Cover-Bild Seelenspalter
Band 1 der Reihe "Die Geheimnisse der Klingenwelt"
12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Episch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 816
  • Ersterscheinung: 01.03.2017
  • ISBN: 9783426518441
Ju Honisch

Seelenspalter

Roman

Düster, intensiv, geheimnisvoll: "Seelenspalter" ist atemberaubende Assassinen-Fantasy von der mehrfach preisgekrönten Autorin Ju Honisch

Nur die Starken überleben in den Acht Reichen, die miteinander in einem endlosen Krieg um die Vorherrschaft liegen. Das begreift Maleni sehr schnell, als sie nach einem Massaker, dem ihr ganzes Dorf zum Opfer fällt, Aufnahme beim Orden der Xyi findet. Unerbittlicher Drill und ein geheimnisvolles Ritual lassen einen Teil von Maleni zur Assassinin Taryah werden, die ohne Mitleid zu empfinden oder Fragen zu stellen ihrem blutigen Handwerk nachgeht. Doch weder in den Acht Reichen noch beim Orden der Xyi sind die Dinge so einfach, wie sie scheinen. Und eines Tages muss Maleni erkennen, dass Taryah nicht nur ein Teil von ihr ist – sondern ihr größter Feind.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2017

Seelenspalter

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Die Autorin Ju Honisch hat mit „Seelenspalter – Die Geheimnisse der Klingenwelt“ den Auftakt zu einer Fantasy- Reihe geschrieben. In diesem Buch wird man in die Klingenwelt eingeführt und auch die Welt ...

Die Autorin Ju Honisch hat mit „Seelenspalter – Die Geheimnisse der Klingenwelt“ den Auftakt zu einer Fantasy- Reihe geschrieben. In diesem Buch wird man in die Klingenwelt eingeführt und auch die Welt der Xyi, einer Gemeinschaft aus Assassinen, welche im Geheimen die Geschehnisse dieser Welt lenken, wird näher beleuchtet.

Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
Nur die Starken überleben in den Acht Reichen, die miteinander in einem endlosen Krieg um die Vorherrschaft liegen. Das begreift Maleni sehr schnell, als sie nach einem Massaker, dem ihr ganzes Dorf zum Opfer fällt, Aufnahme beim Orden der Xyi findet. Unerbittlicher Drill und ein geheimnisvolles Elixier lassen einen Teil von Maleni zur Assassinin Taryah werden, die ohne Mitleid zu empfinden oder Fragen zu stellen ihrem blutigen Handwerk nachgeht. Doch weder in den Acht Reichen noch beim Orden der Xyi sind die Dinge so einfach, wie sie scheinen. Und eines Tages muss Maleni erkennen, dass Taryah nicht nur ein Teil von ihr ist – sondern ihr größter Feind.

Das Fantasy- Buch „Seelenspalter“ war mein erstes Buch von dieser Autorin. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und ich war schon sehr gespannt, wie Ju Honisch ihre Geschichte über eine Gemeinschaft aus Assassinen erzählt.
Auf den ersten paar Seiten musste ich mich erst einmal an den Schreibstil gewöhnen. Die teilweise recht häufig vorkommenden Schachtelsätze empfand ich zu Beginn als recht gewöhnungsbedürftig. Doch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase konnte mich dieses Buch packen, ich empfand den Schreibstil dann sogar als angenehm und packend, sodass ich vollkommen in die Klingenwelt abtauchen konnte. Der bildhafte Erzählstil von Honisch hat mir ebenfalls gut gefallen, sodass ich mir diese fremdartige Welt gut vorstellen konnte. Hierbei werden selbstkreierte Wörter und auch Wesen, welche an unserer Sprache angelehnt sind, verwendet, um die Andersartigkeit zu unserer Welt zu betonen. Die fantastische Welt ist vielseitig gestaltet und kann durchaus durch seine Komplexität überzeugen. Auch werden gewisse Themen wie die Geographie oder auch die Geschichte dieser Welt thematisiert, dies hat mir gut gefallen und konnte mir diese gefährliche Welt näher bringen. Leider hat mir eine Karte im Buch gefehlt. Diese wäre auf jeden Fall hilfreich gewesen, da man im Verlauf der Geschichte doch recht unterschiedliche Schauplätze besucht. Eine grobe Orientierung anhand einer Karte wäre meiner Meinung nach auch für die Geschichte wesentlich gewesen. Öfters habe ich mir beim Lesen eine Karte gewünscht, weil ich einfach gerne den Weg der Personen mit verfolge, besonders wenn dieses Geschehen in einer fiktiven Welt spielt und unterschiedliche Orte aufgesucht werden – diese Personen sich in der Welt bewegen.
Gut gefallen haben mir die verschiedenen Erzählstränge. Hierbei wird unter anderem die Vergangenheit der Protagonistin Maleni thematisiert. Wie sie ihre Familie verloren hat und wie sie zu der Gemeinschaft der Xyi gekommen ist, wie diese sie erzogen haben. Durch den Einblick in die Erziehung kann man gut gewisse Handlungen und Ansichten von Maleni nachvollziehen. Man erfährt aus erster Hand den Werdegang von Maleni und bekommt dadurch einen Einblick in die Welt der Assassinen. Auch empfand ich, dass die Vergangenheit gut in das aktuelle Geschehen mit eingeflossen ist. Die Verknüpfung dieser beiden Stränge, das Ineinandergreifen von Gegenwart und Vergangenheit, hat mir gut gefallen und konnte mich von den Erzählkünsten der Autorin überzeugen. Auch das Konzept der Bruderschaft fand ich ansprechend. Man bekommt bruchstückhaft Informationen zu dieser Gemeinschaft. Zu Beginn des Buches kennt man nur Malenis Ansicht zu den Xyi. Doch im Verlaufe des Buches ändert sich immer mehr die Meinung zu dieser Zusammenkunft. Dennoch bleiben die Xyi bis zum Ende des Buches recht geheimnisvoll und ich stellte im Verlaufe des Buches einige Theorien zu dieser Bruderschaft auf. Man möchte einfach immer mehr über sie erfahren, dabei wird die Spannung permanent gesteigert. Allgemein werden einige spannende Wendungen eingebaut, wobei ich mit vielen wirklich nicht gerechnet hatte. Selten konnten die Protagonisten durchatmen, eine spannende Szene jagte die andere und dennoch wirkte der Verlauf der Geschichte nicht aufgesetzt oder überladen.
Was mir persönlich auch gut gefallen hat: das Konzept mit den zwei Seelen in einem Körper. Dieses Konzept ist nicht neu, dennoch fand ich die Umsetzung gelungen. Ich selber habe gerätselt, was es mit dieser zweiten Seele eigentlich auf sich hat, was dahinter steckt. Auch die Auflösung dahinter konnte mich überzeugen.
Der Einstieg in die Geschichte ist recht direkt. Man wird mitten in das Geschehen hereingeworfen und ist mitten bei einer Aktion von Maleni bzw. Taryah dabei. Taryah ist die Kriegerseele von Maleni. Zu Beginn musste ich mich erst einmal an den Umstand gewöhnen, dass die beiden Seelen in einem Körper stecken, aber nicht vereint sind – dass sie unterschiedliche Aufgaben und auch Gedanken und Gefühle haben. Aber diese Eingewöhnung dauerte nicht lange und durch diese innere Zerrissenheit wurde zusätzliche Spannung aufgebaut. Auch die Nebenfiguren haben mir gefallen. Zu gerne hätte ich noch ein bisschen mehr über diese gelesen. Leider erfährt man nur bruchstückhaft etwas über die beiden Schmiede. Zum Ende hin erfährt man zwar immer mehr über diese beiden ungewöhnlichen Gesellen, dennoch hätte ich gerne einfach mehr über sie erfahren.
Das Ende ist recht fulminant gehalten. Leider konnte es mich jedoch nicht vollständig überzeugen. Meiner Meinung nach passte es nicht so ganz zur restlichen Geschichte. Die Geschichte an sich ist abgeschlossen. Dennoch können wir uns auf weitere Geschichten aus der Klingenwelt freuen, wobei ich noch nicht weiß, ob wir Maleni und ihre Reisegefährten wiedertreffen werden.

Insgesamt hat mir „Seelenspalter – Die Geheimnisse der Klingenwelt“ von Ju Honisch gut gefallen. Ein gelungener Auftakt, welcher das Interesse an der Welt weckt, sodass man einfach gerne wissen möchte, wie es weitergeht. Aufgrund ein paar kleinerer Schwachstellen möchte ich dem Buch 4 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 07.05.2017

Gelungener Auftakt

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Im Achten Reich herrscht ewig Krieg und es scheint so, als ob sich ein Jeder einmischt. Jeder möchte die endgültige Macht erhalten und so werden oft harte Mittel eingesetzt. Neben den offensichtlichen ...

Im Achten Reich herrscht ewig Krieg und es scheint so, als ob sich ein Jeder einmischt. Jeder möchte die endgültige Macht erhalten und so werden oft harte Mittel eingesetzt. Neben den offensichtlichen politischen Gegner scheint sich aber auch ein geheimer Orden einzumischen. Maleni und zugleich auch Taryah, ist eine Assassine. Sie wurde von eben diesem Orden ausgebildet. Seitdem führt sie ohne jedes Wenn und Aber ihre Aufträge aus. Doch sind die Seelen in dem Körper wirklich Freunde oder doch eher erbitterte Feindinnen?

Ich bin eigentlich immer auf der Suche nach neuen Autorinnen oder Autoren aus dem deutschsprachigen Raum und war daher sehr gespannt auf „Seelenspalter“. Schon die ersten Seiten zeigen, dass der Roman voller rasanter Abenteuer, Gewalt und Gefahr ist.
So gibt es keine große Einleitung und man befindet sich direkt mitten in einem gefährlichen Auftrag von Maleni/ Taryah, denn die beiden sind im Auftrag ihres Ordens unterwegs.
Ich konnte von Beginn an den Orden nicht in eine Sparte einordnen und kam nicht um hin mich ständig zu fragen, welche Absichten der Orden verfolgt und ob er eher gut oder böse ist. Auch Maleni weiß viel zu wenig über den Orden, obwohl sie dort aufgewachsen ist, denn die Anführer hüten ihre Geheimnisse und versuchen alle wichtigen Informationen zu verschleiern. Nach und nach beschleichen jedoch auch Maleni gewisse Zweifel und so konnte ich mir zusammen mit der Protagonistin Gedanken bezüglich der Absichten machen. Die Autorin lässt einem genug Raum zum Spekulieren. Man wird angeregt nachzudenken und eigene Theorien zu ersinnen und dennoch erhält man genügend Informationen über die Welt, sodass man sich alles bestens vorstellen und verstehen kann.

Durch Rückblenden erhält man ein relativ umfassendes Bild von Malenis Ausbildung, sodass man verstehen kann, warum sie zu dieser Figur wurde und sich so verhält. Zudem erhält man durch die Rückblenden auch einige Informationen über die Seelen und wie es zwei Seelen gelingt einen Körper zu bewohnen. Insgesamt ist die Idee nicht neu aber wirklich gut umgesetzt. Man bekommt nach und nach eine Erklärung für das „Seelenspalten“ geliefert und man muss es nicht einfach als eine gegebene Tatsache akzeptieren.

Der Autorin gelingt es eine gewisse Grundspannung aufzubauen und hat mir jedoch auch gleichzeitig die Möglichkeit gegeben zwischen rasanten Situationen Luft zu holen. Aufgrund dessen wirkt die Geschichte trotz der konstanten Spannung nicht gehetzt.

Mir hat vor allem die Protagonistin Maleni gefallen, denn Ju Honisch schildert den Zwiespalt der Figur und das Hadern mit unterschiedlichen Entscheidung einfach sehr realistisch. Durch die zuvor erwähnten Rückblicke konnte ich die Entscheidung einfach immer recht gut nachvollziehen und verstehen.
Die anderen Figuren wirkten für mich aber leider etwas flach und ich hatte das Gefühl, dass sich die Autorin zu sehr auf die Protagonisten fixiert, sodass die Nebenfiguren kaum Platz erhalten haben. Oft waren für mich die Gefühle der Charaktere nicht nachvollziehbar oder sogar übertrieben.

Insgesamt konnte mich „Seelenspalter“ auf ganzer Linie überzeugen, auch wenn ich ein paar Probleme mit den Nebenfiguren hatte. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung (jedoch mit anderen Figuren). Die Protagonistin und die Welt sind gut ausgearbeitet und haben einen ganz eigenen Charme.


(c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

Veröffentlicht am 05.04.2017

Fängt toll an, das Ende aber nicht ganz überzeugend

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Die Acht Reiche befinden sich seit Generationen im Kriegszustand. Die Allianzen wechseln häufig und ein dauerhafter, stabiler Frieden ist nicht in Sicht. Das Land versinkt immer mehr im Chaos, Kenntnisse ...

Die Acht Reiche befinden sich seit Generationen im Kriegszustand. Die Allianzen wechseln häufig und ein dauerhafter, stabiler Frieden ist nicht in Sicht. Das Land versinkt immer mehr im Chaos, Kenntnisse aus der alten glorreichen Zeit gehen immer mehr verloren.
Maleni ist ein kleines Mädchen, als ihr Dorf überfallen und ihre ganze Familie vor ihren Augen niedergemetzelt wird. Sie selbst wird durch einen Zufall übersehen und ein Mitglied des mysteriösen Ordens der Xyi nimmt sie mit sich. In der Geschwisterschaft der Xyi findet Maleni eine neue Familie und erhält eine Ausbildung zur Assassinin. Dabei spaltet sich ihre Seele in zwei Teile, Maleni und Taryah, die sich fortan ihren Körper und ihre Aufgaben teilen und so äußerst erfolgreich ihre Aufträge erfüllen können. Doch als Maleni eines Tages eine eigenmächtige Entscheidung trifft, wird ihr Leben schnell ziemlich chaotisch.

Zu Beginn des Buches werden wir gleich in eine Szene geworfen, in der Maleni bzw. Taryah ihre Kunst ausübt. Wir erfahren, wie sie normalerweise arbeitet und ihre Aufträge erfüllt. Doch dann verlässt die den vorgegeben Pfad, muss sich ohne die gewohnte Unterstützung und Absicherung durchschlagen und begegnet zwei reisenden Handwerkern, denen sie sich anschließt. Obwohl die beiden harmlos wirken, kommt Vertrauen in Malenis Welt nicht vor und es zeigt sich, dass auch Umbert und Elgor ihre Geheimnisse haben. Können sie einander trauen und sich vielleicht sogar gegenseitig helfen?

Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und mag ihren Schreibstil sehr. Mit „Seelenspalter“ schreibt sie nun zum ersten Mal in einer gänzlich phantastischen Welt, aber man hat kaum ein Problem, sich hier zurechtzufinden, denn bis auf einige fremdartige Tiere und verfremdete Worte ähnelt sie doch sehr unserer Welt.

Die Hauptfiguren werden intensiv dargestellt und wirken auf mich glaubwürdig und interessant.
Rätsel hingegen gibt der Orden der Xyi auf. In Rückblenden erfährt der Leser, wie Maleni zum Orden kam und wie ihre Ausbildung verlaufen ist. Doch auch hier bleiben einige Dinge lange Zeit im Dunkeln.

Die Handlung lässt sich zu Beginn viel Zeit. Gegen Ende allerdings überschlagen sich die Ereignisse, hier ging mir einiges auf einmal viel zu schnell, zum einen was Maleni und Taryah angeht, zum anderen in der Hinführung der Handlung zum Finale, welches mich dann letztlich auch nicht so ganz überzeugen könnte. Hier kommen auf einmal Figuren hinzu und spielen eine entscheidende Rolle, zu denen man aufgrund ihres plötzlichen Auftauchens überhaupt keine Beziehung hat und deren Schicksal mich dementsprechend nicht sonderlich berührt hat. Auch vom Ablauf her fand ich das Ende leider nicht überzeugend.

Insgesamt über weite Strecken wieder einmal ein tolles Lesevergnügen, das für mich leider durch den Schluss etwas gemindert wurde.

Veröffentlicht am 09.01.2020

Die Assassinin und die Schmiede

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Schon seit Die Schattenkämpferin von Licia Troisi, eine meiner ersten großen Fanatsylieben, stehen Assassinen in der Fantasy bei mir hoch im Kurs. Aus diesem Grund klang auch Seelenspalter sehr interessant ...

Schon seit Die Schattenkämpferin von Licia Troisi, eine meiner ersten großen Fanatsylieben, stehen Assassinen in der Fantasy bei mir hoch im Kurs. Aus diesem Grund klang auch Seelenspalter sehr interessant und was ich mit dem Buch auf satte 800 Seiten erlebt habe, erzähle ich euch jetzt.

Wenn du nicht alleine in deinem Körper bist ...
Seelenspalter ist zwar Teil einer zweibändigen Reihe, die Bände sind aber, wie oben schon erwähnt, unabhängig voneinander lesbar, da sie zu unterschiedlichen Zeiten spielen. Man kann Seelenspalter also auch als Einzelband betrachten. Wir begleiten die junge Schemenjägerin Maleni. Sie ist Teil einer Meuchelmörder Geschwisternschaft und als solche eine tödliche Assassine. Sie ist umso gefährlicher, da sie nicht allein in ihrem Körper ist. Ihre Seele ist gespalten und beherbergt noch eine weitere Persönlichkeit: Taryah.
Den Ansatz der geteilten Persönlichkeit fand ich sehr interessant und auch wirklich gut umgesetzt. Die Autorin schafft es hervorragend Malenis innere Zwiespältigkeit und alle Probleme die daraus resultieren darzustellen, sodass Maleni trotz doppelter Persönlichkeit ein ausgereifter und glaubhafter Charakter wurde, den ich gerne begleitet habe. Man merkt, dass die Autorin viel Herzblut in der Ausarbeitung ihrer Protagonistin gesteckt hat, denn der Fokus des Buches liegt klar auf ihr. Bisweilen hätte ich mir noch etwas mehr Hintergrund bei den Nebencharakteren gewünscht, aber, das ist eher eine Kleinigkeit, da diese auch so gut in der Geschichte funktionieren.

Die Assassinin und die Schmiede
Was die Handlung angeht, so fand ich sie durchaus spannend und unterhaltsam, allerdings waren mir an manchen Stellen Malenis innere Monologe etwas zu lang und eins, zwei Passagen recht zäh. 150 Seiten weniger, hättens da auch getan. Dafür hat mir die Interaktionen zwischen Maleni und den Beiden Schmieden Umbert und Elgor sehr gut gefallen. Auch auf das Einstreuen von Geheimnissen versteht sie die Autorin sehr gut, sodass einen die Neugierde immer weitertrieb. Bedauerlicherweise, wurden alle wichtigen Geheimnisse nach rund 600 Seiten gelüftet und ab da wurde die Handlung dann ziemlich vorhersehbar. Dennoch hat mich die Geschichte gut unterhalten. Eine Sache gibt es jedoch, die mich massiv gestört hat: Und das ist die absolut inflationäre Verwendung von dem Wort „freilich“. Im Ernst, ich habe es noch nie erlebt, dass ein Autor solch einen stilistischen Lückenfüller in einem solchen Ausmaß benutzt. Wenn irgendjemand die E-Book Variante hat, soll derjenige das Wort mal zählen lassen. Es war auch gefühlt jeder zweiten Seite und in zwei Fällen sogar, jeweils in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen enthalten. Freilich ging mir das gehörig auf die Nerven.

Fazit:


Seelenspalter weiß mit einer glaubhaften und doch zwiespältigen Protagonistin und einer soliden Handlung zu unterhalten, hat allerdings mit ein paar Längen und deutlicher Vorhersehbarkeit zum Schluss, zu kämpfen. Dennoch ist es durchaus lesenswert.