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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Mehr Schein als Sein

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Nach langer Zeit habe ich einen Thriller regelrecht inhaliert. Der Schreibstil der Autorin, die kurzen Kapitel und die Cliffhanger machen süchtig.

Meine Annahme, „Der Boss“ ziele in eine ähnliche Richtung ...

Nach langer Zeit habe ich einen Thriller regelrecht inhaliert. Der Schreibstil der Autorin, die kurzen Kapitel und die Cliffhanger machen süchtig.

Meine Annahme, „Der Boss“ ziele in eine ähnliche Richtung wie Freida McFaddens „The Housemaid“, wurde zunichte gemacht. Zum Glück. Hier wird ebenfalls mit dem schönen Schein gespielt. Das Ergebnis ist jedoch ein anderes. Und nicht wirklich überzeugend. Tiefgang der Personen und Handlung fehlen.

Natalie ist mitunter sehr naiv, ihre Handlungen nicht nachvollziehbar. Forsch stürzt sie sich kopfüber in den Haushalt vom Mann des Jahres. Ängstliche Angestellte, Kameras und dubiose Vorkommnisse wecken ihr Misstrauen. Wer aufmerksam liest, blickt schnell hinter die Fassade. Ich hätte mir mehr Wendungen und Thrill gewünscht.

Leider nicht so stark wie „Love Mom“.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Liebe verbindet

Der Freund – Ist er dein Traumpartner oder dein Killer?
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Zwei Ich-Erzähler halten uns in Atem. In der Gegenwart berichtet Sidney von ihrem Horror-Date. Den daraus entstehenden Entwicklungen. Parallel erzählt Tom von seiner Vergangenheit. Von seiner großen Liebe, ...

Zwei Ich-Erzähler halten uns in Atem. In der Gegenwart berichtet Sidney von ihrem Horror-Date. Den daraus entstehenden Entwicklungen. Parallel erzählt Tom von seiner Vergangenheit. Von seiner großen Liebe, seinem gewalttätigen Vater, seinem skurrilen Freund.

Geschickt verwebt die Autorin beide Geschichten. Setzt die Puzzleteile zusammen. Diese ergeben ein Konstrukt aus Eifersucht und Tragik.

Drei Männer. Drei Verdächtige. Ein Twist. Freida McFadden zieht hier das Tempo deutlich an. Gewohnt kurze Kapitel mit Cliffhangern. Zahlreiche, bis zum Schluss offene Fährten.

Dieser Thriller ist brutal und blutig. Spiegelt das Seelenleiden, wenn Liebe zur Obsession wird.

Gewohnter Nervenkitzel und hohe Erwartungen an „Die Ehefrau“, die im März 2026 erscheint.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Ich wär‘ so gerne Millionär

Die Yacht
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Der Plot ähnelt einem Drama mit Sozialstudie. Diese wurde gut herausgearbeitet. Der Thrill fehlt mir gänzlich.

Geld verdirbt den Charakter trifft es hier auf den Punkt. Einst drei ehemals beste Freundinnen, ...

Der Plot ähnelt einem Drama mit Sozialstudie. Diese wurde gut herausgearbeitet. Der Thrill fehlt mir gänzlich.

Geld verdirbt den Charakter trifft es hier auf den Punkt. Einst drei ehemals beste Freundinnen, zwei Ehemänner und ein bester Freund verbringen den Silvesterabend auf einer weiß goldenen Luxus Yacht. Libby und Maggie ist der große Durchbruch gelungen. Hannah kratzt noch immer am unteren Limit. Von Freundschaft keine Spur mehr. Die Aufrechthaltung des schönen Scheins gelingt so lange, bis Panik ausbricht. Danach zeigt sich, was wahr ist und auf wen man sich verlassen kann.

Eine vernichtende Aussage Libbys über Hannah ist mir in Erinnerung geblieben:
„Sie ist wie der erste Scheck, den du dir einrahmst, wenn du groß rauskommst. Eine kleine Erinnerung daran, woher man kommt.“

Ja, bei Geld hört die Freundschaft auf. Das beweisen die drei Frauen und ihre männlichen Anhängsel hinreichend.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Wenn Worte schweigen

Die Liebe, später
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Aus der Erzählerperspektive erfahren wir abwechselnd von Kora’s Vergangenheit, Gegenwart und der Zeit vor sowie nach der Herzoperation. Zusätzlich einfließen lässt die Autorin „Fünf Dinge“ unterschiedlichster ...

Aus der Erzählerperspektive erfahren wir abwechselnd von Kora’s Vergangenheit, Gegenwart und der Zeit vor sowie nach der Herzoperation. Zusätzlich einfließen lässt die Autorin „Fünf Dinge“ unterschiedlichster Art. Diese geben Aufschluss auf Kora’s Gefühlswelt und Gedanken. Ebenso kurze Einschübe, ähnlich einem Kurzdialog zwischen dem Erzähler und Kora. Das Buch ist in drei Teile gegliedert.

Es fiel mir schwer, in den Schreibstil mit den verschachtelten Sätzen und Zeitsprüngen hineinzufinden. Ich konnte Kora zwar verstehen, allerdings nicht fühlen. Sie wirkte kühl und abstrakt. Kora ist auf der Flucht – vor sich selbst, vor ihrer Ehe, vor ihrer Vergangenheit, vor ihrem kranken Herzen, vor ihrer Zukunft. Sie hinterfragt alles. Braucht lange, um mit vergangenem abzuschließen. Nach einigem Hin und Her erlangt sie endlich Klarheit.

Dieser Prozess ist für mich zwar nachvollziehbar. Jedoch kommt erschwerend hinzu, dass die Ehepartner sich im Schweigen und Verheimlichen verlieren. Der Wendepunkt kommt im dritten Teil. Das Wichtigste in einer Beziehung ist Kommunikation. Die wird zum Schluss geführt. Und plötzlich ist alles unmissverständlich. Einfach so.

Die Geschichte könnte tief gehen, hinterlässt mich jedoch an der Oberfläche.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Seelenverwandte

Der Lehrer – Will er dir helfen oder will er deinen Tod?
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Wer bereits den ein oder anderen Thriller der Autorin gelesen hat, weiß, wie geschickt sie die Leserschaft in einen Lesestrudel hineinzieht.

Eve könnte sich mit ihrem attraktiven Ehemann Nate glücklich ...

Wer bereits den ein oder anderen Thriller der Autorin gelesen hat, weiß, wie geschickt sie die Leserschaft in einen Lesestrudel hineinzieht.

Eve könnte sich mit ihrem attraktiven Ehemann Nate glücklich schätzen. Jedoch gibt es feste Regeln, was die seltenen Intimitäten angeht. Die Ehe besteht nur noch auf dem Papier. Aus Frust gibt sich Eve ihrem Luxus-Schuhtick hin. Nate geht in seinem Job als Englischlehrer völlig auf. Er weiß ob seiner charismatischen Wirkung, die er gezielt einsetzt. Addie hat keine Freunde und ist ein Mobbingopfer. Der Englischunterricht und Nate werden schnell zu ihrem Tageshighlight. Dass diese Dreiecksbeziehung explosiven Stoff liefert, versteht sich von selbst.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil liegt der Fokus auf Eve und Addie. Im zweiten auf Nate und Addie. Teil drei entwirrt das Spinnennetz, um in einem ausgeklügelten Finale zu enden. Die Figuren sind glaubwürdig dargestellt. Die Kapitel kurz. Das erhöht den Spannungsbogen. Cliffhanger und Andeutungen am Kapitelende schüren zusätzlich das Spannungsfeuer. Als Leser befindet man sich bei der Lektüre wie in einem süchtig machenden Rausch.

Freida McFadden in Bestform. Sie hat mich mit einem Schmunzeln zurückgelassen. Der Dank an ihre Mutter hat mir ein Lächeln entlockt. Danke dafür.

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