Cover-Bild Die Blutchronik

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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 704
  • Ersterscheinung: 03.12.2018
  • ISBN: 9783426521915
Liliana Le Hingrat

Die Blutchronik

Historischer Roman
Ein kraftvoller und hochspannender historischer Roman im Taschenbuchformat von Liliana Le Hingrat über den Kampf gegen die Osmanen im 15. Jahrhundert und ein unbekanntes Kapitel europäischer Geschichte: der »balkanische Rosenkrieg«, und gleichzeitig ein Stück der Familiengeschichte von Dracula
Aus der osmanischen Geiselhaft entlassen, führt Vlad Dracula den Kampf seines Vaters um den walachischen Thron fort. Doch nicht nur die alten Feinde seiner Familie machen ihm die Krone streitig, auch der eigene Bruder wendet sich gegen ihn und kann dabei auf den Beistand der Osmanen zählen. Obwohl Vlad in der Gunst von Papst Pius II. steht, muss er zusehen, wie sowohl Ungarn und Polen als auch das Osmanische Reich die Hand nach der Walachei ausstrecken. Mehr und mehr wird Vlads Heimat, wird sein Erbe zum Faustpfand im Kampf zwischen Christentum und Islam …
Die faszinierende Fortsetzung des preisgekrönten DAS DUNKLE HERZ DER WELT.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 14 Regalen.
  • 4 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von 1 Mitgliedern.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2019

Ein Highlight meines Lesejahres 2019

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Endlich war sie da. Die Fortsetzung des Romans Das Herz der Welt von Liliana Le Hingrat mit dem Titel: Die Blutchronik. Damit ich noch einmal so richtig in die Geschichte eintauchen konnte, las ich zunächst ...

Endlich war sie da. Die Fortsetzung des Romans Das Herz der Welt von Liliana Le Hingrat mit dem Titel: Die Blutchronik. Damit ich noch einmal so richtig in die Geschichte eintauchen konnte, las ich zunächst Das Herz der Welt noch einmal.

Die Blutchronik knüpft nahtlos an das Ende des letzten Buches an. Vlad und sein Bruder Radu müssen ihr Dasein als Geiseln des Sultans Murad fristen. Dessen Sohn wurde Mehmet wurde verbannt, da er eine Liebesbeziehung mit Radu begann. Das war damals wie mitunter auch heute absolut verpönt und beide hatten Glück, dass sie nicht ermordet wurden. Die Mutter von Vlad Draculea lebt in einem Kloster und ist nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes nur noch ein Schatten ihrer selbst. Sie hat keine Möglichkeit, ihren Söhnen zu helfen und Vlad beim Kampf um die Krone zu unterstützen.

Der junge Radu weiß nicht, was sein großer Bruder für ihn getan hat und lässt sich von Mehmet und dessen Vater beeinflussen. Das bedeutet, dass er seinen Bruder verrät und sich gegen ihn stellt. Obwohl Vlad am 2. Oktober 1448 seine Heimat Targoviste und es dauerte sechs Jahre, bis er wieder zuhause sein kann. Nur wenige erkennen ihn als Herrscher an. Sämtliche Fürsten und Kirchenoberhäupter verweigern ihm die Loyalität.

Wenige Wochen nach der Ankunft in Targoviste empfängt Vlad eine Abordnung von angeblichen Nachfolgern und unter ihnen ist sein Kontrahent Radislav. Der kann sich der Treue seiner Gefolgsleute sicher sein und alle trachten Vlad nach dem Leben. Er schwebt mal wieder in akuter Gefahr. Kann er sich retten? Und wenn ja, wer zeigt sich als Getreuer?

Die Autorin Liliana Le Hingrat schätze ich sehr. Sie recherchiert sehr genau und schreibt selbst im Anhang des Buches Die Blutchronik, dass sie erst dann Aussagen von Historikern übernimmt, wenn sie diese dreimal gelesen hat. Die Grausamkeit der damaligen Zeit, der Kampf zwischen Muslimen und Christen und der Hass bis aufs Blut. Alles beschreibt sie so klar und anschaulich, dass ich beim Lesen in die damalige Zeit abtauche und mitleide. Ich sehe die Landschaft und auch die Kleidung der Protagonisten vor mir.

Allen Freunden historischer Romane empfehle ich, die Bücher von Liliana Le Hingrat zu lesen. Sie ist eine der wenigen Autorinnen des Genres, die Wert auf Authentizität und gewissenhafte Recherche legen. Die Blutchronik gehört zu den Highlights meines Lesejahres 2019.

Veröffentlicht am 20.04.2019

Gelungene Fortsetzung

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„Die Blutchronik“ ist die Fortsetzung zum Vorgängerband „Das dunkle Herz der Welt“. In beiden Teilen geht es um die wahre Familiengeschichte des Herrschergeschlechts der Draculea. Im ersten Teil stand ...

„Die Blutchronik“ ist die Fortsetzung zum Vorgängerband „Das dunkle Herz der Welt“. In beiden Teilen geht es um die wahre Familiengeschichte des Herrschergeschlechts der Draculea. Im ersten Teil stand noch der Vater des zukünftigen walachischen Fürsten Vlad Draculea im Mittelpunkt. Nun ist Vlad zum jungen Mann herangewachsen und macht sich auf, seinen Thron von Rodislav zurückzuerobern.
Dabei steht dem heißspornigen Thronfolger sein unüberlegter Ehrgeiz oft im Weg. Doch der Pfad zur Krone und zur Herrschaft über die Walachei ist gespickt mit Intrigen und Hinterhalten. Vlad kann aber auf die Hilfe seines väterlichen Freundes Roxolan setzen, der schon seinem Vater eng die Treue gehalten hat.
Liliana Le Hingrat lässt die Handlung fast nahtlos an den ersten Teil anschließen. Die Fürstensöhne sind zu Beginn beide noch Geiseln des türkischen Sultans Murat. Der Bruch zwischen den Brüdern geht inzwischen immer tiefer und ist fast nicht mehr aufzuhalten.
Der Roman verbindet geschickt die historischen Fakten um den balkanischen Rosenkrieg und das Vorrücken der Osmanen mit den dramatischen Ereignissen um Vlad und seine Familie. Historie und Fiktion fließen stimmig ineinander und lassen eine interessante und hochspannende Geschichte entstehen. Für mich war es sehr reizvoll, mehr über die tatsächliche Familiengeschichte des berüchtigten Grafen Dracula zu erfahren. Dabei wurde ich von vielen Zusammenhängen zu dieser historischen Figur sehr überrascht.
Wie schon beim ersten Teil, bin ich auch von der Fortsetzung absolut begeistert. Die Autorin liefert wieder hohe Qualität und ich kann den Roman nur wärmstens weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 11.04.2019

Geschichte wird lebendig

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Der historische Roman "Die Blutchronik" von Liliana Le Hingrat ist die Fortsetzung ihres Debütromans "Das Dunkle Herz der Welt" über den historischen Dracula, der jedoch auch unabhängig davon gelesen werden ...

Der historische Roman "Die Blutchronik" von Liliana Le Hingrat ist die Fortsetzung ihres Debütromans "Das Dunkle Herz der Welt" über den historischen Dracula, der jedoch auch unabhängig davon gelesen werden kann, da es am Anfang eine geschichtliche Einführung in die Thematik gibt.
Vlad Draculea wird aus der Geiselhaft des osmanischen Sultans Murad entlassen, um den Kampf seines Vaters um den walachischen Thron weiterzuführen. Doch auch sein eigener Bruder Radu und das Haus der Danen erheben Anspruch darauf. Außerdem bedrohen Ungarn, Polen und die Osmanen die Walachei. Im Kampf gegen Intrigen und Machtgier, wird die Situation der östlichen Königreiche, der Glaubenskriege und das dramatische Schicksal von Vlad Draculea und seiner Familie aufgezeigt.
Zum besseren Verständnis der Zusammenhänge gibt es im Buch Karten und eine Aufstellung der agierenden und relevanten Persönlichkeiten, was ich sehr hilfreich fand. Im Nachwort wird auch auf die Qualität der Quellen zur Recherche eingegangen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und spannend.
Auch wenn am Anfang sehr viele Informationen zur Vorgeschichte und deren Zusammenhänge auf einen einprasseln, so lohnt es sich dranzubleiben, denn auf einmal merkt man, wie die Geschichte lebendig wird. Das Zusammenspiel aus Recherche und Fiktion wurde hier optimal umgesetzt.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und vermitteln dem Leser ihre eigene Persönlichkeit. Man fiebert mit ihnen mit, entwickelt Sympathien und Antipathien.
Für mich war Geschichte noch nie so lebendig wie hier in diesem Buch!
Deswegen absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 01.04.2019

Der Kampf um die Walachei

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INHALT
Vlad war 18 Jahre alt, als er mit Hassan den Kampf übt, um endlich seinen Vater zu rächen. Er wollte das walachische Fürstentum zurück und den Thron übernehmen.
Die alles geschah im Jahr 1448 und ...

INHALT
Vlad war 18 Jahre alt, als er mit Hassan den Kampf übt, um endlich seinen Vater zu rächen. Er wollte das walachische Fürstentum zurück und den Thron übernehmen.
Die alles geschah im Jahr 1448 und Vlad machte sich auf den Weg, als er nach Jahren endlich aus der Osmanischen Geiselhaft entlassen wird.
Mit seinem 6 Jahre jüngeren Bruder Radu verstand er sich nicht so toll und sie beiden gingen sich so gut es ging aus dem Weg.

MEINE MEINUNG
Bei diesem historischen Werk ist man sofort mittendrin. Es geht sofort mit viel Action los.
Es geht um Vlad Draculea und seinen Bruder Radu. Sein Vater und sein Bruder waren brutal ermordet worden und Vlad und Radu waren in osmanische Geiselhaft geraten. Dort wachte immer Demetrios über sie, ohne das die Brüder dies merkten. Demetrios hatte diese Aufgabe von seinem Herrn übernommen und damals galt das Wort noch etwas.
Vlad wollte den walachischen Thron seines Vaters zurück und dafür wird er auch kämpfen.

Die Autorin hat hier sehr viel Spannung und auch viele, viele Gefühle um Emotionen mit verarbeitet und das macht dieses Buch so lesenswert.
Es herrscht hier eine andere Zeit, denn es startet ja im Jahr 1448 und dort wurden Mädchen noch die Ehemänner ausgesucht, meist von den Vätern. Oft wurden sie schon weitergegeben, wenn sie noch Babys waren.

Es geht hier um Ländereien, um Macht und um die Herrschaft. Jeder will Regent eines Landes sein und dafür gehen sie über Leichen, auch hier.
Radu wollte auch den Thron seines Vaters übernehmen und dafür opfert er auch seinen Bruder. Er weiß leider nicht, was Vlad alles auf sich genommen hat um ihn zu retten. Das ist sehr traurig und auch sehr emotional.

Damals war das eben so, es wurde alles mit dem Schwert ausgetragen und für alles wurde in Krieg angezettelt. Der stärkere war meist der bessere, so dachten sie zumindest.

Hier wird sehr deutlich, das oft nur eine Flucht ins Kloster das Überleben sichern konnte. Vlads und Radus Mutter war auch in eine Kloster geflüchtet, denn auch sie war noch immer in großer Gefahr.

Die Autorin hat hier ein wundervolles Buch erschaffen, das so voller Abenteuer und Brutalität ist, wie es damals eben die Zeit war. Man ist sofort in dieser Zeit, da alles so plastisch beschrieben ist, und man ist sofort mit in den Kämpfen der Ritter.

Ich vergebe hier gerne die vollen 5 Sterne, da man hier alles findet. Man hat hier Action und Abenteuer, aber wir finden hier auch Liebe und Hass, auch die Verachtung, auf die man hier trifft, darf man nicht außer Acht lassen.
Hier ist so viel Vielfalt, das es auf keiner Seite langweilig wird und man von einem Extrem ins andere wechselt. Das hat dann natürlich auch die vollen Sternchen verdient, die es von mir hier natürlich auch gibt.

Bluesky_13
Rosi

Veröffentlicht am 31.03.2019

Die Geschichte der Draculaer

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Nach einigen Jahren ist nun der zweiten Teil der Geschichte über Vlad Draculeas Familie von Liliana Le Hingrat erschienen. Den ersten Teil sollte man unbedingt gelesen haben. Da es nun schon einige Jahre ...

Nach einigen Jahren ist nun der zweiten Teil der Geschichte über Vlad Draculeas Familie von Liliana Le Hingrat erschienen. Den ersten Teil sollte man unbedingt gelesen haben. Da es nun schon einige Jahre her ist, dass ich "Das dunkle Herz der Welt" gelesen habe, hat es etwas gedauert, bis mir die komplexen Ereignisse des ersten Teil wieder einfielen. Beim Wiedererkennen der Protagonisten hilft zum Glück ein Personenverzeichnis am Ende des Buches.

Standen im Vorläufer noch Vlads Eltern im Vordergrund, rückt nun vor allem Vlad in den Mittelpunkt, neben seinem Bruder Radu. Dabei zeichnet die Autorin Vlad als komplexe Persönlichkeit und zeigt auf, wie durch eine grausame Kindheit aus Vlad ein oft mittleidloser Mensch und grausamer Feind geworden ist, der den Namen "der Pfähler" nicht ohne Grund trägt. Und von Feinden ist Vlad geradezu umgeben. Nicht nur die Osmanen greifen immer wieder nach der Walachei, ebenso die Ungarn und selbst Radu ist ein Konkurrent um den Thron, den Vlad mal erobert und mal wieder verliert.

Auch die Frauen ins Vlads Leben beschreibt die Autorin und hat hierzu akribische Recherche betrieben, um die neuesten geschichtlichen Erkenntnisse einarbeiten zu können. Diese Schilderung der menschlichen Facetten in Vlads Leben, auch verkörpert im heidnischen Priester Roxolan, der Vlad lebenslang beschützt, waren für mich die Highlights des Romans.

Leider endet wohl die Reihe mit diesem Buch. Auch wenn ein absolut angemessener Abschluss gefunden wurde, hätte ich durchaus Interesse, den weiteren historischen Entwicklungen in Romanform länger zu folgen.