Cover-Bild Was geschah mit Femke Star
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Drachenmond Verlag GmbH
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 430
  • Ersterscheinung: 03.12.2018
  • ISBN: 9783959914413
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Kerstin Ruhkieck

Was geschah mit Femke Star

Jedes Mädchen hat ein schmutziges Geheimnis. Jedes. Auch du.
Doch was würdest du tun, wenn dein Geheimnis eigentlich meins wäre, und nur ich, nicht du, die Wahrheit kenne?

Einst waren Femke und Anouk beste Freundinnen, bis ein Verrat die beiden entzweite. Was blieb, war die Hassliebe zweier Mädchen, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt hatten. Doch als Femke eines Tages Anouk um Hilfe bittet, kommt es zu einem schrecklichen Unfall, der Anouks Leben für immer verändert.
Von hässlichen Erinnerungsfetzen geplagt, versucht Anouk herauszufinden, was Femke widerfahren ist, und stößt dabei auf eine Mauer des Schweigens. Und auch die Zeit arbeitet gegen sie, als Anouk die Hauptverdächtige eines Verbrechens wird, das sie nicht begangen hat …

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Triggerwarnung: Dieses Buch enthält mögliche Auslösereize, die bei Personen mit posttraumatischer Belastungsstörung zu einer Verschlechterung ihrer Symptome führen können.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2019

Ein Buch mit klarer Aussage, aber verwirrender Story

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Für dieses Buch Worte zu finden ist gar nicht mal so leicht, denn was ich erlas schockierte mich und brachte mich nachhaltig zum Nachdenken. Doch steckt hinter dem aufrührenden Thema auch eine packende ...

Für dieses Buch Worte zu finden ist gar nicht mal so leicht, denn was ich erlas schockierte mich und brachte mich nachhaltig zum Nachdenken. Doch steckt hinter dem aufrührenden Thema auch eine packende Geschichte? Aus meiner Sicht, ja und nein.



Was ist nur mit der Jugend los, war wohl der erste Gedanke, nachdem ich so einigermaßen gut in die Story gefunden hatte. Beleidigungen sind an der Tagesordnung und gehen nicht selten in Mobbing über und die Gewalt untereinander nimmt auch immer stärker zu. Wie weit all dies ausufern kann, zeigte mir „Was geschah mit Femke Star?“ auf schockierende Weise. Ich hatte damit gerechnet, das dieses Buch heftig wird, dass es am Ende aber die Kategorie „krass“ weit hinter sich ließ, damit hätte ich wohl nicht gerechnet.



Gleich zu Anfang möchte ich allerdings meinen Kritikpunkt am Buch äußern. Denn wo die Handlungen im Buch zum weiteren Nachdenken anregten, schaffte es die Story nur mich zu verwirren. Der Anfang war da noch recht übersichtlich, doch je mehr ich eintauchte, desto mehr verlor ich den Bezug zu den Figuren und stützte mich schließlich nur noch an die angesprochenen Themen. Ich blickte auch irgendwann nicht mehr durch, wer jetzt hinter wem stand und wieso er das tat, was er tat. Dies war sehr schade, denn wenn ich schon ein Buch wie dieses lese, möchte ich auch die Zusammenhänge verstehen. Doch das tat ich nicht.



Dies fand ich sehr schade, denn es gab durchaus interessante Charaktere und das sogar auf beiden Seiten. Schon hier begann das Buch mit seinen Lektionen, da es aufgliederte, wer Opfer und wer Täter war und wie schnell sich diese Rollen tauschen ließen. Ja, das Buch sparte nicht an Wahrheiten und belegte diese mit sehr ehrlichen Fakten. Dabei störte mich der teilweise sehr derbe Tonfall überhaupt nicht. Im Gegenteil, er war es, der mich erst so richtig wachrüttelte. Viele Aussagen geistern mir noch jetzt durch den Kopf, da ihr Inhalt auf so tiefgründige Weise erklärte, warum sich Personen z.B. herausnehmen jemanden zu vergewaltigen.



Eines der wohl größten Themen im Buch ist die Sexualität von Jugendlichen. In Zeiten von Internet & Co., erleben sie Erotik, nicht mehr als etwas Verborgenes, sondern öffentlich zugängliches. Klar das man da mitreden möchte. Auch hier überraschte mich das Buch mit verschiedenen Szenarien. Besonders blieb mir ein junger Mann hängen der lieber sein erstes Mal mit einer zum Sex gezwungenen Frau haben wollte, als mit dem Mädchen, mit welchem er zusammen war. Auch hier schrie das Buch förmlich: „Was läuft bei uns schief?“.



Hätte das Buch etwas weniger auf den Mystery-Faktor gesetzt, hätte ich wohl einen neue Favoriten in meinen Händen. Doch auch wenn dies nicht der Fall ist, werde ich dieses Buch wohl noch lange im Gedächtnis behalten. Ich habe viel dazu gelernt, besonders über das vorschnelle verurteilen und hoffe das auch andere Leser des Buches, diese Erfahrung machen können.
Mein Fazit

Auch wenn mich die Story mehr verwirrte als ansprach, waren es die Aussagen des Buches, welche mich auf Dauer geprägt haben. Dazu kamen authentische Charaktere, die ganz klar heutige Jugendliche und junge Erwachsene darstellten. Wer eine ehrliche Geschichte sucht, ist hier goldrichtig, sollte sich allerdings nicht an Schimpfwörtern oder Gewaltdarstellungen stören.

Veröffentlicht am 23.08.2020

Ein wichtiges Thema

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Anouk und Femke. Femke und Anouk. Die einst so enge Freundschaft dieser beiden Mädchen ist schon lange zerbrochen, an einem Verrat den Anouk ihrer Freundin nicht verzeihen kann. Seitdem leben die beiden ...

Anouk und Femke. Femke und Anouk. Die einst so enge Freundschaft dieser beiden Mädchen ist schon lange zerbrochen, an einem Verrat den Anouk ihrer Freundin nicht verzeihen kann. Seitdem leben die beiden Mädchen in ihren eigenen Welten, mit ihren eigenen Geheimnissen und Problemen. Als Femke eines Tages voller Verzweiflung um ein Treffen bittet, findet ihre Freundschaft ein endgültiges und tragisches Ende. Um herauszufinden, wie es zwischen den beiden Mädchen so enden konnte und woran Femkes Leben zerbrach, macht sich Anouk auf die Suche nach den schrecklichen Geheimnissen ihrer ehemals besten Freundin. Von Flashbacks und Erinnerungen gequält, folgt Anouk Femkes Spur in die Finsternis und stößt auf eine schreckliche und vernichtende Wahrheit, die ihr Leben für immer verändern wird.

„Was geschah mit Femke Star“ ist ein erschütterndes Buch, dass ein unglaublich wichtiges, aber auch verstörendes Thema aufgreift. Als ich die Warnung auf dem Cover gelesen habe, dass das Buch als Auslösereiz wirken konnte, war ich ehrlicherweise etwas beunruhigt, was die Geschichte alles für mich bereithalten wird.

Zuallererst muss ich sagen, dass der Schreibstil der Autorin mir wirklich unheimlich gut gefallen hat und mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Da ich einen Jugendthriller erwartet hatte, war ich etwas irritiert vom Anfang der Geschichte, die für mich eher einige Fantasyelemente enthielt. Wenn man das Buch zu Ende liest, versteht man die etwas irritierende Verwandlung von Anouk am Anfang jedoch etwas besser. Die Geschichte verschönert das Thema sexueller Misshandlung nicht ohne jedoch zu brutale Einzelheiten zu beschreiben. Wer jedoch ein flauschiges happy end erwartet oder nicht mit diesem Thema umgehen kann, sollte die Hände von diesem Buch lassen, denn für schwache Nerven ist es ganz sicher nicht. Sehr verstört hat mich auch die Statistik über sexuellen Missbrauch als Nachwort der Autorin, die wirklich erschreckende Zahlen liefert. Auch wenn es ein heikles oder für Manche auch sehr unangenehmes Thema ist, ist es wichtig darüber zu reden. Das Nachwort der Autorin hierüber fand ich deshalb auch sehr spannend und angemessen. Ein fesselnder Jugendthriller, der absichtlich nichts verschönert oder kaschiert, um darauf hinzuweisen das sexueller Missbrauch, ob nun gegen Frauen, Männer oder Kinder leider keine Ausnahme ist.

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Veröffentlicht am 11.06.2020

Verwirrend und verstörend

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Nachdem das Buch damals bei Erscheinen heiß diskutiert worde, dachte ich mir, ich leg es mir mal zu. Es klang interessant und ich war gespannt, was sich hinter dem Titel verbirgt. Mit dem was ich dann ...

Nachdem das Buch damals bei Erscheinen heiß diskutiert worde, dachte ich mir, ich leg es mir mal zu. Es klang interessant und ich war gespannt, was sich hinter dem Titel verbirgt. Mit dem was ich dann zu lesen bekam, hatte ich allerdings nicht gerechnet. Ich versuch es mal in Worte zu fassen, denn wenn ich ehrlich bin, war ich nach dem Lesen verstört, verwirrt und schockiert. Alles in einem.

Wie schon in den anderen Büchern schreibt die Autoein wieder sehr flüssig und atmosphärisch. Gerade der Beginn war vielversprechend und man fliegt geradezu über die Seiten. Bis zu einem Punkt an den es für mich eine geradezu kranke und auch groteske Wendung nahm. Ich war irritiert und eigentlich auch kurz davor abzubrechen, denn es war für mich überhaupt nicht real, was da passierte. Aus irgend einem Grund bin ich aber dran geblieben. Ob das jetzt gut oder schlecht war, weiß ich imm noch nicht.

Die Story ist einfach nur ziemlich verrückt und war für mich alles andere als ein Lesespaß. Es war stellenweise recht interessant, aber eben irgendwie auch total daneben. Die ganze Zeit hat immer nur einer bzw. eine an der gesamten Misere Schuld. Egal was passiert. Es macht wütend und ich hab mich mehr als einmal gefragt, warum man nicht einfach einen Schritt weiter zu Polizei geht. Wahrscheinlich weil man auch da schon damit rechnet, dass die Ankläger auch selbst Schuld sind.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was dieses Buch bezwecken soll. Ohne Frage ist das Thema wichtig und es muss darüber geredet, geschrieben und aufgeklärt werden, aber für mich ist dies der falsche Weg. Vielleicht bin ich auch einfach zu dumm und verstehe es nicht richtig. Das Ende finde ich genauso schlimm, denn es zeigt, dass es keine Konsequenzen geben wird.

Ich möchte nicht behaupten, dass gewisse Teile der Handlung nicht genau so passieren, aber ein positives Ende wäre mir lieber gewesen, auch wenn es dieses höchstwahrscheinlich nicht immer geben wird

Fazit

Auch wenn das Buch nicht komplett schief ging, möchte ich keine Leseempfehlung geben. Der Beginn war einfach zu seltsam und an den Haaren herbei gezogen, als dass ich dieses Buch ernst nehmen könnte. Hatte so einen Hauch von Kafkas "Die Verwandlung". Kann man mögen, muss man aber nicht. Für mich ein wichtiges Thema, aber nicht gut verarbeitet. Ist Geschmackssache und meiner war es leider nicht.

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Veröffentlicht am 05.06.2020

Gute Idee - Umsetzung leider nicht mein Fall.

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Ein Buch, dessen kleiner Hype mich total neugierig machte. Zugegeben, meine Erwartungen waren sehr hoch. Aber mit so einer Enttäuschung hatte ich nicht gerechnet.

Zuerst einmal die positiven Dinge: Ich ...

Ein Buch, dessen kleiner Hype mich total neugierig machte. Zugegeben, meine Erwartungen waren sehr hoch. Aber mit so einer Enttäuschung hatte ich nicht gerechnet.

Zuerst einmal die positiven Dinge: Ich mochte den Schreibstil auf Anhieb! Flüssig, wortgewandt und für eine Atmosphäre sorgend, die perfekt zur Szenarie passte, floge ich zu Beginn nur so durch die Seiten und wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen - bis die Story immer verrückter wurde und ich mir schon denken konnte, worauf das Ganze hinauslaufen wird. Teilweise wirkt es so, als würde man einfach darauf hinarbeiten, die Geschichte so schrecklich wie möglich darzustellen. Femke durchlebt die Hölle auf Erden, keiner hilft ihr und sie ist völlig auf sich allein gestellt. Es gibt nichts wirklich Gutes in ihrem Leben. Nichts, was sie retten kann.

Fairness halber möchte ich unbedingt anmerken, dass ich ab Seite 70 nur noch quergelesen habe. Wiederholungen und ewig lange - und für mich langweilige Gedankengänge - habe ich übersprungen, aber storymäßig weiß ich sehr genau, worum es geht.

Zu Beginn war ich positiv überrascht, da Femke einen ganz anderen ersten Eindruck macht, als ich dachte. Irgendwie ging ich davon aus, dass sie arrogant und manipulativ sei, aber schon der erste Rückblick zeigte, dass Femke tatsächlich eine gute Freundin war. Das war schon mal ein Pluspunkt.

Die Story verlief dann aber so verrückt, dass es mir den Lesespaß verdarb. Im Prinzip passiert eigentlich auch gar nicht so viel und die Frage: "Was geschah mit Femke Star?" lässt sich am Ende recht kurz und bündig beantworten.

Generell wird alle Schuld auf sie abgewälzt. Egal wer - alle (!) geben ihr die Schuld. Das ist so ... wow. Das nervt, macht wütend und man kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie man sowas aushält, ohne irgendwen von diesen Leuten, die Meinung zu geigen.

Leider sagt mir auch das Ende überhaupt nicht zu. Es ist offen und bleibt es auch nach der E-Mail an die Autorin. So viele Fragen unbeantwortet zu lassen, finde ich nicht so cool. Das ist allerdings Geschmackssache und mein persönlicher Geschmack bevorzugt einen sauberen Abschluss.

Hätte ich das Buch Satz für Satz gelesen, wäre ich am Ende wirklich frustriert gewesen, denn auf 500 Seiten erfährt man nicht gerade so viel. Es ist irgendwie unbefriedigend. Auch, dass die Dinge, die mit ihr passiert sind, völlig ohne Konsequenzen bleiben, stört mich enorm und dass ihr wirklich absolut niemand beistand, kann ich mir nur schwer vorstellen.

Viele Blogger sprachen davon, wie wichtig dieses Buch sei. Allerdings entgeht mir die wichtige Message. Nach diesem Ende bin ich irgendwie leer und deprimiert, weil es absolut hoffnungslos erscheint. Aufklärung ist absolut wichtig. Aber ob das Buch wirklich der richtige Weg ist, wage ich zu bezweifeln, denn für mich hätte einiges anders ausgehen müssen, damit es diese Wirkung mit sich bringt.

Zusätzlich möchte ich keineswegs abstreiten, dass solche absurd kranken und grauenhafte Dinge tatsächlich passieren, aber ich hätte mir zum Abschluss wenigstens irgendetwas Gutes gewünscht.

Eine Leseempfehlung möchte ich an der Stelle nicht aussprechen. Ich fand die Idee zwar gut, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen. Gerade der Anfang ist so absurd und hat mir leider die ganze Geschichte verdorben.

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Veröffentlicht am 10.04.2020

Was geschah mit Femke Star

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Auf der Rückseite des Buches befindet sich eine Triggerwarnung für alle die an einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Grundsätzlich finde ich es gut, wenn es bei kritischen Themen eine solche ...

Auf der Rückseite des Buches befindet sich eine Triggerwarnung für alle die an einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Grundsätzlich finde ich es gut, wenn es bei kritischen Themen eine solche Warnung gibt, allerdings fällt diese hier viel zu ungenau aus meiner Meinung nach. Und wie sollen Jugendliche anhand dieser spärlichen Aussage wissen, dass das Buch nichts für sie ist?

Ehrlich gesagt kann ich den Hype um das Buch nicht nachvollziehen, ich bin vielmehr geschockt von der Geschichte. Das Hauptthema ist Vergewaltigung, was allerdings erst ab dem zweiten Teil der Geschichte deutlich wird. Und die Aufarbeitung ist komplett daneben gegangen. Scheinbar jeder Junge an der Schule wird zum Vergewaltiger, aufgrund einer Schmiererei an einer Schultoilette. So ganz ernst nehmen kann ich das nicht, denn es entspricht einfach in keinster Weise der Realität.
Dann gibt es einen männlichen Protagonisten, der Anouk zur Seite steht und genau dieser soll der einzige Mann weit und breit sein, der nicht daran denkt eine Vergewaltigung zu begehen. Stattdessen fühlt er sich vergewaltigt, weil sich eine Frau ihm annähert? Alles sehr verworren und seltsam.

Ein weiterer Kritikpunkt sind für mich die Vergewaltigungsszenen an sich. Anstatt sich auf die Aufklärung dieses heiklen Themas zu fokussieren wirkt es vielmehr als wollte die Autorin möglichst viele Schockmomente einbauen. Die hätte die Handlung selbst aber überhaupt nicht nötig. Außerdem wird das Buch als Jugendthriller betitelt und ich würde vielen Jugendlichen dringend davon abraten das Buch zu lesen, es ist einfach mehr für Erwachsene geschrieben.

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