazit: Goethes Erlkönig kommt in Handlung und Spannung nicht an den von Loubry ran. Dieser gut konstruierte und spannende Thriller verdient eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Leider kein Highlight!

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Der Klappentext zu Erlkönig von Jérôme Loubry konnte mich direkt begeistern, sodass ich das Buch unbedingt lesen musste.

Der Einstieg war ziemlich interessant und konnte mich packen, jedoch hat dieses ...

Der Klappentext zu Erlkönig von Jérôme Loubry konnte mich direkt begeistern, sodass ich das Buch unbedingt lesen musste.

Der Einstieg war ziemlich interessant und konnte mich packen, jedoch hat dieses Tempo für mich sehr schnell nachgelassen und mir viele recht zähe Momente bereitet.

Die psychischen Aspekte haben mir in diesem Buch zwar gut gefallen und auch das Ende hätte mir noch gefallen können, wenn mit dem letzten Twist mir nicht auch noch der letzte wow-Effekt genommen worden wäre. Auch das Cover hat für mich sehr wenig mit dem Inhalt des Buches zutun.

Erlkönig konnte mich leider so gar nicht überzeugen und ist sehr weit weg von einem Highlight, umso spannender empfinde ich jedoch, dass es für viele eben genau das war. Deswegen: Buch lesen und selbst eine Meinung bilden.

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Veröffentlicht am 29.08.2021

Sehr verwirrend die Geschichte

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Mich hat das Buch leider nicht mit gerissen. Der Schreibstil und die Verkettungen sind zwar besonders, aber für mich kam die Geschichte sehr schleppend in Fahrt. Mir hat die teils historische Seite nicht ...

Mich hat das Buch leider nicht mit gerissen. Der Schreibstil und die Verkettungen sind zwar besonders, aber für mich kam die Geschichte sehr schleppend in Fahrt. Mir hat die teils historische Seite nicht gefallen. Die Mitte des Buches, gefällt mir gut, das war sehr spannend und hat zum grübeln angeregt. Ein paar Szenarien waren für mich dennoch so abrupt und unpassend, was einen verwirrt zurück ließ. Das Ende hat dann nochmal die ganze Geschichte eigentlich über den Haufen geworfen. Sehr schade. Aber es bekommt ja noch genug andere Aufmerksamkeit. 😅

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