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Veröffentlicht am 26.07.2018

Modernes Märchen mit engstirniger Protagonistin

King of New York
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Roman King of New York von Louise Bay erschienen am 29.06.2018 im LYX Verlag, eBook 230 Seiten

Harper erfüllt sich ihren Kindheitstraum und arbeitet seit kurzer Zeit für den Wall Street Magnaten Max ...

Roman King of New York von Louise Bay erschienen am 29.06.2018 im LYX Verlag, eBook 230 Seiten

Harper erfüllt sich ihren Kindheitstraum und arbeitet seit kurzer Zeit für den Wall Street Magnaten Max King. Dennoch hasst sie ihn, weil er sie stets wie Luft behandelt. Sie ahnt zunächst nicht, dass Max sie von Beginn an begehrt und seine Gefühle für sie ihn sehr verwirren.

Harper ist in meinen Augen total unreif. Ständig verdreht sie die Tatsachen. Max Äußerungen ihr gegenüber fasst sie immer falsch auf. Ihre Gefühle sind in stetem Widerspruch, sie weiß einfach nicht, was sie will. Andererseits wirft sie sich ihm regelrecht an den Hals. Das Wort A….loch macht sie zu seinem zweiten Vornamen. Außerdem ist sie eifersüchtig auf das Verhältnis zwischen Max und seiner 14-jährigen Tochter Amanda.

Max hingegen ist ein tougher und sehr überzeugender Geschäftsmann, der weiß, wie man an den richtigen Fäden zieht. Seine Beziehung zu seiner Tochter ist sehr intensiv und auch als reicher Mann hat er die gleichen Sorgen mit der Pubertät, wie andere Väter auch. Das macht ihn sehr sympathisch.

Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel werden aus abwechselnder Sicht von Harper und Max erzählt. Die erotischen Szenen beinhalten leider eine gewöhnliche Wortwahl und wirken daher nicht besonders einfallsreich. Nachdem die beiden Protagonisten endlich zueinander gefunden haben, kommt es am Schluss zu einem märchenhaften Finale, was einfach zu viel des Guten ist.

Fazit: In Anbetracht der äußerst anstrengenden Protagonistin und des zuckersüßen Endes kann ich leider nur 3 Sterne vergeben. Gefallen hat mir die gute Vater-Tochter-Beziehung und Amanda selbst, die mit ihren 14 Jahren weitaus mehr Durchblick hat als Harper.

Mein ganz herzlicher Dank geht an den LYX Verlag und an NetGalley für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 13.05.2018

Leider ganz anders als erwartet

The Stranger - Wer bist du wirklich?
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Thriller The Stranger – Wer bist du wirklich? Von Saskia Sarginson erscheint am 01.06.2018 im Bastei Lübbe Verlag, eBook 310 Seiten

Eleanors Mann kommt unter mysteriösen Umständen bei einem Autounfall ...

Thriller The Stranger – Wer bist du wirklich? Von Saskia Sarginson erscheint am 01.06.2018 im Bastei Lübbe Verlag, eBook 310 Seiten

Eleanors Mann kommt unter mysteriösen Umständen bei einem Autounfall ums Leben. Zufällig entdeckt sie, dass er einige Geheimnisse vor ihr hatte. Auch Eleanors Vergangenheit wird im Prolog sowie in einigen Kapiteln abgehandelt. Dann taucht noch ein Fremder auf. Eleanor stößt durch ihre Aufnahme des Fremden in der Nachbarschaft auf Missfallen. Kurz nach dem Tod ihres Mannes kommt es u. a. zu Drohungen ihr gegenüber. Ihre plötzliche Liaison mit einem Freund, der seinerseits seine Frau durch Krankheit verlor, erscheint merkwürdig. Eigentlich genügend Stoff, um einen guten Thriller daraus zu machen.

Durch einen flüssigen Schreibstil und kurze Kapitel kommt man zwar schnell ins Geschehen rein. Die Thematik entwickelt sich jedoch in eine völlig andere Richtung als erwartet und plätschert zwischendurch mehr oder weniger vor sich hin. Eine richtige Trauer um ihren Mann konnte ich bei Eleanor nicht erkennen. Überhaupt sind alle Charaktere nicht richtig ausgearbeitet und ich konnte vieles nicht nachvollziehen und keine Verbindung aufbauen.

Fazit: Der Plot verlief in eine ganz andere Richtung, als ich mir vom Klappentext versprochen bzw. erhofft hatte. Von daher war ich von der letztendlichen Handlung enttäuscht. Auch die Eingruppierung ins Thriller Genre empfinde ich als unzutreffend und irreführend. Die für einen Thriller typischen Merkmale fehlen meiner Meinung nach gänzlich. Zwar geschehen häppchenweise merkwürdige Dinge um die Protagonistin zu verängstigen, doch auf den erhofften Spannungsaufbau wartet man vergebens. Von daher kann ich leider nur einen Stern vergeben.

Mein ganz herzlicher Dank geht an den Bastei Lübbe Verlag und NetGalley für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 18.08.2017

Ein neues Leben auf Mallorca

Meeresblau & Mandelblüte
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Leonie ist eine toughe Businessfrau, die aufgrund ihres Jobs keine Zeit für Gefühle und ein Privatleben hat. Sie erbt von ihrer Tante Elisabeth eine Agrotourismus-Finca auf Mallorca. Der Haken besteht ...

Leonie ist eine toughe Businessfrau, die aufgrund ihres Jobs keine Zeit für Gefühle und ein Privatleben hat. Sie erbt von ihrer Tante Elisabeth eine Agrotourismus-Finca auf Mallorca. Der Haken besteht jedoch darin, dass die vier Rentnerfreunde von Elisabeth in der Finca wohnen bleiben sollen. Diese sind von Leonie und ihren Sanierungsplänen ganz und gar nicht begeistert. Außerdem gibt es da noch Niklas, der in der kühlen Leonie auf einmal ganz unbekannte Empfindungen weckt.


Der Plot hat einen leichten und flüssigen Schreibstil, in den die Autorin so manch augenzwinkernden Moment einfließen lässt. Leonie wirkt zu Beginn sehr kühl und distanziert, nicht zuletzt deshalb, weil sie ausschließlich für ihre Arbeit lebt. Nachdem sie auf Mallorca ankommt und beschließt, das Erbe ihrer Tante anzunehmen, bringt sie ihren Mitmenschen immer mehr Gefühl entgegen und erlebt endlich einige glückliche Momente, die sie seit ihrer Kindheit sehr vermisst. Auch die vier zunächst sehr kauzigen Rentner machen Leonie gegenüber immer mehr Zugeständnisse. Niklas ist der Einzige, der von Anfang an freundlich zu Leonie ist, was diese ganz schön aus dem Konzept bringt.

Fazit: Dieser Roman ist die ideale Urlaubslektüre, heiter und unbeschwert. Nicht nur Mallorca-Fans werden hier ins Schwärmen geraten, wenn die Autorin die Mandelblüte beschreibt und den Leser auf so manch kleinen Ausritt oder Ausflug mitnimmt. Auch der hauseigene Pfau Gustaf sorgt mit seinem großen Auftritt zumindest für ein breites Lächeln. Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde kennenlernen dürfen und bedanke mich ganz herzlich dafür.

Veröffentlicht am 30.05.2017

Wahre Liebe meistert jede Hürde

Nächstes Jahr am selben Tag
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Die 18-jährige Fallon lernt den gleichaltrigen Ben am Abend vor ihrem Umzug nach New York kennen. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Sie verbringen die Zeit vor dem Abflug miteinander. ...

Die 18-jährige Fallon lernt den gleichaltrigen Ben am Abend vor ihrem Umzug nach New York kennen. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Sie verbringen die Zeit vor dem Abflug miteinander. Fallon möchte sich jedoch nicht an jemanden binden, bevor sie 23 Jahre alt ist. Sie beschließen daher, sich die nächsten fünf Jahre immer am gleichen Tag und Ort wieder zu treffen. Darüber hinaus gibt es keinen Kontakt.

Fallon möchte Schauspielerin werden und zieht von Los Angeles nach New York. Am Abend vor ihrem Abflug lernt sie in einem Diner den gleichaltrigen Ben kennen. Ben möchte Schriftsteller werden und studiert. Fallon hat aufgrund Geschehnisse in der Vergangenheit ihr Selbstvertrauen verloren. Ben ist ein sehr sympathischer junger Mann, den sich jede Mutter für ihre Tochter wünscht. Stets wählt er die richtigen Worte und bringt Fallon auch in peinlicheren Situationen zum Lachen. Dies gibt ihr neuen Mut. Fallon möchte sich trotz der intensiven Stunden mit Ben nicht auf eine Fernbeziehung einlassen. Ben schlägt vor, dass sie sich jedes Jahr am gleichen Tag und Ort wieder treffen, um zu sehen, ob ihre Gefühle später für eine feste Beziehung ausreichen. Natürlich verlaufen die Wiedersehen durch ungeahnte Komplikationen nicht immer reibungslos, so dass Ben und Fallon auf die harte Probe gestellt werden.

Die Autorin lässt mit ihrem unverwechselbar gefühlvollen Schreibstil den Leser direkt in die Geschichte eintauchen. Man fiebert von der ersten bis zur letzten Seite mit den Protagonisten mit. Die Kapitel werden aus abwechselnder Sicht erzählt.

Fazit: Colleen Hoover hat erneut einen sehr einfühlsamen Roman über eine junge Erwachsenenliebe geschrieben. Durch die zu meisternden Hindernisse reifen Fallon und Ben gemeinsam heran, wodurch ihre Liebe nur noch stärker wird. Fans der Autorin werden mit Sicherheit nicht enttäuscht. Ich bedanke mich für ein neues Lieblingsbuch.

Veröffentlicht am 17.08.2018

Schwesternliebe

Manchmal lüge ich
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Psychothriller Manchmal lüge ich von Alice Feeney erschienen am 15.12.2017 im rowohlt Verlag, geb. Ausgabe 384 Seiten

Amber liegt nach einem Unfall im Koma. Doch wie ist es dazu gekommen?

Der Schreibstil ...

Psychothriller Manchmal lüge ich von Alice Feeney erschienen am 15.12.2017 im rowohlt Verlag, geb. Ausgabe 384 Seiten

Amber liegt nach einem Unfall im Koma. Doch wie ist es dazu gekommen?

Der Schreibstil ist beeindruckend bildhaft, Ambers Schwebezustand zwischen wachen und schlafen wird hervorragend beschrieben. Alles Gesprochene bekommt sie mit, was die Anderen aber nicht wissen. Das Buch ist in drei Kapitelkategorien unterteilt: „Jetzt“ beschreibt den Zustand im Koma, „Vorher“ beginnt eine Woche vor dem Unfall und „Früher“ gibt Einblick in Ambers Kindheit.

Amber hat einige Ticks und Geheimnisse, ist am liebsten unsichtbar und fühlte sich schon in ihrer Kindheit ungeliebt. Ihre Ehe mit Paul ist schnell zum Erliegen gekommen, von daher zweifelt sie an ihm. Paul erweckt nicht den Eindruck eines Helden. Eine weitere große Rolle spielt ihre Schwester Claire, zu der sie ein sehr intensives Verhältnis hat.

Sehr kurze und stets wechselnde Kapitel erreichen einen hohen Spannungsbogen. Die Dreiecksgeschichte zwischen Amber, Claire und Paul lässt Vermutungen aufkommen, doch am Ende kommt es durch geschickt eingefädelte Wendungen ganz anders.

Fazit: Ein sehr gut konstruierter Psychothriller mit einigen unvorhersehbaren Twists und einer sehr labilen Protagonistin. Das Ende hat mich leider etwas ratlos zurückgelassen, von daher vergebe ich nur vier Sterne.