Cover-Bild Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 24.04.2017
  • ISBN: 9783736304659
Kristina Günak

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

Bea Weidemann kann es nicht fassen: Schlimm genug, dass ihr kleiner Verlag in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Aber dass sie nun als Tim Bergmanns persönliche Anstandsdame abgestellt wird und mit ihm den Verlag retten soll, ist einfach zu viel für die junge PR-Referentin. Denn der schwierige Bestseller-Autor lässt sich von nichts und niemandem etwas vorschreiben - und ist genau die Sorte Mann, um die Bea sonst einen weiten Bogen macht. Herzklopfen hin oder her. Doch während sie versucht, das Chaos von Tim - und sich - abzuwenden, merkt sie bald, dass auch die Liebe absolut nichts von ihren Plänen hält - "Lach- und Glücksgarantie! Die perfekte Mischung aus Witz, Gefühl und umwerfendem Charme" Literaturmarkt

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2017

Herrlich ironisch aber gefühlvoll, zwischen Emotionen und Vergangenheitsbewältigung

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Dank der Bücherplattform Lesejury.de durfte ich mit diesem Buch an einer Leserunde teilnehmen. Der LYX-Verlag hat mir ebenfalls über Netgalley.de ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich möchte ...

Dank der Bücherplattform Lesejury.de durfte ich mit diesem Buch an einer Leserunde teilnehmen. Der LYX-Verlag hat mir ebenfalls über Netgalley.de ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich möchte mich hiermit beim Verlag LYX - Bastei Lübbe noch mal herzlichst dafür bedanken. Die Leserunde auf Lesejury.de hat es mir allerdings schwer getan, da ich durch die langen Leseabschnitte gezwungen war, das Buch 2 mal für mehrere Tage zur Seite zu legen. Ich kann deswegen nur empfehlen das Buch in einem Rutsch zu lesen und sich von Beas Gefühlschaos mitreissen zu lassen.

Cover:
Ein schönes und lustiges Cover. Die schöne handgeschriebene Schrift ziert in der Mitte das Cover, drumherum Kringel, die Telefonkritzeleien sein könnten, oder wenn ein Autor gedankenverloren an seinem Plot arbeitet. Bei den gelben Tupfen bin ich mir nicht sicher, was sie darstellen sollen, goldene Konfetti? Ich finde es verspielt, aber trotzdem schlicht und schön.

Handlung:
Um den kleinen Verlag zu retten, muss Bea mit dem rüpelhaften Starautor Tim Bergmann auf Lesereise gehen. Nur wenn er einen wichtigen Leserpreis gewinnt, für den sie während der Reise viel Werbung machen müssen, kann der Verlag weiter existieren. Aber Tim schreibt Dystopien und passt so gar nicht in das Konzept eines Verlages für Liebesromane. Er ist launisch und expulsiv. Aber Bea muss die 4 Wochen kreuz und quer durch Deutschland mit diesem Mann überstehen, vor allem weil er doch immer wieder ungewohnte Gefühle in ihr hervorruft, die sie ziemlich aus dem Konzept bringen.

Buchlayout/Haptik:
Die 37 Kapitel sind recht kurz, was ich als ganz angenehm empfunden habe, zumindest hat es mich im Lesefluss nicht gestört. Zu jeder Kapitelnummer gibt es auch noch einen kurzen, aber prägnanten Titel.

Idee/Plot:
Beide Protagonisten haben eine sehr ähnliche Vergangenheit. Wobei Tim damit offener umgeht und diese Vergangenheit auch in seinem Buch verarbeitet. Bea hingegen flüchtet in akribische Kontrolle. Diese beiden Menschen prallen nun aufeinander und müssen unter erhärteten Bedingungen miteinander auskommen. Sie werden durch die Anwesenheit des anderen mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, was natürlich dann auch zu einigen Konfliktmomenten führt.

Handlungsaufbau/Spannungsaufbau:
Die Handlung wird sanft aber stetig aufgebaut. Wir bekommen zunächst nur häppchenweise was von Beas und Tims Vergangenheit mit, erhalten aber im Laufe des Buches immer mehr Einblick. Die Spannung und das Prickeln werden auch sehr schön über das Buch aufgeteilt und steigt von Abschnitt zu Abschnitt, bis es in einen tollen Gänsehautmoment gipfelt.

Szenerie/Setting:
Kristina Günak versteht die Umgebung knackig aber prägnant zu umschreiben. Sie hält sich nicht mit ausladenden Beschreibungen auf und setzt den Fokus vielmehr auf die Gefühls- und Gedankenwelt. Da wir uns auch in Deutschland befinden ist es für den Leser leicht, sich die Szenerien vorzustellen. Es passt auch gut zusammen: die Welt rund um Bücher, der Alltag in einem ums Überleben kämpfenden Verlag, der dystopische Schreiberling Tim und die selbstbeherrschte Bea. Eine gute Mischung, nicht zu viele Nebenschauplätze aber geschickte Nebenhandlungen.

Sprache/Schreibstil:
Das Buch lässt sich wunderbar locker und leicht lesen. Die Sprache ist absolut flüssig und herrlich spritzig und frech. Die Geschichte wird uns ausschließlich in der Ich-Perspektive von Bea präsentiert und gibt uns einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Witzige und ironische Sprüche wechseln sich ab mit immer wieder recht reflektierenden Gedankenblitzen.

„Sein Blick wird stechender, und ich halte mich unauffällig mit einer Hand an der Tischkante fest. Diana weiß, wo ich bin, Wenn ich nicht zurückkomme, wird irgendwann sicherlich jemand nach mir suchen. Spätestens wenn die Besprechungskekse alle sind, wird ihnen auffallen, dass der böse Autor mich erlegt hat.“


S. 53 (Kristina Günak: „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“, Taschenbuch © 2017 LYX by Bastei Lübbe AG, Köln)

Emotionen/Protagonisten:
Bea hat es in ihrer Kindheit nicht leicht gehabt. Es wird schnell klar, dass sie ein Pflegekind war und durch Glück an ihre Pflegeeltern gekommen ist, die sie aus dem „Ursumpf“ gezogen haben. Ihre bittere Erfahrungen von ihren leiblichen Eltern verbirgt sie hinter einer steinernen Maske aus Kontrollzwang und strengen To-Do-Listen. Ihr Schicksal ist ihr großes Geheimnis. Zusätzlich hat sie das enorme Problem, dass sie niemals „nein" sagen kann, und so an den Rand ihrer Kräfte gelangt.
Sie ist ihrer Pflegefamilie extrem zu Dank verpflichtet und hat ihren Geschwistern gegenüber ein sehr weiches Herz. Trotzdem kann sie ganz schön gepfefferte Sprüche loslassen und steht Tim in Sachen Ironie kaum nach. Aber, sie ist auch unheimlich reflektiert, denkt viel über die Geschehnisse nach und beginnt sich aus ihrer Kontroll-Isolation zu befreien.

Tim ist zunächst der undurchschaubare Typ à la Bad-Boy. Tätowiert, schwarze Klamotten und ein absoluter Stinkstiefel. So wie man sich auch einen typischen Schriftsteller vorstellt, der nur dystopische Handlungen im Kopf hat. Und dazu ist er auch noch der begehrteste und heißeste Junggeselle auf dem Planeten. Aber sein Buch ist ganz klar die Verarbeitung seiner Vergangenheit, mit der er Bea gegenüber immer offener umgeht. Er ist oft unbeherrscht und aufbrausend, damit macht er Bea zusätzlich des öfteren auch Angst. Diese Angst spürt er, und beginnt zu verstehen, dass etwas mit Bea nicht stimmt.

Aber Tim kann hinter Beas Fassade gucken und hält ihr auch ziemlich oft den Spiegel vor:

„Tim Bergmann berührt mein Herz. Auf eine sonderbare, nicht fassbare Art und Weise. Dabei tut er gar nichts, um seine Gunst auch nur im Ansatz zu verdienen.“


S. 102 (Kristina Günak: „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“, Taschenbuch © 2017 LYX by Bastei Lübbe AG, Köln)

Durch die vielen inneren Dialoge, ihre Gedanken und Reflektionen konnte ich mit Bea unheimlich gut mitfühlen. Sie ist für mich absolut authentisch. Ihre Handlungen kann man zwar manchmal als etwas übertrieben sehen, aber sind dennoch nachvollziehbar. Und auch Tim ist für mich kein typischer Buchheld. Er ist oft ein Kotzbrocken, lebt in seiner eigenen Welt, und trotzdem blitzen immer wieder sanftmütige Momente durch, die einem das Herz zum Prickeln bringen.

Meine Meinung:
Es ist toll mit zu erleben, wie reflektiert Bea Tims Verhalten aufnimmt. Anfangs noch sehr verunsichert erkennt sie die Gleichheit zwischen ihnen. Beide, Tim und Bea, vollziehen während der Geschichte eine wunderbare Wandlung, die ich ganz wichtig finde. So baut sich das Buch auch wirklich gut auf und nimmt uns immer weiter in das Gefühlschaos der beiden. Wir selber lernen immer mehr die Protagonisten zu verstehen, so wie sie sich selber auch.

Der trockene Humor hat mir sehr gut gefallen. Es ist nicht nur ein Klamauk oder ein triefend rührendes Buch. Nein, ironisch komische Situationen und gefühlvolle Momente geben sich wirklich gekonnt die Hand. Ganz großartig geschrieben und wirklich sehr erheiternd!

Vor allem möchte ich die Messages, die Kristina Günak uns mit diesem Roman mitgibt, hervorheben. Eine wahre und ehrliche Beziehung beruht auf Vertrauen und Wahrheit. Es geht darum, den wahren Kern des Menschen zu erkennen und ihn so anzunehmen, egal welche Vergangenheit er durchlebt hat. Die wahre Liebe ist Sicherheit geben aber auch Hilfe einfordern. Und für sich selber auch Grenzen setzen und die Grenzen des anderen zu akzeptieren.

Eine tolle Idee einer Liebesgeschichte, die erst durch die gemeinsame Reise der Beiden in sehr emotionalen Szenen zu entstehen beginnt. Ab dem letzten Drittel des Buches hat es mich dann noch mal sehr bewegt und mitgenommen, es war ein stetiger Wechsel zwischen Weinen und Lachen.

Fazit:
Ich hatte rundum ein tolles Leseerlebnis und habe mich mit diesem Buch auf niveauvolle Art und Weise unterhalten gefühlt. Von mir gibt es dazu eine klare Leseempfehlung

Veröffentlicht am 24.07.2017

Ende offen... .

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Wer weiß schon wie man Liebe schreibt“ ist ein Roman von Kristina Günak, der im
April 2017 im LYX, ein Imprint der Bastei Lübbe AG, erschien.

Das Cover:
Das Cover wirkt auf den ersten Blick leicht chaotisch ...

Wer weiß schon wie man Liebe schreibt“ ist ein Roman von Kristina Günak, der im
April 2017 im LYX, ein Imprint der Bastei Lübbe AG, erschien.



Das Cover:
Das Cover wirkt auf den ersten Blick leicht chaotisch und wild.
Der Titel ist klar dominierend, der erste Blick wird jedoch durch die Linienkritzelei unterbrochen.
Das Cover selbst hätte mich nicht dazu animiert das Buch in die Hand zu nehmen, was angesichts der Geschichte ein Fehler gewesen wäre.

Inhalt:
Bea Weidemann, Pressereferentin im Königstein Verlag, ist organisiert und behält selbst im größten Chaos den Überblick.
Bea hat stets einen Plan – für alle Lebenssituationen.
Als der Königstein Verlag in finanziellen Schwierigkeiten gerät, liegt es auf der Hand, dass nur das Organisationstalent von Bea Weidemann diesen retten kann und so bekommt Bea die wohl wichtigste und anstrengendste Aufgabe ihrer Karriere zugeordnet.
Bea muss sich um den Starautor Tim Bergmann kümmern und gemeinsam mit ihm eine vierwöchige Lesereise begleiten um einen wichtigen Lesepreis zugewinnen, der den Königstein Verlauf aus der finanziellen Schieflage retten soll.
Das Problem an dieser Aufgabe: Tim ist das genaue Gegenteil von Bea.
Er hält absolut nichts von Plänen und tut vor allem das, was er will.


Rezension:
Der Einstieg in den Roman war amüsant und leicht, denn bereits in dem ersten Kapitel wird direkt das Problem beim Namen benannt – Tim Bergmann.

Ich war sofort in einem angenehm leichten Lesefluss, was vor allem dem sehr leichten, verständnisvollen Schreibstils der Autorin geschuldet ist.
Der Schreibstil ist mitreißend und lockend, die Worte und Sätze so gewählt, dass ich immer weiter in die Geschichte eintauchen konnte und mich habe mitreißen lassen.

Die Protagonisten Bea und Tim sind gut beschrieben, der Leser bekommt allerhand Infos über die Charaktere vermittelt und über die Vergangenheit der Beiden.
Beide Protagonisten teilen die selbe Vergangenheit, was sie am Ende gut zusammen passen lässt, auch wenn sie auf dem ersten Blick doch sehr unterschiedlich wirken und ich mich oft gefragt habe, wie das passen soll.

Die Haupthandlung dreht sich in dem Roman um das Zusammenfinden von Tim und Bea und die damit verbundene Rettung des Verlages, für den Bea arbeitet.
Nebenhandlungen gibt es so einige, die das ganze Geschehen auflockern und für immer neue Situationen und noch mehr Chaos im Leben der Beiden sorgen.

Die Geschichte ist leicht zu lesen und sorgt für gute Unterhaltung zwischendurch.
Er beinhaltet keinen Tiefgang, aber das habe ich auch nicht erwartet.

Am Ende habe ich ein Happy End erwartet, welches vor Romantik, immerhin haben Beide endlich die Liebe gefunden, nur so strotzt…. .
Leider konnte mich das Ende dann nicht ganz zufrieden stimmen, da es den weiteren Verlauf der Beziehung komplett offen lässt.
Nachdem ich Bea im Buch als absolut organisiert und als chaosresistent habe kennenlernen dürfen, ist dieses offene Ende für mich nicht ganz nachvollziehbar.
Einen kleinen Einblick in den weiteren Verlauf hätte ich mir gewünscht, so wirkt es fast gehetzt, halb abgehackt zum Ende gekommen.

Mein Fazit:
Im Vordergrund dieses Romans steht klar die Liebe und das Zusammenfinden zwei so unterschiedlicher Menschen.
Diverse Nebenhandlungen lockern die Geschichte und sorgen für gute Unterhaltung.

"Wer weiß schon wie man Liebe schreibt" von Kristina Günak erhält von mir 3,5 von 5 Sternen, da dieser Roman zwar eine Menge Romantik beinhaltet, jedoch das Ende der Geschichte nicht gerecht wird.

Veröffentlicht am 09.06.2017

Süße Liebesgeschichte rund um Autor und PR-Referentin

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Inhalt:
PR-Referentin Bea wird dazu verdonnert, den kauzigen Autoren Tim zu betreuuen. Sie muss sogar mit ihm auf Lesereise. Was als furchtbarer Alptraum beginnt, wandelt sich vor dem Hintergrund von zahlreichen ...

Inhalt:
PR-Referentin Bea wird dazu verdonnert, den kauzigen Autoren Tim zu betreuuen. Sie muss sogar mit ihm auf Lesereise. Was als furchtbarer Alptraum beginnt, wandelt sich vor dem Hintergrund von zahlreichen seltsamen Ereignissen in eine Lovestory.

Meine Meinung:
Kristina Günak legt hier einen Roman mit einer süßen Story vor, dessen locker-leichter Schreibstil mich angesprochen hat.
Menschliche Charaktere mit Stärken und Schwächen werden dargestellt, wenn auch zunächst etwas klischeebehaftet. Die Überspitzungen dienen natürlich auch dazu, das Buch humorig und witzig zu machen. Tiefgründiger wird es bei der Beleuchtung der Kindheit der Protagonisten.

Es gibt einige Einblicke ins Verlagswesen und in Lesereisen, es wird vom Umgang der Mitarbeiter mit Autoren erzählt usw.
Positiv überrascht war ich von der Tatsache, dass tatsächlich ein etwas tiefgründigerer Hintergrund für Beas und Tims Verhalten in existiert. Diese Problematik wird aber nicht dramatisierend, sondern eher deskriptiv und erklärend behandelt.
Beide Protagonisten machen im Laufe des Romans eine recht schöne, nachvollziehbare Entwicklung durch.

Ich habe diese Lektüre genossen, geschmunzelt, mit Bea gezittert und war schließlich ganz ergriffen von der Liebesgeschichte. Das Ende ist eigentlich schon von Anfang an vorhersehbar, was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut.

Auch die Wortwahl gefällt mir gut, weil auch Fremdworte Verwendung finden und die Geschichte nicht in allzu einfacher Sprache erzählt wird.

Als Sahnehäubchen ist das Cover zuckersüß gestaltet und der Roman im Taschenbuchformat handlich und leicht zum Mitnehmen.

Fazit:
Eine einfache & schöne Lektüre für den Sommerabend im Garten oder die Urlaubsreise. Lesen!


Danke, Kristina, für die Leserunde, und herzlichen Dank an den Verlag.




Veröffentlicht am 09.06.2017

Prima!

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Bei dieser kurzweiligen Liebeskomödie geht es um die durchaus naive Bea, die um ihren kleinen Braunschweiger Verlag zu retten, die persönliche Anstandsdame von dem verworrenen Bestseller-Autor Tim wird ...

Bei dieser kurzweiligen Liebeskomödie geht es um die durchaus naive Bea, die um ihren kleinen Braunschweiger Verlag zu retten, die persönliche Anstandsdame von dem verworrenen Bestseller-Autor Tim wird und damit überraschend den Weg zu sich selbst findet.

Zunächst möchte ich auf das meiner Meinung nach sehr gelungene, wenn auch schlichte, Cover eingehen, welches mich überhaupt erst auf das Buch hat aufmerksam werden lassen. Das Cover ist lustig, unkonventionell und macht Lust auf mehr. Gerade auch das goldene Konfetti, was auf den ersten Blick nicht so richtig ins Bild passen will, hat dafür gesorgt, dass ich neugierig wurde.

Aufgrund meiner Teilnahme an einer Leserunde habe ich das Buch in drei Abschnitten gelesen. Hätte ich nur für mich gelesen, hätte es passieren können, dass ich das Buch in einem Rutsch verschlungen hätte. Prima! Der Lesestil ist flüssig, alltagstauglich und auf den Punkt gebracht. Bei diesem Roman handelt es sich um leicht bekömmliche Lesekost. Gleichzeitig bin ich auch überrascht. Es ist mein erstes Buch von Kristina Günak und ich kann nicht beurteilen, ob das in all ihren Geschichten so ist, aber ich bin sehr angetan davon, dass hinter dieser Liebesgeschichte so viel mehr steckt. Realistische Figuren, die einem in Braunschweig (oder sonst wo) in die Arme laufen können. Trotz einer Ernsthaftigkeit der Vergangenheit der Protagonisten verliert die Geschichte nicht an Fahrt und auch nicht an Humor.

„Ich gebe zu, diese hochengagierte Rede auf dem Weg im Auto geübt zu haben. Mein Auto war auch ganz beeindruckt. Tim Bergmann nicht.“

In jedem Kapitel zaubert Kristina Günak ein Lächeln auf die Lippen, welches auch schnell zu einem lauten Auflachen ausarten kann. Genauso kann man im nächsten Abschnitt wieder Tragik und Trauer verspüren und miterleben. Alles meiner Meinung nach jedoch realitätsnah und nicht überheblich. Durchaus werden Klischees in dieser Geschichte bedient. Gerade, wenn es um die naive Bea geht. Aber auch dies macht das Ganze für mich unterhaltsam, lesenswert und abwechslungsreich und alles in allem zum Glück nicht typisch Liebesroman.

Die Protagonisten verändern sich im Laufe der Geschichte und man glaubt jeden Gedanken, jedes gesagte Wort sofort. Ich bin wirklich tief beeindruckt, wie sehr dieser Roman gefesselt und die Lachmuskeln angeregt hat. Vielen Dank!

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen und ans Herz legen, der kurzweilige Unterhaltung sucht und auch gerne mal lacht. Nur darf nicht erwartet werden, dass es nur um das Verlieben der zwei Protagonisten geht, am Ende eine Hochzeit gefeiert wird und die achte Schwangerschaft ansteht. Hier bekommt man nämlich Tiefgang und Bauchmuskeln inklusive!

Veröffentlicht am 09.06.2017

Kristina Günak weiß, wie man mit Liebe und Humor schreibt

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„Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ war für mich das erste Buch der Autorin. Und soviel sei schon jetzt gesagt: Es wird nicht das letzte sein.

Cover & Co.:
Ich lese gern mal eine Liebesgeschichte, ...

„Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ war für mich das erste Buch der Autorin. Und soviel sei schon jetzt gesagt: Es wird nicht das letzte sein.

Cover & Co.:
Ich lese gern mal eine Liebesgeschichte, aber so klischeehafte Cover schrecken mich eher ab. Die Zusatzinformationen, die es zum Buch gab und der Klappentext haben mich dann aber überzeugt, mir das Buch näher anzusehen. Und als ich erst einmal angefangen hatte zu lesen, war ich restlos überzeugt. Dieses Buch ist der Hammer!

Inhalt:
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Bea erzählt. Bea arbeitet bei einem kleinen Verlag in Braunschweig in der Love-Abteilung. Sie hat einen besten Freund, mit dem sie auch ab und zu das Bett teilt, an die große Liebe glauben sie beide nicht. Nichtsdestotrotz geht sie in Ihrer Arbeit auf, liebt ihre Liebesromane und die Autorinnen und liebt ihren Job. „Nebenbei“ opfert sie sich auch noch für ihre Familie auf.
Und dann gibt es da Tim. Er ist der neue Star des Verlages, allerdings hat er eine Dystopie geschrieben – und damit kann Bea mal so gar nix anfangen. Trotzdem hat sie sich nach einer öffentlichen Verfehlung des Autors aus Versehen freiwillig gemeldet, den zwar wahnsinnig gut aussehenden, aber menschlich äußerst komplizierten Autoren fortan mehr oder weniger rund um die Uhr zu betreuen, um weitere verbale Ausfälle zu verhindern und darauf zu achten, dass der er auch tatsächlich auf seinen Lesungen erscheint – und das auch noch pünktlich.
Dass das zu Verwicklungen führt, versteht sich von selbst.

Meine Meinung:
Das Buch liest sich sehr angenehm. Der Schreibstil ist locker und leicht, aber auch nicht zu einfach gehalten. Die Autorin hat ihren Roman mit sehr viel Humor gespickt, der mir fast die ganze Zeit ein Schmunzeln, häufig sogar ein Lachen beschert hat. Dennoch hatte das Buch auch unerwartet viel Tiefgang durch die Vergangenheit der beiden Protagonisten.
Zu Anfang war ich ein wenig genervt von zu vielen Klischees und auch Beas Verhalten, doch im Laufe des Buches hat sich das mit den Klischees etwas gegeben und Beas Verhalten wurde durch ihre Vergangenheit erklärt.
Ich fand es gut, dass Beas und Tims Vergangenheit nicht an einem Stück aufgeklärt wurde, sondern immer abschnittsweise in die Geschichte eingeflossen ist. So blieb es sehr spannend und die Leichtigkeit des Romans ging nicht verloren.
Die Liebesgeschichte ist natürlich vorhersehbar – es handelt sich ja schließlich um einen Liebesroman – dennoch war die Annäherung der beiden absolut nachvollziehbar und realistisch. Beide haben so ihre Geheimnisse und haben Mauern um sich herum errichtet, die sie nach und nach fallen lassen. Beide durchlaufen während des Buches eine nachvollziehbare Entwicklung. Wirklich schön geschrieben.
Besonders durch die Ich-Perspektive lässt die Autorin viel Raum für die eigenen Vorstellungen/ Interpretation und Spekulation. Mir war Tim zum Beispiel von Anfang an total sympatisch, weil ich zwischen den Zeilen etwas gelesen habe, was Bea einfach nicht gesehen hat oder nicht sehen wollte.

Mein Fazit:
Wer von einer Liebesgeschichte mehr erwartet als zwei Protagonisten, die sich direkt auf den ersten drei Seiten in die Arme fallen, wer auch bei einer Liebesgeschichte auch mit etwas Tiefgang leben kann oder ihn sogar gut heißt, und sich nicht davor scheut, beim Lesen auch mal laut aufzulachen, der/ die ist mit desem Buch sehr gut bedient.