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Veröffentlicht am 18.08.2017

Ein neues Leben auf Mallorca

Meeresblau & Mandelblüte
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Leonie ist eine toughe Businessfrau, die aufgrund ihres Jobs keine Zeit für Gefühle und ein Privatleben hat. Sie erbt von ihrer Tante Elisabeth eine Agrotourismus-Finca auf Mallorca. Der Haken besteht ...

Leonie ist eine toughe Businessfrau, die aufgrund ihres Jobs keine Zeit für Gefühle und ein Privatleben hat. Sie erbt von ihrer Tante Elisabeth eine Agrotourismus-Finca auf Mallorca. Der Haken besteht jedoch darin, dass die vier Rentnerfreunde von Elisabeth in der Finca wohnen bleiben sollen. Diese sind von Leonie und ihren Sanierungsplänen ganz und gar nicht begeistert. Außerdem gibt es da noch Niklas, der in der kühlen Leonie auf einmal ganz unbekannte Empfindungen weckt.


Der Plot hat einen leichten und flüssigen Schreibstil, in den die Autorin so manch augenzwinkernden Moment einfließen lässt. Leonie wirkt zu Beginn sehr kühl und distanziert, nicht zuletzt deshalb, weil sie ausschließlich für ihre Arbeit lebt. Nachdem sie auf Mallorca ankommt und beschließt, das Erbe ihrer Tante anzunehmen, bringt sie ihren Mitmenschen immer mehr Gefühl entgegen und erlebt endlich einige glückliche Momente, die sie seit ihrer Kindheit sehr vermisst. Auch die vier zunächst sehr kauzigen Rentner machen Leonie gegenüber immer mehr Zugeständnisse. Niklas ist der Einzige, der von Anfang an freundlich zu Leonie ist, was diese ganz schön aus dem Konzept bringt.

Fazit: Dieser Roman ist die ideale Urlaubslektüre, heiter und unbeschwert. Nicht nur Mallorca-Fans werden hier ins Schwärmen geraten, wenn die Autorin die Mandelblüte beschreibt und den Leser auf so manch kleinen Ausritt oder Ausflug mitnimmt. Auch der hauseigene Pfau Gustaf sorgt mit seinem großen Auftritt zumindest für ein breites Lächeln. Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde kennenlernen dürfen und bedanke mich ganz herzlich dafür.

Veröffentlicht am 30.05.2017

Wahre Liebe meistert jede Hürde

Nächstes Jahr am selben Tag
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Die 18-jährige Fallon lernt den gleichaltrigen Ben am Abend vor ihrem Umzug nach New York kennen. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Sie verbringen die Zeit vor dem Abflug miteinander. ...

Die 18-jährige Fallon lernt den gleichaltrigen Ben am Abend vor ihrem Umzug nach New York kennen. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Sie verbringen die Zeit vor dem Abflug miteinander. Fallon möchte sich jedoch nicht an jemanden binden, bevor sie 23 Jahre alt ist. Sie beschließen daher, sich die nächsten fünf Jahre immer am gleichen Tag und Ort wieder zu treffen. Darüber hinaus gibt es keinen Kontakt.

Fallon möchte Schauspielerin werden und zieht von Los Angeles nach New York. Am Abend vor ihrem Abflug lernt sie in einem Diner den gleichaltrigen Ben kennen. Ben möchte Schriftsteller werden und studiert. Fallon hat aufgrund Geschehnisse in der Vergangenheit ihr Selbstvertrauen verloren. Ben ist ein sehr sympathischer junger Mann, den sich jede Mutter für ihre Tochter wünscht. Stets wählt er die richtigen Worte und bringt Fallon auch in peinlicheren Situationen zum Lachen. Dies gibt ihr neuen Mut. Fallon möchte sich trotz der intensiven Stunden mit Ben nicht auf eine Fernbeziehung einlassen. Ben schlägt vor, dass sie sich jedes Jahr am gleichen Tag und Ort wieder treffen, um zu sehen, ob ihre Gefühle später für eine feste Beziehung ausreichen. Natürlich verlaufen die Wiedersehen durch ungeahnte Komplikationen nicht immer reibungslos, so dass Ben und Fallon auf die harte Probe gestellt werden.

Die Autorin lässt mit ihrem unverwechselbar gefühlvollen Schreibstil den Leser direkt in die Geschichte eintauchen. Man fiebert von der ersten bis zur letzten Seite mit den Protagonisten mit. Die Kapitel werden aus abwechselnder Sicht erzählt.

Fazit: Colleen Hoover hat erneut einen sehr einfühlsamen Roman über eine junge Erwachsenenliebe geschrieben. Durch die zu meisternden Hindernisse reifen Fallon und Ben gemeinsam heran, wodurch ihre Liebe nur noch stärker wird. Fans der Autorin werden mit Sicherheit nicht enttäuscht. Ich bedanke mich für ein neues Lieblingsbuch.

Veröffentlicht am 23.01.2018

Wonderland = Opferland

Wonderland
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Thriller Wonderland von Christina Stark erschienen am 25.08.2016 im Fischer Verlag, eBook 302 Seiten

Sechs Jugendliche verbringen einen Tag in einer Traumvilla auf Thailand. Als sie am nächsten Morgen ...

Thriller Wonderland von Christina Stark erschienen am 25.08.2016 im Fischer Verlag, eBook 302 Seiten

Sechs Jugendliche verbringen einen Tag in einer Traumvilla auf Thailand. Als sie am nächsten Morgen aufwachen, finden sie sich in einem perfiden und makabren Spiel wieder.

Der Plot wird aus abwechselnder Sicht von Jacob und Lizzy erzählt. Der Schreibstil ist leider nicht so flüssig, sondern eher stockend. Teilweise erkennt man auch erst nach der Hälfte der Seite, wer gerade der Erzähler ist. Manchmal schließen die einzelnen Erzählkapitel des jeweiligen Protagonisten nicht direkt an, so dass der Leser verwirrt wird und sich seinen eigenen Reim machen muss. Das ist mitunter anstrengend und trübt das Lesevergnügen.

Die Spannung ist bis zur Mitte gut aufgebaut und ich war gefesselt. In Anbetracht der grotesken Dinge, die den Jugendlichen widerfahren, ist der Leser fasziniert und angeekelt zugleich. Die Jugendlichen stoßen an ihre psychischen und physischen Grenzen. Meiner Meinung nach wird zum Schluss die Heldenhaftigkeit eines Einzelnen zu sehr übertrieben und damit unglaubwürdig. Ich hätte mir nach dem guten Start noch mehr psychologische Finessen und ein raffinierteres Ende gewünscht.

Fazit: Die Thematik erinnert sehr an „Die Tribute von Panem“, die mich seinerzeit sehr in Atem gehalten haben. Hier lässt die Spannung leider nach und aufgrund des teils schwer zu lesenden Schreibstils sowie dem vorherzusehenden Ende gibt es von mir nur drei Sterne.

Veröffentlicht am 14.01.2018

Sei mutig und unerschrocken

Nur noch ein einziges Mal
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Roman Nur noch ein einziges Mal von Colleen Hoover erschienen am 10.11.2017 im dtv Verlag, geb. Ausgabe 416 Seiten

Mit Ryle hat Lily ihren Traummann gefunden und führt ein fast zu schönes Leben. Als ...

Roman Nur noch ein einziges Mal von Colleen Hoover erschienen am 10.11.2017 im dtv Verlag, geb. Ausgabe 416 Seiten

Mit Ryle hat Lily ihren Traummann gefunden und führt ein fast zu schönes Leben. Als jedoch Lilys Jugendliebe Atlas wieder in ihrem Leben auftaucht, entwickelt Ryle eine zerstörerische Eifersucht, die Lily alles in Frage stellen lässt.

Die Geschichte wird aus Lilys Sicht in der Ich-Form erzählt. Lily ist eine starke junge Frau, die eine schwere Kindheit hinter sich hat. Ihre Jugendliebe Atlas hat sie nie vergessen. Durch ihre Tagebucheinträge erfährt man, wie sie Atlas kennen und lieben gelernt hat. Diese Zeit hat sie sehr geprägt. Ryle der charmante, ehrgeizige aufstrebende Neurochirurg ist lediglich auf One-Night-Stands aus. Doch durch die Begegnung mit Lily ändert er seine Meinung. Leider schlummert in ihm eine dunkle Seite, die durch seine Eifersucht zu Tage gefördert wird.

Mit ihrer gewohnt gefühlsbetonten und dennoch lockeren Schreibweise nimmt Colleen Hoover den Leser mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Thematik ist heikel und für nicht Betroffene eröffnet sich eine ganz andere Sichtweise für die Verhaltensweisen und Gedankengänge derjenigen, die sich mitten im Geschehen befinden. Ein ständiges Abwägen von Für und Wider der Gefühle sowie Angst stehen bei diesem Thema im Vordergrund.

Fazit: Die Thematik wurde gut verarbeitet. Natürlich spielt hier die Jugendliebe eine große Rolle. Dies ist im wahren Leben eher nicht der Fall bzw. unbedingt der Auslöser für die Eifersucht. Für mich hat sich eine andere Perspektive auf die gesamte Situation eröffnet und ich kann die Betroffenen nun teilweise in ihrem Verhalten besser verstehen.

Veröffentlicht am 06.01.2018

Bist du bereit, für ein Versprechen dein Leben zu geben?

Marthas Widerstand
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Dystopie Marthas Widerstand von Kerry Drewery erschienen am 16.03.2017 im One Verlag, geb. Ausgabe 448 Seiten

Martha hat einen Mann umgebracht. Das Volk darf darüber entscheiden, ob sie hingerichtet ...

Dystopie Marthas Widerstand von Kerry Drewery erschienen am 16.03.2017 im One Verlag, geb. Ausgabe 448 Seiten

Martha hat einen Mann umgebracht. Das Volk darf darüber entscheiden, ob sie hingerichtet wird oder nicht. Sieben Tage lang durchläuft sie verschiedene Zellen. Jede Zelle beinhaltet individuelle psychologische Foltermethoden. Ein voyeuristischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Die Autorin erzählt den Plot flüssig aus abwechselnder Sicht der verschiedenen Protagonisten. Dies lässt gerade zum Ende hin den Spannungsbogen enorm ansteigen. Martha ist ein sechzehnjähriger Teenager, Waise und lebt in den sog. Kratzern der niederen Schicht. Seit dem Tod ihrer Mutter muss sie sich alleine durchkämpfen, was sie auch gut bewerkstelligt. Lediglich zu ihrer Nachbarin unterhält sie ein sehr enges Verhältnis. Nach ihrem Schuldeingeständnis muss sie ihre Stärke enorm unter Beweis stellen. Psychologischen Beistand erhält sie von Eve Stanton, die ihrerseits gleichermaßen etwas zu verarbeiten hat. Geschickt werden Gegenwart und Vergangenheit miteinander verknüpft und zum Ende erfährt der Leser, was es mit dem wahren Grund des Mordes auf sich hat.

Fazit: Eine partiell überaus glaubwürdige Dystopie. Die Autorin verdeutlicht sehr stark den Klassenunterschied der Menschen und wie wichtig es ist, Geld und die richtigen Verbindungen zu haben, um ein sorgloses Leben zu führen. Weiterhin wird der Voyeurismus der Menschheit gut herausgearbeitet. Wenn man für eine Hinrichtung bezahlt, möchte man sie auch sehen, selbst wenn der Beteiligte unschuldig ist. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit fünf Sternen.