Cover-Bild Die Krone der Dunkelheit

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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 640
  • Ersterscheinung: 02.10.2018
  • ISBN: 9783492705264
Laura Kneidl

Die Krone der Dunkelheit

Roman

Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.

Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.  

Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird ...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2018

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Die Krone der Dunkelheit ist mir durch das wunderschöne Cover aufgefallen. Ich hatte davor noch kein Buch von Laura Kneidl gelesen und dachte, dies sei ein guter Anfang. Und ich wollte das Buch wirklich ...

Die Krone der Dunkelheit ist mir durch das wunderschöne Cover aufgefallen. Ich hatte davor noch kein Buch von Laura Kneidl gelesen und dachte, dies sei ein guter Anfang. Und ich wollte das Buch wirklich mögen, doch leider gelang es mir nicht recht.

Ich fand den Schreibstil von Laura Kneidl sehr angenehm. Zu Beginn war ich sehr gespannt auf die Geschichte und auch die ersten Seiten konnten mich fesseln, die Charaktere werden vorgestellt und ich fand die kurze Zusammenfassung in der Klappe des Buches unheimlich praktisch, so habe ich nicht den Überblick verloren. Auch die Karte war toll und die Zeichnungen in etwas der Mitte des Buches, ich liebe solche Fanart. Insgesamt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Freya, Larkin, Ceylan, Kheeran und Weylin erzählt.

Bei den Charakteren fehlte mir zum Teil etwas, wieso z.B. ist die böse Königin böse, was steckt da dahinter. Ich gehe davon aus, dass dies in Band 2 und 3 noch mehr behandelt wird, aber gerade wenn ich die Länge des Buches bedenke, hätte ich mir auch hier schon ein paar Infos gewünscht. Auch bei den anderen Charakteren fehlten mir Details, um sie völlig zu begreifen und nicht nur als eindimensionale Gestaltungen zu sehen. Aber es gab auch Charaktere, die ich mochte, so fand ich Weylin interessant. Und auch Kheeran und seinen besten Freund. Leider geht die Geschichte nicht für alle so gut aus, was ich sehr schade fand. Obwohl mir auch Larkin sympathisch war, fand ich die Geschichte von ihm und Freya oft nicht sehr spannend. Die ganze Reise zog sich für mich.

Dafür wurde es für mich dann wieder spannend, als alle an ihren Plätzen waren und es auf das große Ende hin zu ging. Ich mag niemanden spoilern, deswegen drücke ich mich vage aus, aber ab da stieg die Spannung für mich. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich dieses "Geheimnis" nicht erwartet hätte. Deswegen hat mich dieser Überraschungsmoment auch positiv überrascht.

Der Weltenentwurf und auch einige Szenen haben mich leider an Das Lied von Eis und Feuer erinnert und auch an Das Reich der Sieben Höfe. Ich glaube, wer beide Bücher nicht gelesen hat, wird bestimmt mehr Spaß als ich an der Geschichte haben. Klar kann man das Rad nicht neu erfinden, und ich verstehe, dass einem nach einer gewissen Zeit alles irgendwie bekannt vorkommt. Oft stört mich dies gar nicht, doch hier war es mir in der Summe einfach zu viel. Und wenn die Charaktere mich hätten restlos fesseln können, wäre mir das vermutlich gar nicht so negativ aufgefallen.

Ich würde zwar sehr gerne wissen, wie es mit Weylin weiter geht. Bin aber unsicher, ob Band 2 etwas für mich ist, deswegen bin ich noch unsicher, ob ich diese Reihe weiter verfolgen möchte.

Fazit:
War leider nicht meins.
Der Weltenentwurf kam mir zu bekannt vor und manche Charaktere fand ich zu eindimensional.
Es gab zwar auch welche, die mich interessiert und auch fesseln konnte.
Aber streckenweise war die Geschichte für mich leider ziemlich zäh.
Den Anfang und auch die letzten ca. 100 Seiten fand ich sehr spannend und wünschte, mich hätte auch der Teil dazwischen konstant fesseln können.

Veröffentlicht am 19.04.2019

Im zweiten Anlauf überwältigend

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Von diesem Reihenauftakt habe ich bis jetzt nur Gutes gehört und gesehen. Doch ich muss gestehen, dass mir der Einstieg ins Buch schwer fiel. Die ersten Seiten konnte mich nicht so sehr fesseln und die ...

Von diesem Reihenauftakt habe ich bis jetzt nur Gutes gehört und gesehen. Doch ich muss gestehen, dass mir der Einstieg ins Buch schwer fiel. Die ersten Seiten konnte mich nicht so sehr fesseln und die verschiedenen Charaktere verwirrten mich eher, sodass ich es erst mal für ein paar Monate auf die Seite legte.

Mit dem ungekürzten Hörbuch starte ich dann nochmal von Neuem und irgendwie löste sich dann der Knoten und ich konnte die Geschichte um Freya, Kheeran und Co. genießen und mich fallen lassen. Zum Schluss habe ich sogar richtig mitfiebern und bangen.

Geschrieben ist das Buch aus verschiedenen Sichtweisen. Da wären Freya, Ceylan, Kheeran, Weylin und Larkin (wenn ich niemanden vergessen habe). Das sind erst mal sehr viele und der Durchblick fällt zu Beginn nicht immer leicht. Doch je weiter ich in die Geschichte gesogen wurde, desto mehr machte es Spaß mit den Charakteren Zeit in Thobria und Melidrian zu verbringen.

Ebenfalls überzeugen konnte mich die Sprecherin Marlene Rauch mit ihrer Leistung. Ihre Stimme hat mich sehr angenehm durch die Geschichte geführt. Die Betonung gelang ihr auch sehr gut, sodass ich die Spannung an den passenden Stellen sehr gut fühlen und spüren konnte. Aber auch ruhigere Passagen meisterte sie sehr gut.

Auch konnte die Autorin mich oft kalt überraschen und mit vielen Wendungen rechnete ich einfach nicht. Desweiteren hat sie sich diese Welt mir ihren Charakteren, der Magie und auch die Handlung sehr gut ausgedacht und erschaffen. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es weitergehen wird und vor allem in welche Richtung die Geschichte gehen wird.

Und mit dem Ende bin ich beinahe gestorben. Wie kann die Autorin denn diesen Cliffhanger schreiben? Einfach nur vom feinsten und Laura Kneidl konnte mich schon vorher von ihrem Fantasy Fähigkeiten überzeugen und begeistern. Hoffentlich kann Band 2 da mithalten.

Der erste Band der Die Krone der Dunkelheit Reihe von Laura Kneidl konnte mich im zweiten Anlauf zu 100% von sich überzeugen. Auch die Sprecherin des Hörbuchs, Marlene Rauch, machte ihren Job hervorragend und so freue ich mich schon sehr auf Band 2!

Veröffentlicht am 06.04.2019

Liebe, Abenteuer und ganz viel Spaß beim Lesen!

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Zum Cover: Ich kann es nicht anders sagen, aber dieses Cover ist wunderschön. Es glitzert und hat diesen Effekt, dass man diesen Glitzer spürt, wenn man über das Print-Buch streichelt. So etwas finde ich ...

Zum Cover: Ich kann es nicht anders sagen, aber dieses Cover ist wunderschön. Es glitzert und hat diesen Effekt, dass man diesen Glitzer spürt, wenn man über das Print-Buch streichelt. So etwas finde ich immer wahnsinnig faszinierend und unglaublich toll. Vor allem finde ich es aber toll, wenn das Cover auf irgendeine Weise mit der Geschichte verbunden ist, und das ist dieses hundertprozentig. Die Sanduhr hat ihre Bedeutung und auch der schwarze Sand darin, denn so wie sie dort auf dem Cover zusehen ist, kommt sie auch im Buch vor. Zwar ohne die Krone darin, aber auch diese hat durchaus ihre Bedeutung, auch wenn es eher sinnbildlich gemeint ist, wieso sie in dem schwarzen Sand versinkt. Trotzdem ein sehr gutes Cover, das auch von den Farben her wirklich wundervoll harmoniert.

Zum Inhalt: Vor Jahren wurde Freyas Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.
Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.
Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird.

Meine Meinung: Wenn man sich in diese Geschichte einfach hineinfallen lässt und sich nur auf den Spaß beim Lesen freut, gefällt einem dieses Buch wirklich sehr gut. Mir geht es jedenfalls so.
Ich liebe die Welt und die Charaktere, auch wenn beides durchweg nicht sonderlich besonders ist und so auch in anderen Geschichten existieren könnte, dennoch haben sie mich mitgenommen. Sowohl will ich mehr über die Welt erfahren, als auch über die Charaktere. Das ist schon ein deutliches Anzeichen dafür, dass mir diese Geschichte sehr zugesagt hat, und dazu noch Laura Kneidls fantastischem Schreibstil, der einen einfach in sich hinein zieht und nicht mehr loslässt, bis das Buch einem wieder ausspuckt. Ganz ehrlich das Buch hat mich förmlich gefressen, selbst wenn ich doch recht lange an ihm gelesen habe, was bei über 600 Seiten kein Wunder ist. Bei mir zumindest. Ich bin halt ein langsamer und genießerischer Leser, der aus Worten sehr viel hinauszieht.
Natürlich konnte ich hier auch ein paar interessante Zitate finden, aber mehr oder weniger ist dieses Buch wirklich ein reines Buch, das unterhalten soll und Freude während des Lesens hervorrufen soll. Es soll fesseln und das hat es auf jeden Fall getan.
Und auch wenn ich die Plottwists teilweise doch leicht vorhersehbar fand, hat mich das nicht gestört, denn mir blieb gar keine Zeit darüber groß nachzudenken, denn – Schwupps! – passierte schon der nächste Hammer, der mich doch noch überraschen konnte. Das hat Laura Kneidl wieder einmal wirklich super hinbekommen und hach, Band 1 hat einfach viel zu schnell geendet… ~ Ich brauche mehr von der Reihe! Wieso erscheint Band 2 erst im Sommer von 2019? >.<

Fazit: So, ich denke, man hat mitbekommen, dass ich diese Reihe jetzt schon liebe und es kaum noch abwarten kann, bis der zweite und dritte Band erscheint. Deshalb kann ich auch nicht anders und muss dem ersten Band von „Die Krone der Dunkelheit“ von Laura Kneidl 5 Sterne geben. Ich hatte einfach so riesigen Spaß beim Entdecken dieses Abenteuers von Freya, Kheeran, Larkin, Ceylan, Leigh, Elroy und mehr erwähne ich hierbei mal lieber nicht. Das würde den Rahmen sprengen. Aber man sieht: Dieses Buch wartet mit großem Spaß darauf, dass ihr es endlich lest!

Veröffentlicht am 04.04.2019

Ein Highlight!

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»Für Fans von George R. R. Martin und Sarah J. Maas« – so in etwa endete jede Re­zen­sion, die ich zu diesem Buch ge­le­sen habe. Eine Aus­sa­ge, die mich skep­tisch als auch freu­dig machte. Und wie­so? ...

»Für Fans von George R. R. Martin und Sarah J. Maas« – so in etwa endete jede Re­zen­sion, die ich zu diesem Buch ge­le­sen habe. Eine Aus­sa­ge, die mich skep­tisch als auch freu­dig machte. Und wie­so? Weil George R. R. Martin und Sarah J. Maas zu mei­nen ab­solu­ten Lieb­lings­auto­ren gehören. Nur weni­ge Auto­ren können so gut plotten und den Leser überra­schen. Nur we­nige so ge­lun­gen mit Wör­tern um­ge­hen und den Leser in den Bann zie­hen. Gleich­zei­tig ist da aber auch die Furcht, dass Laura Kneidls neu­estes Werk ein Ab­klatsch von A Game of Thrones und A Court of Thorns and Roses wird, denn in bei­den Rei­hen gibt es eine Mauer, die das Über­natür­li­che von den Menschen trennt, und noch das ein oder ande­re Ele­ment, das von Laura Kneidl auch in Die Krone der Dunkelheit auf­ge­nommen wurde.
Kann ein Buch, das solch große Ähn­lich­keit mit zwei Lieb­lings­rei­hen von mir hat, über­zeu­gen? Ich war sehr skep­tisch, be­sonders nach­dem ich die Re­zen­sio­nen von Buch und Gewitter und Traumrealistin gelesen habe – zwei Bloggerinnen, de­ren Mei­nun­gen ich wirk­lich sehr schätze und von denen ich glau­be, dass sie ihre Bei­trä­ge immer ehr­lich schrei­ben. Einer­seits dachte ich mir, dass ich großer Fan von A Game of Thrones sowie A Court of Thorns and Roses bin und mir eine ähn­li­che Ge­schich­te somit auf jeden Fall ge­fällt. Ande­rer­seits dachte ich mir, dass ich keinen Ab­klatsch der Ge­schich­ten lesen möchte und viel Ein­falls­reich­tum und Ori­gina­li­tät brauche. Wie hat mir das Buch also gefallen?
In der Ein­lei­tung habe ich es be­reits er­wähnt: Ich ging skep­tisch an dieses Buch heran. Ich habe posi­ti­ve Re­zen­sio­nen ge­le­sen und nega­tive, und ich habe mir be­wusst Zeit ge­nommen, bevor ich Die Krone der Dunkelheitbe­gann, damit ich die Lobes­hymnen als auch die Kri­tik­punkte nicht mehr prä­sent im Kopf habe. Um doch un­vor­ein­ge­nommen in die Ge­schich­te zu starten und mir eine eige­ne Mei­nung bil­den zu können. Nun liegt die Ge­schich­te hinter mir. Deut­lich schneller als ich an­ge­nommen hatte. Ich be­gann das Buch an einem Diens­tag­nach­mittag und am Mitt­woch­mor­gen lagen be­reits über ein­hundert­fünf­zig Seiten hin­ter mir. Machen wir’s kurz: Auch mich konnte Die Krone der Dunkelheit über­zeu­gen und ich hatte enor­me Freude an der Ge­schich­te.
Kurzer Dis­claimer vor­weg: Ich habe mich be­müht, die Re­zen­sion so spoiler­frei wie mög­lich zu ver­fassen, aber gera­de bei den Cha­rak­ter­dis­kussi­onen bin ich nicht immer um Spoiler he­rum­ge­kommen. Ihr seid also vor­gewarnt.
Jap, das ist meine ehr­liche Mei­nung. Ich finde, dass Laura Kneidl eine der be­gabtes­ten deutschen Auto­rinnen unse­rer Zeit ist. Ich liebe ihre Art zu schrei­ben und Ge­schich­ten auf­zu­bauen. Bei Die Krone der Dunkelheit merkt man Laura Kneidl an, dass sie High Fantasy schreibt. Ich komme nicht um­hin, eine ganz andere Art des Schrei­bens bei Die Krone der Dunkelheit, ihrem Young Adult Roman Berühre mich. Nicht. und ihrem Young Adult Fan­tasy­roman Herz aus Schatten zu be­mer­ken. Ihr Schreib­stil ist in ihrem neu­esten Werk reif, ele­gant und gut durch­dacht. Durch­dacht in dem Sinne, dass einzel­ne Sätze gut auf­ge­baut sind und sich leicht über mehre­re Zeilen hin­weg lesen lassen. Ich empfin­de den Schreib­stil als un­glaub­lich an­ge­nehm und flüssig und habe mich sehr gut in der doch kom­plexen Welt zu­recht­ge­funden. Hut ab dafür.
Ich weiß ehr­lich ge­sagt gar nicht, bei welcher Figur ich an­fan­gen soll, denn ich habe hier zu so vie­len Cha­rak­te­ren etwas zu sagen. Diese Re­zen­sion wird alleine durch diesen Ab­schnitt un­glaub­lich lang wer­den, aber hey – nor­maler­wei­se werden meine Buch­be­spre­chun­gen nur lang, wenn ich wirk­lich etwas zu be­män­geln habe. Dass es jetzt ein­mal anders­he­rum ist, ist doch etwas Tolles!
Freya ist mir die sym­pa­thischste Pro­ta­gonis­tin des Romans. Es gibt nur zwei, klar, aber müsste ich mich zwi­schen Freya und Ceylan ent­schei­den, würde ich lieber Freyas Ge­schich­te ver­fol­gen. Freya übt sich heim­lich in Magie und reißt mit Larkin aus, um ihren Bruder zu suchen. Sie be­ge­ben sich auf eine Reise in un­be­kannte Ge­bie­te. Dabei stellt Freya sich He­raus­for­derun­gen, lernt sich selbst kennen und er­fährt mehr über das, was sie sich vom Leben wirk­lich er­hofft. Diese Ge­schich­ten – fan­tasti­sche Reise­ge­schich­ten – sind meine liebsten. Ich könnte nichts ande­res lesen, mir ge­fallen diese Hand­lun­gen immer sehr gut.
Ich empfinde Freya dabei auch als sehr an­ge­nehme Figur. Sie handelt manch­mal etwas über­stürzt, gleich­zei­tig lernt sie aus den Si­tua­tio­nen und be­schrei­tet neue Heraus­for­derun­gen wie­derum etwas durch­dach­ter. Man sieht ihre Ent­wick­lung klar und deut­lich, und ich finde ihre Reise – zu neuen Zielen und sich selbst – spannend zu ver­fol­gen. Einzig und allein ihre Ge­sprä­che mit Larkin haben mir nicht immer ge­fallen, worauf ich gleich noch zu spre­chen komme.
Ceylan ist die toughe Bad-Ass-Figur der Ge­schichte. Sie hat einen star­ken Willen und ist mit­un­ter ganz schön stur und bo­ckig. Das fand ich beim Lesen hin und wieder etwas an­stren­gend, aber ich mag sie dennoch. Ich hatte damit ge­rech­net, dass Ceylans Ge­schich­te rela­tiv trist wird – immer­hin sitzt sie an der Mauer fest, trainiert und ver­sucht sich zwi­schen all den Männern zu etab­lie­ren. Er­war­tet hatte ich eine Handlung, in der Ceylan sich mit eini­gen Hö­hen und Tiefen an der Mauer ein­setzt und am Ende des Ro­mans ihren Platz findet. Doch es kam ganz anders und ich habe ihre Ge­schich­te mit Spannung ver­folgt. Ich mochte ins­beson­dere, dass sich Ceylan und Freya so sehr unter­schei­den und die ab­wechseln­den Kapi­tel für fri­schen Wind sorgen.
Leigh ist einer der Wächter an der Mauer und ein Cha­rak­ter, der mir von An­fang an sym­pa­thisch war. Dies liegt vor allem an seiner schlag­fer­tigen und muti­gen Art, sich auch mal den Vor­ge­setzten gegen­über zu be­haup­ten und durch­zu­setzen. Er ver­tritt seine Meinung ganz klar und unter­stützt Ceylan, wo er nur kann. Das ist klasse, denn so sticht er an der Mauer de­fini­tiv her­vor. Es gab viele Momente, in denen mich Leigh laut auf­la­chen ließ und ich hoffe sehr, dass wir in den nächsten Bän­den noch mehr von ihm mit­be­kommen. Schade finde ich näm­lich wirk­lich, dass Leigh zu Be­ginn des Ro­mans eine sehr prä­sen­te Rolle er­hält und im Laufe der Ge­schich­te lei­der immer wei­ter in den Hin­ter­grund tritt. Ich wünsche mir mehr Leigh!
Larkin finde ich etwas schwie­rig. Das erste Kapi­tel, in dem Leser Lar­kin be­geg­nen, ist groß­ar­tig und mehr als ge­lun­gen. Sein erster Ein­druck auf mich war überaus inte­ressant und ich hatte mir einen eben­so inte­ressan­ten Charakter er­hofft. Das ist er auch, keine Frage, aber die Sache mit der Königs­reli­gion empfin­de ich als sehr ge­wöh­nungs­be­dürf­tig und auch als etwas proble­ma­tisch, wenn es je­mals zu einer ro­man­ti­schen Be­zie­hung zwischen Lar­kin und Freya kommen sollte.
Als er ange­fan­gen hat zu be­ten, nur weil er Freya sieht, dachte ich, dass das ein schlechter Scherz sei und habe in­stän­dig ge­hofft, dass die­ses Ver­hal­ten zurück­geht. Ich weiß gar nicht, wie ich es aus­drü­cken soll, außer dass ich diese Passagen ex­trem be­fremd­lich und un­ange­nehm fand. Durch den ganzen Roman zog sich bei mir das Ge­fühl, dass ich Larkins Taten nicht ein­schätzen kann. Unter­stützt er Freya, weil er es möch­te oder weil er sie und ihre Fami­lie an­betet? Diesen Reli­gions­aspekt mochte ich per­sön­lich über­haupt nicht. Ab­ge­sehen davon bin ich aber ein gro­ßer Fan von Larkin und hoffe, dass sich sein wahrer Cha­rak­ter in den Fort­setzun­gen offen­bart – sollte er es in Die Krone der Dunkelheit nicht ge­tan haben.
Elroy ist ein spannen­der Cha­rak­ter. Er ist ein Pi­rat, der auf der Suche nach ewigem Leben ist – er möchte un­sterb­lich werden. Auf Freyas Reise be­geg­nen sie sich und ich hätte mir noch viel mehr Seiten mit Elroy ge­wünscht. Er ist ein Cha­rak­ter mit Biss und Charme, eine sehr an­ge­nehme Mischung wie ich finde, und ich glaube, Elroy wird auch noch in Freyas Leben eine grö­ßere Rolle spielen. Lasst uns mal ein bisschen über­legen …
Ich bin fest davon über­zeugt, dass sich eine ro­man­ti­sche Be­zie­hung zwischen Lar­kin und Freya nicht er­ge­ben wird, auch wenn sie in Die Krone der Dunkelheit an­gedeu­tet wird. Allein auf­grund von Larkins reli­giö­sem Stand­punkt wird es für Freya in meinen Au­gen keine Option sein, ihm in einem ro­man­ti­schen Sinne näher zu kommen. Elroy hin­ge­gen wird durch Freyas Augen als sehr attrak­tiv, char­mant und intelli­gent be­schrie­ben. Gleich­zeitig haben er und Freya einen Deal ab­ge­macht, an den sich Freya nicht ge­hal­ten hat, und ich gehe ganz fest davon aus, dass Elroy auf diesen Bruch in den Folge­bän­den zu spre­chen kommen wird. Und wir kennen das Muster ja, oder? Attrak­ti­ver Typ, ein Versprechen, das gebrochen wird, aus Hass wird Liebe … Ich bin für eine roman­ti­sche Be­zie­hung zwi­schen Freya und Eloy. Was meint ihr?
Ich habe es bereits am An­fang des Bei­tra­ges ge­sagt, dass ich sehr oft ge­hört habe, dass viele der Mei­nung sind, dass Die Krone der Dunkelheit den Wer­ken von George R. R. Martin und Sarah J. Maas ähnelt. Ich stimme dem auch be­dingt zu. Die Völker der Menschen und Fae leben ge­trennt von­einan­der, dies ge­schieht durch eine gi­gan­tische Mauer. Eine Mauer also, die die poten­ziell Guten von den poten­ziell Bösen trennen soll und welche durch Magie er­schaffen wurde. Be­wacht wird diese Mauer von den Wäch­tern in schwarz. Wer Game of Thrones ge­sehen oder die Bücher ge­lesen hat, wird die Ähn­lich­keit zur Mauer und der Nacht­wache nicht über­se­hen können. Und auch in A Court of Thorns and Roses leben die Menschen und Fae ge­trennt von einer Mauer auf dem Konti­nent. In meinen Augen war es das aber auch mit der Ähn­lich­keit der Geschichten.
Natürlich, Laura Kneidl er­schafft damit keine voll­kommen neue Welt und be­dient sich be­kann­ter Szena­rien und Ge­geben­hei­ten, aber dabei bleibt es auch. Es ist eine be­kann­te Grund­idee, mit denen Laura Kneidl eine ganz ande­re Ge­schich­te er­schafft. Ich würde Die Krone der Dunkelheit daher auch nicht mit den ge­nann­ten Werken ver­glei­chen. Es gibt ge­mein­same Schnitt­stellen, aber jeder der Auto­ren schafft etwas Einzig­arti­ges aus ihnen.
Laura Kneidl beweist mit diesem Buch, dass sie High Fantasy schreiben kann – und zwar richtig gut. Mich hat »Die Krone der Dunkelheit« von der ersten Seite an gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Eine ganz klare Empfehlung.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Guter Auftakt

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Ein High Fantasy Roman von Laura Kneidl! Klar, dass ich den Lesen musste. Bereits im Vorfeld konnten mich die Zeichnungen ihrer Charaktere überzeugen und ich freute mich auf eine High Fantasy Geschichte ...

Ein High Fantasy Roman von Laura Kneidl! Klar, dass ich den Lesen musste. Bereits im Vorfeld konnten mich die Zeichnungen ihrer Charaktere überzeugen und ich freute mich auf eine High Fantasy Geschichte mit Fae aus deutscher Feder. Tatsächlich hat sich während dem Lesen eine gewisse Hassliebe zu dem Buch entwickelt. Dabei überwiegt die Liebe aber tatsächlich mehr! Das Buch ist aus der Sicht mehrer Charaktere geschrieben und sie sind alle in ihrer Art und Weise so wundervoll! Wir begleiten Menschen, Fae, Unseelie, Wächter und und und, deren Gesinnung von Gut bis Böse reicht, die unterschiedliche Geschlechter haben und nicht unterschiedlicher sein könnten. So erleben wir mehrere Facetten von ein und der selben Geschichte, die zu Beginn unterschiedlicher nicht sein könnte und sich im Verlauf der Handlung immer mehr verwebt.

Ich wusste zu beginn nicht so wirklich,wo es hingeht. Die einzelnen Charaktere haben unterschiedliche Handlungsmotivationen und die hatten zu Beginn gar nicht mal so viel miteinander zu tun. Man könnte jetzt erwarten, dass das ziemlich langweilig war, war es aber nicht, denn zu dem Zeitpunkt, begann ich, mich in die Charaktere zu verlieben. Besonders in die beiden tollen weiblichen Charaktere Ceylan und Freya. Ich konnte mich beim Lesen nie wirklich entscheiden, welche ihrer beiden Geschichten ich nun spannender finden soll und ich hoffe, die beiden Erzählstränge werden noch weiter verknüpft.

Laura Kneidl kann wirklich sehr toll schreiben. Ich bin immer sehr gefesselt von ihren Romanen und könnte sie unabhängig von der Geschichte, den Charaktere etc. ewig lesen. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich Laura Kneidls Schreibstil überall erkennen würde. Er ist so speziell und dennoch sehr leicht und schön zu lesen. Kommen wir nun jedoch zu meinem Hassanteil der Geschichte. Ich bin hinsichtlich eines gewissen Punktes nämlich sehr unsicher, was die Geschichte angeht. Ich habe es ehrlich gesagt schon erwartet, als ich einen ersten Blick auf die Karte im Buch geworfen habe: Sie kam mir sehr bekannt vor und zugleich doch nicht. Ich habe schon unglaublich viele Fantasybücher gelesen, in denen Feen und Elfen eine tragende Rolle gespielt haben. Es gibt meinst andere Konstellationen und ganz viele unterschiedliche Namen für die einzelnen Völker und doch ist der Grundkonflikt immer ein ähnlicher. So natürlich auch in Die Krone der Sterne. Noch dazu handelt es sich dabei um einen sehr klassischen Fantasyroman, der trotz der vielen schönen Punkte doch wenig neues bietet. Die deutsche Fantasy probiert so wenig neues aus und gerade von einer so tollen Autorin wie Laura Kneidl habe ich mir im Vorhinein mehr Innovation erhofft. Ich bin in dieser Hinsicht sehr gespannt, was die beiden Folgebände der Trilogie noch bringen werden. Denn trotz der Kritik zum Ende hin, habe ich Laura Kneidls Trilogieauftakt unglaublich gern gelesen.