Prima Auftakt
Als im Hafen von Riva ein Toter aus dem Wasser gezogen wird, in dessen Rachen ein goldener Anhänger in Form eines Fisches steckt, mischt sich die Polizeireporterin Gianna Pitti unter die Ermittler. Sie ...
Als im Hafen von Riva ein Toter aus dem Wasser gezogen wird, in dessen Rachen ein goldener Anhänger in Form eines Fisches steckt, mischt sich die Polizeireporterin Gianna Pitti unter die Ermittler. Sie stellt fest, daß sie das Opfer kannte und eine der Letzten war, die das Opfer lebend gesehen hat. Mit Unterstützung von Onkel Francesco und Chefredakteurin Elvira beginnt sie ihre Recherchen. Diese führen sie in die alte Villa des Schriftstellers Gabriele D'Annunzio, nach Verona und in die Tiefen der italienischen Geschichte.
Lenz Koppelstätter hat mit Gianna Pitti eine neue Ermittlerin an den Start gebracht. "Was der See birgt" ist der Auftakt zu ihrer Serie. Die Handlung wird hier aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Dies bringt Abwechslung in die Ansichten, man erfährt dadurch viel mehr und bekommt ein besseres Gespür für die Geschehnisse. Mit Gianna trifft man auf eine kompetente Frau, die weiß, was sie will und ihr Ding durchzieht. Sie hatte meine Sympathien sofort. Mein eigentlicher Liebling in diesem Buch war jedoch Onkel Francesco. Er ist eine wahre Persönlichkeit mit Strahlkraft. Lenz Koppelstätter hat hier einen sehr spannenden Fall konstruiert, der total ans Buch fesselt. Dabei läßt er hier auch gehörig Lokalkolorit einfließen, so daß man die Region vor Augen hat und sich alles gut vorstellen kann. Humorvoll sind die Beschreibungen der Touristen, die hier mit einem Augenzwinkern auch mal aufs Korn genommen werden.
Wer einen spannenden, leicht lesbaren Krimi mit Humor und Regionalität sucht, ist hier bestens aufgehoben!