Cover-Bild Das Manuskript

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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 31.08.2020
  • ISBN: 9783453273061
John Grisham

Das Manuskript

Roman
Bea Reiter (Übersetzer)

Hurrikan Leo steuert mit vernichtender Gewalt auf Camino Island zu. Die Insel wird evakuiert, doch der Buchhändler Bruce Cable bleibt trotz der Gefahr vor Ort. Leos Folgen sind verheerend: Mehr als zehn Menschen sterben. Eines der Opfer ist Nelson Kerr, ein Thrillerautor und Freund von Bruce. Aber stammen Nelsons tödliche Kopfverletzungen wirklich vom Sturm? In Bruce keimt der Verdacht, dass die zwielichtigen Figuren in Nelsons neuem Roman realer sind, als er bisher annahm. Er beginnt zu ermitteln und entdeckt etwas, was weit grausamer ist als Nelsons Geschichten.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2020

Ein Wiedersehen auf Camino Island

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Zum Inhalt:
Ein Hurrikan der höchsten Stufe steuert auf die Insel Camino Island an der Küste Floridas zu. Alle Einwohner der Insel werden aufs Festland in Sicherheit gebracht. Nur wenige bleiben zurück ...

Zum Inhalt:
Ein Hurrikan der höchsten Stufe steuert auf die Insel Camino Island an der Küste Floridas zu. Alle Einwohner der Insel werden aufs Festland in Sicherheit gebracht. Nur wenige bleiben zurück und verbarrikadieren sich. So auch Bruce Cable, der ortsansässige Buchhändler, der mit zwei Freunden auf der Insel verbleibt. Nachdem der Hurrikan vorüber gezogen ist, entdecken die Männer einen Freund, Nelson Kerr, tot durch mehrere Kopfverletzungen im Hinterhof seines Hauses. Was zunächst als Unfall angenommen wird, entpuppt sich schon wenig später als ein Mord. Denn Nelson war ein ehemaliger Anwalt, der als Autor mit spannenden Justizthrillern sein Geld verdiente. Aktuell schrieb er an einem neuen Thriller mit einem brisanten Thema. Das Manuskript hierzu ist allerdings zunächst nicht auffindbar. Bruce und seine Freunde fangen an, auf eigene Faust zu ermitteln und kommen bald dahinter, dass der oder die Mörder hinter dem Manuskript her waren. Denn der Inhalt war diesmal absolut nicht fiktiv...

Meine Leseerfahrung:
Von Grisham ist man ja eher nicht gewohnt, dass er eine Reihe startet. Als ich das erste Mal "Das Original" mit den Figuren Mercer Mann und Bruce Cable gelesen habe, war ich schon erstaunt, welch eine erzählerische Änderung bei Grisham stattgefunden hat. Denn es hatte mit dem Setting auf dem fiktiven Camino Island an der Ostküste eine völlig andere unbeschwerte Atmosphäre im Gegensatz zu den üblichen Thrillern vom Autor. Es war mal ein anderer Roman bzw. Krimi mit Urlaubsfeeling und jede Menge literarischer Momente, für Buchliebhaber ein absoluter Lesegenuss. 

Im Nachfolger "Das Manuskript" tritt Mercer eher in einer Nebenrolle auf, wobei Bruce diesmal voll und ganz im Vordergrund agiert. Ich hatte mich daher sehr auf ein Wiedersehen gefreut, da ich seine Figur vorher am Interessantesten fand und mir mit dem zweiten Roman mehr Informationen über seine Person erhoffte. Das kam allerdings zu kurz, denn zu Anfang des Buches schreibt Grisham eindeutig zu detailliert über Leo, den Hurrikan, und über die Folgen seines Auftretens und das Leid der Einheimischen nach der Katastrophe. Damit war der erste Teil für mich persönlich zwar gut erzählt, aber viel zu zäh, da ich ohnehin kein Fan von Stories mit Naturkatastrophen bin, insbesondere wenn man sich damit viel zu lange aufhält wie hier.

Als der tote Freund aufgefunden wird, kommt endlich etwas Fahrt in den Erzählfluss. Allerdings ist Spannung eher spärlich vorhanden und wegen der langsamen und sachlichen Aufklärung des Mordes, würde ich dieses Buch eher zu den ruhigeren Krimis zählen. Gegen Ende wurde es dann endlich wieder interessanter, als das Manuskript schließlich doch auftaucht und wesentliche Anhaltspunkte liefert, weswegen Nelson sterben musste. Dann folgen wiederum einige schockierende Wendungen in der Handlung, die vielleicht viel eher hätten aufgegriffen und aufgedröselt werden müssen. 

Im Großen und Ganzen hat mir aber ganz Besonders die sonnige Zeit auf der Insel, die Urlaubsstimmung und die literarische Gesellschaft aus dem Vorgänger "Das Original" gefehlt. Statt Strand, Meer und Romanze, erwartet den Leser im zweiten Teil ein zerstörtes Camino Island, Auftragskiller und für Laien sehr professionell ermittelnde Literaturfans, was stellenweise einen etwas unglaubwürdigen Eindruck hinterließ. Auch wenn Grisham sich mit diesem Buch nunmehr wieder seinem gewohnten Thrillerstil nähert, bleibt das Thema doch eher seicht. Mir kam es so vor, als ob der Autor sich nicht entscheiden konnte, einen Roman mit Krimielementen wie bei "Das Original" zu liefern, oder wieder seinem Genre treu zu bleiben, und die Story in einen Thriller mit politischer Brisanz umzuändern. Das Ergebnis fand ich diesmal leider nicht sehr gelungen.

Fazit: 
Das Wiedersehen mit Bruce Cable hat leider meine Erwartungen in Bezug auf seine Person nicht erfüllt. Auch hat mir die leichte, entspannte Atmosphäre des Auftaktromans gefehlt. Wer einen guten Thriller von ihm lesen möchte, sollte sich die früheren Romane von Grisham vornehmen. Dieses Buch kommt nicht einmal an seinen Vorgänger "Das Original" heran. 

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Veröffentlicht am 14.11.2020

Das Manuskript

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In der Regel schreibt der Autor Einzelbände. Deswegen war ich überrascht, als ich gelesen habe, dass ein Nachfolgeband von “Das Original” erscheint. Denn “Das Original” fand ich richtig, richtig gut. Die ...

In der Regel schreibt der Autor Einzelbände. Deswegen war ich überrascht, als ich gelesen habe, dass ein Nachfolgeband von “Das Original” erscheint. Denn “Das Original” fand ich richtig, richtig gut. Die ganze Atmosphäre in dem Buch. Das ganze Setting und die Charaktere… Hey, es geht um einen Buchhändler auf einer kleinen Insel und um Autoren und generell Buchmenschen. Perfekt!
Gut, man muss den Autor lesen mögen. Er schreibt nicht einfach. John Grisham hat einfach seinen eigenen Stil und das mag ich so gerne an ihm. Ich kann auch nicht nur Bücher von ihm lesen, aber zwischendurch mag ich seine Bücher einfach unheimlich gerne. So auch dieses Buch. Wieder ist seine Art einen Thriller zu schreiben sehr ruhig und sachlich. Er hat es wieder geschafft mir Bilder in den Kopf zu zaubern. Seine Thriller sind spannend, voller Emotionen und eher sachlich als blutig. Bei ihm kommen Fakten auf den Tisch ohne viel drum herum. Von sowas bin ich eh ein riesiger Fan.

Interessant fand ich es dieses Mal, dass er dem Hurrikan “Leo” auch ein Gesicht gegeben hat. Er hat von ihm geschrieben, als sein er ein Charakter im Buch. Immer wieder wieder warf er etwas von “Leo” ein. Manchmal musste ich schon überlegen, wer noch mal Leo war. Schon sehr cool gemacht. Aber auch die Charaktere haben mir wieder sehr gut gefallen. Das Bild von einem alten Herren mit Lesebrille auf der Nasenspitze, der einen wunderschönen Buchladen führt… Das hat der Autor wieder einmal perfekt umgesetzt. Aber auch die restlichen Charaktere sind an Ort und Stelle.

Was mich allerdings dieses Mal leicht gestört hat, waren ein paar Längen, die nicht hätten sein brauchen. Ellenlange Gespräche, die sich wiederholt haben. Das hat mich dann schon etwas gelangweilt. Aber ich habe dann einfach angefangen Absätze zu überspringen, was der Geschichte keinen Abbruch getan hat.

Tja, die Geschichte an sich ist einfach ein alter Hut. Ein Vielleser von Thriller klärt einen Todesfall auf. Puh, schwieriges Thema. Vielleicht hat der Autor hier auch einfach übertrieben, wobei ich es ihm nicht zutraue. Er ist eigentlich kein Autor, der übertreibt. Deswegen stelle ich diese Aussage in den Raum. Aber die Tatsache, dass ein noch nicht veröffentlichter Roman – besagtes Manuskript – realer sein könnte, als man annahm. Schon ein sehr krasser Gedanke. Wobei das Thema auch nicht neu ist. Aber das Ende war logisch, wenn auch schon irgendwie von Anfang an klar.

Zum Schluss möchte ich noch vom Setting schwärmen. Eine kleine Buchhandlung auf einer Insel und viele Autoren bzw. Autorinnen als Freunde, die man zum Abendessen einlädt. Ein Traumszenario für alle Bücherfans.

Es hat mir wieder einmal unheimlich viel Spaß gemacht ein Grisham-Buch zu lesen. Ich kann seine Bücher jedem ans Herz legen.
John Grisham mag man oder nicht. Dazwischen gibt es nichts.

Veröffentlicht am 07.11.2020

Im Schutz eines Hurrikans wird ein Autor ermordet

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Dieses Buch nimmt den Leser zurück auf die fiktive Insel, Camino Island, die vor der Küste Floridas liegt. Der sympathische Buchhändler Bruce lädt zu einem seiner beliebten Partys ein. Seine Autorenfreunde ...

Dieses Buch nimmt den Leser zurück auf die fiktive Insel, Camino Island, die vor der Küste Floridas liegt. Der sympathische Buchhändler Bruce lädt zu einem seiner beliebten Partys ein. Seine Autorenfreunde freuen sich die Autorin Mercer wiederzusehen, die vor drei Jahren einige Monate auf der Insel verbracht hatte. ihre Geschichte wird im ersten Camino-Band erzählt, „Das Original“.

Die Gespräche am Tisch drehen sich um verschiedene literarische Projekte. Die Freunde genießen den Abend, doch ihr Zuhause ist bedroht. Der Hurrikan Leo nimmt Kurs auf die Insel. In den frühen Morgenstunden wird die Insel Hals über Kopf evakuiert. Nur wenige bleiben zurück, um dem Sturm zu trotzen.

Als die schweren Winde weiterziehen, begutachtet Bruce den Schaden und sieht nach, wie es seinen Freunden und Bekannten geht. Er ist schockiert, als er erfährt, dass ein guter Schriftstellerfreund, Nelson, tot auf seinem Grundstück liegt, anscheinend von einem aufgewirbelten Ast erschlagen. Gemeinsam mit zwei Freunden bleibt er beim Körper, während die Polizei die Angehörigen des Toten benachrichtigen. Dabei fallen ihnen einige Ungereimtheiten auf. Schnell sind sie überzeugt, ihr Freund wurde ermordet.

Sie versuchen die Polizei bei der Auflösung zu unterstützen, doch scheinen die Ermittler wenig Interesse an diesem Fall zu haben. Bruce und seine Freunde suchen selbst nach Antworten und stoßen dabei auf düstere Geheimnisse und auf böse Menschen, die diese Geheimnisse um jeden Preis wahren wollen.

Dieses Buch hat zwar denselben Schauplatz wie das erste Camino Buch, aber es ist eine in sich abgeschlossene Erzählung. In der ersten Hälfte des Buchs geht es fast ausschließlich um den Sturm und um die Zustände auf der Insel nach dem Sturm. Bruce und seine beiden Freunde unternehmen erste Versuche, um den Fall zu lösen, aber die Handlung ist nicht besonders spannend. Die Freunde verlassen die Insel schließlich aus Langeweile, und diese Langeweile überträgt sich auf den Leser.

Nach der ersten Hälfte des Buchs wird es spannender. Allmählich erfährt der Leser warum Nelson sterben musste. Bruce hat vor den Tätern Angst und muss entscheiden, ob er weiter nach Antworten sucht oder sich lieber heraushalten soll.

Es fällt schwer dieses Buch mit Begeisterung zu lesen. Der ermordete Freund bleibt eine blasse Figur, der allein durch das, was er bei der Recherche für sein Buch erfährt, Gestalt annimmt. Auch die andere Figuren bringen den Leser nicht dazu sich wirklich darum zu sorgen, was mit ihnen geschieht. Das gelingt Grisham in seinen Justiztrillern wesentlich besser.

Fazit: Eine leichte Urlaubslektüre mit einer Mischung aus Standfeeling, Krimi und Thriller. Grisham Fans werden vielleicht enttäuscht sein, denn dem Buch fehlt es an starken Charakteren und an Spannung. Die Geschichte ist lesenswert, aber es gibt bessere Bücher von Grisham.

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Veröffentlicht am 20.10.2020

Der 2. Fall für Bruce - konnte mich nicht überzeugen

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„Das Manuskript“ von John Grisham

konnte mich nicht überzeugen.
Zu Beginn lernen wir Bruce und seine Freunde, ihr Leben auf Camino Island ausführlich kennen – während sich der Hurrikan Leo langsam immer ...

„Das Manuskript“ von John Grisham

konnte mich nicht überzeugen.
Zu Beginn lernen wir Bruce und seine Freunde, ihr Leben auf Camino Island ausführlich kennen – während sich der Hurrikan Leo langsam immer weiter aufbaut. Mit der Erkenntnis über die Gefährlichkeit des Hurrikans wandelt sich die Atmosphäre auf der Insel, die Menschen geraten in Panik, ihre Angst, ihre Gefühle während des Sturms – wurden gut vermittelt. Die erste Zeit nach dem Sturm, Camino Island – in Schutt und Asche – detailreich und eindrücklich vermittelt. Und nehmen fast die erste Hälfte des Buches ein.
Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte mehr an Fahrt auf, wird spannend – auch wenn zwischendurch die ein oder andere Figur detaillierter eingeführt wird – ohne im weiteren Verlauf eine Bedeutung zu erlangen.

Das Motiv für den Mord, die Hintergründe sowie die ein oder andere Wendung selbst waren durchaus interessant.
Konnten mich allerdings nicht mehr vollständig überzeugen.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich nicht vollständig überzeugen konnte. Mit einem interessanten Mordmotiv, überraschenden Wendungen – für mich ein zu starker Focus auf dem Schriftsteller Bruce und seinem privaten Leben.


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Veröffentlicht am 17.10.2020

Da wäre mehr drin gewesen...

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Der Roman beginnt ganz sachte: Man lernt den Protagonisten Bruce Cable und seine Freunde, darunter viele Autoren, kennen und erfährt mehr über das eher beschauliche Leben auf der Insel. Das ändert sich ...

Der Roman beginnt ganz sachte: Man lernt den Protagonisten Bruce Cable und seine Freunde, darunter viele Autoren, kennen und erfährt mehr über das eher beschauliche Leben auf der Insel. Das ändert sich aber relativ schnell, als der bereits im Klappentext erwähnte Hurrikan aufzieht und während des Sturms der Autor Nelson Kerr ums Leben kommt.

Leider finde ich, dass der Klappentext schon einiges vorwegnimmt. Bis nämlich sicher ist, dass Kerr nicht aufgrund des Sturmes tot ist, vergeht im Buch schon eine Weile. Und dem stehe ich etwas kritisch gegenüber.

Denn der Schreibstil an sich gefällt mir gut. Er ist flüssig, lässt sich leicht lesen und beschreibt alles sehr anschaulich. Aber es dauert, bis die Geschichte in Fahrt kommt. Es wird auch sehr viel drum herum erzählt, die Beziehungen zwischen den Bewohnern der Insel erklärt und so weiter. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, der Mord nimmt nur eine sehr kleine Rolle ein.

Dafür wird extrem auf die Vergangenheit von Bruce Cable und auch dessen zwielichtige Geschäfte eingegangen. Das waren sehr interessante und auch spannende Hintergrundinfos, allerdings wurden sie wieder und wieder wiederholt, sodass es mich nach einiger Zeit gelangweilt hat. Überhaupt stand mir der Besitzer der Buchhandlung und sein Privatleben zu sehr im Mittelpunkt. So wurde viel über die offene Ehe mit seiner Frau berichtet, was mir nicht so wichtig war. Ich wollte viel mehr wissen, warum Nelson Kerr sterben musste.

Und hier muss sich der Leser meines Erachtens zu lange gedulden. Die Hinweise tröpfeln sehr zäh dahin, man hat kaum die Möglichkeit, sich eigene Gedanken zu machen oder einen Täter zu identifizieren. Als dieser Handlungsstrang dann Fahrt aufnimmt, geht es dagegen dann wieder sehr schnell. Hier hätte es für meinen Geschmack ausführlicher sein können.

Es ist kein Krimi und kein Thriller, sondern ein Roman, deswegen ist es legitim, dass es neben dem Mord auch andere Schwerpunkte in der Geschichte gibt. So fand ich alle Infos rund um die Entstehung eines Buches oder wie ein Buch vermarktet wird sehr interessant.

Das ist auch der Grund, warum das Buch bei mir nicht durchfällt. Es beinhaltet viele interessante Aspekte, es ist gut geschrieben und man kann sich gut in den Plot hineindenken. Trotzdem denke ich, dass hier noch mehr möglich gewesen wäre - gerade in Bezug auf die Spannung.

Von mir gibt es deswegen 3 Sterne.

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